Gebauer unter Druck: Kinderärzte sprechen von «konzeptloser Pandemiepolitik»

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«Konzeptlos» und «riskant»: Eltern und Kinderärzte haben das veränderte Corona-Testverfahren an Schulen in Nordrhein-Westfalen kritisiert. Das aktuelle Chaos bei PCR-Testungen gefährde den Präsenzunterricht, die psychische Gesundheit und die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in NRW am Donnerstag mit. «Nebenbei bringt sie die pädiatrischen Praxen an den Rand ihrer Arbeitsfähigkeit.» Die «konzeptlose Pandemiepolitik» müsse beendet werden.

„Paradigmenwechsel“: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Land NRW

Am Dienstag hatte das Schulministerium bekannt gegeben, dass Grundschüler nach einem positiven PCR-Pool-Ergebnis ihrer Klasse wegen knapper Kapazitäten nur noch mit einem Schnelltest nachgetestet werden sollen. Bisher erfolgte die Nachtestung mit einer extra abgegebenen Rückstellprobe ebenfalls als PCR-Test.

«Wir werden aktuell von Anfragen überflutet, wir sollen Regeln erklären, die für Kinder gelten, aber nie für Kinder gemacht und gedacht wurden», sagte Christiane Thiele, Landesvorsitzende aus Nordrhein. Die neuen Regelungen ließen Fragen zur Quarantäne oder zum Genesenenstatus offen. Der BVKJ in NRW forderte «zeitnah klare Regeln und Antworten». Kinder, Eltern, Schulen und Arztpraxen dürften nicht im Ungewissen gelassen werden.

Die Landeselternkonferenz sprach nach der Änderung des Testverfahrens von einem riskanten «Paradigmenwechsel». Da nach einem positiven Klassen-Pool-Test nun kein individueller PCR-Test mehr erfolge, müssten Schüler am Folgetag zum Schnelltest in die Schule kommen – und zwar «im Wissen, dass aus ihrer Gruppe jemand positiv ist». Auf dem Schulweg, im Bus und in der Klasse gefährdeten sie sich selbst oder andere damit, sagte die LEK-Landesvorsitzende Anke Staar. Fraglich sei, warum man Eltern nicht ausreichend vertraue und ihnen einen Nachtest für die Kinder nicht einfach mit nach Hause gebe.

Nun müssten Eltern nach der Neuregelung bereitstehen und ihr Kinder im Positiv-Fall umgehend wieder aus der Schule abholen, monierte Staar. Das bringe berufstätige Eltern erneut in Notlagen und führe zu Betreuungsproblemen. Ohnehin hätten den Verband in den vergangenen Tagen schon viele Rückmeldungen verzweifelter Eltern und Lehrkräfte erreicht, weil Kinder positiv getestet wurden und in Quarantäne und Isolation mussten.

Die LEK forderte kostenlose kindgerechte FFP2-Masken für alle Schüler, Impfbusse an den Schulen, Filteranlagen und zum besseren Abstandhalten mehr Raum und Personal. Den Schulen solle die Freiheit eingeräumt werden für individuelle, flexiblere Lösungen. Vor allem müssten Bund und Länder Schulen als kritische Infrastruktur einstufen. News4teachers / mit Material der dpa

Gebauer massiv unter Druck: „Die FDP-Ministerin ist überfordert – wie schon 2020 und 2021. Das merken sich die Wähler“

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Rike
3 Monate zuvor

Die Kinderärzte sollen mal ganz friedlich sein: sie waren es doch, die die Schulen unbedingt offen halten wollten! Und haben dabei NICHT Luftfilter für alle Klassen gefordert. Als Mediziner hätten sie doch wissen müssen was passiert. Letztes Jahr Gemecker wegen zu wenig Patienten und jetzt sind es ihnen plötzlich zu viele… der Umsatz ist halt in Pandemiezeiten auch für sie nicht planbar. (Ironie off) An die Lehrergesundheit wird dabei wieder mal gar nicht gedacht. Mir reicht es auch.

Andreas.Müller
3 Monate zuvor

„Fraglich sei, warum man Eltern nicht ausreichend vertraue und ihnen einen Nachtest für die Kinder nicht einfach mit nach Hause gebe.“

Wenn bei meinem Kind der Pool-Test positiv wäre, würde ich mit ihm zeitnah einen Antigen-Schnelltest bei einer Teststelle machen lassen.

