Hauptsache Präsenzunterricht: 1. Bundesland legt einen Notfallplan für den Fall vor, dass immer mehr Lehrer ausfallen

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SCHWERIN. Als eines der ersten Bundesländer ist Mecklenburg-Vorpommern nach den Feiertagen in den Schulalltag zurückgekehrt. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) hat mit Blick auf die erwartete Ausbreitung der Omikron-Variante ein Drei-Stufen-Modell mit weitgehenden Entscheidungsbefugnissen für die Schulen vorgelegt. Dabei geht es allerdings vorrangig nicht um präventiven Infektionsschutz – sondern darum, den Präsenzunterricht möglichst lange sichern, wenn immer mehr Lehrkräfte ausfallen.

Schule lässt sich ohne Lehrkräfte nicht machen – das ist offenbar jetzt auch dem ersten Bildungsministerium aufgefallen. Foto: Shutterstock

Mecklenburg-Vorpommern wappnet seinen Schulbetrieb mit einem Drei-Stufen-Modell für die erwartete neue Corona-Welle durch die Omikron-Variante. Wie Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) am Montag in Schwerin mitteilte, soll die Unterrichtsgestaltung lokal an die jeweilige Infektionslage unter Lehrern und Schülern angepasst werden. Dabei liege die Entscheidung bei der jeweiligen Schulleitung. Diese wisse am besten, wie sie im Interesse der Schüler und Schülerinnen zu reagieren und die Lehrkräfte vor Überbelastungen zu schützen habe.

«Präsenzunterricht hat in allen Phasen Vorrang», postuliert die Bildungsministerin

«Es ist wichtig, dass die Kompetenz der Schulleitungen und der Lehrer nicht untergraben wird», sagte Oldenburg, machte zugleich aber deutlich: «Präsenzunterricht hat in allen Phasen Vorrang.» So könne jede Schule in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt flexibel reagieren und für sich festlegen, in welcher Phase sie sich befindet und wie sie den Unterricht dann organisiert. Die Eltern würden jeweils am Donnerstag über die Unterrichtspläne für die Folgewoche informiert. Schulschließungen wie im Vorjahr sollten unter allen Umständen verhindert werden, seien flächendeckend unter den aktuellen gesetzlichen Vorgaben aber auch nicht möglich.

Zum Schulstart am Montag habe mit einer Ausnahme in Rostock entsprechend Stufe eins an allen Schulen des Landes Präsenzunterricht für alle Altersstufen stattgefunden. Bei höherem Infektionsgeschehen und Stufe zwei beschränke sich der Präsenzunterricht auf die Klassen eins bis sechs sowie die Abschlussklassen. Für alle anderen Schüler und Schülerinnen gebe es dann Wechselunterricht. Ob der Wechsel zwischen Präsenz und Homeschooling wochen- oder tageweise erfolgt, entscheide auch die Schule selbst.

Auch in Stufe drei gilt: Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird grundsätzlich Präsenzunterricht durchgeführt. Ab der Jahrgangsstufe 7 findet dann allerdings Distanzunterricht statt. Als Einschränkung für die unteren Klassen gilt, dass für sie Notbetreuung angeordnet werden kann, wenn coronabedingt der Personalmangel zu groß werden sollte. «Die Schüler müssen hervorragend auf die Prüfungen vorbereitet sein», sagte Oldenburg. Auch für Schüler mit speziellem Förderbedarf solle der reguläre Unterricht stets sichergestellt werden.

«Es geht nicht nur um die Wissensvermittlung. Die sozialen Kontakte sind für die Kinder sehr wichtig»

Sowohl der Schulleiterverband als auch der Landeselternrat befürworteten das vorgelegte Stufenmodell. Es sei von Anfang an eine Forderung des Elternrats gewesen, abhängig von der Infektionslage vor Ort über die Öffnung der Schulen zu entscheiden, betonte der Landesvorsitzende Kay Czerwinski. Präsenzunterricht müsse so lange wie möglich sichergestellt werden. «Es geht nicht nur um die Wissensvermittlung. Die sozialen Kontakte sind für die Kinder sehr wichtig», sagte Czerwinski. Im vorigen Schuljahr waren die Schüler wegen der strengen Kontaktbeschränkungen über Monate hinweg im Homeschooling unterrichtet worden.

Nach knapp zweiwöchigen Feiertagsferien hatte der Unterricht für die rund 155 000 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern am Montag mit einer Neuerung begonnen. Statt wie bisher zwei Mal müssen sie nun drei Mal in der Woche einen Corona-Test machen. Damit sollen Infektionen frühzeitig erkannt und weitere Ansteckungen möglichst unterbunden werden. Das Land hatte dafür knapp drei Millionen Tests für die ersten vier Kalenderwochen beschafft. Auch für Pädagogen und externe Mitarbeiter an Ganztagsschulen besteht Testpflicht. Mit dem neuen Jahr findet auch wieder regulärer Sportunterricht in Hallen statt, der zuletzt ausgesetzt worden war, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Oldenburg verwies erneut darauf, wie wichtig Impfen sei. Auch wenn die Impfung nicht generell vor Ansteckungen schütze, so mindere sie doch erheblich die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs und damit langfristiger Ausfälle. Nach ihren Angaben sind mehr als 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer im Land geimpft. Keine Erklärung hatte Oldenburg für die vergleichsweise geringe Impfrate unter Kindern und Jugendlichen im Nordosten. Laut Robert-Koch-Institut sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 40 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zwei Mal geimpft. Im Nachbarland Schleswig-Holstein sind es demnach fast 66 Prozent. News4teachers / mit Material der dpa

Omikron: Meldungen aus dem Ausland schüren Sorgen über Kinder-Infektionen – Kinderärzte für Wechselunterricht

 

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Tobias Schramm
11 Monate zuvor

„Bestmöglicher Gesundheitsschutz in Schulen, Kitas und in sonstigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Bayern“

Liebe Leserinnen und Leser,

• Ziel des Volksbegehrens sind gesetzliche Regelungen, die einen bestmöglichen
Gesundheitsschutz der Kinder und Jugendlichen in Schulen, Kitas und sonstigen
Einrichtungen für Kinder und Jugendliche anstreben. Insbesondere geht es auch um
technische Schutzmaßnahmen (z.B. mobile Raumluftreiniger, stationäre RLT-
Anlagen, transparente Schutzwände mit umlaufender Kante etc.).

