Schulschließungen durch die Hintertür? KMK-Präsidentin hebt (in ihrem Bundesland) Anwesenheitspflicht für Schüler auf

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An den Brandenburger Schulen gilt wegen der Corona-Infektionslage bald keine Anwesenheitspflicht für die Schüler mehr. Damit folgt das Land dem benachbarten Freistaat Sachsen, der als erstes Bundesland die Schulbesuchspflicht schon vergangene Woche aufgehoben hatte.

Eltern dürfen jetzt mit den Füßen abstimmen: Brandenburgs Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD). Foto: Axel Schön / Bildungsminsterium Brandenburg

«Für den schulischen Bereich werden wir die Präsenzpflicht aufheben», sagte Brandenburgs Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD), Frau des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (ebenfalls SPD), am Dienstag im RBB-Inforadio. «Es ist der Wunsch vieler Eltern, dass sie ihre Kinder nicht in die Schule schicken wollen.» Die Einzelheiten – etwa Ausnahmen für Abschlussklassen – würden noch ausgearbeitet.

Außerdem plant Ernst, die Weihnachtsferien für Brandenburger Schülerinnen und Schüler um drei Tage vorzuziehen. Ursprünglich sollte der 23. Dezember der erste Ferientag in Brandenburg sein. Neuer Ferienbeginn soll jetzt Montag, der 20. Dezember, sein. Ernst sieht auch die Erwachsenen in der Pflicht, durch Impfungen die Situation für die Kinder zu entspannen. Schulschließungen sollten nicht die Lösung sein.

«Die Arbeitsbelastung liegt dann bei den Lehrern. Das halten sie bis Weihnachten nicht durch»

Der Brandenburger Pädagogenverband sieht die Aufhebung der Schulbesuchspflicht skeptisch. «Die Arbeitsbelastung liegt dann bei den Lehrern», sagte Präsident Hartmut Stäker auf Anfrage. Sie müssten jede Unterrichtsstunde dann zweimal leisten: einmal online und einmal für die Kinder, die in die Schule kommen. «Das halten die Lehrer bis Weihnachten nicht durch», kritisierte er. Zum Vorziehen der Weihnachtsferien meinte Stäker: In den zusätzlichen drei freien Tagen werde die Welt auch nicht gerettet. Zumindest bestehe aber die Chance, dass das Weihnachtsfest für die Schüler ohne Quarantäne ablaufen könne.

Die Brandenburger GEW wandte sich in einem offenen Brief an die Ministerin. Die Situation an den Schulen sei besorgniserregend, hieß es. «Sie ist außer Kontrolle geraten», sagte GEW-Landesvorsitzender Günther Fuchs. Gefordert werden außer Schutzmaßnahmen auch Entlastungen für die Lehrkräfte. Konkret: «In den Schulen ist bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres ein Kerncurriculum in Kraft zu setzen und die Stundentafeln auszusetzen. In der Schulorganisation sind vorrangig alle Maßnahmen zur Verkleinerung der Klassen und Lerngruppen mit Vorrang durchzuführen.»

Die rot-schwarz-grüne Landesregierung in Brandenburg will angesichts der wachsenden Belastung von Krankenhäusern am (heutigen) Dienstag schärfere Corona-Regeln beschließen. Ab Mittwoch soll die 2G-Regel in vielen Geschäften gelten, ausgenommen sind Supermärkte und andere Läden für den täglichen Bedarf. Die 2G-Regel erlaubt den Zugang nur geimpften und genesenen Menschen, sie gilt bereits in Kneipen, Theatern, Kinos, Konzerthäusern und Bädern. Weihnachtsmärkte sollen wieder schließen. In bestimmten Fällen sind Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr geplant.

«Einen Anspruch auf Beschulung der Schülerinnen und Schüler durch Lehrkräfte, wie im Präsenzunterricht, gibt es nicht»

Als erstes Bundesland hatte Sachsen in der vergangenen Woche die Schulbesuchspflicht aufgehoben, wie News4teachers berichtete.

Eltern, denen das Infektionsrisiko zu hoch ist, können ihr Kind im Freistaat von der Präsenzbeschulung schriftlich abmelden. «Die Abmeldung muss durch Belange des Infektionsschutzes begründet sein. Ein etwaiges Ab-und Anmelden für einzelne Wochentage kommt nicht in Betracht», so heißt es im Blog des sächsischen Kultusministeriums. «Die Kinder oder Jugendlichen verbringen dann die Lernzeit zu Hause.» Der Druck auf die Eltern, ihr Kind zur Schule zu schicken, ist gleichwohl hoch, denn: «Einen Anspruch auf Beschulung der Schülerinnen und Schüler durch Lehrkräfte, wie im Präsenzunterricht, gibt es jedoch nicht. Das ist in der angespannten Situation von den Schulen nicht zu leisten.»

Vorsorge (etwa in Gestalt einer landesweiten Online-Schule mit Lehrkräften, die aufgrund von Vorerkrankungen oder Schwangerschaft nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können), hat der Freistaat nicht getroffen. Auch Brandenburg nicht. News4teachers / mit Material der dpa

Durchseuchung! Virologin Eckerle warnt Eltern davor, ihr ungeimpftes Kind zur Schule zu schicken

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71 KOMMENTARE

  1. Das ist aber megapeinlich für Frau Ernst : Erst muss sie auf Drängen der grünen Gesundheitsministerin die Maskenpflicht wieder einführen , jetzt wird die Präsenzpflicht aufgehoben . Und es gibt früher Ferien . Dabei hatte ihr Mann doch gerade erst die pandemische Notlage für beendet erklärt . Es werden weitere Dominosteine umfallen …

    • @Klaus Lehmkuhl

      Ach was.
      Peinlich wäre das nur für Leute, die so etwas wie Selbstkritik zu ihren Kernkompetenzen zählen. Mit so ’nem Gedöns kann man sich aber nicht aufhalten und belasten, wenn man wichtig werden und bleiben will.
      Außerdem gibt es genug andere Leute, die in der letzten Zeit das Fremdschämen perfektionieren mussten.
      Ist es das, was man unter ausgleichender Gerechtigkeit versteht?

