Studie weist nach: Gut sitzende FFP2-Masken senken das Infektionsrisiko (auch) in Schulen drastisch

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MÜNCHEN. Eine detaillierte Studie des Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation weist das maximale Risiko einer Coronainfektion für verschiedene Szenarien mit und ohne Masken aus. Das Fazit der Forscher (auch) für den Schulbetrieb fällt eindeutig aus: Masken schützen. Gut sitzende FFP2-Masken senken das Risiko sogar „mindestens in den Promillebereich“.

„Gute Idee“: Die Forscher raten dazu, im Unterricht FFP2-Masken zu tragen. Foto: Shutterstock

Sogar drei Meter Abstand schützen nicht. Selbst bei dieser Distanz dauert es keine fünf Minuten, bis sich eine ungeimpfte Person, die in der Atemluft eines Corona-infizierten Menschen steht, mit fast 100prozentiger Sicherheit ansteckt. Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute ist: Wenn beide gut sitzende medizinische oder noch besser FFP2-Masken tragen, sinkt das Risiko drastisch. Wie gut, welche Masken bei welcher Trageweise schützen, hat ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen in einer umfassenden Studie untersucht. Dabei bestimmten die Forschenden für zahlreiche Situationen das maximale Infektionsrisiko und berücksichtigten einige Faktoren, die in ähnlichen Untersuchungen bislang nicht einbezogen wurden.

Wie groß die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist, hat auch das Göttinger Team überrascht. „Wir hätten nicht gedacht, dass es bei mehreren Metern Distanz so schnell geht, bis man aus der Atemluft eines Virusträgers die infektiöse Dosis aufnimmt“, sagt Eberhard Bodenschatz, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Denn auf diese Distanz hat sich die Atemluft schon kegelförmig im Raum verbreitet; entsprechend verdünnt werden die infektiösen Partikel. Die besonders großen und damit besonders virusreichen Partikel fallen zudem schon nach einer kurzen Strecke durch die Luft zu Boden.

„Trotzdem haben wir in unserer Studie auch in drei Metern Entfernung noch ein enormes Ansteckungsrisiko festgestellt, wenn man Infizierten mit einer hohen Viruslast, wie sie bei der vorherrschenden Delta-Variante des Sars-CoV-2-Virus auftritt, für ein paar Minuten begegnet und keine Maske trägt“, sagt Eberhard Bodenschatz. Und solche Begegnungen sind etwa in Schulen, Gaststätten, Clubs oder gar im Freien unvermeidbar.

Gut sitzende FFP2-Masken senken das Risiko mindestens in den Promillebereich

So hoch das Infektionsrisiko ohne Mund-Nasenschutz auch ist, so effektiv schützen medizinische oder FFP2-Masken. Die Göttinger Studie untermauert, dass FFP2- oder KN95-Masken infektiöse Partikel besonders wirkungsvoll aus der Atemluft filtern – vor allem wenn sie an den Rändern möglichst dicht abschließen.

Tragen sowohl die infizierte als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende FFP2-Masken, beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille. Sitzen ihre Masken schlecht, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent. Tragen beide gut angepasste OP-Masken, wird das Virus innerhalb von 20 Minuten mit höchstens zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit übertragen. Die Untersuchung bestätigt zudem die intuitive Annahme, dass für einen wirkungsvollen Infektionsschutz vor allem die infizierte Person eine möglichst gut filternde und dicht schließende Maske tragen sollte.

Die Ansteckungswahrscheinlichkeiten, die das Max-Planck-Team ermittelt hat, geben jeweils die obere Grenze des Risikos an. „Im täglichen Leben ist die tatsächliche Infektionswahrscheinlichkeit sicherlich 10- bis 100-mal kleiner“ sagt Eberhard Bodenschatz. Denn die Luft, die an den Rändern aus der Maske strömt, wird verdünnt, sodass man nicht die gesamte ungefilterte Atemluft abbekommt. Das haben wir aber angenommen, weil wir nicht für alle Situationen messen können, wieviel Atemluft eines Maskenträgers bei einer anderen Person ankommt, und weil das Risiko so konservativ wie möglich berechnen wollten“, erklärt Bodenschatz. „Wenn unter diesen Bedingungen sogar das größte theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der ganz sicheren Seite.“

Für den Vergleichswert ohne den Schutz einer Maske fällt der Sicherheitspuffer jedoch deutlich kleiner aus. „Für eine solche Situation können wir die Virusdosis, die eine ungeschützte Person einatmet, mit weniger Annahmen bestimmen“, sagt Gholamhossein Bagheri, der als Forschungsgruppenleiter  am  Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation an der aktuellen Studie maßgeblich beteiligt war.