Ich habe mir bereits einige Punkte für den Inhalt des Volksbegehrens überlegt und einen ersten Entwurf erstellt.

Allerdings benötige ich nun ein Feedback zu diesen Ideen für den Inhalt des Volksbegehrens.

Deshalb möchte ich mich zunächst mit der Frage an Sie wenden, ob Sie grundsätzlich dazu bereit wären, sich den Entwurf des Volksbegehrens durchzulesen und mir eine Rückmeldung dazu zu geben, gerne auch Verbesserungsvorschläge, weitere Ideen etc.

Natürlich kann ich hier nicht den gesamten Entwurf für das Volksbegehren einstellen.

Ich habe mir gedacht, dass ich einen Link zu einer Telegram Gruppe posten werde, in der der gesamte Entwurf heruntergeladen werden kann.

Ich weiß nicht, ob es möglich ist, hier einen entsprechenden Link zu posten.

Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Vernetzung. Ideen und Vorschläge sind immer willkommen.

Über Antworten von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Schramm

PS: Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr 2022

Andreas
11 Monate zuvor
Antwortet  Tobias Schramm

Ich glaube da werden Sie kein Feedback erhalten, denn Telegram wird gerade hier in diesem Forum geradezu verteufelt. Jeder der Telegram nutzt ist ja Querdenker, hat was zu verbergen oder einen Schatten. Es ist bei Lehrern wohl unbekannt was Telegram eigentlich ist. Vermutlich wird das den Schülern auch so vermittelt. Und jetzt sowas…

eldorado
11 Monate zuvor
Antwortet  Tobias Schramm

Sie könnten einfach versuchen, den Link hier zu posten. Die Beiträge hier werden ja überprüft, bevor sie freigegeben werden. Wenn den Seitenbetreibern das nicht passt, werden sie es einfach nicht veröffentlichen.

Um ganz sicher zu gehen, könnten Sie aber auch die Seitenbetreiber per Mail kontaktieren.

Zur zusätzlichen Vernetzung fällt mir noch diese Gruppe ein:
https://teamkinderschutz.de/

Schattenläufer
11 Monate zuvor

«Es geht nicht nur um die Wissensvermittlung. Die sozialen Kontakte sind für die Kinder sehr wichtig»

Nach den Kontaktregeln dürfen Jugendliche und insbesondere auch Kinder doch Kontakt haben.
Es ist und war in jedem Lock-Down ein privater Kontakt unter Kindern und Jugendlichen in der zugelassenen Gruppengröße möglich.

Kontakte in der Schule sind halt nur bequemer.
Der Lehrer beaufsichtigt die Bande. Die Eltern können in Ruhe arbeiten gehen. Niemand muss ein Treffen organisieren oder gar die Kids durch die Gegend fahren.
Man ist auch davor sicher, dass das Treffen mit mehreren lauten Kids oder Teens im eigenen Haushalt statt findet.

Im Endeffekt bedeutet es also, auch ohne die Schule sind Kontakte möglich. Da das aber Arbeit macht verzichtet man im Zweifelsfall lieber darauf.
Kinder und Jugendliche sollen ihre Kontakte lieber bequem in der Schule über 8 Stunden mit 25-30 Personen in einem engen Raum pflegen.

Schulen sind eigentlich zur Bildung und Erziehung da. Das geht bei einem großen Teil der SuS auch zeitweilig auf Distanz.
Der Kontakt zu Freunden in der Schule sei den SuS ja gerne gegönnt. Hier geht es ja letztendlich um meine Gesundheit, die Gesundheit meiner Familie und auch wenn man es nicht glauben sollte auch um die Gesundheit der SuS und deren Familien.

Wenn ich für soziale Kontakte sorgen wollte dann wäre ich Alleinunterhalter oder würde eine Kneipe betreiben.
Ich bin aber Lehrer.

Christel
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ein Lehrer, dem offenbar nicht bekannt ist, wie wichtig es für Schülerinnen und Schüler ist, in der Schule mit Gleichaltrigen gemeinsam zu lernen. Das ist bitter. Sehr, sehr bitter. Gott sei Dank sind die Elternverbände und Politiker da näher an den Kindern dran.

Schattenläufer
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Ein Elternteil dem offenbar nicht bekannt ist, wie gefährlich es für Schülerinnen und Schüler ist, in der Schule im Corona-Aerosol zu sitzen. Das ist bitter. Sehr, sehr bitter. Gott sei Dank hat die Politiker mehr Verständnis für Eltern die ihre Kinder lieber in Schule oder Krankenhaus sehen als sich selbst mit um die Verwahrung, äh Bildung und Erziehung zu kümmern.

Sunshine1977
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Genau so ist es …
Leider.!
Ich möchte meine Tochter partout nicht zur Schule schicken, da ich das Märchen „Schulen sind sicher“ noch nie geglaubt habe!
Habe aber aufgrund der Präsenzpflicht keine Chance in BW.
Und nur, weil verantwortungslose Eltern um jeden Preis ihre Kinder los haben wollen.
Anstatt sich selbst kümmern zu müssen.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Nein, das ist nicht bitter.

Bitter sind die Lehrer, die gesundheitliche Corona-Schaden an Kindern leugnen!

Also bitte, hören Sie auf!

Lera
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Dann können die ja den Unterricht übernehmen.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Schulen sind eigentlich zur Bildung und Erziehung da.“

So dachte ich auch.

Offensichtlich sind die Schule auf einmal für alles da, nur nicht um ihre elementaren Zwecke zu erfühlen.