Michael F.
3 Monate zuvor
Antwortet  Andreas.Müller

Genau das würden wahrscheinlich viele Eltern machen. Bei uns wird es sogar gewünscht das es so läuft, und zwar die folgenden 5 Tage nach dem Positiven Pool um die Schule zu entlasten. Problem: Im Schnitt 30 Kinder pro Klasse, 8 Klassen pro Grundschule, 2 Schulen. Wie sollen die Testzentren das bewältigen wenn auch nur 1/3 der Tests „hochgehen“?

A.H.
3 Monate zuvor

Gute Forderungen, aber Impfbusse an den Schulen? Nein. Wer will, der sollte sich offiziell wie alle anderen in Ruhe einen Impftermin geben lassen. So ein Bus setzt Kinder unter Druck. Abstand dagegen, der wär super.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

In Ruhe… ja, das kann fünf Wochen dauern und wenn das Kind dann zufällig gerade Fieberkrank ist, muss es noch einmal fünf Wochen auf einen Termin warten.

Lehrer mit Seele
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Ich hätte nicht einmal etwas gegen Imlfbusse an Schulen, aber dann bitte an drei aufeinander folgenden Tagen einmal morgens, einmal mittags, einmal nachmittags bis abends. Damit alle Eltern die Möglichkeit bekommen, vor Ort (wo sie auch ohne Mobilität hin kommen) ihre Kinder in Begleitung der Eltern impfen zu lassen.

Dabei sollten bitte auch die Eltern der Kita Kinder flächendeckend über diese Angebote informiert werden und es sollte vor Ort Beratungen für Off-Label-Impfungen für die u5 Gruppe geben, die momentan genauso furchtbar allein gelassen wird, wie die anderen Altersgruppen zuvor.

Was nicht geht, ist der Zustand, dass Impfbusse unangekündigt vor Schulen stehen und 12jährige Kinder spontan mit einem fremden Arzt zusammen eine kompetente medizinische Entscheidung treffen sollen. Das ist auch für mich nicht akzeptabel.

Aber genauso wenig akzeptiere ich dass jedem Impfverweigerer sozusagen ein halbes Team hinterher läuft, während Kinder Impfungen immer noch eine Luxus Situation sind.

In unserer Grundschule sind recht viele Kinder geimpft. Grund ist eine sehr aktive Kirchengemeinde, deren Mitarbeiter und Ehepartner reihenweise Impftaxi spielen. Heißt sie holen max 2 Elternteile und zwei Kinder (mehr passen ja nicht in ein Privat Auto) ab, fahren sie 15km, lassen die Kinder. Impfen und dann die nächste Tour. Nebenher dolmetschen sie noch zwischen Ärzten und Eltern. Der Grund ist, dass das Im of Zentrum eben soweit weg liegt, dabei auch noch kaum mit Öffis angeschlossen ist.

Armes Deutschland

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

@A.H.
„Gute Forderungen, aber Impfbusse an den Schulen? Nein. Wer will, der sollte sich offiziell wie alle anderen in Ruhe einen Impftermin geben lassen. So ein Bus setzt Kinder unter Druck. Abstand dagegen, der wär super.“

Impfbusse setzen nur Kinder unter Druck, die Angst vor dem Impfen haben.
Die Kinder, die geimpft werden wollen, erleichtert es.
Und den Müttern, deren Kinderärzte ihrer Kinder nicht impfen, also von denen sie dann auch keine Termine bekommen können und erst weite Strecken bis zum nächsten Impfzentrum zurücklegen müssen (möglichst noch mit Bus und Bahn…), gibt es die Chance, ihr Kind schnellstmöglich schützen zu können.
Impfbusse an Schulen ist keine schlechte Idee.

Mal zum o.g. Thema:
..was zu erwarten war. Manche sind eben nicht dazu gemacht, Politiker zu sein.
Das erfordert einen weiteren Blick, als man anfangs vielleicht glauben mag.
Einige da oben gehören wirklich nochmal „zur Schule“ – unter den Bedingungen, die sie für gut erachten.
Vielleicht würde dann so einiger da oben „aufwachen“ – doch manche bleiben eben „blind“…

Leerkraft72
3 Monate zuvor

Frau Gebauer….bitte…bitte…bitte zurücktreten…bevor sie irgendwann doch noch Menschenleben auf dem Gewissen hat!!!