      • Das sehe ich nicht ganz so . Alle Politiker sind eitel . Auch Britta Ernst . Und fürchten nichts so sehr wie Schäden am Image .

        • @Klaus Lehmkuhl

          Der Wähler an sich vergisst aber leider schnell …
          Allerdings stimme ich Ihnen zu im Punkt “ Alle Politiker sind eitel.“ – Irgendetwas hat halt jeder vorzuweisen.
          🙁

      • Da wirfst dich lachend hinter den Zug.
        Während die eine nichts mehr ausschließt und die Präsenz aushebt, sagt der andere „ In der jetzigen Situation seien besondere Maßnahmen nicht notwendig, so der Düsseldorfer Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Wie sich die Lage der Corona-Neuinfektionen bis Weihnachten entwickele, sei unklar.“

        Pauschal mal Weihnachtsfeiern, Märkte, Klassenfahrten absagen, 2G plus und 3g Inder Bahn …

        Aber die Schulen sind sicher.
        Also manche.
        Nicht alle.
        Vielleicht.

        Der Karnevalsverein wird immer amüsanter da draußen…(heulen kann ich da schon lange nicht mehr, deswegen lache ich drüber)

        5 Kreuzer, dass die meisten Bundesländer auch beim 0g Lockdown die Schulen offen lassen würden.

        • Dagegen halten wäre dämlich… und wetten, dass diese Landesregierungen dann auch ganz traurig aus dem Anzug gucken, wenn trotz 0g die offenen Schulen weiter für die Überlastung der Krankenhäuser sorgen? Konnte man ja nicht wissen, dass sich Kinder in Schulen anstecken, wo die Schulen doch sichere Orte sind…

  2. Alle anderen Bundesländer bitte nachmachen.

    Die Schulpräsenzpflicht in einer Pandemie, die ganz offensichtlich gerade wieder eine exponentielle Phase erreicht hat, ist in keiner Weise nachvollziehbar.

    Nach der Pandemie sollte man angesichts des massiven Missbrauchs, der mit der Schulpräsenzpflicht getrieben wurde (Verweigerung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit), darüber nachdenken, auf welche Weise man die Schulpräsenzpflicht durch eine Bildungspflicht ersetzt, wie sie viele andere Länder haben. Das würde nicht nur der untragbaren Situation vorbeugen, dass Eltern gezwungen werden, ihre Kinder einem unkalkulierbaren Gesundheitsrisiko auszusetzen, sondern würde auch den Weg ebnen zu ganz anderen Schulformen.

    • @Jan aus H: meinen vollsten Zuspruch! Auf den Moment, dass die Schulpräsenzpflicht in NRW aufgehoben wird, warte ich seit Pandemie-Beginn vergebens. Die wenigen Tage vor Ferienstart, wo einmal für nicht nennenswerte Zeit die Präsenzpflicht aufgehoben wurde, kann man nicht dazu zählen. NRW war und ist das Bundesland, welches mit am allermeisten an der Präsenzpflicht klammert.
      Unverantwortlich ist das, und dann wundert man sich bei vollkommen offenen Schulen in Präsenzpflicht über die Corona-Inzidenzen? Kinder unter 12 sind ohnehin komplett ungeimpft, also warum nicht bitte endlich für diese Altersgruppe freiwillge Präsenz in der Schule?
      Das Lernen zuhause klappt bei sehr sehr vielen Familien hervorragend. Familien, deren Kinder besser in der Schule lernen, können in den Unterricht in die Schule, so wäre ALLEN geholfen!

  3. Ein Zeichen dafür, dass die Realität in das Paralleluniversum der Kumis einbricht und ein Warnschuss in den Westen des Landes. Fr. Gebauer sollte schleunigst das Maskengebot reinstallieren, damit NRWs Schulen mit einer Null weniger in den Schülerinzidenzen noch möglichst nahe an die Weihnachtsferien rankommen. Konzepte, wie es danach dann weitergehen soll, werden dann sicher ab dem 3.1. so langsam ins Auge gefasst.

  4. Eine Doppelbeschulung durch die Lehrer in Präsenz und Distanz ist weder machbar noch dienstrechtlich durchzusetzen.
    Letztendlich ist das Ganze also eine Mogelpackung für die Eltern.
    Die Lehrer werden maximal in der Lage sein ein Packet mit dem Unterrichtsmaterial und den Arbeitsblättern aus der Schule online zu stellen. Auch dazu werden viele auch nicht kommen und nur die Themen on stellen können.
    Die Eltern haben also die große Auswahl.
    Kind in die Schule. Dort bekommt das Kind richtigen Unterricht und sitzt eben in den Aerosol-Viren der Mitschüler.
    Kind aus der Schule und 80-90% des Unterrichts selbst organisieren. Oder eben Mut zur Lücke.
    Bei einem Lock-Down mit Distanz-Unterricht für alle würde die Lage ganz anders aussehen. Online Unterricht per Videokonferenz, ausgearbeitete Infomaterialien und Arbeitsblätter mit späterer Besprechung Online plus Loser.
    Die Lehrer hätten ja dann keinen Präsenzunterricht und somit Zeit die Schüler online zu beschulen.
    Verschärfend kommt dazu, dass die „guten“ Eltern Wert auf die Beschulung ihrer Kinder UND auf deren Gesundheit legen. Sie stechen also in einem echten Dilemma.
    Die Eltern, denen die Kinder eigentlich egal sind, und die sich auch in Distanzunterricht nicht um die Kinder kümmern, werden die Blagen auch weiterhin zum Durch-Infizieren in die Schule schicken.

    • „Eine Doppelbeschulung durch die Lehrer in Präsenz und Distanz ist weder machbar noch dienstrechtlich durchzusetzen.“

      Absolut richtig, aber Materialien wenigstens 1 x wöchentlich hochladen kostet höchst 10 Minuten und erreicht hunderten von Schüler. Ist das so verdamt schwer?

      Gestern schrieb meine Tochter Geschichte, sie ist dazu gezwungen den ganzen Stoff aus dem Buch ALLEINE zu bewältigen. Sie bekommt nichts.

      Sie hat es auch getan.

      Sie bekam aber die Frage, erkläre Neolithische Revolution. Ha, Prima. Im Buch gibt es kein WOrt darüber.
      Reine Zufall, dass mir in Sinne kam, ihr neolithische Revolution zu erklären.

