Kommt die Bundesnotbremse zurück? Karlsruhe billigt Schulschließungen im Grundsatz

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KARLSRUHE. Was ist im Kampf gegen das Virus zulässig? Mitten in der vierten Corona-Welle hat das Verfassungsgericht in Karlsruhe die harten Maßnahmen aus der dritten – insbesondere die Schulschließungen – gebilligt. Noch heute beraten Bund und Länder mit Blick auf das Urteil über das weitere Vorgehen: Kommt die Bundesnotbremse zurück? Der Deutsche Lehrerverband begrüßt den Richterspruch.

Hart, aber wirkungsvoll: Mit der Bundesnotbremse gelang es im Frühjahr, die dritte Corona-Welle zu brechen. Foto: Shutterstock

Der Bund durfte in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr über die sogenannte Corona-Notbremse Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängen. Die Maßnahmen hätten in erheblicher Weise in verschiedene Grundrechte eingegriffen, seien aber «in der äußersten Gefahrenlage der Pandemie» mit dem Grundgesetz vereinbar gewesen, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag mit. In einem zweiten Verfahren wiesen die Richterinnen und Richter Klagen von Eltern und Schülern gegen die damals angeordneten Schulschließungen ab.

Das Urteil des BVG ist eine Erleichterung. Wenn es darum geht, Menschen vor einer epidemischen tödlichen Erkrankung zu schützen braucht der Staat die notwendigen Mittel. Diese Mittel wurden verhältnismässig eingesetzt. Ein Sieg der Vernunft. https://t.co/4qNuAOeNLA

— Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) November 30, 2021

Mit ihrer Entscheidung zu den Schulschließungen erkennen die Richter zwar erstmals ein «Recht der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Staat auf schulische Bildung» an. Das Verbot von Präsenzunterricht beeinträchtige dieses Recht schwerwiegend. Der Gesetzgeber habe angesichts der Situation im Frühjahr aber annehmen dürfen, «dass zwischenmenschliche Kontakte an den maßgeblichen Kontaktorten umfassend „heruntergefahren“ werden müssen».

Dass es eine Notbetreuung gab und Ausnahmen zum Beispiel für Abschlussklassen, ist für die Verfassungsrichter ein wichtiges Kriterium. Außerdem sei Distanzunterricht «im Grundsatz gewährleistet» gewesen. Die zusätzlichen Belastungen der Eltern seien «nur eine ungewollte Nebenfolge». Finanzielle Einbußen seien außerdem abgefedert worden.

Beide Beschlüsse wurden von allen acht Richterinnen und Richtern des Senats einstimmig mitgetragen. Damit ist auch geklärt, dass der Bund formal befugt ist, Corona-Maßnahmen direkt festzuschreiben. Auch der Automatismus, wonach die «Notbremse» bei bestimmten Grenzwerten aktiviert und wieder deaktiviert wird, findet Zustimmung.

Mit den beiden Entscheidungen des Ersten Senats unter Gerichtspräsident Stephan Harbarth bekommt die Politik auch Hinweise für ihren Handlungsspielraum in der aktuellen vierten Welle. Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) wollen sich um 13.00 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder zusammenschalten, um im Lichte der Karlsruher Beschlüsse über die Krise zu beraten.

„Schulen sind Drehscheiben des Pandemiegeschehens“, so stellt der Deutsche Lehrerverband fest

Der Deutsche Lehrerverband begrüßte das Urteil. Es Urteil schaffe die nötige Rechtsklarheit, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. «Schulschließungen sind demnach als «Ultima Ratio» verfassungskonform, wenn sie dem höherrangigen Schutzauftrag des Staates für Leben und Gesundheit dienen und es keine milderen Maßnahmen mit gleicher Wirkung gibt», sagte Meidinger.

Er bezeichnete es in dem Zusammenhang als «schweren politischen Fehler», dass die Ampel-Parteien generelle Schulschließungen mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes ausgeschlossen hätten. Niemand, auch nicht der Lehrerverband wolle eine erneute, langandauernde Phase des Distanzunterrichts. «Aber bei einem eventuell notwendigen nochmaligen befristeten Lockdown Schulen völlig außen vor zu lassen, obwohl wir in dieser Altersgruppe mit die höchsten Inzidenzen haben und Schulen Drehscheiben des Pandemiegeschehens sind, wäre ebenso falsch.»

Angesichts der neuen Omikron-Variante und der Wucht der vierten Corona-Welle wird der Ruf nach härteren Gegenmaßnahmen lauter. Die Notbremse im Infektionsschutzgesetz (Paragraf 28b) war zeitlich befristet und Ende Juni außer Kraft getreten. Im frisch überarbeiteten Gesetz der künftigen Ampel-Koalitionäre von SPD, Grünen und FDP wurden Schulschließungen ausdrücklich untersagt.

So heißt es in Paragraf 28a, dass „folgende Schutzmaßnahmen ausgeschlossen sind: (…) die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne von §33“. In §33 heißt es dann: „Gemeinschaftseinrichtungen im Sine dieses Gesetzes sind Einrichtungen, in denen überwiegend minderjährige Personen betreut werden, dazu gehören insbesondere 1. Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, 2. die Kindertagespflege, 3. Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen, 4. Heime und 5. Ferienlager.“

„Gibt‘s eigentlich irgendein Land auf der Welt, das als erstes festgelegt hat, was es alles nicht tut gegen die Pandemie?“

„Gibt‘s eigentlich irgendein Land auf der Welt, das als erstes festgelegt hat, was es alles nicht tut gegen die Pandemie? Wir machen uns auch im internationalen Vergleich doch hochgradig lächerlich“, so kommentierte der Bielefelder Rechtsprofessor Franz C. Mayer das neue Gesetz. Um das sich rasant ausbreitende Virus zu stoppen und die Lage auf den Intensivstationen zu entschärfen, gibt es nun aus mehreren Ländern Forderungen nach einer neuen «Bundes-Notbremse» – auch für Schulen.

«Wir sind in Deutschland in die Lage gekommen, die wir immer vermeiden wollten: Unser Gesundheitssystem ist regional überlastet», sagte der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Wir brauchen jetzt eine Notbremse, dabei zählt nun jeder Tag.» Er forderte unter anderem, in Regionen mit besonders kritischem Infektionsgeschehen über Schließungen von Freizeit-Einrichtungen nachzudenken.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans forderte «bundesweit einheitliche, notbremsende Maßnahmen». «Das kann natürlich als Ultima Ratio, als letzter Schritt, auch ein Lockdown sein», sagte der CDU-Politiker beim TV-Sender Bild Live. «Es braucht für Ganz-Hoch-Inzidenzgebiete die Möglichkeit, zuzuschließen.»

