Drittes Bundesland: Auch Sachsen-Anhalt hebt die Schulbesuchspflicht auf

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Sachsen-Anhalt hebt angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen die Präsenzpflicht für alle Schülerinnen und Schüler auf und verlängert die Weihnachtsferien. Das hat das Kabinett am Dienstag in Magdeburg beschlossen.

In Bayerns Schulen hatte das Coronavirus in den vergangenen Wochen freie Bahn. Illustration: Shutterstock

Die schriftliche Abmeldung müsse im Zusammenhang mit dem Pandemiegeschehen stehen, sagte Bildungsministerin Eva Feußner (CDU). Es gehe darum, Personen aus besonders gefährdeten Gruppen zu schützen. An den Schulen gelte ab dem 29. November an den Schulen eine tägliche Testpflicht. Um das Infektionsgeschehen zu bremsen, werden die Weihnachtsferien auf drei Wochen verlängert. Der letzte Schultag soll der 17. Dezember sein, sagte Feußner.

Zuvor hatten Sachsen und Brandenburg angekündigt, die Schulbesuchspflicht aufzuheben, wie News4teachers aktuell berichtet. dpa

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24 KOMMENTARE

  1. In Berlin wartet man noch mit der Aussetzung der Präsenzpflicht, da sind die Zahlen noch etwas niedriger.

    Der Berliner Hygienebeirat möchte sich nochmal persönlich davon überzeugen, ob es ein expotenzielles Wachstum überhaupt gibt.

  2. Das muss bundesweit so sein.Es ist nicht gerecht,dass Infwktionsschutz vom Wohnort abhängig ist.Aber Herr Tonne möchte ja lieber täglich testen und kriegt nich nichtmal die versprochenen Spucktests hin.

    • @Maren
      inhaltlich stimme ich Ihrer Forderung voll zu, aber: Welch hehrer Anspruch, Gerechtigkeit in Zeiten der Pandemie? Und dann gleich auch noch BUNDESWEIT in unserer föderalistischen Bildungslandschaft? Wie realitätsfern.
      Beispiel aus RLP, Neustadt / Wied:
      Der Infektionsschutz ist bei uns nicht nur vom Wohnort abhängig, sondern innerhalb desselben Wohnorts, identisch mit Schulstandort, vom SCHULTRÄGER.
      Bei uns stehen Grundschule und Gymnasium im selben Ortszentrum nur wenige 100m, vielleicht 5 Minuten zu Fuß, auseinander. Die Grundschule in Trägerschaft der Verbandsgemeinde Asbach ist seit Herbst letzten Jahres, Oktober 2020, in jedem Klassenraum mit einem mobilen Luftreiniger ausgestattet, genau wie alle anderen Grundschulen derselben Verbandsgeneinde, also desselben Schulträgers, auch.
      Das Gymnasium hingegen liegt, wie alle weiterführenden Schulen, in Trägerschaft des Kreises Neuwied, der mitten in den Sommerferien, Monat August, beschloss, man könne vielleicht mal flächendeckend CO2-Ampeln anschaffen, um das korrekte Lüftungsverhalten zu unterstützen. Das fanden und finden die beim Kreis dafür Zuständigen äußerst progressiv und großzügig.
      Diese kleinen, handlichen, kostengünstigen Lüftungserziehungsassistenten sind kleckerweise nach den Herbstferien eingetroffen, werden aber gern deaktiviert, z.B., wenn sie sich trotz ausgiebigen Lüftens doch nicht zum Schweigen bringen lassen oder damit sie nicht während einer Klausur Alarm schlagen. Die derzeit laufenden 5-stündigen Vorabikkausuren sind auch ohne das sonst ständig im Hintergrund zu befürchtende Gepiepe gestört genug: Fenster auf, Fenster zu, Jacken an, Jacken aus, Finger klamm…
      Jedem gönne ich die Aussetzung der Präsenzpflicht, auf die ich selbst ständig gehofft habe. Für uns wird das nix mehr, denn Ausnahmeregelungen für Abschlussklassen (Abi im März 2022) sind dabei fest eingepreist. Die bleiben dank unserer sehr umsichtigen KuMis auf Gedeih und Verderb in Präsenz, damit sie durch obrigkeitlich verordnete „Normalität“ ganz bis zum Ende ihre so schnell dahinscheidende restliche Schulzeit in allerbester Erinnerung behalten mögen. Homeschooling auf die letzten paar Meter? Undenkbar.

  3. Ich sehe es schon kommen: Da wir in NRW noch bei recht „komfortablen“ und völlig „harmlosen“ Zahlen so um die 200 sind und die H-Rate knapp unter 4 liegt (Vorsicht, Ironie!), wird unsere gute Vorleserin husarenmäßig, wie wir das schon von ihr kennen, vor uns herreiten und sicheren Fußes PÜNKTLICH in die Weihnachtsferien führen – und nicht 1 Sekunde früher! OHNE Maske oder irgendeinen anderen Schnickschnack. Als einziges Bundesland! Und das mit stolzgeschwellter Brust. Nichts anderes erwarte ich mehr. Kinderfreundlichkeit bis zum Erbrechen…

  4. Die Aufhebung der Präsenzpflicht bringt genau Null. Wir haben hier einen hohen Anteil an Eltern, die beide arbeiten gehen müssen, um halbwegs über die Runden zu kommen. Stichwort Niedriglohnsektor. Die Arbeitgeber machen nicht mit, dass der Mitarbeiter seine Kinder betreut. Ergo sind wir gezwungen unsere Kinder weiter zum Durchseuchen zu geben. Außerdem gilt wie auch in Sachsen, Zuhause lassen OK aber Versorgung mit Aufgaben nicht möglich. Im Grunde will man nur die Haftung vom Hacken haben. Man hätte die Kinder ja nicht in die Schule schicken müssen. Also selbst schuld, wenn das Kind Corona kriegt. Die Eltern, die Zuhause sind und ihre Kinder betreuen könnten, sind überwiegend die, die ihre Kids am liebsten von hinten sehen… auf dem Weg zur Schule. Ich bin für Lockdown.

    • Schade, dass in diesen Diskussionen um die Präsenzpflicht Grundschüler mit den Abiturienten und Berufsschülern immer in den gleichen Topf geworfen werden.

      • Sie bevorzugen Trennkost?

        Sorry, der musste raus :o) Sie haben natürlich völlig recht, man muss differenzieren. Das schreit seit Jahren jeder Papagei aus dem Pädagogenwald, aber bei Fernunterricht ist das scheinbar gaaanz „out“.

  5. https://twitter.com/Engel_Re/status/1463150923329544196?s=20
    NRW braucht das nicht. Hat „Gesundheits“sminister Laumann in Zusammenarbeit mit Fr. G. entschieden. Weil in NRW 3 Mal pro Woche getestet wird. So kann man prima kontrollieren, ob die Zwangsdurchseuchung erfolgreich ist.
    Genau wie die Hexe, die bei Hänsel (SuS, LuL) täglich kontrolliert, ob er fett genug ist, und Gretel (Eltern) zwingt, dabei mitzuhelfen.
    Wir kennen alle das Ende …

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