Mrs.Braitwhistle
3 Monate zuvor
Antwortet  Leerkraft72

Das wäre dann wie beim Klimaschutz – die Folgen der Verfehlungen kommen mit Verzögerungen und sind dann halt leichter abzustreiten.
Die Konsequenz der Durchseuchung vor Weihnachten in Thüringen zeigt sich erst jetzt an den PIMS-Zahlen in der Region. Und ob das bei Omikron nicht anders sein wird, das weiß man ja zu Fr. Gebauers Glück gerade noch nicht – warum dann so handeln, als könnte dieser Zusammenhang in den bisherigen Wellen genau wieder so eintreten?

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Leerkraft72

Ich denke, …das hat sie schon…
Die Zahlen sprechen ja deutliche Sprachen.

Blau
3 Monate zuvor

Tja unter den Eltern sind eben auch Querdenker. Und denen vertraue ich nicht.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Blau

@Blau
Ich möchte als Mutter nicht in Sippenhaft genommen werden, Sie als Lehrkraft sicher auch nicht?

Frida
3 Monate zuvor

Präsenzpflicht aufheben.

Scheibenwischer
3 Monate zuvor

Es ist wie überall. Auch im Saarland. Da wird immer noch munter weiter behauptet dass Schulen absolut sicher sind. Auch keine PCR Tests mehr für Schulen. Schüler:innen bilden mittlerweile das Schlusslicht im Coronasystem. Als ob die Politik Schüler:innen hasst. Total überfordert.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor

Es ist sogar noch schlimmer: Sind die nicht sehr zuverlässigen Schnelltests alle negativ, bleiben die Kinder trotzdem in der Schule, obwohl man weiß, dass mindestens ein Kind aus dem maximal 15 Kinder großen Pool positiv ist! Man gefährdet bewusst Kinder, Lehrer, Familien und sonstige Mitarbeiter an den Schulen. Eine Frechheit.
Positive Kinder werden in den Klassen sitzen und weitere Personen anstecken.

gilmore girl
3 Monate zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Und noch schlimmer: Da die Grundschulen sich auf das Verprechen der sicheren Pool-Testung verlassen haben, am Dienstag Abend um 22.13 Uhr aber erst die E-Mail zu den ab Mittwoch Morgen geltenden Regeln zur „Strategie 2.0“ kam, hatten diese Schulen gar nicht genug Schnelltests zur Verfügung und mussten die Eltern in Windeseile bitten, falls ein Pool-Tet positiv ausgefallen war, morgens noch schnell zu einer Test-Station zu fahren!!!! DAS erwähnt Frau Gebauer nicht! Unfassbar!!!

Grundschullehrerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Es reicht einfach. Ich habe mich die ganzen letzten Monate gewundert, dass Frau Gebauer immer noch so gemütlich in ihrem Sessel sitzt. Jetzt sollte Schluss damit sein. Durch ihre Inkompetenz sollten nicht die Kinder, Familien und Lehrer gefährdet werden. Ich lache mich tot: Schulen sind sichere Orte. Es ist längst überfällig, dass sie abtritt!

TeacherMom
3 Monate zuvor

@Grundschullehrerin
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
Da fragt man sich, was die Milch in ihrem morgendlichen Kaffee beinhaltet, dass man sooo „positiv“ über die Sicherheit der Schulen spricht.
Dafür müsste es auch Tests geben, die positiv anschlagen, wenn derartig Niedrigfrequentes hervorkommt. Obwohl: schlägt der Coronatest beim Genuss von Kaffee und Cola nicht auch positiv an?
War nur eine Frage – kann ja sein…
Aber DANN beim positiven Test ihre Eltern sofort anrufen und sie umgehend in Isolation schicken…
Aber nicht nur diese Person, sondern all jene „Gottgleiche“ da oben, die denken, die Wurstsuppe in ihrer Schale sei ein See und wir hier unten sind die Ameisen, die darin herumschwimmen… -.-
Und die Isolationsdauer sollte schon einige viele Monate, wenn nicht mind. 2-3 Jahre dauern. Denn solange dauern nun auch schon die Folgen der Pandemie…

Gute Ideen gehn anders.
Und wenn man der Labormaus beim Sterben schon Zuschauer, sollte man wenigstens draus lernen und nicht an alten Grundsatzen, die eben augenscheinlich nicht funktionieren, festhalten.
Bin ich mit dieser Meinung allein?
Ich denke nicht…

Kerstin
3 Monate zuvor

Die derzeitige Schulpolitik ist total verantwortungslos.Wer am Präsenzunterricht festhält,entzieht sich jeder Verantwortung. Sind Kinder und Lehrer Versuchskaninchen?
Unter der alten Regierung wäre das nicht passiert.Der Wähler muss sich das merken.
Und warum sind wir so leise?
Das müssen uns unsere Kinder doch Wert sein? Wenn die uns später fragen,warum wir nichts unternommen haben,kommen wir in Erklärungsnot.
Die Lügen der Kultusminister müssen ein Ende haben.Auch Eltern müssen Verantwortung zeigen.