Woow.

Und diese Erziehungssache, aber das sollte vor allem die Aufgabe der Eltern sein.

Entschuldigung, aber was hat eine Institution mit Erziehung der Kinder zu tun.
Das ist dann keine Erziehung mehr, sondern Institutionalisierung der Kinder bzw. der Kindheit. Alle in den gleichen Schubladen zu pressen.

Irgendwas ist in diesem Land ziemlich schief gelaufen, und jetzt wird die dicke Rechnung dafür bezahlt.

Tin
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ganz genau! Wenn wenigstens die Präsenzpflicht wegfallen würde, könnten zumindest die Eltern, die gerne selbst die Verantwortung für ihre Kinder tragen und vielleicht sogar Freude daran haben, ihre Kinder um sich zu haben, ihre Kinder vor eine Infektion schützen und ihnen im Privaten Kontakte zu selbstgewählten Menschen aller Altersklassen ermöglichen, statt sie täglich mit den immer gleichen Gleichaltrigen in viel zu großen Gruppen zu isolieren und zu gefährden. Auch bliebe neben dem effizienteren Homeschooling viel mehr Zeit für soziale Kontakte als in der Schule, wo gerade mal die Pausen dafür genutzt werden können. Leider ist Deutschland neben extrem wenigen Ausnahmen aber ja weltweit das einzige Land, in dem soziale Kontakte nur in Einrichtungen möglich sein sollen und somit Schulpflicht herrscht, selbst in der derzeitigen Situation.

xy
11 Monate zuvor

Dieses Video sollte man allen KM in Dauerschleife zeigen!
Ein gesundes 8 jähriges Mädchen nach einer symptomlosen Infektion mit Long Covid.
Präsenz ist skrupellose Kinderdurchseuchung mit ungeahnten Folgen, auch für zuvor gesunde Kinder.
https://www.puls24.at/video/cafe-puls/keine-kraft-zum-zaehneputzen/v-cgsln4d615nt

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Ja, das macht mich fertig. Ich schaue gerade meine beiden, voll Power, die Lust alles Mögliche auszuprobieren, neugierig, ständig in Bewegung, voll von Leben…

Und das sollten wir aufs Spiel setzen?

Ja, klar, träumt ruhig davon.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Ich habe das Film geschaut und ich will nur noch schreien. Meine Seele tut weh und es geht es nicht um mein Kind.

Offensichtlich würden wir erst um 1000 solche Reportagen brauchen, dass dieses Verbrechen über die Kinder und ihre Kindheit mit zwingender Durchseuchung hier endlich aufhört.

Niemand kann wissen, wen es trifft.

Klaus Lehmkuhl
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Auch 1000 Videos werden die Kumis nicht beeindrucken . Lindner will offene Schulen und Deutschland gehorcht .

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

ALs ob die Kinder nicht ausrecihend sowieso durch andere Krankheit erkranken, die man NICHT kontrollieren kann.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Und ja, ich würde sehr gerne wissen, was für ein soziales Leben führ jetzt dieses Mädchen und wird zukünftig führen können?

Ich meine was soll das alles…

Ist das das Beste, was das zwanghafte Schulsystem geben könnte, diese ganze Clique da oben, die das Monopoly mit eigenen Bürgern spielt?

AvL
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Was werden wohl die Ignoranten im Forum zu diesem Video schreiben. Man blendet für sich einfach die Möglichkeit derartiger schwerer Covid-19-Verläufe aus, da man nicht im Mindesten die Gesamtzahl dieser Krankheitsbilder und deren Folgen erfassen mag.
Wer Schulschließungen von vorneherein als eine mögliche Option zur Eindämmung hoher Inzidenzzahlen bei Kindern ausschließt, der liegt eben falsch. Auch die S3-Leitlinien der AWMF Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer Fachgesellschaften empfehlen bei entsprechender Notlage ein derartiges Vorgehen. Die Redaktion hat zu Recht darauf aufmerksam gemacht.

Antje
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

xy Video: Das ist so traurig. Und ich als Lehrerin muss mir so oft anhören, dass es ja nur gaaaanz wenige Kinder richtig trifft. Diese lapidare Aussage macht mich so wütend. Hauptsache, es ist nicht das eigene Kind… Ich wünsche der Kleinen alles Gute!

S.
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Danke für den Link. Sie haben Recht, xy, jedem Verantwortlichen sollte man dieses Video zeigen. Mir tut dieses Mädchen unendlich leid. Und gleichzeitig bewundere ich ihren Mut.
Ich denke, dass Long-Covid bei Kindern hier in Deutschland eher verschwiegen bzw. vertuscht wird. Es passt nicht ins Bild, das von KM’s, Kinderärzten usw. gemalt wird.
Und von einer Reha für junge Menschen habe ich bislang hierzulande noch nichts gehört.
Ich bin als Erzieherin in einer Kita tätig, die Kinder sind alle ungeimpft. Nicht auszudenken, wenn es nur ein Kind treffen würde…..

Sunshine1977
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Genau so ist es!
Und warum!?
Damit die Eltern kein Betreuungsproblem haben, und am Arbeitsplatz ausfallen.
Aber leider glauben viele Eltern das Märchen der „sicheren Schulen“.
Oder es ist Ihnen schlichtweg egal, ob Ihre Kinder krank werden.

Krisenqueen
11 Monate zuvor

Hmmm…. bisher hatte die Gruppe der 5-14jährigen die höchsten Inzidenzen, also Klasse 1-6.
Bei einer insgesamt hohen Inzidenz (getrieben durch die hohe Zahl der 5-14 j.) schickt man also alle ab Klasse 7 nach Hause und deren Lehrer helfen dann in den Grundschulen aus, weil dort vermutlich am meisten Lehrer gefährdet sind, sich zu infizieren (da zusätzlich zur hohen Inzidenz kaum Kinder in dem Alter vollen Impfschutz haben).