„Maske-Tragen an Schulen ist eine gute Idee“

Das Göttinger Team hat bei seinen Berechnungen des Ansteckungsrisikos einige Faktoren berücksichtigt, die in vergleichbare Abschätzungen bislang nicht eingeflossen sind. So haben die Forschenden untersucht, wie ein schlechter Sitz der Maske den Schutz schwächt und wie sich das verhindern lässt. „Die Membranen von FFP2- oder KN95-Masken, aber auch von manchen medizinischen Masken filtern extrem effektiv“, sagt Gholamhossein Bagheri. „Das Ansteckungsrisiko wird dann von der Luft, die an den Rändern der Maske aus- und einströmt dominiert.“

Dazu kommt es, wenn der Rand der Maske nicht dicht am Gesicht anliegt. In aufwendigen Versuchen haben Bagheri, Bodenschatz und ihr Team gemessen, in welcher Größe und Menge Atempartikel an den Rändern unterschiedlich gut sitzender Masken vorbeiströmen. „Eine Maske lässt sich an die Gesichtsform hervorragend anpassen, wenn man ihren Metallbügel vor dem Aufsetzen zu einem abgerundeten W biegt“, sagt Eberhard Bodenschatz. „Dann gelangen die ansteckenden Aerosolepartikel nicht mehr an der Maske vorbei, und auch Brillen beschlagen nicht mehr.“

Mit einer Puppe demonstriert ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, wie sich die Atemwolke und mit ihr möglicherweise Coronaviren in verschiedenen Szenarien ausbreiten. Ohne Maske verteilen sich viele potenziell infektiöse Partikel im Raum. Bereits OP-Masken reduzieren die Menge deutlich, selbst wenn sie schlecht sitzen. Besonders gut schützen eng anliegende FFP2- oder KN95-Masken.

Das Team hat zudem bedacht, dass Tröpfchen, die Menschen beim Atmen oder Sprechen verbreiten, in der Luft trocknen und leichter werden. Dadurch bleiben sie länger in der Luft, haben jedoch eine erhöhte Viruskonzentration verglichen mit den Tröpfchen direkt nach Austritt. Beim Einatmen passiert wiederum das Gegenteil: Die Partikel nehmen wieder Wasser auf, wachsen wie ein Tropfen in der Wolke und bleiben daher leichter in den Atemwegen hängen.

Auch wenn die detaillierte Analyse der Göttinger Max-Planck-Forscher zeigt, dass dicht abschließende FFP2-Masken im Vergleich zu gutsitzenden OP-Masken 75 mal besser schützen und die Trageweise einer Maske einen deutlich Unterschied macht: Auch medizinische Masken reduzieren das Ansteckungsrisiko schon deutlich im Vergleich zu einer Situation ganz ohne Mund-Nasenschutz. „Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen in der Pandemie eine Maske tragen“, sagt Gholamhossein Bagheri. Und Eberhard Bodenschatz ergänzt: „Unsere Ergebnisse zeigen noch einmal, dass das Maske-Tragen an Schulen und auch generell eine gute Idee ist.“ News4teachers

Mathe-Experiment: FFP2-Masken senken die geistige Leistungsfähigkeit nicht

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Defence
9 Monate zuvor

Super! Nach zwei Jahren Pandemie haben wir es geschafft per Studie herauszufinden, dass FFP2-Masken schützen.

Koogle
9 Monate zuvor
Antwortet  Defence

Genau.
Und die ganze Zeit hat man behauptet, Masken schützen nur andere und nicht einen selbst.

Wer sich auf die Wissenschaft verlässt, ist verlassen.
Zumindest was das Thema Masken und Aerosole betrifft.

Andreas
9 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Bitte informieren Sie sich doch richtig. Die einfache OP-Maske schützt den Gegenüber bzw. das Opfer auf dem Operationstisch. Die FFP2 sowie KN95 sind primär für den Eigenschutz konzipiert. Oder haben Sie schon einmal gesehen, dass sich jemand mit einer OP-Maske gegen Asbest geschützt hat? Hoffentlich sind Sie kein Lehrer und verbreiten solche Räuberpistolen unter Schülern, die daheim dann wieder Panik schieben, weil ein Lehrer Lügengeschichten verbreitet.

W.
9 Monate zuvor
Antwortet  Andreas

@Andreas
Na endlich.
Wie hat uns das doch gefehlt …
…?
Na, Ihre Lieblingsthemen bzw. wenigstens zwei davon:
– „Hoffentlich sind Sie kein Lehrer“
– “ … weil ein Lehrer Lügengeschichten verbreitet.“

Andreas
9 Monate zuvor
Antwortet  W.

Gut, dass Sie mit meinem subjektivem Empfinden und meiner persönlichen Meinung nicht gleichlaufen ist Ihre Sache.
Aber was sagen Sie zu den Fakten beim Maskenthema? Der ursprüngliche Kommentar ist ganz klar eine Lüge.