Auch aus den Reihen der Ampel kommen Rufe nach einem stärkeren Herunterfahren des öffentlichen Lebens. «Wir brauchen einen einheitlichen Teil-Lockdown in vielen Regionen des Landes, um die vierte Welle zu brechen», sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen. Dies bedeute keine allgemeinen, sondern gezielte Schließungen dort, wo die Lage außer Kontrolle sei. «Schulen und Kitas sollten mit Masken und täglichen Tests aber möglichst offen bleiben.» Für Ungeimpfte sollte es Kontaktbeschränkungen im Privaten wie im ersten Lockdown geben. Er forderte auch Schließungen von Gastronomie, Bars, Diskotheken sowie das Untersagen größerer Veranstaltungen.

Auf dem Tisch liegen grundsätzlich mehrere denkbare Optionen:

  • Sonderlage: Schnell zu bewerkstelligen wäre, dass der Bundestag die erst am 25. November ausgelaufene «epidemische Lage von nationaler Tragweite» doch wieder feststellt – mit einem einfachen Beschluss. Damit gäbe es auf einen Schlag eine Rechtsbasis für alle bisherigen Kriseninstrumente. Dies könnte in der nächsten regulären Sitzungswoche ab dem 6. Dezember oder früher in einer Sondersitzung geschehen. Insbesondere die Union hatte kritisiert, dass die Ampel diese Rechtsgrundlage hatte auslaufen lassen.
  • Infektionsschutzgesetz: Die von den Ampel-Fraktionen verkleinerte Maßnahmenliste unabhängig von der epidemischen Lage könnte wieder um Schulschließungen erweitert werden. Nötig wäre dafür ein Gesetzgebungsverfahren im Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats.
  • Bund-Länder-Rahmen: Rasch weitergehende Vorgaben festzurren könnte eine Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bund. Denkbar wären dabei zum Beispiel neue oder niedrigere Schwellen für zusätzliche Auflagen und Beschränkungen bei hohen Infektionszahlen oder Klinikbelastungen.

Vor diesem Hintergrund dürften die Entscheidungen aus Karlsruhe Leitcharakter haben. Gerichtspräsident Stephan Harbarth sagte kürzlich im ZDF, es gehe zwar um «ein bestimmtes Gesetz zu einem bestimmten Zeitpunkt». Aus den ausführlichen Begründungen ergäben sich aber üblicherweise «Hinweise für Folgefragen, die sich stellen werden, etwa für kommende Pandemien oder für Maßnahmen in der gegenwärtigen Pandemie für die kommenden Monate».

Die Entscheidung des BVerfG muss noch genau betrachtet werden. Wenn aber Schulschließungen und Distanzunterricht alternativlosen Schutz bieten, könnte das Verbot an die Länder, Schulen nicht schließen zu dürfen, gegen das Grundgesetz verstoßen.

— Thorsten Frühmark (@TFruehmark) November 30, 2021

Mit der Notbremse wollte der Bund sicherstellen, dass überall dieselben Maßnahmen greifen, sobald sich die Corona-Lage in einer Region zuspitzt. Vorgesehen war dann unter vielem anderem, dass Schulen ab einer Inzidenz von 100 auf Wechselunterricht umzustellen musste, ein Teil der Schüler blieb dann also zu Hause. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 war Präsenzunterricht mit Ausnahmen etwa für Abschlussklassen untersagt.

„Jeder, der etwas kategorisch ausschließt, hat die letzten zwei Jahre etwas nicht mitbekommen“

Die Einführung der Notbremse hatte eine Klagewelle in Karlsruhe ausgelöst. Um die Verfahren schneller abschließen zu können, hatte der Senat auf eine Verhandlung verzichtet. Von Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wurden aber Stellungnahmen erbeten, etwa von Virologen, Intensivmedizinern und Kinderärzten (Az. 1 BvR 781/21 u.a.). Als einzige Lehrervertretung wurde der Deutsche Lehrerverband einbezogen.

Interessant für die kommenden Wochen: Der Senat meint, dass dort, wo es keinen vernünftigen Distanzunterricht gab, SuS entsprechende Vorkehrungen verlangen konnten (12/n)

— Miriam Vollmer (@miriam_vollmer) November 30, 2021

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hält angesichts der rasanten Corona-Entwicklung auch erneute Schulschließungen für möglich. „Jeder, der etwas kategorisch ausschließt, hat die letzten zwei Jahre etwas nicht mitbekommen“, sagte er in der vergangenen Woche. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wurde um 11.10 Uhr und um 12.45 Uhr aktualisiert, d. Red. 

Karlsruhe entscheidet über Schulschließungen, weil eine Mutter (und Lehrerin) geklagt hat

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Leseratte
10 Monate zuvor

Schön, dass die GEW das erst mal so weiterlaufen lassen will…. Bin nur noch fassungslos und wütend. Immer mehr Impfdurchbrüche bei KuK. Immer mehr Infektionen bei SuS ohne weitere Quarantäne… wie soll das weitergehen…

+++ 05:17 Bildungsgewerkschaft: Schulen so lange wie möglich offen halten +++
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert in der aktuellen Corona-Lage an die Politik, mögliche Schulschließungen als letztes in Erwägung zu ziehen. „Dass Massenveranstaltungen stattfinden und Schulen geschlossen werden, das geht nicht“, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Maike Finnern. „Aber wenn wir sehen, dass die Einschränkungen über Absagen oder eine Reduzierung von Massenveranstaltungen nicht reichen, dann kann es in einzelnen Bereichen sein, dass man darüber nachdenken muss, Schulen für ein, zwei Wochen in den Distanzunterricht zu schicken.“

https://www.n-tv.de/panorama/07-19-Esken-Duerfen-in-diesen-Tagen-gar-nichts-ausschliessen–article21626512.html

Klaus Lehmkuhl
10 Monate zuvor

Wir machen uns lächerlich . Das ist die perfekte Umschreibung des neuen “ Infektionsschutzgesetzes “ . Aber was soll man von einer Regierung erwarten , in der jemand Außenminister wird , der meint , dass im Lockdown Joggen und Lebensmittel einkaufen verboten waren . Und dass in Smartphones Kobolde sind .

Riesenzwerg
10 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

@Klaus Lehmkuhl

Das mit den Kobolden stimmt!

Die sind nämlich überall – auch in den Ministerien, Gerichtssälen, Kanzleramt, Landtagen, … mit Luftfiltern und Kontaktsperren.

Und natürlich auch im Smartphone – da steckt auch ein kleiner Feuersalamander drin, wenn der Blitz für’s Foto gebraucht wird… (s. Terry Pratchet 🙂 )

Ich bin sicher – habe ein reptoloidfreies Fairphone!

Spaß bei Seite – wir machen uns schon lange in dieser Krise lächerlich – Nichtimpfer, Nichtdenker, antisoziales Verhalten …

Krisen bringen das Gute (im Menschen) und das Schlechte zu Tage. Nun wissen wir, wo wir stehen!

Niemand übernimmt Verantwortung, zögerliches Rumgeeiere auf allen Ebenen – die vielgelobte Individualität wird endlich voll ausgelebt – notfalls über Leichen.

Die Iren lachen sich schlapp, die Portugiesen, … Wir sind die Europa-Clowns mit völlig Irren an der Spitze.