Kerstin Krause
3 Monate zuvor
Antwortet  Kerstin

Vielleicht gibt es für das Festhalten an der Präsenzpflicht einen ganz einfachen Grund: Wie bereits die südafrikanischen Wissenschaftler kurz vor Jahresende festgestellt haben, handelt es sich bei Omikron- um nicht viel mehr als einen heftigen Schnupfen. Ich vertraue den Wissenschaftlern. Und die Erfahrungen bei uns in der Einrichtung bestätigen dies. Natürlich ist es in unserer Gesellschaft für einen Politiker ein No- Go, für diese Erkenntnis seine eigene Meinung zu ändern. Also muss es auf diesem Wege geschehen: Festhalten am Präsenzunterricht, Reduzieren der Tests….

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Kerstin Krause

Dass Omikron nur „leichte“ Verkäufers, ist so faktisch nicht ganz richtig. Es gleicht eher einem „russisch Roulette“, gerade bei Kindern. Nachzulesen hier:

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/nordhausen/covid-omikron-lungenarzt-muell-krankenhaus-100.html

Eben das hat die Wissenschaft herausgefunden und hat gewarnt, Omikron gerade bei Kindern auf die leichte Schulter zu nehmen.
Auch ein „leichter“ Verlauf kann durchaus im Krankenhaus enden. Das RKI unterscheidet hierbei zwischen „leicht“ (mit einem Schnupfen..) und „leicht“ (im Krankenhaus und – noch – nicht beatmet. Erst ab einer Beatmung spricht man oft von einem „schweren“ Verlauf.)
Und was DANN ein sogenannter „leichter“ Verlauf beim Kind auslösen kann, ist Ihnen sicherlich als Pädagoge klar.
Ich finde und denke, man sollte die wissenschaftlichen Berichte auch komplett lesen, um einen umfassenden Überblick vom „für und wider“ zu erhalten und richtig urteilen zu können.
Wissenschaft forscht und macht immer wieder einen Schritt – manchmal nach vorn, manchmal aber auch zurück. Doch sie lernt aus den Fehlern und forscht weiter. Nur so kann es Fortschritt geben.

Omikron ist noch nicht durchgeforscht. Es mag viele leichte Verläufe geben, die nur mit einem Schnupfen davonkommen.
Aber es durchbricht auch Impfungen. Und es ist gefährlich für Risikogruppen.
Also eine Erkältung geht anders…

Molnár Henrietta
3 Monate zuvor

Teljesen egyetértek.

Sylvie
3 Monate zuvor

Jetzt ist Schluss Frau Gebauer!

Sie haben gesagt, dass Schulen sicher sind und keine Pandemietreiber. Mit der Begründung, dass in Schulen PCR Tests stattfinden und einzelne Kinder mit PCR Test umgehend isoliert werden können.
Ihre Jetzige Entscheidung hebt Ihre Begründung somit auf! Sie sind eine Lügnerin und gefährden somit Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können
Die Lehrer verbringen kostbare Lehrzeit damit, für Ihre miserable politische Entscheidungen tätig zu werden, sollen aber in verkürzten Unterrichtsstunden den Kindern alles an Lehrstoff lt. Curriculum eintrichtern. Ohne Rücksicht auf die jetzige Situation. Dies führt zur hoher Frustration bei Lehrern sowie Schülern!

Gefährdung Schutzbefohlener, daher müssten Sie verklagt werden! Entweder treffen Sie die richtigen Entscheidungen zu wohle der Kinder und der Lehrern oder Sie heben die Schulpflicht bis Sommer auf!!
Denn die Eltern können bessere Entscheidungen treffen als SIE!

Hoffentlich werden Sie nicht selber mal, von einem Schüler angesteckt und erkranken stark an Covid! Ich glaube an Carma!

Beim nächsten Mal, sollten sich die Wähler genau überlegen, ob die Partei FDP noch unterstützt wird!!!!

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Sylvie

Da gebe ich Ihnen Recht.
Und ja, das werden sich die Wähler überlegen.
Auch ich glaube an Karma.