W.
9 Monate zuvor
Antwortet  W.

@ Andreas 6. Dezember 2021 um 20:02
Vgl.:
@ Riesenzwerg 6. Dezember 2021 um 19:22

Bonusmaterial für Sie:
https://www.google.com/search?q=Ironie&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab

Neugierig geworden?
Kennen Sie den? – „ToM“ = „Theory of Mind“
Wissen Sie was? – „Ironie versteht nur, wer Empathie hat.“
Isso.
https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article109618247/Warum-nicht-jeder-Ironie-versteht.html

Riesenzwerg
9 Monate zuvor
Antwortet  Andreas

@Andreas

Defence und Koogle kennen sich aus – ich gehe davon aus, dass die Kommentare ironisch gemeint waren.

Defence
9 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Natürlich ist mein Kommentar ironisch gemeint.

Georg
9 Monate zuvor
Antwortet  Defence

Das Motiv dahinter ist aber ein anderes, weil so ein Argument für offene Schulen gegeben wird.

Petra Sch.
9 Monate zuvor

Mh, aber der Abstand? Klar, die Kids sitzen weit auseinander. Nein? Tja dann……….

Maren
9 Monate zuvor

Nur dass sie nicht fürs Dauertragen geeignet sind.Schon gar nicht von Kindern.Meine Freundin bekam am KH zunächst eine Schulung,bevor sie mit Maske arbeiten durfte,zudem sind regelmäßig Pausen von 30 min (!) vorgesehen,und es darf auch nur eine gewisse Anzahl von Tagen Maskenschicht sein.Dass das in Ausnahmesituationen nicht immer geht,ist mir bewusst,und ich bin definitiv KEIN Maskengegner.Halte nur die Bedingungen anSchulen nicht geeignet für ffp2….

Riesenzwerg
9 Monate zuvor
Antwortet  Maren

@Maren

Die Masken sind ziemlich das Einzige, was wir haben.

Und bevor wir noch weniger nehmen, nehmen wir diese.

Und ja – offene Schulen sind ein Problem (das aber nicht den KuMis gehört, sondern denen, die täglich in selbigen sind).

Maren
9 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Das weiß ich.Mein Sohn ist dem Wahnsinn täglich ausgeliefert.Dennoch halte ich es für fragwürdig,Grundschüler jahrelang täglich über Stunden mit ffp2 rumlaufen zu lassen,weil man zu geizig ist,Schulen sicher auszurüsten.Die Präsenzpflicht gehört aufgehoben.

Minna
9 Monate zuvor

Die Studie betont aber auch, dass die Maske nahezu nichts nützt, wenn man sie falsch trägt. Und das tun die meisten….

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Also viele meiner Schüler setzen sich die Maske quer ins Gesicht… als Barthalter… vielleicht auch gradeso über dem Mund, Nasen sind zu 50% fast immer zu sehen – trotz Ermahnungen.

Ist auch irgendwie „schlecht sitzend“ bis hin zu „falsch tragend“.
10 frei ausatmende Nasen, hm.

Dirk Z
9 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,
alles gut und richtig solange wir uns in Situationen befinden, wo die Kontaktdauer auch nicht so lange dauert. Eine Fahrt im Bus oder der Bahn kann man dadurch sicherer gestalten.
Zwei Schwachpunkte sehe ich in den OP- und FFP2 Masken: Wenn die Schüler und Lehrer zulange im Raum sind und lüften ist zu dieser Jahreszeit auch eine schlechte Idee (entweder Corona oder eine Erkältung bekommen) dann steigt der Aerosolpegel und sammelt sich im Raum. Sitzen die Masken gut, dauert es vielleicht länger mit der Ansteckung, mit schlecht sitzenden Masken erfolgt die Ansteckung früher und ohne Masken eventuell noch früher- Fazit: Man entkommt dem nicht.
Und wenn wie @Klugscheisser und @Minna schon erwähnen wie gut die Masken getragen werden, dann frage ich mich was es überhaupt noch bringt. Und zudem ist immer noch die Gefahr der Kreuzkontamination- die Masken fangen den Virus ab, aber er lebt auf der Oberfläche weiter und jede kleinste falsche Handhabung, die meisten passiert führt dann doch ins Verderben.
Also eine erhebliche Absicherung durch Masken halte ich gewagt, da müssten andere Massnahmen hinzukommen.
Vertrauen Sie nicht nur Statistiken, die unter Laborbedingungen entstanden sind, sondern der Realität

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

„Und zudem ist immer noch die Gefahr der Kreuzkontamination- die Masken fangen den Virus ab, aber er lebt auf der Oberfläche weiter und jede kleinste falsche Handhabung, die meisten passiert führt dann doch ins Verderben.“

Das ist halt die Annahme der Studie… korrekte Handhabung. Man entsorgt das Ding also nach 90 Minuten, ohne es außen anzufassen.

In der Realität wird es halt außen angefasst und danach in der Nase gebohrt… dann ist vorbei mit dem Schutz.