Mir wird schlecht, wenn Pannalena außenminiserisch tätig wird. Von allem anderen mal ganz zu schweigen.

Und genau das mach ich jetzt auch – kriege sonst nur noch schlechtere Laune.

Ich_bin_neu_hier
10 Monate zuvor

Abwarten und an den Fingernägeln kauen…

Koogle
10 Monate zuvor

Wer Schulen nicht schließen will, muss dafür sorgen, dass Kinder sich nicht in der Schule infizieren.

Und zwar durch geeignete Maßnahmen wie Luftfiltergeräte und Frischluftwärmetauscher.

Wer das verpennt hat, muss konsequenterweise auch Schulen schließen.

Ich muss da mal was loswerden
10 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Und sein Amt räumen!

Rosa
10 Monate zuvor
Ale
10 Monate zuvor

Urteil da, war rechtskonform

So geht's auch
10 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Jetzt kann evtl. was Vernünftiges passieren, zum Schutz aller…hoffen wir mal auf ein konstruktives Gespräch Merkel Scholz….Urteil ist ja gesprochen…raus aus der Lähmung, Schluss mit Sprüchen “ wir müssen „….NEIN, es ist allerhöchste Zeit zu handeln, wie weit soll es denn noch so laufen…ich bin Lehrer, in der Schule alles wie immer, gemischte Lerngruppen vormittags, nachmittags wieder anders gemischt, verschiedene Lerngruppen beim Sport, Schwimmunterricht, Vertretungslehrer….richtig toll!!! Ach so, ich vergaß zu erwähnen…Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, viele Kinder mit groben Vorerkrankungen etc. Aber…was macht das schon???

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Na dann können wir das ja nochmal machen, wenn die Ampel-Kita unter der „Führung“ ( hahahaha) von Schlumpf Olaf Schmidt (nochmal ein herzhaftes hahaha) sich zu schnellwirkenden Maßnahmen durchringen kann.

Da aber der Freiheitsengel Christian der Linderer Teil dieses Zirkuses ist, könnte das Ganze erheblich unter dem bereits gewohnten Handlungsverzug leiden.

Mittlerweile sind wir „Kummer gewöhnt“…die Nervenkostüme allerwei sehr dünn, die Gelassenheit schmilzt, wie Butter in der Pfanne und wir starren jeden Morgen auf die neuen Infektions- und Todeszahlen.
Ich für meinen Teil zähle die Tage bis zur Weihnachtspause und hoffe inständig, dass sie vor dem festgelegten Termin am 23. 12. einsetzt.
Ich möchte nämlich auch mal wieder eine von Corona unbeschwerte und gedankenlose Zeit verbringen – so wie unsere Politiker*innen das ja scheinbar auch seit einigen Wochen tun.
Ich profitiere von meiner mittlerweile hochausgebildeten „Höhlenkompetenz“ und werde mich bis ins neue Jahr, wenn der Wahnsinn dann unvermindert weitergeht, zuhause mit hochspirituellen Getränken und guten Büchern zurückziehen….und versuchen, mein dünnes Nervenkostüm wieder aufzupampern.

Lanayah
10 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Sehr gut! Das lässt ein bisschen hoffen, dass manche Politiker sich trauen vernünftigere Entscheidungen zu treffen (allerdings nicht viel Hoffnung). Leider taugt die GEW nichts, sonst wäre jetzt mal eine Klage, ob das Offenhalten der Schulen unter den gegebenen Umständen rechtskonform ist, angesagt.

gehtsnoch
10 Monate zuvor

Wechselunterricht und „Schulschließungen“
sind zulässig und erstmals wird ein „Recht der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Staat auf schulische Bildung“ anerkannt. BGH
Dann wäre es wieder zulässig, in Gemeinschaftseinrichtungen (auch Schulen) statt per Einzelverfügung für eine bestimmte Einrichtung auch für Regionen oder Länder pauschaliert „Schulschließungen“ anzuweisen.
Nun neben der Schulpflicht dann ein verbrieftes Recht auf schulische Bildung, also fast allen SuS und Eltern wäre aktuell ein durchsetzbares Recht auf körperliche Unversehrtheit, Präsenzfreiheit und Gesundheitsschutz bestimmt lieber.
Wer soll da noch durchblicken und wem hilft die Erkenntnis in den nächsten 31 Tagen bis Jahresende.

Riesenzwerg
10 Monate zuvor

Ich halte das ja inzwischen mit Elizabeth – alles Reptoloide in den Ministerien Kanzleramt, Gerichtssälen …. innere Flucht oder so.

Anders lässt sich das nicht erklären.

Ironie? So langsam weiß ich das nicht mehr.

TaMu
10 Monate zuvor

Auf das Bundesverfassungsgericht konnte ich mich bisher immer verlassen 🙂 DANKE

Jan aus H
10 Monate zuvor

Mit diesem Urteil im Rücken haben die Politiker nun hoffentlich den Mut, die unvermeidbaren Eindämmungsmaßnahmen möglichst bald zu beschließen, statt sich weiter im Abwarten und Klein-Klein zu üben.

S.
10 Monate zuvor

Um gegen das Urteil des Verfassungsgerichts – Schulschließungen zum Schutz der Bevölkerung sind rechtens – Stimmung zu machen , meldet sich wenige Minuten später das Ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) lautstark aus der Versenkung:

„11:09 Uhr
ifo-Institut kritisiert Schulschließungen und Digitalunterricht

„Kinder und Jugendliche in Deutschland sind laut dem Münchner ifo-Institut im internationalen Vergleich besonders von den in der Corona-Pandemie verordneten Schulschließungen betroffen gewesen. Zudem zeige sich, dass die Einschränkungen für Schulkinder oft größer gewesen seien als für erwachsene Arbeitnehmer, teilte das Institut am Dienstag mit. „Andere Länder in Europa legten größeren Wert darauf, die Schulen weitgehend offen zu halten“, sagte ifo-Forscherin Larissa Zierow. “
(Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-deutschland-101.html)

Warum nur muss sich ein Wirtschaftsforschungsinstitut zu Bildungspolitik äußern? Sitzen dort etwa Expert*innen für Bildungswissenschaften? Wohl kaum. Sitzen dort Wirschaftslobbyist*innen? Wohl eher.

Mann, Mann, Mann.

Es ist alles so durchsichtig und dennoch werden wir für dumm verkauft.

Lila
10 Monate zuvor
Antwortet  S.

Naja, um festzustellen, dass im 1. Lockdown nur 6 Prozent der Schüler digital versorgt wurden und im zweiten Lockdown immer noch 2 von 5 Schülern keinen regelmäßigen Digitalunterricht „genießen“ konnten (das sagt diese Studie nämlich aus), braucht man kein Bildungswissenschaftler sein. Auch nicht, um daraus den Schluss zu ziehen, dass Schulschließungen hierzulande demnach nicht optimal funktioniert haben.