      Die Lehrerin kann sich nur schämen.

      So behandelt ihr euere Schüler, die dürsten nach WIssen? Sehr gut. Gut zu wissen.

      • Und es ist Ihrer Tochter nicht möglich, einen Mitschüler zu bitten, ihr das Material per Foto über den Messenger Ihrer Wahl zu schicken? Dann hätte sie die aktuellen Mitschriften ebenfalls. Als Lehrer habe ich eben nicht nur eine Klasse in einem Fach, und ein bissel Eigenverantwortung kann man schon übernehmen. Selbst Erstklässler sind inzwischen in der Lage, ein Foto zu machen und das per Handy oder per Mail (das muss man dann eben mal zeigen als Elternteil – genauso wie den Umgang mit der Cloud) zu verschicken. Echt jetzt, ich kann mich als Lehrer nun mal nicht klonen, und auch mein Tag hat nur 24 Stunden.

        • Sie fragt jeden Tag nach und Kinder helfen, mehr als Lehrer! Was mündlich besprochen wird, bekommt sie nicht.

          Es handelt sich um 9 Fächer wöchentlich

          Aber danke für die Verständnis. Alles ist schon längst klar.

          • @Monika, BY

            „Was mündlich besprochen wird, bekommt sie nicht.“

            Nun, das liegt in der Natur der Sache.

            Es ist auch nicht so, dass es immer einen AB gibt. Und je nach der Form des Unterrichts können auch durchaus die Kids Fragen an einen Text stellen und diese schriftlich beantworten. Das kann gut im Unterricht besprochen werden – kann aber nicht online gestellt werden.

            Ja, wir sind mal wieder die faulen Säcke, die nichts tun und nicht helfen. Gähn.

            Kinder helfen mehr als Lehrer – dann lernen sie diverse Kompetenzen. Das ist gut. Auch Kids können eine ViKo machen und miteinander online die Hausaufgaben machen oder einen Text/die Aufgaben besprechen. Das geht – einfach mal ausprobieren (lassen).

            Und ja, wissbegierige Kids gibt es – wie gut und schön. Aber diesen alles vorzukauen… nee.

            Und: Wenn das Geschichtsbuch Grundlage ist – super! Nichts mit hochladen, nichts mit online. Das Buch kann zu Hause gelesen, der Inhalt gelernt werden.

            Hat sie als Einzige die Aufgabe bekommen? Die sie wo schrieb? Das ist nun mal der Unterschied zwischen nur Buch und direktem Unterricht – da werden auch andere Dinge – u.a. zum Verständnis – angesprochen und erklärt. Dinge, die sich erst aus dem Lesen oder dem Thema heraus ergeben.

            Und ehrlich – ist das wirklich die Pflicht einer Lehrkraft, das alles nach Hause zu schreiben?

            Ihre Tochter hat neun Fächer. Super.
            Ich habe fünf Fächer in unterschiedlichen Lerngruppen und Lernstufen – insgesamt 10. Was glauben Sie, was ich mir da die Finger wundschreiben müsste – abgesehen davon, dass ich das alles dokumentieren oder/und im Kopf behalten muss. Kann ich nicht – tut mir leid.

            Sie helfen Ihrer Tochter und sind für sie da. Das ist prima.
            Ich glaube, jede Lehrkraft tut, was sie kann und was in ihrem Rahmen möglich ist, ohne die eigene Familie zu vernachlässigen (oder leider doch!)

            Ich selber sitze direkt nach der Schule am PC und schicke die ABs an die Schüler:innen, die fehlten. Weiteren Inhalt des Unterrichts kann ich nicht leisten.

            Und bitte nicht vergessen – wir haben Konferenzen. Ziemlich viele sogar. Das muss auch geschafft werden. Neben dem Vertretungsunterricht für erkrankte Lehrkräfte. Die Quote nimmt derzeit auch deutlich zu.

      • Fragen sie mal einen Mitarbeiter der Industrie, wenn er 8 Stunden am Band gestanden hat ob er noch lust hat eine Kofferraum Ladung voll Teile zur Montage mit nach hause zu nehmen. Zum gleichen Lohn natürlich.

        • Ah so, in Ordnung. Die Eltern, die ihre Kinder schützen wollen, werden wie die letzter Abscheu behandelt samt der Kindern und obwohl viele Kinder alles geben, um das Jahr trotzdem hinzukriegen, die Lehrer müssen das nicht, weil sie erschöpft sind. Kinder und Eltern sind das nicht.

          Ok, alles klar.

          • @Monika, BY

            Völliger Unsinn. Wir behandeln niemanden wie den letzten (vermutlich) Abschaum.

            Und wenn Sie wirklich daran interessiert sind, dass Ihre Tochter das alles gut hinbekommt – bitte an die KuMis wenden. Die sollen und können den Druck rausnehmen – weniger Klassenarbeiten und Stoffreduzierung wären ein Anfang.

            Lehrer müssen das nicht – nun, wir tun es trotzdem. Aber da es unserem Arbeitgeber egal ist, haben wir eine Fürsorgepflicht uns selber gegenüber – wem nützt es, wenn wir alle (oder ein Großteil) zusammenbrechen oder/und erkranken?

            Ja, dann wird die Schule geschlossen – nicht wegen Corona, sondern wegen Personalmangels.

            Diese Lehrkräfte können dann aber auch nicht mehr von zu Hause arbeiten – darf niemand bei einer Krankschreibung.

            Kinder und Eltern sind das nicht – doch. Aber es hilft niemandem, wenn von erschöpften Eltern und Kindern weitere Forderungen an ebenfalls erschöpfte Lehrkräfte (die ja nun DOCH systemrelevant sind!) gestellt werden.

        • Dann bitte nicht wundern, warum so viele Eltern bei diesen Inzidenzen und Gefahr immer noch ihre Kinder in der Schule schicken.

          Sie wissen schon genau, was zu erwarten ist.

          Ich wusste das nicht. Bin Idealist. War. Aber trotzdem, von uns aus, besser ein Jahr zu verlieren, als eigenes Kind zu verlieren.