Der Knackpunkt ist IMO das Bewusstsein der Anwender*innen hinsichtlich der Schutzfunktion der Maske. Das ist natürlich nicht vorhanden, wenn der/die Anwender*in die Gefahren durch Corona leugnet und das Ding nur trägt, weil es halt getragen werden muss. Das wiederum gefährdet auch die anderen, denn die Studie geht ja davon aus, dass BEIDE Seiten die Masken richtig tragen.

Das alleine sorgt schon dafür, dass der größte Teil der Virenlast in der Maske des/der Infizierten bleibt. Wird hingegen mit dem Ding dann rumgewedelt/rumgeworfen, dann ist die ganze Schutzwirkung hinfällig.

Sie ist auch hinfällig, wenn sich alle zum Mittagessen zusammensetzen (kleiner 3m Abstand) und gemeinsam die Masken runternehmen und auf den Tisch legen. Dann landen die gesammelten Viren aus der Maske genau da, wo sie nicht hingehören.

Wenn man wirklich Schutz durch FFP2-Masken haben will, darf niemand sie im Innenraum abnehmen und alle müssen sie richtig tragen. Essen muss man dann halt draußen mit 5m Abstand… im Winter unpraktikabel.

LehrkörperAmStiel
9 Monate zuvor

Zum Glück trägt die jeder in den Schulen. SuS sind mit OP Masken schon überfordert und tragen dieselbe Maske schätzungsweise 3-5 Tage.
Aber immer weiter so, eine Konferenz jagt die nächste und für Fortbildungen ist sicher auch noch Platz, alles ganz normal. Kniebeugen wirken außerdem Wunder.

Krankenstand der LuL (die selbstverständlich auch 6-8 Stunden pro Tag nur durch FFP2 brüllen) ist irrelevant-wie immer. Die zermürbten Gesichter der noch Anwesenden muss man sich ja auch nicht anschauen, die sind zum Glück hinter Masken versteckt.

Immer schön dran denken, SuS permanent ermahnen, wenn diese den Mindestabstand außerhalb des Klassenraums nicht einhalten (im Raum wird ja gelüftet und Schulbusse waren noch nie problematisch).

Trulla
9 Monate zuvor

Echt? Wer hätte das nur gedacht????

Riesenzwerg
9 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

@Trulla

Ja – ich war auch ganz überrascht!

(Haben sich doch tatsächlich bekannte Ergebnisse bestätigt!) – der HAMMER!

Trulla
9 Monate zuvor

P S. Kann das bitte jemand Fr. G. und einigen anderen KM s erklären. Am besten in einfacher Sprache.

Koogle
9 Monate zuvor

Die meisten Kinder verwenden nur OP-Masken.

Kein Wunder, dass sich Corona an den Schulen so stark ausbreitet.

Dieter Schmeer
9 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Die meisten Kinder haben bis vor kurzem überhaupt keine Maske verwendet, weil es keine Maskenpflicht gab und die Frau Kultusministerin den Lehrern verboten hat, auf das Tragen einer Maske hinzuwirken.

Jan aus H
9 Monate zuvor

Das Problem ist nur, dass „Maskenpflicht“ nicht zugleich auch „gut sitzende Masken“ bedeutet. Ein weiterer Umstand, der in der Studie offenbar nicht beachtet wurde, ist die Gebrauchsdauer der Maske. Ich vermute, dass man da von einem bestimmungsgemäßen Gebrauch ausgegangen ist, also maximal 112,5 Minuten (leichte Tätigkeit nach entsprechender Vorschrift) Nutzung am Stück und danach Entsorgung. Wenn das Ding die ganze Woche benutzt wird und es auch keine Chance gibt, zwischendurch zu trocknen, dann wird die Wirksamkeit sicher auch reduziert.

Ich würde aus der Studie folgenden Schluss ziehen: FFP2-Maskenpflicht in allen Schulen. Die Masken werden vom Land gestellt und dürfen maximal 90 Minuten benutzt werden. Nach 90 Minuten muss es – der entsprechenden Arbeitsschutznorm folgend – eine Pause von 30 Minuten draussen geben (da natürlich mit ausreichend Abstand). Der Stundenplan muss dann entsprechend angepasst werden, ebenso müssen Alternativen für schlechtes Wetter geschaffen werden (Überdachungen oder Unterrichtsausfall).

Ehe mir wieder jemand vorwirft, dass ich die LuL vergesse: Dass die LuL die Schutzausrüstung vom Arbeitgeber gestellt bekommen, sehe ich als selbstverständlich an. Damit meine ich nicht eine Maske pro Woche, sondern eine Maske je 90 Minuten Präsenzunterricht.

Ebenso, wie ein Bauarbeiter seinen Helm nicht von zu Hause mitbringt und das OP-Personal den OP-Kittel nicht in der heimatlichen Waschmaschine wäscht, sollten auch die Schulen dazu verpflichtet werden, die Arbeitsschutzausrüstung der LuL in ausreichendem Maße zu stellen.