Rosa
10 Monate zuvor

Schulklassen in voller Besetzung, ohne Abstand, keine Luftfiltergeräte, https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/diskussion-um-schulen-100.html

Schattenläufer
10 Monate zuvor

Was macht denn der Bürgerliche-Freiheitsrechte Lindner nach dem BVG Urteil?
Ohnmacht?
Liegt in Embryonal-Stellung unter seinem Schreibtisch?
Versteckt sich im Schrank vor dem aufgebrachten Mob der Lobby aus Mittelstand und Wirtschaft?

Entweder hält er jetzt den Mund und lässt die Anderen tun was nötig ist oder er muss Farbe bekennen.
Wenn er sich jetzt gegen die Lock-Down Maßnahmen stemmt, kann er uns nicht mehr mit dem Gelaber von Freiheit, Verhältnismäßigkeit und Grundgesetz veräppeln.
Dann muss er wenigstens zugeben, dass ihm Menschenleben egal sind, wenn es um Renditen oder gewinne geht.

Wollen wir hoffen, dass er wenigstens von Finanzpolitik mehr Ahnung hat als von Verfassungsrecht.

gehtsnoch
10 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Chrissi erinnert sich an März 2019, das sei vielmehr „eine Sache für Profis“.
Und dabei fällt ihm auch wieder Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei ein, der twitterte: „Profi oder Experte ist nach Christian Lindner offenkundig nur jemand, der entweder viel Geld aus der Wirtschaft bekommt oder ihr nach dem Mund redet.“
Die FDP hat in Regierungsverantwortung die Chance, unser Land freier, dynamischer, digitaler und nachhaltiger zu gestalten.

25/11/2021 Wir haben Jahre darauf hingearbeitet
„Darüber und über notwendige Kontaktbeschränkungen gegen Corona, die Zukunft der deutschen Fiskalpolitik, unsere Rolle in Europa und meine Absichten gegen Schwarzgeld habe ich mit dem Spiegel gesprochen.“
(Etwa Yvis Märchenspiegel?) https://www.christian-lindner.de/aktuelles

JH
10 Monate zuvor

Ein Seitenthema:
Auch ich finde offene Schulen besser als geschlossene Schulen, aber wer A) Präsenz und offene Schulen fordert, ohne B) sich hinreichend für den Schutz der in den Schulen verbleibenden Menschen einzusetzen, hat Kritik verdient. Das reicht nicht, liebe GEW! Sobald meine Energie reicht, werde ich austreten, nach sehr vielen Jahren.
Danke für wenig.

Egon Stantz
10 Monate zuvor

Nein, nein nein! Es reicht!

Wir haben uns impfen lassen, einsperren lassen, dämliche Masken getragen … und dennoch soll der ganze Irrsinn wieder von vorne losgehen? Will die Politik die letzten Gutwilligen auch noch veräppeln? Kein Lockdown mehr, jedenfalls nicht für Geimpfte.

Rike
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

Dann sag das mal Omykron….

Max Kleine
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

@Egon
Sie haben sich doch nicht impfen lassen, um in der Kneipe Party machen zu können, sondern für sich selbst, dass sie schön gesund bleiben bzw. kein bedauerlicher Fall auf der Intensivstation werden. Das haben Sie also nur für sich selbst getan.

Davon aber abgesehen muss die Weiterverbreitung der Viren aufgehalten werden. Auch Geimpfte, das legen aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse nahe, sind Geimpfte stärker an der Weiterverbreitung der Viren beteiligt als bisher gedacht. Um die Pandemie zu stoppen, darf es gar keine Unterschiede in der Behandlung zwischen Geimpften und Ungeimpften geben: Testpflicht, Kontaktbeschränkungen und Lockdown!

Also verhalten Sie sich solidarisch und seien Sie nicht unverantwortlich egoistisch: vermeiden Sie unnötige Kontakte, testen Sie sich regelmäßig und unterstützen Sie den Lockdown!

Thomas Schultz
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

Liebe Redaktion,

Können wir bitte auch einen Lockdown für Doofheit hier erlassen? Der Impfschutz für die allermeisten Menschen in Deutschland, die im Sommer oder um den Sommer rum geimpft wurden befindet sich gerade im Sinkflug und das Infektionsgeschehen ist hoch dynamisch (mehr als je zuvor).

Außerdem: Schluss mit dem Egoismus!!!! Ich lasse mich gern “einsperren” und trage “dämliche Masken”, wenn ich damit den Ärzten und dem Krankenhauspersonal damit helfen kann.

Wenn so viele meinen, es zählt nur ihr eigenes Wohlbefinden, dann sucht euch doch ne einsame Insel. Dann braucht ihr auch nicht Rücksicht zu nehmen (könnt aber natürlich auch nicht von den Vorteilen des Lebens in einer Gesellschaft profitieren)!

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  Thomas Schultz

@Thomas Schultz

Das ist gut auf den Punkt gebracht, ich sehe das ebenso.

Alex
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

Das wird in Grundschulen „lustig“, da sind dann nur die Lehrer da…

Schmu
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

Haben Sie es nicht verstanden? Oder wollen Sie es nicht verstehen?

S.
10 Monate zuvor
Antwortet  Egon Stantz

@ „Egon Stantz“
Wer ist „wir“?
Ich zumindest habe mich noch nie im Leben „einsperren lassen“.
Und ich trage Masken aus High-Tech-Zellstoff, die mich vor SARS-CoV-2-Viren schützen.
Rettet Egon Stantz!
Er war eingesperrt und hat bedauerlicherweise „dämliche Masken“ getragen!

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  S.

@S.

🙂

Nevaegen
10 Monate zuvor

Wir haben uns impfen lassen, außerberufliche Kontakte minimiert, Distanz- und Wechselunterricht gestaltet, bei hohen Inzidenzen (teils noch ungeimpft) in Vollpräsenz unterrichtet, „dämliche“ Masken getragen – und jetzt?

Nevaegen
10 Monate zuvor
Antwortet  Nevaegen

@Egon Stantz

Lehrer mit Seele
10 Monate zuvor
Antwortet  Nevaegen

Da behaupten unsere Politiker wir müssten zwischen dem Recht auf Bildung (danke übrigens an das Bundesverfassungsgericht, dass das endlich mal als Recht definiert wurde) und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit wählen.

Es ist eine Schande.

Wir müssten nicht wählen, wenn die Politik nicht 21 Monate alles verpasst hätte, was dazu dient, unsere Kinder und Schüler zu schützen.

Die heutigen Beschlüsse zeigen doch deutlich wie egal denen die Kinder sind.

Aber ja durch das Böllerverbot geht Corona bestimmt sofort weg.

Schattenläufer
10 Monate zuvor
Antwortet  Nevaegen

Zeit das Virus vor dem BVG zu verklagen!!!!!!

mm
10 Monate zuvor
Antwortet  Nevaegen

Also, wenn immer nur alle meckern können wir sowas wie Corona eben nicht mehr machen.

der kleine COVID aus dem Spieleparadies
10 Monate zuvor
Antwortet  mm

Ooh, und ich fand das grad so lustig. Spielverderber

Pit 2020
10 Monate zuvor

@mm
@der kleine COVID aus dem Spieleparadies

Danke für die beiden Lacher!!!
🙂

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  mm

Oh Mann, so ein Scheiß….gerade jetzt, wo es anfängt lustig zu werden und Spaß zu machen.