          • „bitte an die KuMis wenden“

            Das ist der Punkt für uns alle.

            Ob und wie sie erreichbar sind, das verfolgen wir gerade live.

          • „weniger Klassenarbeiten und Stoffreduzierung wären ein Anfang. “

            Meiner Meinung nach, sogar das nicht.

            Nur Materialien liefern.

            Und kleinere Klassen, aber das ist schon Thema für sich selbst.

            Nich böse sein, Riesenzwerg. Wir sind dieselbe Ende einer Hebel. Wenigstens sollten wir sein.

            Deutschland hat Marke von 100 000 Corona Toten überschritten.

      • Liebe Monika, Sie haben Recht, das Hochladen der Materialien dauert tatsächlich wahrscheinlich nur in etwa 10 Minuten. Das Zusammentragen der Materialien aber, damit ich sie in digitaler Form hochladen kann, kann mitunter Stunden dauern. Denn das Material, das ich in der Schule benutze, liegt nicht immer in digitaler Form vor (es kann ein Unterrichtsgespräch sein, ein Tafelanschrieb, ein Film, eine mündlich gestellte Aufgabe…). Dies einfach mal so zu digitalisieren ist nicht im Schulalltag machbar, vor allem vergessen viele Eltern auch, dass die Lehrer nicht nur eine einzige Klasse in einem Fach unterrichten, sondern oft sechs verschiedene Klassen mit unterschiedlichen Materialien am Tag beschulen. Dies alles dann noch zu digitalisieren und hochzuladen dauert deutlich länger als 10 Minuten. Und dann ist noch nicht der Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet, die Arbeit korrigiert, die Konferenz gehalten, die Absprache mit dem Kollegen erfolgt und das telefonische Elterngespräch durchgeführt. Auch dürfen wir die noch auszufüllenden tausenden von Listen nicht vergessen. Ebenso hat die Fortbildung zum Benutzen der digitalen Medien dann auch noch nicht stattgefunden. Und wahrscheinlich habe ich jetzt noch sehr viele der weiteren Aufgaben von Lehrern vergessen aufzuzählen.
        Ich hoffe, liebe Monika, Sie können sehen, dass es kein böser Wille der Lehrkraft war, die es Ihrer Tochter extra schwer gemacht hat und lieber faul auf der Couch lag, statt eben etwas hochzuladen, sondern dass es an der sehr großen Fülle an Aufgaben liegt, die es unmöglich machen, nebenbei noch mehr Aufgaben (mal eben etwas hochladen) zu schaffen.

        • Liebe C.B.

          Bio z.B.

          Lese von hier bis hier im Buch. Mache Aufgaben 3-6. Fühle AB und bespreche es mit einem Partner. Hier ist noch das Film.

          (und Filme sind echt super, ich mag sie sogar gerne schauen.)

          Fertig.

          • Nicht mal das bekommen wir mehr. Und die Lehrerin ist wirklich toll, diese ist es!

            Langsam glaube ich, es hängt von der Leitung ab.

          • Ich habe 25 Unterrichtsstunden in drei verschiedenen Fächern und 10 Lerngruppen zu erteilen. Gehe ich mal davon aus, dass ich so rudimentär wie von Ihnen vorgeschlagen vorgehe, benötige ich trotzdem für das Raussuchen des Films, das Erstellen der Aufgaben und der zu lesenden Texte inklusive Hochladen in die Cloud 20 Minuten pro Unterrichtsstunde (das kann mal weniger sein, aber auch locker mehr als das Doppelte an Zeit sein, je nach Qualität des Lehrbuchs und Komplexität des Sachverhaltes). Macht dann schlappe 500 Minuten, also mehr als 8 Zeitstunden pro Woche aus, die irgendwo herkommen müssen – und dann ist noch kein Fitzelchen Korrektur, Rückmeldung oder ähnliches dabei.
            Ich verstehe Sie ja, aber die Lehrer sind die falschen Ansprechpartner für das Problem Doppelbeschulung. Die KMK hätte längst eine übergeordnete Onlineschule organisieren müssen: eben für Kinder, die in Quarantäne oder aus anderen Gründen zuhause sind. Dazu sind unsere Kultusministerien aber nicht in der Lage, und sie brauchen es offensichtlich ja auch nicht, weil die Eltern erst mal auf die Lehrer draufhauen.

        • Auf Drängen von uns Eltern hat unsere Schule über den Sommer eine Regelung für diesen Fall ausgearbeitet (wohl gemerkt die Schule inkl Lehrern, Eltern und Schülern, nicht das KM):
          bis 5 abwesenden Schülern pro Klasse müssen sich die Schüler gegenseitig helfen per Austausch über die Schulplattform, dabei ist klar geregelt welche Schüler dem jeweils anderen etwas schicken müssen; abwesende Schüler sind verpflichtet 1x täglich in die Schulplattform zu schauen;
          ab 5 abwesenden Schülern muss der jeweilige Lehrer das Material in die Schulplattform einstellen, dabei ist es ideal, wenn er den Unterricht gleich digital vorbereitet (soweit möglich)

          • Ich erkenne aber keine Zusatzzeiten für die LuL für die zusätzliche digitale Material-Bereitstellung?

          • „Die KMK hätte längst eine übergeordnete Onlineschule organisieren müssen: eben für Kinder, die in Quarantäne oder aus anderen Gründen zuhause sind. Dazu sind unsere Kultusministerien aber nicht in der Lage, und sie brauchen es offensichtlich ja auch nicht, weil die Eltern erst mal auf die Lehrer draufhauen.“

            Ja, leider, so ist es.

            Aber nicht vergessen, es sind nicht alle wie Sie.
            Uns wurde bedroht, wir wurden beschimpft, sämtliche Materialien wurden uns entzogen, alles wurde getan unsere Kinder in der Schule zu bekommen.

            Jetzt auf einmal Stile. Ab du zu meldet sich eine gute Seele und schickt uns Materialien und hat Verständnis.

            Längst könnte einer von uns unter der Erde begrabt sein können. Und im Endeffekt wäre: who cares. Diese Zeilen wurden dann wahrscheinlich nie geschrieben worden.