Das ist ja lustig… Ich bin gespannt auf die Praxis! Das ist ein bisschen so, wie Menschen aus Einzelbüros ins Homeoffice zu versetzen und dich dann zu wundern, dass die Zahlen nicht sinken…

Georg
11 Monate zuvor

Bitte nennen Sie mich dumm, aber in dem gesamten Artikel lese ich nichts von einem Notfallplan. Das einzige in die Richtung ist Testpflicht, dieser bereits existierende Stufenplan und der an die Schulen geschobene Schwarze Peter. Pläne, wie die Lehrkräfte bei hohen Ausfallraten vor Übelrastung geschützt werden sollen, sehe ich keine.

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

@Georg
Mir ging es beim Lesen genau wie Ihnen. Also sind wir schon 2 Dumme. Ich verstehe den „Notfallplan“ so: „ie Lehrer werden es schon irgendwie hinbekommen. Da brauchen wir (die KuMis)uns also nicht weiter damit beschäftigen.“ Läuft doch, genau wie in den letzten Monaten.

undheitergehtsweiter
11 Monate zuvor

Klassen 1-6 ständig im Präsenzunterricht? Wunschdenken! Wenn coronabedingt zu viele Lehrer ausfallen, erfolgt auch dort Notbetreuung? Und was sollen die Schüler in der Zeit lernen, wer bekommt wie die Arbeitsmaterialien, wenn die KL in Quarantäne und ĺänger krank ausfällt? Schon mal was von Lehrermangel gehört?Eine Luftnummer!! Blablaismus! Der Fisch stinkt immer vom Kopf her! Da zieht sich jemand ganz gehörig aus der Verantwortung und überlässt quasi alles „der Schule“ und das Organisatorische der SL bzw. den LuL, die vielleicht auch noch coronabedingt ihre SL vertreten dürfen? Die Schulen sind scheller zu als allen liebe ist!

Naturius
11 Monate zuvor

@Georg: Nein, Sie sind nicht dumm. Sie können nur LESEN und (noch besser) VERSTEHEN, WAS SIE LESEN.
Genau diese Masche, irgendwas ins Land zu posaunen, was dann irgendwer hört, weiterträgt („… die haben gesagt, dass …“) und am Ende glaubt, dass es auch PASSIERT, diese Masche läuft in den Ministerien doch schon seit Beginn der Pandemie. Wenn man sich nur den oft so oder sehr ähnlich gesagten Satz nimmt „Die KM sagen, die Schulen sind keine Treiber der Pandemie“, dann wird das deutlich – man sagt (eigentlich: behauptet) etwas, und das ist dann die Wahrheit.
Ich sage jetzt einfach mal: „Naturius sagt: Gras ist blau.“ – klappt das dann auch? Oder den hier: „Naturius sagt: Die Pandemie ist morgen vorbei.“ – warum brauchen wir denn dann erst Maßnahmen? Brauchen wir doch dann gar nicht mehr.
Also: Immer schön das persönliche Lieblings-Matra sagen, dann klappt das schon! Dann bin ich also von der Pandemie dienst-ausgeruht wie die letzten zehn Jahre nicht mehr … (und ich geh mich jetzt übergeben von soviel KM-Schwachsinn).
PS. Im Osten machte man früher hinter vorgehaltener Hand Witze in der Art: „Warum gehen Polizisten immer zu zweit? – Weil dann der IQ ausreicht!“ – muss man diese Witze jetzt wieder ausbuddeln für KM (und dann mit der Zahl 16)? Wenn es nicht so traurig wär, weil es um die Gesundheit soooo vieler sehr junger und auch etlicher nicht mehr junger Menschen ginge …

Klaus Lehmkuhl
11 Monate zuvor
Antwortet  Naturius

Bei manch einer Kumi muss man noch den Staatssekretär dazurechnen … Sonst reicht es nicht .

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Meinst Du die externe Festplatte von Yvvy?

Naturius
11 Monate zuvor

Mantra natürlich, nicht Matra. Schon zuviel getippt heute …

Biene
11 Monate zuvor

Dann geht es hoffentlich keiner Person in den Schulfamilien wie diesen Kindern
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_91415762/corona-macht-vier-kinder-zu-waisen-jetzt-helfen-die-nachbarn.html

Dem Supergau jeder Familie. Bin ich froh, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, obwohl gedanklich einige wohl dort noch verhaftet sind.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Ich fühle mich gerade wie im Mittelalter. Einwohner und Kinder haben keine Rechte.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Nein, pardon.

Sie haben gar keine Stimme darüber, um eigenes Leben zu entscheiden!

Manchmal habe ich Gefühl, als ob ich das alles träume.

Mir persönlich kommt das alles wie ein reisen Schock, wie ein Erwachen, als ob ich Jahreszehnten geträumt habe, dass meine Familie in Sicherheit ist.

ysnp
11 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Das ging mehrmals durch die Presse. Alle waren leider nicht geimpft. Der erwachsene Sohn bekam es zuerst, dann die Eltern. Es zeigt, dass die Impfung umso wichtiger ist um einen schweren Verlauf zu verhindern.