Ich will, ich will, ich will…!!! (trommel mit den Händen auf den Boden…)

Marie
10 Monate zuvor

Aktuell auf n-tv zu hören: Man diskutiert über eine „kleine Bundesnotbremse“. 2G in Geschäften und im Freizeitbereich, Großveranstaltungen mit Beschränkung auf 1/3 Kapazität. Von Schulen – kein Wort!! (wobei, wenn wir das als Großveranstaltung deklarieren, haben wir Wechselunterricht mit Drittelklassen…)

potschemutschka
10 Monate zuvor
Antwortet  Marie

@Marie
Bin sofort dafür! Schulen SIND Großveranstaltungen!

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Sie werden es mit ihren halbherzigen Minimaßnahmen wieder verk….. und wenn sie dann merken, dass es nicht geklappt hat, müssen sie doch alles und viel länger schließen, zumal ja Omikron gerade Fahrt aufnimmt. Aber bis dahin wird es noch viele (vermeidbare) Erkrankte und Tote geben, auch durch die kaum mehr vermeidbare Triagesituation und die vielen aufgeschobenen OPs und sonstigen Behandlungen.

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Lockdown light hat auch super in NRW mit Laschet geklappt…

Informationen November 2021
Für Ministerpräsident Armin Laschet war die Sache offensichtlich klar: „Uns ist es leichtgefallen, hier mitzumachen, weil wir auch den Bürgerinnen und Bürgern versprechen können: Diese Maßnahmen sind befristet“, sagte er vergangene Woche, nachdem sich die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin auf die Maßnahmen geeinigt hatten. „Sie gelten bis zum 30. November. Wir brauchen danach nicht zu diskutieren: was machen wir auf oder was schließen wir.“ Aber dann der Satz: „Es gilt das Ziel: Am 30. November sollen die Maßnahmen beendet werden.“

https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/lockdown-november-dauer-nrw-100.html

Dezember 2020
Eigentlich wollte NRW-Ministerpräsident Laschet den Corona-Lockdown Ende November beenden. „Zu optimistisch“, erklärt Laschet am Dienstag im WDR

https://www.wr.de/thema/coronavirus/laschet-fruehes-lockdown-ende-in-nrw-war-zu-optimistisch-id231032744.html

Januar 2021
Anpassung der Coronaschutzverordnung – Nordrhein-Westfalen verlängert Lockdown bis 14. Februar 2021. Um die Infektionszahlen weiter abzusenken und die Verbreitung des Corona-Virus und seiner Mutationen einzudämmen, setzt die Landesregierung die von Bund und Ländern getroffenen Beschlüsse um.

https://www.lokalkompass.de/marl/c-politik/diese-lockdown-regelungen-gelten-ab-montag-25-januar-2021_a1508295

Noch Fragen?

Dil Uhlenspiegel
10 Monate zuvor

rrrrrrring

A: Ja hallo?
B: Das Urteil ist raus. Machen Sie alles klar für Schließungen. Es muss besser laufen als die letzten Male. In wenigen Tagen kommt noch der Termin.
A: Alles klar. Wiederhören.

C: Was war?
A: Schließungen usw.
C: Ab wann?
A: Sie melden sich in ein paar Tagen nochmal.
C: Und bis dahin?
A: Wir sollen abwarten.

Mika
10 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ja, das muss ja auch ausschweifend und gründlich beobachtet werden!

Dil Uhlenspiegel
10 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Mal gucken, ob wir erschauen, was sie sehen.
Ganz ge-nau! Yeah, ev’rybody in da house say:
ganz – GAAANZ,
ge – GEHHH,
nau – NOW!

Mika
10 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

änd every Virus dänz nau… agathe paua!

Defence
10 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Mika- you made my day! Danke!

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  Mika

@Dil Uhlenspiegel
@Mika

Saugute Kommentare … hier und heute.
Hebt die Laune.
Bedankt!

Hausmeister
10 Monate zuvor

Es ist in einer Grundschule/Kita nicht möglich die Kinder voneinander fern zu halten. Berührung und Nähe sind allgegenwärtig und nicht kontrollierbar. In Klassen mit 25 Kinder ist es nur eine Frage der Zeit , da bringt das Lüften auch nichts. Ja ,sie holen sich das Virus allein durch das einatmen der selben Luft und nie ist in einer Klasse nur ein Fall ,sondern immer gleich mehrere. Momentan ist es einfach so das es keinen Testtag gibt ohne .Da bringt auch die getragene Maske im Flur nichts, wenn sie dann beim spielen im Hort aufeinander und übereinander, sich in den Armen liegen.Wenn das Kind dann positiv getestet wird dann ist das eine Extreme für die Kids. Die Belastung, für ausnahmslos alle ,in der Familie ist enorm. Der kranke Opa ,die Copd Tante und und. Fakt ist ,Schulen sind Einrichtungen wo viele Menschen stundenlang ,täglich sich sehr nahe sind ,sich berühren, die selbe Luft atmen und Grundschulen und KItas sind da auf Platz 1.Wer das nicht sieht muss blind sein. Die Kinder verbreiten das untereinander und nehmen es mit nach Hause. Das ist keine Behörde, kein Büro ,kein Geschäft wo man auf abstand gehen kann. Was bringt mir Homeoffice und Isolation wenn mein Kind es mir durch die Hintertür mit nach Hause bringt .

MeinSenf
10 Monate zuvor
Antwortet  Hausmeister

Wenn Sie dann unsere älteren Schülerinnen und Schüler – bis rauf in die Oberstufe, wo man ja denken würde, die könnten die Regeln befolgen – sehen, dann denken Sie, Sie sind im Kinderrgarten.

Bussi hier, Bussi da, es wird sich kreuz und quer umarmt, die Maske hängt sonstwo und selbst das ‚Ansabbern‘ der gleichen Spielzeuge ( in diesem Fall geteilte Trinkgefäße) ist keine Seltenheit. Für nachmittags und wochenends wird sich munter zu Partys verabredet.

Kann ich bis zu einem gewissen Grad gut verstehen. Es sind eben auch in den oberen Klassen meist doch noch Kindsköppe. 🙂 Der einzige Vorteil: Manche von den Älteren sind schon geimpft, aber das ist eben auch kein sicherer Schutz vor Ansteckung und vor allem Weitergabe des Virus.

Ansonsten stimme ich vollkommen mit Ihnen überein.

xy
10 Monate zuvor

Politiker sollten diesem Schüler zuhören, der es auf den Punkt bringt. Auch Schüler haben Angst vor Ansteckung und halten die momentane Situation an Schulen wenig hilfreich.
https://mobile.twitter.com/MatiRandow/status/1464166056377950209

Dil Uhlenspiegel
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

@xy: Top Statement in dem Video!