Das führt natürlich zu einem enormen Verbrauch an Masken… aber wenn man „Präsenzunterricht unabhängig von der Inzidenz“ will, dann muss man auch die Konsequenzen tragen.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Ich höre schon das Gejammer und Gewinsel der Kultusminister, dass das doch alles total realitätsfern und viel zu teuer ist…

Sehen sich halt mal wieder in der Opferrolle, die Armen, aber dann sind sie auch nicht für den Job geeignet….wenn ich in meinem Job immer so jammern würde und planlos wäre, wäre ich den schon längst los.

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

„FFP2-Maskenpflicht in allen Schulen“
darauf könnte es bald hinauslaufen, da laut Medien von heute in NRW die Schnelltests knapp werden.
Der letzte Monat zutage getretene Umstand, dass es noch keinen Anschlussvertrag 2022 für die Lieferung von Schnelltests an Schulen mangels Lieferanten gibt beunruhigt.

Rabe aus NRW
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Warum muss eigentlich alles vom Staat bezahlt werden? Die SuS kommen doch auch gekleidet und mit Schuhen in die Schule? Und wenn es kalt ist, zur Gesundheitsvorsorge mit Mütze und Schal? Wenn Corona, wie es aussieht, zum (zumindest mittelfristigen) neuen ‚Normal‘ wird, gehören Masken wie alle andere Ausrüstung zum täglichen Bedarf, so wie Tempotaschentücher, wenn man Schnupfen hat. Für Bedürftige müsste dann der errechnete ‚Warenkorb‘ aufgestockt werden, um das zu berücksichtigen. Im Übrigen bezahlen wir die Masken ja über die Steuern selbst – der Ruf nach dem Staat greift letztlich doch immer in unsere eigene Tasche, das ist nur weniger transparent.

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Die Frage ist: Wollen wir die Pandemie beenden oder wollen wir das nicht? Wollen wir wirklich den jetzigen Zustand in Endlosschleife?

Ist es nicht billiger, für eine kurze Zeit richtig in Schutzmaßnahmen zu investieren statt ewig kleinere Summen?

Wenn man FFP2-Masken vorschreibt, dann müssen sie RICHTIG verwendet werden. Das beinhaltet auch die Entsorgung nach 90 Minuten. Das geht sehr ins Geld, aber wenn man Präsenzunterricht will, dann muss man das halt bezahlen.

Mögliche Alternativen wären:

– Aufhebung des Präsenzzwanges
– Ausstattung aller Schulen mit wirksamen und geeigneten Schutzmaßnahmen. Das wären Luftreiniger und Verkleinerung der Klassen, so dass immer die Abstandsregel eingehalten werden kann.

Solange man die Eltern zwingt, die Masken zu bezahlen, wird es immer dazu kommen, dass sie die ganze Woche oder noch länger verwendet werden.

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Sorry, aber die berechtigte Forderung nach Ffp2Masken bezieht sich auf die KuK…
Nachdem wir mehr als 14 Monate die Masken selber organisiert und bezahlt haben nehmen wir uns die Masken aus den Kisten, die die Schulleitung in einem schwer zugänglichen Kellerraum seit Monaten lagert…worüber wir keine Informationen erhalten haben…nun ist der Damm gebrochen….alle KuK bedienen sich jetzt nach Bedarf…. Bestand: ca 20tsd!!! Man höre und staune.

Maren
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Solange es Präsenzpflicht gibt,ist es ein Unding,die Kosten auf die Eltern abzuwälzen weil man sonst für Bildung nichts ausgeben will.

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Unglaublich! Was wollten die damit? Privat handeln? Für künftige Bastelprojekte aufsparen?

Eigentlich muss sowas zur Anzeige gebracht werden.

20k Masken sollte eine Weile reichen… etwa 10000 übliche Schulstunden bei bestimmungsgemäßer Verwendung.

Kathrin
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

@ André Hog: Wir beide schimpfen oft zurecht auf den Schulträger Bielefeld, aber beim Thema „Masken“ fühle ich mich sehr gut ausgestattet. Jede/r Kolleg/in an unserer Schule kriegte im Frühjahr 250! Masken ausgehändigt. Einige Kolleg/innen wollen nur OP-Masken, die geben ihre FFP2-Masken bereitwillig weiter. Gerade heute hat mir eine Kollegin 30 Stück gegeben. Dass Ihre Schulleitung die Masken gebunkert und nicht weitergegeben hat, ist ein Skandal! Ohne Worte!

Katinka Katze
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Ich habe Anfang des Schuljahres 25 FFP2-Masken vom Dienstherren bekommen. Das war’s. Da kommt man mit 90 Minuten für eine Maske nicht weit. An Maskenpausen ist sowieso nicht zu denken. Höchstens 10 Minuten in der großen Pause, dann aber natürlich alle LuL gleichzeitig im Lehrerzimmer ohne Abstand. Gesundheit der LuL wie immer egal.