Christel
11 Monate zuvor

Zitate von Paula Szumotalksi vom Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern im Interview mit dem NDR zum Stufenplan:
„Es ist defintiv eine große Erleichterung, normal in die Schule zu starten.“
„Natürlich sind wir abgesichert.“
„Man fühlt sich sicher in der Schule.“
Es tut gut zu sehen, dass die Schülerschaft in der Regel nicht so im Panikmodus ist wie die meisten Schreibenden hier. Es ist gut, dass die Wünsche eines Großteils der Schülerschaft nach Präsenzunterricht von der Politik so gut wahrgenommen werden.
Hier das vollständige Interview:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ndr_mv_live/NDR-MV-Live-Schule-und-Corona-sind-die-Notfallplaene,mvlive978.html

Darfdaswahrsein
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Mein Gott, ich bekomme gerade wieder Kopfschmerzen vom Kopfschütteln ..
Wann kapiert ihr es endlich. Keiner verlangt grundlos „Schulschliessungen „. Schulen waren und sind offen. Ja, Präsenzunterricht ist wichtig, richtig und notwendig.
ABER bitte mit den entsprechenden und wichtigen Maßnahmen. Und davon gibt es leider kaum im Alltag praktikable und durchführbare. Zumindest in GS und Kitas. In unserer GS ist NICHTS passiert. Oh ja, wir haben CO2 Ampeln bekommen, davon sind die ersten schon wieder kaputt. Luftfilter wurden vom Träger abgelehnt! Kleine , geteilte Klassen sind nicht möglich, da kein Personal und keine Räume. Mehr Schulbusse gibt es nicht. Im Schulhaus können wir den „Affen machen“ um die Kinder zu trennen, Abstand halten, Händewaschen anmahnen, Masketragen annahmen, Lüften und Frieren was das Zeug hält usw. Sobald wir uns umdrehen wird gekuschelt, die Maske runtergezogen… Draussen, ohne Maske ist eh alles Makulatur. Es sind Kinder…. kommt von der Vorstellung runter, daß die ach so tollen Hygiene Pläne funktionieren. Bei voller Präsenz und den derzeitigen Voraussetzungen ist das nicht möglich. Wer an diese Versprechen glaubt, hat von Schule und Kindern keine Ahnung. Fakt ist : wollt ihr unter diesen Voraussetzungen vollen Präsenzunterricht , müsst ihr die Gefahr und Durchseuchung der SuS und Kinder auch akzeptieren. Sicher ist Schule so auf keinen Fall! Wer euch Eltern das verspricht , der lügt.

Nordseelehrer
11 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

Ganz genau so ist es, die ganze Zeit schon. Vielleicht sollten die Eltern oder generell alle Außenstehende, besonders die Minister, mal einen Vormittag in die Grundschulen kommen. Man könnte meinen, es wäre ein Witz, aber ich kann leider nicht darüber lachen, wurde selbst angesteckt im Klassenraum, mit Nachwirkungen- kein Problem, dafür sind wir Staatsdiener!

Alex
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Zwischen sicher fühlen und sicher sein besteht leider immer noch ein gewaltiger Unterschied.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Hallo Christel,
das haben Sie ganz gut beschrieben:
„… dass die Schülerschaft IN DER REGEL nicht so im Panikmodus ist wie die meisten Schreibenden hier. Es ist gut, dass die Wünsche EINES GROßTEILS der Schülerschaft nach Präsenzunterricht … “

Ab wann ist „in der Regel“ und ab wann „der Großteil“? Das müsste man noch definieren und dann umfragetechnisch festmachen.

Und danach bliebe noch die Frage nach der fachspezifischen Qualifikation der Aussagenden hinsichtlich einer bis dato unbekannten Virusmutante, ihrer Langzeitfolgen und ihrer gesamtgesellschaftlichen Wirkung. Ggf. könnte man nämlich dann die enormen Kosten für das RKI und weitere Forschung einsparen.

(Ja, ich weiß, dass Omikron tendenziell weniger stark krank macht im Schnitt und nach aktueller Forschungslage. Und ich weiß auch, dass 3-fache Impfung einen gewissen Schutz bietet, wiederum im Schnitt und nach aktueller Forschungslage)

xy
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Das sehe ich auch so. Wer jetzt immer noch Präsenzunterricht fordert statt seine Kinder im sicheren Distanzunterricht zu wissen, darf sich nicht darüber beschweren, wenn die eigenen Kinder zu den Long Covid Opfern gehören.
Dann steckt euch und eure Kinder eben an.
Unsere werden nicht in die Schule gehen.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

@Christel

Danke für die 3 von Ihnen sehr sorgsam ausgewählten Zitate, die natürlich nicht den gesamten Redebeitrag der jungen Dame wiedergeben können.

Darum hier ein weiteres Zitat von Paula Szumotalksi vom Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern im Interview mit dem NDR zum Stufenplan:

Minute 15:40
„Wenn viele Leute sich infizieren und erkranken, dann ist es natürlich auch nicht mehr möglich, ihn weiterzuführen.“
(Mit „ihn“ meint die junge Dame den Präsenzunterricht.)
Das hat sie aber auch ganz treffend erkannt.

Zu den Erkrankungen selbst und (eventuellen massiven und langwierigen oder gar bleibenden) gesundheitlichen Folgen und Einschränkungen für das weitere Leben junger Menschen oder gar zur Möglichkeit von Todesfällen hat sie sich nicht geäußert – dazu wurde sie auch nicht befragt.

Weiterhing gilt aber auch, was eigentlich jedem aufgeweckten Menschen klar sein dürfte:
Sie kann unmöglich für alle SuS in MV sprechen, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie selbst bzw. der Landesschülerrat alle SuS befragt haben.

Liebe @Christel,
Sie selbst hatten ja bereits angemerkt „dass die Schülerschaft in der Regel nicht so im Panikmodus ist“. …
Demnach räumen Sie ja ein, dass es durchaus SuS gibt, die jenseits der Regel die – nunja – tendenziell „unbeschwerte“ Leichtigkeit des Landesschülerrates (aus welchen Gründen auch immer) nicht teilen (können).

Aber bemerkenswert ist dennoch, dass Sie, liebe @Christel, schon sicher zu unterscheiden wissen und Ihnen bekannt sein muss (?), dass „in der Regel“ die SuS positiv gestimmt oder gar glücklich sind ob des Präsenzunterrichts.
Verraten Sie uns bitte noch Ihre Quelle zu der betreffenden Umfrage?
Einfach verlinken …
Vielen Dank im Voraus!

S.
11 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Meine Kinder und ich möchten nicht durchseucht werden. Wir entsprechen gerne NICHT Ihrer „Regel“.

Sunshine1977
11 Monate zuvor
Antwortet  S.