Mike
3 Monate zuvor

Laut Herrn Streeck sind schnell Tests besser geeignet um eine aktuelle Infektion festzustellen weil pcr tests bis zu 5 Wochen nach einer Infektion noch positiv anzeigen kann.

Marie
3 Monate zuvor
Antwortet  Mike

Deshalb testet man die Genesenen auch 8 Wochen lang nicht! Wir hatten inzwischen 4 positive Pools, von denen nicht einer (!) durch diese bescheuerten Schnelltests aufgelöst wurde. Ergo sitzen in 4 Klassen definitiv infizierte Kinder. Na, herzlichen Dank!!

Kritischer Dad*NRW
3 Monate zuvor
Antwortet  Mike

Sensibilität der Schnelltests!
In NRW haben die neuen Schnelltests (Gold) ab 2022 nur 50% Sensibilität. Der Vorgänger von Siemens hatte in diesem Bereich gemäß des PEI-Vergleichs eine Sensitivität von 87%.

Ohne die Klassen-PCR-Pooltest reinstes russisch Roulette.

Anwendungsbeispiel: Die Sensitivität eines Antigen-Schnelltests beträgt circa 87,0%. Das heißt:
Zu 87,0% erhältst du, wenn du positiv bist, auch wirklich ein positives Testergebnis.
Zu 13,0% erhältst du allerdings ein negatives Testergebnis, obwohl du eigentlich positiv wärst (falsch-negativ Ergebnis).

Für 50 % bitte mal selber ausrechnen!

Da kann ein Herr Streeck auch nichts beschönigen.

Sonja
3 Monate zuvor

Omikron ist für Kinder vollkommen ungefährlich, klar ist es ärgerlich, wenn sich ein Kind ansteckt und man sich in Isolation begeben muss… Ich kann mich allerdings noch gut daran erinnern, dass noch vor 2 Jahren auch gerade die Eltern, die nun deshalb so ein Fass aufmachen ihre Kinder noch teilweise fiebernd und mit grüner Rotznase zur Schule und in die Kitas geschickt haben. Nun will man gleich sterben, wenn ein Kind erkältet ist… Woher der Sinneswandel? Ich glaube jeder legt sich die Situation gerade so zurecht wie es ihm passt. Wenn die Wissenschaft sagt es ist für Kinder ungefährlich, dann wird es so sein. Und gerade Kinder müssen in dem Alter ihr Immunsystem trainieren um ein „gesundes“ Abwehrsystem zu bekommen. Ich halte es für vollkommen ausreichend wie nun Verfahren werden soll. Was spricht denn dagegen, statt wertvolle Unterrichtszeit mit Tests zu verschwenden, mit dem Kind vorsorglich für den nächsten Tag nach der Arbeit zum Testzentrum zu gehen und im Falle eines positiven Testpools das eigene Kind unbesorgt am nächsten Tag zur Schule gehen zu lassen? Dann braucht man auch in dem Fall nicht früh morgens ins Testzentrum hetzen. Ich bekomme den Eindruck, dass mittlerweile alles, was unbequem ist erstmal heißer gekocht wird als es tatsächlich ist. Fakt ist, der Januar ist rum und die Erkältungszeit hat bald ein Ende. Ich wünsche mir, dass die Eltern die jetzt so aufschreien, ihr Verhalten bei Ihren Kindern in Krankheitsfällen auch in Zukunft überdenken…

Sabine Heisig
3 Monate zuvor
Antwortet  Sonja

endlich Mal jemand der nicht völlig hysterisch argumentiert. Die armen Kinder was sollen sie nur von solch einen angstgesteuerten unreflektierten Erwachsenen für ihr Leben mitnehmen?
Die Kinder haben schon genug Einschränkungen. Stattdessen wir unseren Kindern versuchen positiv und zuversichtlich durch diese für sie schwere Zeit zu begleiten, müssen sie sich jetzt auch noch mit ihren hysterischen, selbsternannten allwissenden Eltern herumschlagen.
Armes Deutschland kommen sie Mal wieder runter.

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Sonja

Es ist nicht alles „so heiß gekocht“, wie Sie das darstellen.