Wie ich sehe, versuchen gewisse Kreise auch in Ö. dieselben „herzzerreißenden“ Kartenspielertricks in diesen Tagen, um glatt durchzurodeln.

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Genauso sehen es auch meine Schüler, die sich auch im gröbsten Masse instrumentalisiert sehen.

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

@xy

Der Bub 😉 spricht es klar und deutlich aus.

Seine Heimvorteile sind folgende Punkte:
– KEIN Lehrer (Bashing kann entfallen)
– Schüler (also Innenperspektive, im Gegensatz zu vielen Politikern bzw. sich selbst als Kinder“anwälte“ inszenierende … sorry, was ich gerade denke, kann ich nicht schreiben – es gehört sich einfach nicht)

xy
10 Monate zuvor

Nicht einmal in Bayern und Sachsen kann sich zu Fernunterricht durchringen. Wir haben in Oberbayern bald echte Triage, Katastrophenmedizin.
Wann kann man von einer Notlage sprechen, die eine der effektivsten Maßnahmen der R Wert Senkung beinhaltet? Wenn wir Little Bergamo am Tegernsee haben?

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

Unsere Hospitalisierungsinzidenz ist knapp unter 20!!!! und nichts passiert! Die Thüringer Landesregierung scheint es normal zu finden, dass Patienten in andere Bundesländer verlegt werden müssen.

Mika
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

In Brandenburg sind jetzt 20% der Intensivbetten durch CovidPatienten belegt. Das bringt jetzt wohl irgendne Warnlampe zum Blinken. Hat aber auch keine Konsequenzen. Also weiter so, groß propagiertes Impfen, was frühestens in 2 Wochen Auswirkungen hat. Immerhin wurde heute im Landtag das Wort „Wechselunterricht“ verwendet, zwar unter Widerwillen, aber immerhin… Na bei Inzidenzen um die 700 in der Gesamtbevölkerung und landesweit 2000 bei den Schülern (bei den Lehrern sind es inzwischen auch um die 2000) KÖNNTE man ja auch mal in Erwägung ziehen, dass die bisherige Infektionsschutzstrategie in den Schulen nicht so ganz funktioniert hat.

Dil Uhlenspiegel
10 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Warnlampe blinkt. Das nervt. Lampe abdecken.

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Stecker ziehen.

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

;—)

Ich_bin_neu_hier
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte: „Die Thüringer Landesregierung scheint es normal zu finden, dass Patienten in andere Bundesländer verlegt werden müssen.“ – Die wissen ganz genau, dass das nicht ewig so weitergehen kann und dass andere Bundesländer nicht den ganzen Winter über in diesem Umfang intensivpflichtige Patienten aus Bayern, Thüringen, Sachsen oder sonstwo werden aufnehmen können – nicht weil die nicht helfen wollen, sondern weil bei dem derzeitigen Tempo deren Intensivstationen dann auch sehr bald volllaufen werden. Und wenn die es wider Erwarten tatsächlich nicht wissen, werden sie es ziemlich bald merken.

Leseratte
10 Monate zuvor

„Insbesondere all die Menschen, „die uns in den systemrelevanten Berufen seit fast zwei Jahren durch die Pandemie bringen“, hätten aber häufig nicht die Möglichkeit, ihre Arbeit von zu Hause zu erledigen. „Dass sie überdurchschnittlich stark unter den Defiziten im betrieblichen Infektionsschutz leiden, sollte uns alle beunruhigen“, sagte Hoffmann.
Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, forderte „gute, nachhaltige Rahmenbedingungen“ für die zunehmend digitalisierte Arbeitswelt – etwa IT-Support, Fort- und Weiterbildungen und vor allem das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit. […]“

Und zum Gesundheitsschutz unter Pandemiebedingungen kommt mal wieder nix von der GEW? Fortbildung ist, glaube ich, zurzeit nicht das Hauptproblem vieler KuK, besonders in den Hochinzidenzgebieten…

Viva
10 Monate zuvor

Das Recht auf Bildung könnte auch auf Distanz erfüllt werden.

Es geht nicht um die Kinder. Es geht um die Arbeitnehmer und Geld. Es geht immer nur um Geld. Was wird es erst kosten, wenn die halbherzigen Maßnahmen scheitern? Aber die, die auf die Intensivstation kommen oder diese nicht mehr erreichen und es nicht schaffen, sterben sicher gerne dafür, dass die Kinder nicht mal zwei, drei Wochen von zuhause lernen brauchen, damit ihnen nicht für den Rest des Lebens alles kapputt gemacht wird. Ja, ne, ist klar! Wer stirbt nicht gerne, damit die Kinder nicht innerhalb von zwei, drei Wochen Distanzlernen ins Bodenlose fallen müssen? Das ist doch mal ein echter Grund aufs Leben so für immer zu verzichten! Wer nur könnte es anders sehen? Sterben für zwei, drei Wochen Präsenzunterricht für die Kinder! Ein Heldentod für die Jugend sozusagen.

Die faulen Kompromisse werden den Entscheidern als Bumerang gegen die Köpfe knallen. Und nein, darüber freue ich mich nicht….

Mika
10 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Ist sicher auch ein netter Spruch auf dem Grabstein: gestorben für zwei Wochen Präsenzunterricht.
Ist zynisch, ich weiß. Sorry.

Lakon
10 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Kinder sterben nicht an Corona. Lesen Sie mal die Statistiken des RKI nach.

Defence
10 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Lakon hat die Antwort von Viva nicht verstanden. Witzig!

Mika
10 Monate zuvor
Antwortet  Lakon

@Lakon
Davon abgesehen, dass entgegen Ihrer Annahme leider auch Kinder an COVID-19 sterben, helfe ich gern beim Verstehen: lesen Sie einfach den Post von Viva, auf den sich der meinige bezieht.

xy
10 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Viva, stark formuliert.
Niemand versteht mehr, warum man nicht schon heute alle Schüler nach Hause geschickt hat.
Man will es wirklich noch bis zum 23.12 laufen lassen.
Es sterben jetzt de facto Menschen für ein paar Wochen Unterricht.
2G kann man sich sparen.
Die Gesundheitsämter haben die Nachverfolgung aufgegeben.
Man öffnet mit diesem laschen Vorgehen der Katastrophe im Gesundheitswesen die Tür.