Dito!!!

Marie
11 Monate zuvor

Also, ich habe das jetzt mit Grundschullehrerblick mehrmals gelesen. Kann mir mal jemand erklären, worin genau der Notfallplan für die GS bestehen soll? Egal, welche „Infektionsstufe“ gerade herrscht (was sind da eigentlich die Grenzwerte?), in GS ist Präsenzunterricht. Auch wenn ich mich wiederhole: ohne LK kein PU. Wenn also in GS keinerlei zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, werden viele LK erkranken. Irgendwann kann dann auch keine Notbetreuung geleistet werden. Warum zur Hölle lässt man das so vor die Wand fahren??

Palim
11 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Ich habe auch so vieles nicht verstanden und viele Fragen:

Woher kommen denn die Lehrkräfte in den Grundschulen für den uneingeschränkten Präsenzunterricht, wenn die eigentlichen Lehrkräfte nicht kommen können?
Wer übernimmt die Notbetreuung?
Für wen wird sie eingesetzt?
Wo sind die anderen Kinder?

Müssen die Kinder mit Unterstützungsbedarf zur inklusiven Schule gehen, wenn die anderen Kinder zu Hause bleiben?
Erhalten diese Kinder dann die Förderstunden, die ihnen sonst verwehrt bleiben?
Wer übernimmt die Aufgaben der Lehrkräfte, die sich nun um die Förderung kümmern dürfen, zu der sie sonst nicht eingesetzt werden können, da sie den Lehrkräftemangel auffangen müssen?

Was mich aber auch interessiert:
Ab wann hat eine Schule nicht genug Personal? Warum ist das nicht definiert worden?
Darf die Schule auch mit dem Gesundheitsamt entscheiden, wenn dies gar nicht an Corona liegt?
Kann eine Schule weiterhin geöffnet bleiben, auch wenn der Personalstand ohnehin schon so gering ist, dass nicht alle Klassen voll beschult werden können? Sollte diese Schule Notbetreuung anbieten, bis geeignetes Personal eingesetzt wurde?

Charlie
11 Monate zuvor

Eine Frage zu den Phasen 2 und 3:
Diese treten ein, wenn einige oder viele Lehrkräfte fehlen. Diese sind ja nicht nur in Quarantäne, also (noch) gesund… Wenn aber viele LuL erkrankt sind, wer soll dann den ganzen angestrebten Präsenz-, Wechsel- und Onlineunterricht machen?

Wie muss man sich das vorstellen? Die Lehrkräfte sind vor Ort für mehrere Lerngruppen zuständig, rasen von einen Raum in den nächsten (Aufsichtspflicht?), erstellen gleichzeitig Material für die SuS zuhause und streamen ihren Unterricht?
Und die SLs machen jede Woche für eine wechselnde Anzahl an zur Verfügung stehenden Lehrkräften neue Einsatz-, Raum- und Aufsichtspläne?
Oder gibt es eine geheime Reserve an Lehrkräften, die dann zum Einsatz kommt?

xy
11 Monate zuvor
Antwortet  Charlie

Man geht vermutlich davon aus, dass infizierte Lehrer mit ihrem Helfersyndrom und in eingeübtem Masochismus Fernunterricht erteilen und nach verkürzter Quarantäne Präsenzunterricht erteilen.
Ich denke, dass man eher davon ausgehen sollte, dass diese Lehrer mindestens 12 Tage Symptome haben, sonst könnten Eltern, deren Kinder sich bei noch infektiösen Lehrern anstecken, sehr ärgerlich werden.
Mit sicherem Unterricht hat das alles nichts mehr zu tun.

Alex
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

„Man geht vermutlich davon aus, dass infizierte Lehrer mit ihrem Helfersyndrom und in eingeübtem Masochismus Fernunterricht erteilen und nach verkürzter Quarantäne Präsenzunterricht erteilen.“Früher hätte ich das zumindest mit dem Fernunterricht wohl tatsächlich getan. Nach dem, wie in den letzten 2 Jahren mit uns umgegangen wurde – no way! Wenn ich infiziert sein sollte, dann bin ich krank und arbeitsunfähig. Tut mir natürlich leid für die Kollegen, die das dann auffangen müssen, aber ich lasse mich nicht länger von den KuMi verheizen, nur damit sie weiter tröten können, wie sicher doch die Schulen sind.

Schattenläufer
11 Monate zuvor

Frage!
Ist Klaus Lehmkuhl krank?
Noch gar kein Hurra! Präsenzunterricht bis zum bitteren Ende!

Der Gute wird sich am ersten Schultag in Präsenz doch nicht am Ende was geholt haben.

Oder ist der Vertrag mit der KMK am 1.1. ausgelaufen?

Klaus Lehmkuhl
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Mein erster Schultag in Präsenz ist der 10.01. . Übrigens genau eine Stunde . Mir ist allerdings neu , dass ich die Kumis in Ihrem Vorgehen unterstütze .

xy
11 Monate zuvor

Distanzunterricht ist eine kluge Entscheidung bei Omikron, unsere Politiker verheizen lieber die eigene Bevölkerung.

Viele US Distrikte haben dazugelernt und gehen in den Distanzunterricht.

Kluge Politiker würden aufmerksam und vorsichtig werden, wenn sogar die USA remote learning bei Omikron vorziehen.

https://www.msn.com/en-us/news/us/pittsburgh-public-schools-shifting-12-schools-to-remote-learning-on-monday/ar-AASmWKv

Deutschland bevorzugt die Katastrophe und meint damit, die Wirtschaft zu schützen.