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/nordhausen/covid-omikron-lungenarzt-muell-krankenhaus-100.html

Bericht bitte bis zum Ende lesen, auch wenns „schwerfällt“.
Aber „Optimismus“ besteht aus „für UND wider“, nicht nur aus „für“. 😉

Mary
3 Monate zuvor
Antwortet  Sonja

Für Kinder vollkommen ungefährlich? Welcher Wissenschaftler war denn das? Bisher habe ich nur Wissenschaftler gehört, die noch nicht genau wissen, welche Auswirkungen Omikron letztendlich hat. Über Longcovid kann es ja aufgrund der Zeitspanne auch noch gar keine Erkenntnisse geben. Ein wirklich gefährliches Glücksspiel!
Aber bitte, dann halt durch! Ohne Rücksicht auf Verluste! Ich bin nur Lehrer und habe keine eigenen Kinder. Dreimal geimpft, also wird es für mich wahrscheinlich einigermaßen gut gehen. Was interessieren mich andere? Die Kinder sind meist ungeimpft? Selbst schuld.
Der letzte Abschnitt war leider nicht mehr ganz so ironisch gemeint, wie ich eigentlich zuerst dachte… Ich resigniere wohl zusehens.

Fkb
3 Monate zuvor

Impfbusse? Vor den Grundschulen? Was für eine absurde Forderung, wenn man sich die Inzidenzwerte unter Geimpften (auch frisch geboosterten) anschaut. FFP2-Masken? Geht es eigentlich noch unmenschlicher? Und die Lehrer:innen sollen da mitmachen??? Wenn selbst geboosterte Lehrkräfte Angst vor einer Infektion haben, dann, soll man sich fragen, wofur das ganze war? Jetzt sollen alle Kinder mehrmals geimpft werden, damit sich die Lehrkräfte sicherer fühlen? Wo leben wir hier eigentlich? Bin entrüstet!

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Fkb

Die Impfung schützt nicht unbedingt vor der Infektion, sondern einem schweren Verlauf. Das ist schon berücksichtigt worden, oder?

Omikron macht nicht am Schultor Halt, es kann Zäune überwinden.
Und eine Erkältung ist es nicht gerade. Eben nur mit viel Glück.
Der Genesenenstatus hält auch nicht ewig, auch Genesene (die einen Omikron-schnupfen hatten oder so), können sich immer wieder anstecken, eben so Geimpfte, ja.
Die Spritze soll vor dem Tod bewahren, nicht vor der Krankheit.

Napoleon
3 Monate zuvor

Schade, dass man nicht den Staat wegen Fahrlässigkeit verklagen darf. Ich habe jetzt drei an Corona erkrankte Kinder Zuhause und wünsche mir endlich, dass kompetent gehandelt wird. Die Kinder haben Angst vor Corona. Die psychischen Auswirkungen von dieser Angst sind gar nicht absehbar. Besser wäre wenn die Schulen wieder geschlossen werden, die Schulsituation ist doch längst nicht mehr kontrollierbar.

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Napoleon

Ich wünsche gute Besserung und hoffe auf leichte Verläufe.
Ich gebe Ihnen Recht.

Libelo
3 Monate zuvor
Antwortet  Napoleon

Das Problem wäre auch zu lösen, wenn alle Erwachsenen geimpft und geboostert wären. Dann brauchen die Kinder auch keine Angst zu haben, dass sie die Eltern, Großeltern, Lehrer usw. anstecken. Meine Enkel haben keine Angst und ich auch nicht. Die keine Impfung vertragen, müssen sich dann jetzt mal vorsehen. Ich habe auch einen Schwager der eine sehr seltene Lungenkrankheit hat, aber auch trotzdem geimpft würde. Und ich als Mutter würde mein Kind bei Verdacht zu Hause behalten. Arbeiten mit Klein- und Grundschulkindern ist eben schwierig. Bei Alleinerziehenden wurde früher in so einem Fall Sozialhilfe gewährt und einer konnte zu Hause bleiben bis das Kind 12 Jahre war und dann auch nur Halbtagsarbeit bis das Kind 18 war. Warum werden Alleinerziehende denn jetzt gezwungen, ab dem 3. Lebensjahr des Kindes arbeiten zu müssen, weil H4 das so vorsieht? Es zeigt sich ja bei häufiger Krankheit der Kinder und wie jetzt in der Pandemie, dass das nicht immer möglich ist. Da muss man auch mal die Lebensstandard ein bisschen einschränken. Bis 12 Jahre sollte ein Elternteil auch durchaus zu Hause sein dürfen. Danach können die Kinder auch mal ein paar Stunden alleine zu Hause sein. Meine Tochter studiert und schafft ihr Studium auch nicht in der Regelzeit und muss Einschränkungen hinnehmen, weil ihre Tochter wegen Schulschließungen zu Hause war. Ihr Freund studiert auch und wird nicht rechtzeitig fertig, weil er nun nebenbei arbeitet um das auszugleichen. Ich hoffe trotzdem, dass das Chaos bald ein Ende hat

Maria
3 Monate zuvor

Die Kinder einfach beschützen. Beschützen und schützen.
Die Tests sind extrem toxisch, extrem.