gilmore girl
10 Monate zuvor

Ich habe mal eine generelle Frage zu dem Karlruher Urteil: Gilt dieses Urteil auch für ab jetzt, oder bezog sich der Beschluss auf die Klagen 2021 betreffend, als man Distanzunterricht per Bundesnotbremse bereits angeordnet hatte oder macht das keinen Unterschied? Man hört ja jetzt schon wieder Stimmen aus der Politik, die genau diese Grauzone zum Anlass nehmen zu sagen, dass dieses Jahr mit den Impfmöglichkeiten eine ganz andere Situation vorläge als zu Zeiten der Bundesnotbremse. Muss man sich da etwa Sorgen machen, dass doch wieder alles verdreht wird – juristisch natürlich wasserdicht, sind ja auf DEM Gebiet zumindest KEINE Amateure? Was ergibt sich daraus, wenn auch auf Sicherheitsmaßnahmen in Schulen hingewiesen wird bzw. Investionen getätigt werden müssen, um Schulschließungen zu vermeiden? Ich bin mittlerweile so in Hab-Acht-Stellung, was Gestzesentwürfe, Beschlüsse und Urteile angeht, dass ich zwar irgendwie erleichtert bin über das Urteil, ich mir aber mal noch keine Flasche Sekt aufmachen möchte. Weiß da jemand Genaueres? Was bedeutet das für das neue Gesetz der Ampel, die Schulschließungen ausdrücklich verbietet? Muss das überarbeitet werden? Bleiben solche Entscheidungen wieder Ländersache? Because then we have the salad. Der Tenor „keine Schulschließungen“ scheint ja doch recht eindeutig. Denn wie bisher bewiesen schließe ich mich Rechtsprofessor Mayer an, der ja sinngemäß äußerte, dass wir das einzige Land zu sein scheinen, die beschließt, was sie alles NICHT gegen die Pandemie zu tun gedenkt…

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  gilmore girl

@gilmore girl

Das wird sich wohl in der restlichen Woche zeigen, aber hier erstmal Ausschnitte aus einem Artikel, der eine erste Einordnung gibt:

„Die Karlsruher Richter erklärten heute, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen hätten „in der Gesamtheit dem Lebens- und Gesundheitsschutz“ sowie der Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems gedient. Auch das Verbot von Präsenzunterricht habe das Recht auf schulische Bildung nicht verletzt.“

„Entscheidungen dürften Leitcharakter haben
Die Bundesnotbremse war zwar Ende Juni ausgelaufen, die Karlsruher Entscheidungen dürften aber Leitcharakter haben. Gerichtspräsident Stephan Harbarth sagte kürzlich im ZDF, es gehe zwar um „ein bestimmtes Gesetz zu einem bestimmten Zeitpunkt.“ Aus den ausführlichen Begründungen ergäben sich aber üblicherweise „Hinweise für Folgefragen, die sich stellen werden, etwa für kommende Pandemien oder für Maßnahmen in der gegenwärtigen Pandemie für die kommenden Monate.“

“ Eilanträge gegen die umstrittensten Maßnahmen wie die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen hatten die Richterinnen und Richter des zuständigen Ersten Senats gleich im Mai abgewiesen. Sie betonten aber, dass der Ausgang des Hauptverfahrens offen sei.
Um die Verfahren schneller abschließen zu können, hatte der Senat auf eine Verhandlung verzichtet. Von Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wurden aber Stellungnahmen erbeten, etwa von Virologen, Intensivmedizinern und Kinderärzten.“

https://www.tagesschau.de/inland/bundesnotbremse-bundesverfassungsgericht-101.html

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  gilmore girl

@gilmore girl

https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/zdf-spezial—kampf-gegen-corona–krisentreffen-in-berlin-100.html
ca. 13 Minuten:
„Das Bundesverfassungsgericht hat heute mit seinen Beschlüssen für die Politik den Weg freigemacht, um erneut weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus durchzusetzen. „

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  gilmore girl

Gesundheitsschutz steht über Recht auf Bildung. Allerdings sollen die Schulen zum Schluss schliessen.
Es wird ins gleiche Horn geblasen wie alle Coronaheilsbringer unter den Politikern.

Dass dort in der Schule kein Gesundheitsschutz herrscht, wurde vollkommen ausgelassen. Dass dort eine unkontrollierbare Massenversammlung stattfindet – auch nicht.

Nur die Überlastung des Gesundheitssystems stoppt den Bildungskreuzzug auf dem Schulgleis durch das Covid19 Land.

In meinen Augen ein fahrlässiges Zeichen an die aufgeblasene Bildung-über-alles-Gemeinde.

Ich poste hier noch mal den Link eines Forumisten hier.
https://twitter.com/matirandow/status/1464166056377950209?s=21
Meine Schüler sehen das genauso.

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Achja, ob Schulschliessungen gleichgesetzt sind mit Beenden des Präsenzunterricht und Aufnahme des DU, ist mir auch nicht ganz klar.

Fakt ist aber, dass die Politiker verstehen: Recht auf Bildung = Voller Präsenzunterricht auf Biegen und Brechen, als wenn es null Alternativen gäbe.

Also: alles bleibt wie es ist.

Hätte mir mehr Klartext gewünscht, damit unsere Regenten nicht soviel Interpretationshoheit missbrauchen können.

gilmore girl
10 Monate zuvor

Auf Tippfehler einfach nicht achten. War ein langer Tag und winter is coming…

Rüdiger Vehrenkamp
10 Monate zuvor

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“
Wer das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachvollziehen will, muss sich nur die Vita und explizit die Parteikarriere des Vorsitzenden Herrn Harbarth ansehen. Dieser Herr zog unter Ägide von Frau Merkel 2009 erstmals für die CDU in den Bundestag und begleitete dort unter Frau Merkel verschiedene Ämter bis 2018, bis er zum Präsident des Bundesverfassungsgerichts gewählt wurde. Er ist also ein Mann von Merkels Gnaden. Dieser wurde auch – zusammen mit anderen Richtern – in dem Zeitraum der Verabschiedung der Bundesnotbremse ins Kanzleramt zum Essen von Frau Merkel eingeladen.

Weiterhin erfolgte die Billigung der Maßnahmen rückwirkend, als noch nicht 70% der Bevölkerung geimpft waren. Nach heutigen Maßstäben sind Schulschließungen anders zu betrachten. Immerhin machten die Richter weiterhin auf den Umstand aufmerksam, dass man gegenüber Schülerinnen und Schülern eine besondere Pflicht habe. Daher sind weitere Schulschließungen meiner Meinung nach ausgeschlossen.

W.
10 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp
Dann dürften nur die singen, die ihr Brot selber backen, um mal in Ihrem „Bild“ zu bleiben.
Sind Sie ein Eremit und backen Ihr Brot selber, wobei Sie selbstverständlich niemals Brot verkaufen würden, damit Sie andere Menschen nicht unter Ihr moralisches Joch zwingen?

Zum Thema „von xxx’s Gnaden“:
Anders formuliert = „X hat Y quasi ‚gemacht‘.“
Dann sind die kruden Kommentare der letzten Tage gar nicht von Ihnen?!
Die sind von Mama und Papa Vehrenkamp, denn die haben den Rüdiger gemacht und ohne Mamas und Papas Gnaden könnte und dürfte der Rüdiger hier nicht in Erscheinung treten. Und in den ersten Jahren saßen Sie täglich, womöglich sogar mehrmals, bei Mama und Papa zum Essen am Tisch.

Rüdiger Vehrenkamp
10 Monate zuvor
Antwortet  W.