        • Datenschutz und der Unterricht als geschützter Raum. Haben alle Kinder bzw. Eltern schriftlich verbindlich zugestimmt und wozu haben sie genau zugestimmt etc. etc.

        • Weil die meisten Schulen dafür technisch nicht ausgerüstet sind, wir haben nicht mal WLAN in den Klassen, und es zumindest in NRW aus datenschutzrechtlichen Gründen sogar verboten ist. Das finde ich in dem Fall sogar richtig, ich lasse mich ganz sicher nicht im Präsenzunterricht filmen, wenn ich nicht die Kleinste Möglichkeit habe, zu sehen, wer am anderen Ende sitzt und ob da eventuell mit Handy mit gefilmt wird, o.ä.

        • Bei uns gibt’s folgende Gründe:
          – fehlende Bandbreite, da Schule keinen Glasfaseranschluss hat
          – fehlende technische Ausstattung
          – Beschwerden der Eltern „mein Kind darf weder in Ton noch Bild irgendwohin übertragen werden“
          LG, Mika

        • @xy:
          a) Sie benötigen technische Ausstattung in der Schule
          b) Sie benötigen eine stabile Internetverbindung in der Schule
          c) Beides ist (immer noch) nicht überall vorhanden

        • Könnte ua. daran liegen, dass die technische Ausrüstung der Schule das nicht hergibt?
          Wir haben für ca. 100 LehrerInnen und ca. 1000 SchülerInnen an der Schule eine 25Mbit-DSL-Leitung. Jeder Haushalt hat mittlerweile deutlich mehr. Die Schulleitung bemüht sich seit Jahren um Verbesserung, aber das dauert…
          Die Wichtigkeit von Bildung und Digitalisierung medienwirksam propagieren ist das eine, sobald es Kosten verursacht machen sich alle Verantwortlichen dünne.

    • „Die Lehrer werden maximal in der Lage sein ein Packet mit dem Unterrichtsmaterial und den Arbeitsblättern aus der Schule online zu stellen.“

      Aber das reicht es!

      Für Kinder, die wollen lernen, ein Fahrplan reicht es!

      • Außerdem, die Kinder können sich unter sich organisieren und online in den Gruppen arbeiten, nur wenn sie wissen was genau!

        Ich habe es das schon das letzte Jahr erlebt. Kinder, 10-11 Jahre alt, sie können das und sie wollen das. Jemand kennt sich mit einem Stoff gut aus, andere mit anderem Stoff, das läuft.

        Schwächere Mittglieder ziehen sie ebenso ein.

        Die Kinder werden einfach unterschätzt, immer wieder. Das ist schlimm.

        • Wenn es sie beruhigt. meine Schüler in Quarantäne erhalten einmal pro Woche ein Paket mit Material.
          Leider in meiner Freizeit. Ich habe nämlich vollen Präsenzunterricht.
          Leider in bedeutend geringerer Qualität als im Distanzunterricht.
          Leider ohne persönlichen Kontakt in Videokonferenzen.
          Die Zeit habe ich einfach nicht.
          Und zumutbar ist das leider auch nicht. Das KuMi macht nämlich keine Abstriche bei Verwaltung, Klassenarbeiten, Präsenz Unterricht, Konferenzen oder sonst irgendwo. Alles muss genau so laufen wie ohne Corona auch.
          Das interessiert aber niemanden.

          • „Wenn es sie beruhigt. meine Schüler in Quarantäne erhalten einmal pro Woche ein Paket mit Material.
            Leider in meiner Freizeit. Ich habe nämlich vollen Präsenzunterricht.
            Leider in bedeutend geringerer Qualität als im Distanzunterricht.
            Leider ohne persönlichen Kontakt in Videokonferenzen.“

            Wir persönich finden das OK! Ganz ausreichend!

            Am schlimmsten ist, das Kind bekommt gar nichts und muss herum betteln.

    • Schattenläufer, ich schätze Sie und ich bin fast IMMER 100% ihre Meinung.

      Nehmen Sie mein Schreiben nicht persönlich an.

      Ich will nur darauf hinweisen, es kann laufen, es ist möglich!

      Es ist eine Pandemie verdammt noch mal, und wir leben in Digitalzeiten!

      Kreiner kann behaupten, es sei nicht machbar., Nicht mehr heute.

  5. Das die Schulpflicht aufgehoben wird, zeigt absolut in welcher schweren Notsituation wir uns befinden. Als Eltern bekommt man zumindest das Recht eingeräumt ob man sein Kind in die Schule schicken möchte oder nicht. Desweiteren finde ich es wichtig an den Schulen die Klassen zu teilen um das Infektions Geschehen zu entspannen. Labore sind auch am Limit und Ärzte, Pfleger sind an der Belastungsgrenze angekommen. RKI hat auch mitgeteilt die Kontakte zu reduzieren und dies sollte auch im vollen Klassenzimmer statt finden. Das man die Entscheidung hinaus schiebt und die Situation an den Schulen beschönigt und nicht als gefährlich ansieht, ist von der Politik und KM Fahrlässig. Jeder wünscht sich keine Corona Infektion zu bekommen und nicht in die Familien hinein zu tragen. Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle und nicht das Schulen um jeden Preis geöffnet bleiben. Jeder der Machthaber meint 2G oder 2G Plus reicht aus und dies reicht nicht mehr aus aus.Es vergeht kostbare Zeit und es gibt unendlich viel Gerede und tragende Taten fehlen. Menschenleben werden unnötig geopfert, Triage eingeführt, Hilferuf nach Limit erreicht bleibt weiterhin überhört.https://www.rbb24.de/politik/thema/corona/beitraege/2021/11/schule-schulpflicht-praesenzpflicht-brandenburg-ernst-bildung-aufhebung.html

  6. Was hier auffällt, ist dass die KuMis mittlerweile – jen nach steigender Infektionslage – immer kältere Füße bekommen.
    Die Fragen in den großen Leitmedien (v.a. Radio und Fernsehen) hinsichtlich der immer schon absurden Begründungen für die verantwortungslosen Entscheidungen werden lauter und beharrliche….quasi so, als würden auch die Medienvertreter so angsam merken, dass die dauernden Rufe nach mehr Lockerung und Freiheit kontraproduktiv waren. Nun versuchen sie zu korrigieren … die Forderungen aus großen Teilen der Bevölkeeung nach sinnvollen Gegenmaßnahmen seitens der Politik werden lauter und drängender.