Wir haben eine niemals endende Fürsorgepflicht. Wir tragen die Verantwortung für unsere Schätze .
Wir sind Eltern, „keine Erziehungsberechtigten “ die erziehungsberechtigung haben die Lehrer. Mehr nicht!

Hedwig die Eule
3 Monate zuvor

Ganz ehrlich, wie sollen wir der Generation heutiger KiTa- und Grundschulkinder einmal erklären, dass sie im Solidarsystem für unsere Rente aufkommen sollen? PCR Tests streichen bei der einzigen Gruppe die sich aktuell mehrheitlich nicht impfen KANN? Diese Strategie des Schulministeriums lässt leider tief blicken.
Meine Kinder bleiben zuhause, solange nicht alle in der Klasse oder Gruppe im PCR negativ sind. Leider ist das in den allermeisten Familien nicht möglich. Hier wird die massenhafte Infektion von Kindern und deren Familien entweder billigend in Kauf genommen (= grob fahrlässig oder Unfähig) oder bewusst einkalkuliert (= unfassbar).

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Hedwig die Eule

Sehe ich genauso. Aber ab 0-11 kann man jetzt seit Dezember schon impfen. Manche Kinderärzte übernehmen das, wenn nicht, die Impfzentren.

Mein Kind ist Risikogruppe und ich habe endlich (!) einen Impftermin für ihn bekommen.
Unsere Kinderärzte impfen nur praxiseigene Kinder – Risikogruppe hin oder her!
Der Kinderarzt meines Kindes impft (aus Prinzip der Geldschneiderei bei Verfall einiger Fosen durch Absagen einiger Termine durch erkrankte Kinder…) garnicht!
Hausärzte würden gern, aber oftmals fehlt es ihnen an Kindern in der Praxis.

Impfzentren impfen aber.
Und Impfbusse wären keine dumme Idee! (Wenn es die gäbe…)

Aber grundsätzlich sehe ich das so wie Sie.
Mein Kind lernt zuhause und wir stehen im engen Kontakt zur Schule wegen Hausaufgaben und Arbeiten schreiben (zu Terminen in der Schule in extra Räumen).
Wenn das jetzt so halten würde, bis mein Kind durchgeimpft ist, wäre das supertoll…
(Und ja, das klappt super. Es geht nichts über die Gesundheit der Familie und ich nehme mir die Zeit dazu, ob es den Anderen nun gefällt oder nicht!)

Kaan
3 Monate zuvor

Hallo zusammen,

Den Politikern sind unsere Kinder Scheissegal. Die schauen nur das die eigenen Hosentaschen voll bleiben. Bei so vielen Familien die Geld nötig hätten, zahlen die sich Coronaprämien aus. Brauchen die das wirklich??? Bei Weihnachtsgeldern von über 20000 Euro. Armutszeugnis!!!

Es werden so viele Kinder wegen so schlechtem Unterricht der letzten 2 Jahre auf der Strecke bleiben – auch das interessiert die nicht. Statt Hauptsache alles wird durchgezogen, hatten die sich auf die wichtigen Hauptfächer konzentrieren sollen, die sich aufeinander aufbauen in den Jahren. Mathe Deutsch Englisch !!!

Und dann die Kinder so in Gefahr zu bringen!!! Für mich schon Körperverletzung pur. Die wollen doch das die Kinder den Virus schon verbreiten, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Vor 5 Monaten wäre Deutschland bei den Zahlen abgeschottet und zugeschissen worden, jetzt wollen die uns sagen das wir sicher sind???

Keine Gelder mehr für Sicherheit????

Statt iImpfpflicht hatten die Mal alle Schulen mit Luftreiniger bestücken sollen als Pflicht um Schüler aufzunehmen. Nein Kinder sollen bei Minusgraden mit Decken und offenem Fenster in die Schule gehen.

Dann sollten die Politiker doch Mal ihre Sitzungen im Freien abhalten!! Dann würden noch weniger da sein als so schon.