Ihr Vergleich hinkt ja an allen Ecken und Enden. Meine Eltern haben mir weder gesamtgesellschaftlich relevante Posten zugesichert, noch fühlte ich mich deswegen in Abstimmungen ihnen gegenüber verpflichtet.

Ihr Verweis auf meine „kruden Kommentare“ zeigt auf, dass Sie von Meinungsvielfalt offensichtlich nichts halten. Sie können wohl kaum in Abrede stellen, dass jeder Tag Schulschließung immense Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche hat, auch wenn das ein Großteil der User hier schön unter den Tisch kehrt. Klopfen Sie sich mit Ihren Forderungen nach Schließungen nur weiter gegenseitig auf die Schultern. Mir tun die Kinder leid, die dann erneut darunter leiden müssen.

Mika
10 Monate zuvor

Dumm nur, dass Ihre Meinung nicht im Mindesten für das Wechseln in den Distanzunterricht relevant ist. Wobei, eigentlich finde ich das gut.

InaKer
10 Monate zuvor

(Disclaimer: Ich bin „nur“ Mutter, keine Lehrerin, Ausländerin in Bayern. ) Ich schicke mein Kind jeden Tag schweren Herzens in die Schule. Ich habe Angst, dass er infiziert wird und was die Folgen davon werden können. Er auch, er ist 15, er blickt es durch. Er ist bisher einmal geimpft. Zweite Impfung ist erst in drei Wochen. Interessanterweise unser Kinderarzt (den ich sehr schätze und seine Meinung immer anhöre) impft erst ab 16 – er hält es nicht richtig, jüngere zu impfen. Ich war nicht sicher darüber, ob mein Sohn geimpft werden sollte, aber musste ich doch für das kleinere Risiko mich entscheiden: ihn impfen zu lassen. Nur 40% der Klassenkameraden sind geimpft. Das Gymnasium hat über 1300 Schüler.

Ich werde aber den Verdacht nicht los, dass die verteufelte „Schulschließungen“ passieren auch deshalb nicht, weil Distanzunterricht digital ist immer noch nicht möglich in Deutschland. Bund und Länder haben nicht genug getan dafür. Ich bin mir sicher, wir werden noch weitere Pandemien erleben und die KuMis werden weiterhin darauf festhalten, – Distanzunterricht ist der einzig richtige Weg. Die Kinder wird Bildung nicht geraubt, wenn sie unterrichtet sind, anspruchsvoll und digital. Wir haben in den Lockdown die ganze Zeit Unterricht gehabt – nach Stundenplan, mit Anwesenheitskontrolle. Die Kinder die nicht auftauchten, mussten von Freunden angerufen werden. Sogar für Sport wurden von der Schule Trainingsvideos veröffentlicht. Die Lehrer hielten die Stunden ab (mit einer Ausnahme). Es gab Hausaufgaben, die eigentlich besser kontrolliert waren als in Präsenzunterricht, weil man ja alles hochladen sollte und Feedback dazu gab es auch. Noten wurden auch verteilt: für Projekte, für Unterrichtsbeiträge, sogar Referate wurden von Schüler online gehalten. Und wir waren in Sicherheit! Bei uns zu Hause wurde experimentiert, gelernt, gelesen, geforscht, Kunst gemacht. Endlich hatte mein Sohn genug Zeit nicht nur den Lernstoff zu lernen, sondern sich in Themen zu vertiefen, die ihn interessierten – weil es ja keinen Stress mit Schulaufgaben gab. Er hat Bücher und Fachzeitschriften gelesen zum Themen, wozu er Interesse entdeckte. Es war mir ein Vergnügen, das alles mitzuerleben. Er war sicher – und am Jahresende hat er seine bisher beste Zeugnis bekommen.

Dieses Jahr ist er jetzt schon völlig erschöpft, er hat gerade Migräne diagnostiziert bekommen. Nur Stress und Ängste. Eine Schulaufgabe jagt den nächsten. Er lernt nicht gerne, alles ist nur ein Zwang. Über diese Art von Schaden redet ja keine! Das Lernen steht nicht im Vordergrund – Lernstandserhebung ist das Wichtigste.

Stadt der Ausbau der digitale Unterricht wurden Unsummen von Gelder in Schnelltests investiert. Selbst durchgeführte Schnelltests sind nun mal eine Momentaufnahme, sind nicht mal richtig zuverlässig. Aber gibt immer noch keine zuverlässige Videoportal für Online-Unterricht in Bayern und der Lizenz für MS Teams läuft ja am Ende Dezember aus. Darüber wird aber kein Wort erwähnt.

Ich kann nur nochmal darauf hinweisen, dass es ja auch Lehrer gab, die jede Woche nur ein Arbeitsblatt gepostet haben und waren dann verschwunden. (Zum Glück, haben wir das nur am Rande erlebt.) Kein Feedback, kein Abgabetermin, nichts. Ich wundere mich, was haben sie gemacht über die ganzen Monate hinweg beim vollen Besoldung, während wir um das Überleben unsere eigene kleine Firma kämpften und Kunden verlieren, weil sie ja auch keine Einnahmen hatten. Ich denke, solche Verhalten konnte auch ein Einfluss auf die entstandene „böse, böse“ Lernlücken gehabt haben!

Fazit: Es sind andere Faktoren, die man berücksichtigen muss. Digitaler Unterricht funktioniert, wenn es richtig gemacht wird. Lernlücken sind nicht nur entstanden, weil manche Kinder untertauchten, Lehrer taten es auch. Lernlücken sind nicht nur entstanden, weil manche Familien keine digitale Setup zu Hause hatten, sie sind auch entstanden, weil die digitalen Möglichkeiten für die Schulen nicht ausgebaut waren, oder die Lehrer hatten nicht genügend technische Unterstützung bekommen. Alles auf den Lockdown und auf „bildungsferne“ Familien zu schieben entspricht nicht die vollständige Wahrheit.

xy
10 Monate zuvor

LinaKer,
absolute Zustimmung!
Unsere Kinder empfinden dieses Schuljahr als grauslich. Schulaufgaben über Schulaufgaben.
Stress, Kopfschmerzen und fehlende Motivation.
Guter Distanzunterricht schlägt dieses Präsenztheater, das gerade stattfindet, um Längen. Die Lehrer waren sehr bemüht und es gab noch um 11 Uhr abends Feedback und Material. Der Kontakt zu den Lehrkräften war sehr viel intensiver. In so mancher Mittagspause habe ich die VKs mit meinen Kindern verfolgt und konnte dabei noch viel lernen. Nicht alle Eltern wollen euch kritisieren, wenn sie zusehen. Ich habe mein verschüttetes Chemie und Geschichtswissen aufgefrischt.
Die meisten Lehrkräfte waren bemüht und gut in der Wissensvermittlung.
Liegt es am Alter der Bildungspolitiker, wenn sie mit digitalem Unterricht nichts anfangen können? In dieser akuten Situation wäre es eine Win-Win Angelegenheit. Entlastung des Gesundheitssystems und Modernisierung im Bildungswesen.
Warum wird diese Chance nicht genutzt?

InaKer
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

Danke.