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Katinka Katze

25 x 90 Minuten Unterricht… dann Schluss. SuS nach Hause schicken, Mail an den Dienstherren, dass neue Masken gebraucht werden.

Wenn das ALLE genau so tun würden, wären die Masken ganz schnell da.

Lehrerin Berlin
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Richtig! Diese Pandemie wird auch nächstes Jahr weitergehen. Handdesinfektion, FFP2 Masken (pro Schultag 2), Tests, Boostertermin…bisher kann man sich ganz schön oft selber irgendwie versorgen. 2× habe ich 10 FFP2 Masken vom Land Berlin erhalten. Und das seit Beginn der Pandemie!!! Diese Art der Wertschätzung einer Berufsgruppe, die nicht nur Bildung sondern auch die Arbeitswelt/ Wirtschaft beeinflusst entschließt sich mir vollends. Im Gegenzug dazu bekommt man hochgestochen, politisch gefärbte Informationen, die man eh schon 1 Tag vorher in den Nachrichten gelesen hat. Umd dann nich diese und jene Zusatzverantwortung. Ich seh mich demnächst schon in einer verpflichteten Fortbildung, wie man Kinder impft. Bitte nicht!

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

„Der Stundenplan muss dann entsprechend angepasst werden, ebenso müssen Alternativen für schlechtes Wetter geschaffen werden (Überdachungen oder Unterrichtsausfall).“

Ich bekomme gerade einen hysterischen Lachanfall:
Letzte Woche ergab sich durch massiv schlechtes Wetter die Situation,dass die SuS in keiner Pause nach draußen gehen sollten/ mussten.
Das Ganze nennt sich bei uns Regenpause und bedeutet, dass alle KuK genötigt werden, mit den jeweiligen Klassen, die sie vor der Pause unterrichtet haben, im Klassenraum zu verbleiben, bis die nächste Stunde beginnt….und sie dann selber i.d.R. in den nächsten Unterricht stürmen.

Alle haben es murrend befolgt.
Als Rückmeldung habe wir als Gesamtkollegium von der SL bekommen, dass die Regenpause super geklappt hat und sowohl bei SuS wie auch bei KuK angekommen sei.

Wir werden sowas von verarscht…

Und wenn man dann tatsächlich nachfragt, welche KuK diese positive Rückmeldung gegeben haben bekommt man zu hören “ man habe mit verschiedenen Leuten gesprochen,die das in der Form bestätigt hätten.“

Ich frage mich immer, wer sind diese „vielen Leute“ und wo wohnen die??
Kenne ich die, arbeiten die bei uns oder sind das Avatare des Schulministeriums , die man bei Bedarf einschalten kann??

Mehr als mysteriös…

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ach so…zum Thema….nix Maskenpause und zwar für Zeiträume bis zu mehr als 5 Zeitstunden .
Aber Arbeits- u d Gesundheitsschutz sind in Schulen ja (quasi) aufgehoben.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor

Merke: wenn die Brille beschlägt, sitzt die Maske nicht richtig!

Jan aus H
9 Monate zuvor

Ganz genau!

Ebenso sitzt eine Maske nicht richtig, wenn man den Bügel lediglich über der Nase EINMAL leicht knickt. Man muss schon die entsprechende Form nacharbeiten und braucht mindestens drei Biegungen an den passenden Stellen.

Auch liegen die meisten Masken nicht eng genug an, wenn man sie nur mit den Gummibändern hinter den Ohren einhängt. Wenn man die beiden Gummibänder hinter dem Kopf mit einem Plastikhaken (wie er manchen Masken beiliegt) verbindet, ist wesentlich mehr Zug drauf und das Ding sitzt besser.

Eine auf diese Weise korrekt getragene Maske trägt dann auch niemand freiwillig länger als vielleicht zwei Stunden, denn wenn es keine Nebenluft gibt, wird das Ding noch viel schneller feucht.

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Ich meine damit: Nach spätestens zwei Stunden muss das Ding dann trocknen oder in den Müll.

Rabe aus NRW
9 Monate zuvor

So einfach ist es nicht. Ich trage die Maske eng an der Nase, ganz sorgfältig zurechtgebogen, da Risikogruppe, aber sehe immer durch einen Schleier, Blindflug sozusagen, im Winter ist es besonders schlimm. Das bestätigen mir viele KollegenInnen ebenso.

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Das Problem habe ich mit deutlich mehr Zug auf den Bändern (Haken hinter dem Kopf) gelöst. Dann liegt die gut zurechtgebogene Maske auch an der Nase fest genug an. Ist aber auf Dauer nicht angenehm, vor allem, wenn man viel sprechen muss.