Schönwärs
11 Monate zuvor

Und wieder muss ich ungläubig mit dem Kopf schütteln. Lassen wir also die Schulen auf Biegen und Brechen offen, damit unseren Kindern Bildung und Erziehung angedeiht wird.
Ein guter Präsenzunterricht war doch vor Corona schon nicht überall möglich (Brennpunktschulen, Dorffschulen, zu wenig Lehrer, teils unmotivierte Lehrer, zu überfüllter Lehrplan, überforderte Eltern, keine Eltern, zu wenig Technik, keine Technik, uralte Schulhäuser… Euch fällt da noch mehr ein). Jetzt mit Corona und dem letzten Jahr sind schon Bikdungslücken vorhanden, die nicht geschlossen werden können, unter anderem auch weil die sogenannten Hilfsprogramme der KMs teils erschreckend spärlich ausgefallen sind.
Und jetzt der Clou unsere Kinder brauchen Bildung, deswegen sollen sie in die Schule.
Seit 1,5 Jahren hat mein Kind (6.Klasse Gymnasium) eine Lehrkraft in einem Hauptfach, die sehr häufig krank ist. Teilweise ist die Person zwei Wochen am Stück krank. Eine qualifizierte Lehrkraft, die einspringen kann, gibt es nicht. D. h. es wird gemalt, gelesen oder Film geschaut, teilweise konnten dann doch auch mal ein anderes Fach unterrichtet werden. Kann man machen, hat aber mit dem versprochenen Bildungsauftrag der Schulen nicht mehr viel zu tun (zumindestens auf die 1,5 Jahre betrachtet). Wahrscheinlich gibt es trifftige Gründe, warum es keine Ersatzkraft gibt, wird aber nicht kommuniziert seitens der Schule.
Zwei Wochen vor Weihnachten habe ich mich dann tatsächlich gefragt, warum ich mein Kind überhaupt noch in die Schule schicke. Von 6 regulären Stunden an einem Tag, haben zwei dann tatsächlich stattgefunden und der Rest war Vertretung.
Wenn mein Kind in der Schule mit Masken, Filter, Abstand usw. wirklich sicher wäre und es dann auch noch gebildet werden würde, fände ich den Präsenzunterricht auch richtig gut. Aber so?!
Liebe Kumis anstatt immer nur davon zu reden, dass die Schulen so sicher sind und dass der Präsenzunterricht so wichtig ist, sorgt doch bitte auch dafür, dass es genügend qualifizierte Lehrer gibt, dass es keine Unterrichtsausfälle gibt, dass der Lernstoff angepasst wird, dass es überall genügend PCs gibt, dass die Technik funktioniert, dass Corona Schutzmaßnahmen an die einzelnen Schulen angepasst, sinnvoll und auch durchführbar sind, dass die Schulbusse nicht überfüllt und dass unsere Kinder auch wirklich gebildet werden und gebildet werden können!
Denn mal ehrlich liebe Kumis: Filme anschauen können die meisten Kinder zu Hause auch und das noch ohne Maske bei Heizung und ohne Corona, da braucht es die Schule nicht.

(PS: an alle Lehrerinnen, die immer noch ihr Bestes geben, sich für die Kids einsetzen, Überstunden schieben, um für andere einspringen zu können, die tolles Material vorbereiten, immer ein offenes Ohr für ihre Schülerinnen haben…. Mein Problem ist nicht, dass eine Lehrkraft krank ist oder Stunden mal ausfallen, sondern, dass von oben auf solche Probleme immer noch gar nicht reagiert wird und im Gegenteil immer noch so getan wird, als ob es in keinem Bereich der Schule auch nur irgendein Problem gibt)

Hellus
11 Monate zuvor
Antwortet  Schönwärs

Aber ihr Kind konnte ausgiebig die so wichtigen sozialen Kontakte pflegen. Das ist doch offenbar das wichtigste in der Schule. Und Sie wissen das offenbar nicht zu schätzen. (Ironie)

Chorleiterin
11 Monate zuvor

Darfdaswahrsein…..Ich gehe vollinhaltlich mit.
Wenn eine Unwahrheit nur oft genug wiederholt wird, wird sie immer mehr als wahr angesehen.Wo hat diese Schülerin diese Floskeln her?
Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie viele Schüler in der Schülerschaft sie damit wirklich vertritt…. , oder wer ihr das eingehaucht hat…..

W.
11 Monate zuvor
Antwortet  Chorleiterin

@Chorleiterin
Oder wo sie beruflich Ihren zukünftigen Platz sieht und sich jetzt schon „auf einen guten Weg gemacht hat“ …

Lena
11 Monate zuvor

Liebe Lehrer lasst euch bitte impfen!!! Kinder ab 5 Jahren können auch schon geimpft werden. Nur weil manche Lehrer und Kinder nicht geimpft sind, muss der Präsensunterricht drunter leiden. Es besteht die Schulpflicht für die Kinder .Nur in der Schule lernen die Kinder wirklich ordentlich und nur in der Schule wird der Unterrichtsstoff von Lehrern an die Kinder ordentlich weiter vermittelt .Der Präsensunterricht hat nichts mit Betreuungs oder Aufbewahrungsanstallt zu tun ,wie hier manche Leute schreiben. Wir, Erzieher können uns das auch nicht aussuchen.Im Kindergarten gib es gar keine Distanz zwischen den Kindern oder zwischen den Kindern und Erziehern .Die meiste Kinder sind nicht gegen covid geimpft, sie tragen keine Masken. Sie können ihre Nase nicht alleine putzen oder kommen nalleine auf der Toilette zurecht .Sie müssen geröstet werdet, wenn sie sich stoßen
oder wenn sie traurig traurig sind. Wir nehmen sie dabei auf den Schoß, obwohl sie ungeimpft und nicht maskiert sind. Liebe Lehrer, wir haben auch Familien zu Hause… Ich würde sagen, dass sie in der Schule auf jeden Fall besser dran sind,als die Erzieher oder die Pflegepersonal in den Kliniken. Bitte stoppt den Quatsch mit dem Wechseluntrricht oder Homeschooling .Unsere Kinder verlernen dadurch zu lernen.

und Tschüß
11 Monate zuvor
Antwortet  Lena

Liebe Lena, Sie sprechen mir aus der Seele. Aber das Forum hier ist nicht repräsentativ für die Meinung alle Lehrer. Beim Lesen einiger Kommentare hier kann der Eindruck entstehen, dass mancher Verfasser auch das LEHREN verlernen möchten. Da muss sich im Laufe des Berufslebens ganz viel Frust angestaut haben.