    Jetzt ergibt sich für die KuMis das Problem, ihren propagierten Kurs vordergründig beizubehalten („Die PARTEI, Die PARTEI, die hat immer recht….“) und hintergründig ihren Arsch aus der Schusslinie mittlerweile unabwendbar Kritik und der drohenden Forderung nach persönlichen Konsequenzen für die Entscheider zu bewegen.

    Alles nur Taktik….aber ich bin froh um jeden Schritt, den wir aus der drohenden Katastrophe machen dürfen.

    • Ohjee, kalte Füße, unangenehm. Da holt man sich leicht einen Schnupfen und braucht Taschentücher, gerade wenn das Klima am Arbeitsplatz etwas unterkühlt ist. Sollte man sich labbrige Wollsocken heranziehen? Die dämpfen äußere Einflüsse gut ab, man fühlt sich wohlig geborgen. Bleibt aber das Restrisiko einer allergischen Kratzbürstigkeit. Dann sind allerdings die Stelzen wieder warm durch verstärkte Durchblutung. Und wenn anderswo im Corpus eher eingeschränkte Vitalität zirkuliert, ist es vielleicht … positiv.

  7. Für alle betroffenen Schattenfamilien mit Vorerkrankungen ist dies sicher eine gute Entscheidung von Frau Ernst. Trotzdem muss man festhalten, dass damit die Problematik von oft fehlenden Konzepten und Kapazitäten für Distanzunterricht (mal wieder) auf die letzte Ebene verschoben werden – die der Eltern und der Lehrer. Und dies passiert, na klar, ohne die Schulen und irgendeiner Weise sicher oder zumindest sicherer zu machen. Gibt es vielleicht auch eine zunehmende Angst von politisch Verantwortlichen vor juristisch relevanten Strafanzeigen wegen der Durchseuchung von Kindern?

  8. Die KMK, ja ich erinnere mich … lang nix mehr von dort gehört. Hat man die in letzter Zeit mal draußen gesehen, ist doch ganz nett Wetter gerade.

        • @ Dil Ulenspiegel: Etwas „Großes“? Großer, Mist wie immer?
          Habe mal einen schönen Witz gehört, den man gut auf das KM anwenden kann:
          Vor dem KM wird ein neugeborenes Kind ausgesetzt. Der Vaterschaft verdächtig sind natürlich alle dort arbeitenden Männer. Aber sie stellen sich allesamt als unschuldig heraus. Begründung:
          1. Im KM wird nie etwas mit Hingabe und Liebe gemacht.
          2. Noch nie war ein Projekt in neun Monaten ausgereift und fertig,
          3. schon gar keines, das Hand und Fuß hat.

  9. Sich ausschließlich reaktiv verhaltene Politiker sind ohnehin keine Führungspersönlichkeiten und daher in einer verantwortungsvollen, strategischen Position komplett fehl am Platz und ihr Geld nicht wert.

    Wir brauchen Leute, die vorausschauen und antiziperen können und sich nicht von einem nanometergroßen Partikel überrumpeln lassen.

    Und das Argument, dass man einer nie dagewesenen Situation gegenüber steht zieht mittlerweile auch nicht mehr.

  10. Mir erscheint die Vorgenhensweise der Politik in der Pandemie immer mehr wie die eines Autofahrers, der mitten in der Fahrt feststellt, dass sein Lenkrad nicht mehr reagiert, eine scharfe Kurve sieht, die Augen schließt und hofft, dass er schon irgendwie durch göttliche Fügung die Kurve meistert…
    Jeder vernunftbegabte Mensch würde in einer solchen Situation scharf bremsen und sich in der darauffolgenden Pause einen Überblick verschaffen. Nicht so unsere Bundes- und Landesregierung(en) und die KultusministerInnen.

    • Ich dachte auch immer, man macht die Schleuse zu, BEVOR das Wasser kommt.

      Über Politik habe ich in den letzten Monaten eine Menge „gelernt“….immerhin

  11. Aber Bundesländer, in denen die Lage noch nicht so schlimm ist, lernen ja auch nix dazu. Wechselmodell ab sofort, damit Abstand möglich ist und die Busse nicht so voll und nicht nach 5 min die CO2 Ampel umspringt und man 6 Std. Im kalten sitzt. Aber auch diesmal wartet man bis zur totalen Eskalation. Ich bin so dermaßen verärgert langsam. Und nein, man kann Präsenz- und online nicht gleichzeitig hinbekommen. Aber man kann im Wechselmodell Aufgaben mitgeben und vor allem wenigstens jeden 2. Tag oder jede 2. Woche Hilfestellung geben. Man hat die Kinder da und kann schauen, wie es ihnen geht. Es würden sich so viele Kontakte täglich reduzieren, wenn nur die Hälfte da wäre. Und andere Modelle wären ja auch dankbar, dass man extra KuK für die online-SuS hat und die anderen sind anwesend. Das ist aber nur mit Vorlauf planbar und nicht von Freitag mittag 17 uhr bis Montag morgen Unterrichtsbeginn. Aber es passiert einfach nichts. Das Beispiel mit dem Auto passt, man fährt mal so vor sich hin mit einem wissentlich defekten Auto. Und man kennt den Weg nicht so richtig, verweigert aber vehement jemanden zu Fragen, sondern verfährt sich lieber noch 20 mal und gefährdet mit dem defekten Auto die anderen Verkehrsteilnehmer. Es ist unfassbar, wie wenig Menschen dazulernen.

  12. Mich stört der Begriff “ Schulschließungen “ . Er wird doch eigentlich eher von Durchseuchungsfanatikern wie Yvonne Gebauer oder Stephanie Hubig benutzt . Dr. Stephanie Hubig . So viel Zeit muss sein . news4teachers sollte ihn vermeiden , denn es findet lediglich Unterricht in anderer Form statt . Auf Distanz . Zum Schutz von Eltern , Lehrern und Schülern . Prosper Haniel in Bottrop wurde “ geschlossen “ , es wird also keine Kohle mehr gefördert . Die Schule kommt aber ihrem Bildungs – und Erziehungsauftrag weiterhin nach , angepasst an die aktuellen Verhältnisse . Von “ Schulschließung “ kann keine Rede sein .