Maren, Lehrerin
9 Monate zuvor

Sehe ich genauso. Die Studie wird jetzt veröffentlicht und verkündet, was eh schon bekannt ist, damit ab Januar die Schüler/innen ab 14 Jahre mit ffp2 im Unterricht frieren. Schauen wir doch mal auf die Homepage des Bundestages. Drucksachen.Änderungen zum Infektionsschutzgesetz sind geplant. Auch zur Maskenpflicht? Und dann sollen sich die Lehrer eben mal nicht so anstellen. Sind ja geschützt. Sichere Schule. Usw.Also, auf in die nächste Runde. Macht hoch die Tür, die Torheit macht sich breit. Oder so ähnlich…

S.
9 Monate zuvor

Eberhard Bodenschatz hat dankenswerter Weise das bestätigt, was hinlänglich bekannt ist, aber von den KuMis und anderen Politiker*innen ignoriert wird, weil es Geld kostet: FFP2-Masken bieten einen sehr guter Schutz. Dennoch danke an Herrn Bodenschatz – man kann es nicht oft genug wiederholen!

Im Sommer 2021 erschien eine Stellungnahme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu diesem Thema – vermutlich initiiert von Christian Kähler -, die ebenfalls sehr lesenwert ist und jedem*/jeder KuMi zeigen könnte, das FFP2-Masken spätestens jetzt angesagt wären. Aber was würde das kosten, wenn der öffentliche Dienst FFP2-Masken an seine Beamt*innen und Angestellten ausgeben müsste?

Hier der DFG-Link:https://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/corona_infos/positionspapier_aerosole.pdf

schlimme Zeiten
9 Monate zuvor

…Masken sind billiger als Luftfilter…
…schnell noch eine Studie in Auftrag gegeben – ab an die Presse – und los geht´s…

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  schlimme Zeiten

„…Masken sind billiger als Luftfilter…“

Aber nur, weil man andere dazu zwingt, sie zu bezahlen.

Wir erinnern uns… 100 Euro pro SuS braucht man für hochwertige Luftreiniger. Das kommt mit FFP2-Masken schnell zusammen, selbst wenn man sie nicht nur die zulässigen 90 min, sondern den ganzen Tag verwendet.

Rike
9 Monate zuvor

Ich trage seit letztem Herbst ausschließlich FFP2 – selbstverständlich selbst gekauft. Es gibt auch dünnere Fabrikate, etwas teurer, aber sitzen besser, Gummi tut nicht so weh, da dünner und haben ein Verlängerungsteil, damit man sie auch hinter dem Kopf zusammen pinnen kann.
Ich habe noch nie den Blödsinn von nicht schützenden Masken geglaubt. Diese Märchen wurden doch nur wegen Nichtverfügbarkeit verbreitet.
Jeder, der was von Physik und Partikelgröße versteht, hat das sofort verstanden.
Es geht in der Schule nur noch um Selbstschutz. Also Maske fest auf, Fenster immer wieder auf und los geht’s. Uns hilft niemand und uns wird auch keiner bedauern, weil wir die Dinger ohne Pause bis zu 8h tragen (auch im Lehrerzimmer drängende Enge und KuK, die ständig die Fenster schließen). Der Arbeitsschutz wurde doch schon vor langer Zeit außer Kraft gesetzt. Wie kann man es sonst erklären, was seit 22 Monaten in den Schulen abläuft?
Kleine Anekdote: ich bat neulich einen Schüler, sich im Sekretariat eine neue OP Maske geben zu lassen (für Notfälle gibt es was), da seine schon starke Schmutz- und Gebrauchsspuren aufwies. Antwort: nein, nein die wäre noch gut. Darauf entspann sich eine muntere Diskussion darüber, wie lange meine SuS (16 Jahre alt, kein sozialer Brennpunkt) die Masken tragen. Rekord: 14 Tage. Sie waren entsetzt, dass ich mir jeden Tag eine neue “gönne”.

Pit 2020
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

@Rike

„Sie waren entsetzt, dass ich mir jeden Tag eine neue “gönne”.“

Ja, man muss den Blick für das Wesentliche haben:
„Oh oh, denken Sie denn gar nicht an die Umwelt?!“
(Ironie)
Und jetzt wieder ganz ernst: Die Umwelt beginnt seit geraumer Zeit direkt beim eigenen A****.“
Wer da investiert (weil i.d.R. schon lange mehr keine Masken gestellt werden vom … „Dienst- und Gutsherrn“), investiert direkt in die Zukunft. – Noch nie war kluges Investment so einfach.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Klasse! Dass sind dann die gleichen Kinder, die ihre Unterwäsche ebenfalls 14 Tage ohne zu Wechseln tragen!