Ich werde meine Kinder sobald irgend ein Test positiv in der Klasse ist Zuhause lassen. Um sie und andere nicht zu gefährden.

Das sind wir unseren Kindern schuldig.

TeacherMom
3 Monate zuvor
Antwortet  Kaan

Genau so ist es.
Das handhabe ich auch so. 🙂

FS Sprache
3 Monate zuvor

An unserer Förderschule gibt es nicht eine Klasse mehr, die nicht betroffen ist, d.h wir sitzen teilweise mit 2-5 Kindern im Unterricht. Die Kinder tragen die Infektion nach Hause und ganze Familien stecken sich an. Und wer hier von einem leichten Schnupfen spricht, der hat einfach das Glück gehabt, dass es ihn noch nicht getroffen hat.
Die Wähler haben sich leider nicht gemerkt, was Frau Gebauer und die FDP mit ihrer Lüftungspolitik versäumt hat. Sie wird auch nicht abtreten, da die von ihrem Weg absolut überzeugt ist.
Es macht mich wütend, dass man Kinder dazu benutzt die Durchsuchung voran zu treiben. Die Kinder fühlen sich schuldig, haben Angst und sind dem Ganzen schutzlos ausgeliefert.
Wir frühstücken inzwischen draußen (mehrmals am Tag, was enorm viel Zeit kostet) lüften unentwegt, die Kinder frieren nur noch, die Arbeitsblätter fliegen durch die Klasse, gut dass es derzeit nicht regnet… und man wird gar nicht mehr warm und dabei soll man noch guten Unterricht machen. Eine Unterrichtsreihe anzufangen, wo die Hälfte oder mehr Kinder der Klasse krank zu Hause ist und ich meine wirklich krank, macht überhaupt keinen Sinn, also läuft auch hier Unterricht auf Sparflamme. Allerdings kann man einzelnen Kindern mal in Ruhe was erklären, das ist der einzige Vorteil an kleinen Klassen.. Aber das Feld ist ja noch eine ganz andere Debatte…

Hanni
3 Monate zuvor

Wie sagt man „Schuster bleib bei deinen Leisten“!
Vielleicht sollte Frau Gebauer besser zu ihrem Beruf als Immobilien Marklerin zurückkehren!! Da kennt sie sich vielleicht besser aus als mit Kindern und schulischen Dingen!
Sie sitzt im Landtag hinter Trennwänden und 41 !!!!Luftfilter befinden sich im Raum ! Aber Lehrer und Schüler sitzen im überfüllten Klassenzimmer mit geöffnetem Fenster!!!

Eine Mama
3 Monate zuvor

Sorry, aber diese Frau sollte man für mehrere Tage in eine Klasse setzen. Damit Sie nachvollziehen kann, wie Kinder und Eltern sich aktuell fühlen. Ich halte lange schon den Pool Test für absolut unsicher. Donnerstags Testung und dann erst wieder Dienstag? Damit man tagelang mit evtl. Infizierten ein Raum teilt? In den Pausen kein Mundschutz, wo Kinder eng miteinander spielen? Oder beim Essen? Täglich testen wir unsere Jungs zusätzlich,warum? Um uns, und andere zu schützen? Sehen das alle Eltern so, und tragen ein Stück Verantwortung? Quarantäne Verordnungen die selbstverständlich immer geändert werden. Mal gehen alle, mal nur der Sitznachbar und jetzt ab 7 Infizierten? Absolut fahrlässig!! Und nicht mehr nachvollziehbar, entscheidet man eigenhändig und lässt die Kinder zu Hause, wird einem mit Zwangsmaßnahmen gedroht. Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen, die man die ganze Pandemie vorrauschickt. Präsenzpflicht aufheben, und Eltern selbst entscheiden lassen. Wer in den Schulen noch immer kein Risiko sieht, macht die Augen auf.

Marie
3 Monate zuvor

Ich habe gerade in der seit 26.1. in NRW geltenden Betreuungsverordnung diesen bemerkenswerten Satz gefunden: „ die Pooltests können individuelle Rückstellproben umfassen, …. Ist das Ergebnis…positiv, findet entweder eine Auflösung … über PCR-Einzeltests oder eine schultägliche Testung …statt.“ https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/220125_coronabetrvo_ab_26.01.2022_lesefassung_mit_markierungen.pdf
Na, prima, Rückstellproben können also noch stattfinden. Wer bestimmt, an welchen Schulen dies passiert? Die Labore??