    • Das ist Fakt. Schule waren nie geschlossen. In Bayern letztes Schuljahr hatten die Schüler und Lehrer sogar keine Faschingsferien. 11 Wochen im Stück jeden Tag Konferenzen, Projekten, Hausaufgaben. Es wurde gearbeitet wie in Präsenz, viel. Auf jeden Fall war es so bei uns.

  13. So fällt Bundesland zu Bundesland.
    Es sind Vorbereitungen, zur generellen Schulschließung. Zuerst die Präsenzpflicht, dann vorgezogenen Ferien und dann der Supergau bis mindestens März. War ja letztes Jahr ähnlich.
    Ich habe gerade das Gefühl in einer Zeitschleife zu stecken. Wo ist bitte der Ausgang? Ich finde ihn niiiii…..
    Oh Sorry! Binn von einem Wurmloch weggezogen worden. War gerade im Träume Land. Da geht es allen gut und alles ist hübsch. Für die Tonne.

  14. Die Politik reagiert nur noch auf die sich dramatisch verändernde Corona-Lage, anstatt , wie vom RKI im Juni bereits gefordert, die Booster-Impfungen voranzutreiben, aktive und passive Schutzmaßnahmen wie Raumluftreinigungsanlagen, die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und Ausgangsbeschränkungen für Impfverweigerer voranzutreiben.
    Alle Handlungsleitlinien politisch aktiven Handelns wurden seitens des RKI der Politik im Juni vorgetragen, aber diese wurden nicht beachtet, da man sich anderen Problemen, wie der Hochwasserkatastrophe und dem Wahlkampf zuwandte.
    Und so wurden leichtsinnig und voreilig die Impfzentren geschlossen, da man sich fatalerweise über den Berg gekommen sah, und so nahm man den Druck auf die radikalen Impfgegner und die zahlreichen Impfskeptiker zurück.
    Aber jetzt schlägt wie bereit vorhergesagt die Delta-Variante mit einer exponentiellen Vermehrungsrate erbarmungslos und mit beängstigend ansteigenden Infektionszahlen zurück, die unser öffentliches DRG-Gesundheitswesen überfordern wird, so keine radikale Kehrtwende seitens der Entscheidungsträger bewirkt wird.
    Wir im öffentlichen Gesundheitswesen sind es aber leid, die selbst bereiteten Probleme wieder zu lösen zu müssen, da wir diesen Neuinfektionen und der massiven Arbeitsbelastung physischer und psychischer Natur wie einem Feuersturm ausgesetzt sind.
    Es wird eine Impfpflicht kommen, die vom Einzelnen mehr Verantwortung für die Gemeinschaft einfordert und für die Freiheit aller von jedem Einzelnen die Impfung und den Respekt für die Freiheitsrechte aller abfordert, als die von Impfgegnern beschworene Freiheit zur Nicht-Impfung nur eine freie Entscheidung zur Covid-19- Infektion mit einer Erkrankung, dem Tod oder auch die erneute Einschränkung der Bewegungsfreiheit aller bedeutet.
    Wir , die Mehrheit , will derartiges nicht mehr, nur weil eine Minderheit auf ihr Recht auf Selbstbestimmung besteht, was die Gemeinschaft aller schädigt.
    Wir haben alle genug davon, und die dummen Argumente der Impfgegner, dienen nur deren kindlich-naiver Selbstverwirklichung.

    • Vielen Dank, lieber AVL, für alles, was Sie für uns als Gesellschaft und als Individuen leisten. Das ist enorm und verlangt höchsten Respekt. Ich hoffe auch sehr, dass es eine Impfpflicht geben wird trotz all der damit verbundenen Probleme. Ein weiteres Jahr mit einem derartigen Infektionsgeschehen wäre in der Tat fatal.

    • „+++ 16:53 Merkel wollte wohl neuen Lockdown ausrufen +++
      Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte Medienberichten zufolge einen neuen Lockdown bis zum 8. Dezember für alle Bürgerinnen und Bürger ausrufen. Dazu versammelte sie am Dienstagabend die Spitze der Ampel-Koalition im Kanzleramt, berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach habe die Kanzlerin mit den Vertretern von SPD, Grünen und FDP beschließen wollen, einen bundesweiten Lockdown noch vor Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes am heutigen Mittwoch zu veranlassen. SPD, Grüne und FDP hätten jedoch abgelehnt.“

      https://www.n-tv.de/panorama/17-25-Kinderaerzte-Mit-neuer-Testpflicht-droht-Kollaps-der-Praxen–article21626512.html

      Sowas in der Art befürchte ich schon seit Tagen. Merkel fordert einen knallharten zeitlich überschaubaren Lockdown, um endlich was gegen die täglich weiter steigenden Infektionszahlen zu tun (2 oder 3G ist pillepalle und kann im ÖPNV quasi gar nicht kontrolliert werden, Boostern und Neuimpfungen dauern zu lange, für Kinder U12 tut sich noch nichts mit Impfen usw.), und sie wird gnadenlos von den Besserwissern ausgebremst. Ich frage mich täglich, wie wir diese Infektionsdynamik überhaupt wieder eingefangen bekommen sollen bei offenen Schulen ohne Luftfilter usw. Experten sagen ja auch, dass wir um einen Lockdown nicht herumkommen werden. Nur bis es diesbezüglich bei der Ampel „klick“ macht, müssen wohl noch viele Menschen sonstwohin verlegt werden oder sterben.