Pit 2020
9 Monate zuvor

@Ich muss da mal was loswerden

Wie jetzt – die Unterbuchse muss schon nach 14 Tagen auf links gedreht werden???
(Sorry, das war jetzt mein erster Geistesblitz auf Ihren Post – so ungefiltert wie die Luft in den allermeisten deutschen Klassenräumen.)
Den Gag gab’s als kleinen Trost für alle, die nur Kohlestückchen im Nikolausstiefelchen hatten, statt ’ner saubren Unterbuchse zum Wechseln …
😉

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Lieber Pit, danke für den herzhaften Lacher!!

Silke Vogt
9 Monate zuvor

@Ich muss da mal was loswerden

(Triggerwarnung: Kann Spuren von Fäkalsprache enthalten)
Es wurde schon mal darüber berichtet, dass auch beim Pupsen Aerosole, die potentiell coronabelastet sind, freigesetzt werden.
Dieser im wortwörtlichen Sinne Kehrseite potentieller Superspreader unter den Schülern, welche schon Masken nicht vorschriftsmäßig, gar vielleicht sogar 14 Tage am Stück, benutzen, wurde bislang viel zu wenig Beachtung geschenkt. Sonst wären unsere Schulen längst noch viel sicherer, selbst wenn eine weitere Steigerung kaum möglich erscheint.
Saubere Masken schützen effektiver als (zu) lange getragene, doch ist der Analogieschluss auch für Unterhosen zulässig oder zu lässig?
(zu) sauber = (zu) aerosoldurchlässig? Welche Tragedauer bewirkt optimalen Verschmutzungsgrad zur effektivsten Verhinderung von Aerosolen? Ist eine differenzierte Betrachtung nach Altersstufen geboten, pupsen Kitakinder in der Bauecke anders als Abiturienten in der Abschlussklausur? Gesonderte Studie mit Lehrern als Probanden (hier besonderes Augenmerk auf den Datenschutz legen!) unumgänglich? Zusammen mit dem sonstigem Schulpersonal, oder doch lieber getrennt?
Nicht zu vergessen, ggf. Ungeimpfte, Genesene, Durchgeimpfte, Geboosterte, Impfdurchbrüche oder irgendwelche Mischformen daraus in kohortenspezifischen Einzeluntersuchungen zu betrachten. Die ansteckungsminimierendste Unterhose für die eine Gruppe muss es nicht zugleich für eine andere sein und könnte zu voreiligen Fehlschlüssen verleiten.
Und von verschiedenen Unterhosenschnitten haben wir noch gar nicht gesprochen. Stringtangas oder Jockstraps sind aerosolperspektivisch sicher anders zu betrachten als beispielsweise Boxershorts.
Ohne hier noch weiter ausholen zu wollen: Da tun sich ganze Abgründe von Fragen auf, kein Wunder in einer solch beschissenen Pandemie.
Rein vom gesunden Menschenverstand her sollte man meinen, dass gut sitzende Unterhosen mit FFP2-Maskeneinlage am besten und solche mit OP-Maskeneinlage am zweitbesten schützen (Metallbügel passend zurechtbiegen, aktuell in Omikronform), Alltagsmaskeneinlagen mal so – mal so, während einlagenlose Standardunterhosen der epidemio-logische Griff ins Klo schlechthin sind.
Verfechter von Fridays for future könnten immerhin Masken, die „oben“ beim besten Willen nicht mehr tragbar sind, „unten“ aufbrauchen, wo sie noch einen (bisher allzu oft) signifi(ver)kan(n)ten Beitrag zur Aerosolreduzierung leisten könnten. Das wäre öko-logisch.
Dass bei Unterhosen mit Maskeneinlage auf angemessene Tragepausen zu achten ist, deren optimale Länge wiederum heftige Diskussionen auslösen dürfte, versteht sich von selbst, um weiteren coronaindizierten Kollateralschäden vorbeugend entgegenzuwirken.
Gesunder Menschenverstand hin oder her, eine wissenschaftliche Studie zur Bedeutung von Unterhosen im Rahmen der Aerosolminimierung zwecks Pandemiebekämpfung – nicht nur an Schulen – erscheint längst überfällig.
Arbeitstitelvorschlag: In einem nationalen Kraftakt dem Coronavirus an die Wäsche gehen!
Und jetzt verpiss ich mich.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  Silke Vogt

Danke, Silke, die Stringtanga-FFP2 Masken sind dann für den Sommer, damit es zu möglichst wenig Bikinistreifen im Gesicht der Maskenträger kommt.

Rosa
9 Monate zuvor

Herr Ralf Scholl vom PhV-BW fordert Masken Lieferung für Lehrer und Schulen.https://www.phv-bw.de/gemeinsame-pressemitteilung-von-phv-blv-und-rlv-zu-ffp2-corona-masken/ Nach den Weihnachtsferien sollten die Masken an den Schulen vorliegen um Unterrichtsausfälle zu vermeiden.

Mary-Ellen
9 Monate zuvor

@Silke Vogt:

Und wieder einmal:
Danke für diesen kunstvollen Beitrag!!! 🙂 🙂 🙂