      „Sachsen sperrt die Ungeimpften vom Shopping aus und schränkt auch den Alltag von allen anderen Menschen ein. Ein Experte der Uni Leipzig glaubt nicht an den Erfolg dieser Maßnahmen.
      Düstere Prognose des Epidemiologen Professor Markus Scholz von der Universität Leipzig: Er rechnet nicht damit, dass der aktuelle „Wellenbrecher“-Lockdown in Sachsen den gewünschten Erfolg bringen wird.
      Der Effekt der ergriffenen Maßnahmen sei „erwartbar klein“ und werde voraussichtlich nicht zu einer wesentlichen Reduktion des Infektionsgeschehens beitragen, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“ („LVZ“). „Erst recht nicht in kurzer Zeit.“

      Leipziger Experte: Nur totaler Lockdown hilft kurzfristig

      Den Grund sieht er in der schon weit fortgeschrittenen Verbreitung des Coronavirus in Sachsen. „Bei derart hohen Zahlen wären kurzfristige Effekte nur bei einem totalen Lockdown zu erwarten“, ist Scholz überzeugt.

      https://www.t-online.de/region/leipzig/news/id_91200550/leipziger-epidemiologe-wellenbrecher-lockdown-bringt-nichts.html

      „Virologe Stürmer hält Lockdown für unvermeidlich

      Der Virologe Martin Stürmer hält einen flächendeckenden Lockdown für unvermeidlich. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der Mediziner: „Wenn wir wirklich einschränken wollen, kommen wir um einen Lockdown nicht herum.“ Würden die Infektionszahlen nicht heruntergehen, müsse man überlegen, ob man nicht einen flächendeckenden Lockdown mache. Eine Impfpflicht würde in der akuten Situation nicht viel bringen, sagte er. „Wir brauchen Sofortmaßnahmen, um erst mal die Zahlen herunter zu bekommen“, so Stürmer. Er sei grundsätzlich kein Freund einer Impfpflicht, aber wenn das wirklich rechtssicher gemacht werden kann, habe man natürlich gute Möglichkeiten, aus diesem Kreislauf wieder herauszukommen.“

      https://www.ndr.de/nachrichten/info/Coronavirus-Blog-Die-Lage-am-Dienstag-23-November,coronaliveticker1414.html

  15. Also- langsam aber sicher werden alle Kumis nachbessern. Erstmal: Weihnachtsferien ab 20.12…..toll, schon was erreicht. Aussetzen der Präsenzpflicht. Bis alle Kumis an Board sind, dauert das sicherlich noch so 2 Wochen. Vielleicht hat man dann auch noch ab Mitte Dezember Wechselunterricht für alle Bundesländer am Start. Aber DU? Never ever- auch nicht bei einem vollständigem Lockdown für Alle. Den es übrigens angeblich auch eh nie wieder geben sollte. Genaus wie eine Impfpflicht. Also Kollegahs- rette sich wer kann. Krankmeldung, um sich in die Schlange bei der Booster-Impfung einzureihen. Geduld, warme Kleidung und Verpflegung mitbringen……Danach noch einen Tag kleine Impfnebenwirkungen zu Hause auskurieren und frisch immunisiert den Dienst wieder antreten. Als Beamtin hat man auch die Pflicht seine Gesundheit zu erhalten…..ich kann da nur noch pragmatisch handeln, sonst kratzt mich meine Familie Weihnachten vom Fußboden. Und ganz ehrlich, was da noch so Alles von den Kumis kommen mag: Tangiert mich peripher. Mache das, was man mir anordnet wird, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Meinen Verstand gebe ich bei Betreten der Schule am Eingang ab. Nach langer Zeit der Diskussion, Remonstration, Anfragen über Personalrat, keine Gefährdungsbeurteilung, usw.- Der selbe Scheiss von vorne. Ratlose LuL verunsicherte SuS und die neue geile Idee in Nds, dass man ja Quarantäne nicht braucht in dem ach so sicheren Präsenzunterricht und Tests für 5 Tage ausreichen. Ich habe die Schnauze sowas von voll. Stelle mich schon auf Booster Nr. 2 in 6 Monaten ein und warte auf mein Dienstgerät zum Sommer 2022 und die „versprochenen Active-Boards“, damit das Kreidezeitalter mal endet. Zeit- und Energieverschwendung…..Aber jetzt sind erstmal Alle mit 3G beschäftigt….die restlichen ungeimpften KuK, falls es sie gibt, testen sich dann zukünftig 2 Tage unter Aufsicht der SL. Quasi Premiumbehandlung. Das amüsiert mich so, dass ich glatt überlege, ob ich meinen Impfstatus aus datenschutzrechtlichen Gründen vielleicht nicht bekannt gebe. So morgens um 7h im SL-Büro mit Teststäbchen in der Nase……Safe my day….

  16. In Sachsen ist die Schulbesuchspflicht auch seit Montag aufgehoben worden, worüber ich froh bin. Aber mit der gleichen Formulierung wie in Brandenburg bezüglich des Umgangs mit den Kindern, die dann zu Hause ihre „Lernzeit“ verbringen. Die Juristen sichern sich ab!
    Ich ärgerte mich darüber sehr, fragte im SMK-Blog nach, wie das konkret gemeint sei. Mein Kommentar und meine Frage erschienen erst nach vier …. Tagen. Die Antwort war : „Es wird wie im Krankheitsfall verfahren.“ Jeder, der in Schule arbeitet, weiß, dass es dazu in den meisten Ländern keine allgemeinverbindlichen Regelungen gibt, auch nicht in Sachsen. Nachfragen konnte ich nicht mehr, denn der Blog ist geschlossen … Mein Ärger ist groß. Man fühlt sich so machtlos. Und es geht um unser Wichtigstes, unsere Kinder, Enkel, SchülerInnen. Mir hat aber Ihre Diskussion hier geholfen. Danke. Es wird kontrovers diskutiert, trotzdem geht man aufeinander ein. Und es wird glasklar, nicht die Lehrkräfte sind daran schuld, dass die Kinder, die aus den verschiedensten Gründen zu Hause lernen, nicht verlässlich, von professionell will ich gar nicht schreiben, Hinweise zu den Unterrichtsinhalten, Aufgaben usw. erhalten. Von Onlineunterricht spreche ich schon gar nicht. Das erwarte ich schon nicht mehr.
    Die Kultusminister sind in Verantwortung, das professionell zu organisieren und auch zu finanzieren. Wie, dazu gibt es genug Ideen, wie die Diskussion zeigt. Aber es passiert nichts. Gar nichts. Also stehen noch immer zu wenig unsere Kinder, ihre Lehrer und somit auch ihre Eltern im Mittelpunkt der dafür Verantwortlichen. Traurig, aber „steter Tropfen höhlt den Stein“, also weiter diskutieren.

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