Sternchen
11 Monate zuvor
Antwortet  und Tschüß

Der Frust ist völlig verständlich. Es gibt keine Wertschätzung für Lehrer/Innen und Erzieher/Innen in diesem Land, weder von Politern noch von Eltern. Schlecht bezahlt und schlecht behandelt.

Stefan Voll Mer
11 Monate zuvor
Antwortet  Lena

Warum muss ich mich impfen lassen, wenn doch die Kinder sich mittlerweile impfen lassen können? Wirkt deren Impfung nicht?

Osman
11 Monate zuvor
Antwortet  Stefan Voll Mer

Alle 10 Wochen impfen? Das soll die neue Normalität sein?? Und wenn ja wie lang???

Heinz
11 Monate zuvor

Für den Fall dass immer mehr Lehrer ausfallen will man die älteren Schüler in Wechselunterricht Schicken? Spannend vll. kann mir mal jemand erklären, wie man damit Lehrer einspart?

Leseratte
11 Monate zuvor
Antwortet  Heinz

In GB hat man diese Idee:

„[…] Schulen planen jetzt für die Zusammenlegung von Klassen, falls die bereits vor den Ferien eingetretenen Krankenstände unter Lehrern zunehmen.
Schüler der Sekundarstufe müssen ab dieser Woche auch im Unterricht Maske tragen. Homeschooling schließt London aber weiterhin aus. […]“

https://www.welt.de/politik/ausland/article236003476/Grossbritannien-Kliniken-rufen-Notstand-aus-London-beharrt-auf-lockerem-Corona-Kurs.html

Mit anderen Worten: zusammengelegte Klassen, in denen dann von normalem Unterricht sicher kaum noch die Rede sein kann und wo die noch gesunden LuL verheizt werden, bis auch sie ausfallen, sind die angestrebte Lösung. Könnte unseren KuMis auch gefallen, fürchte ich.

Harald Thomeczek
11 Monate zuvor

Ob in Präsenz, digital oder hybrid: Ich würde mir schlicht guten Unterricht für meine Kinder wünschen. Aber der kommt leider – auf welchem Kanal auch immer – viel zu selten vor. Weil die meisten Lehrer bedauerlicherweise nur uninspirierten Dienst nach Vorschrift machen. Und den Kids leider keinen Grund zum Lernen geben. Dabei ist Bildung doch die geilste Sache der Welt. Keine Ahnung, wie ihr es anstellt, den Kindern / Jugendlichen den Bock auf Wissen auszutreiben. Wohlgemerkt: Es gibt auch leuchtende Ausnahmen. Richtig agile, empathische Lehrer, denen ihre Schüler wirklich wichtig sind. Die sich auch jenseits von Vokabeln und Formeln um sie kümmern, wenn’s mal Probleme gibt. Und die sich manchmal auch bei der Wissensvermittlung echt was einfallen lassen. Nur sind Vertreter dieser Spezies leider viel zu selten. Unterm Strich wäre es sicher kein Nachteil, wenn Homeschooling hierzulande auch ohne Corona legal wäre. So oder so unterrichten wir Eltern unsere Kinder ja eh selber

Canishine
11 Monate zuvor
Antwortet  Harald Thomeczek

Wir Lehrer arbeiten nachhaltig, so dass den Kindern im Erwachsenenalter dann auffällt, wie „geil“ Bildung eigentlich ist. Sie scheinen auch solche vorausschauenden Lehrer gehabt zu haben?

Tom
11 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

@Canishine. Sorry, ich verstehe Ihren Kommentar nicht.

Canishine
11 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Er war auch nicht ernst gemeint … ich hoffe, der kommentierte Post auch nicht.

Mary-Ellen
11 Monate zuvor

@Christel:

Können Sie mir sagen, was Sie denken bzw. fühlen, wenn Sie diesen kurzen Film, hier eingestellt von @xy, 3. Jan.,17:14 Uhr anschauen?

Kazo
11 Monate zuvor

Meine beiden Töchter macht die Schule im Moment fertig. Es ist zu laut, zu unruhig. Ein Teil der Schüler scheint im Lockdown die letzten sozialen Kompetenzen verloren zu haben… Besonders in der Klasse meiner 13. jährigen Tochter geht es ab. Es gab schon 3 Konferenz, 2 Suspendierungen und eine außerordentliche Elternpflegschaftssitzungen in der Zeit von August bis Ende Oktober. Unsere Klassenlehrerin und die Stufenleitung sind so bemüht, aber von den 29 Kindern sind 9 so auffällig, daß sie die ganze Klasse auftreiben.
Ich als Mutter fände es prima wenn die Schulen die Möglichkeit hätten selbst einzuteilen, welche Kindern im Präsenzunterricht gut aufgehoben sind, und bei welchen Kindern im Moment Homeschooling oder Wechseluntericht möglich ist. Die Schüler sind nicht alle gleich. Einem Teil tat die Schulschließung überhaupt nicht gut, ein anderer Teil kam mit Homeschooling und Wechseluntericht super zurecht. Kann man da nicht anknüpfen und aus dem letzten Lockdown lernen?

Mathematiker
11 Monate zuvor
Antwortet  Kazo

@Kazo

Wenn LuL, bedingt durch den schon vor CiVid-19 vorhanden Lehrermangel, derzeit einen hohen Krankenstand aufweisen und das restliche vorhandene Personal dies auffangen muss, dann frage ich mich wie nun das von ihnen geforderte Doppelunterrichtssytem gelingen soll?
Denn, einige SuS in Präsenz und andere in Distanz bedeutet schlussendlich, dass die LuL eine höhere Arbeitsleistung erbringen müssen. Eine Diskussion über „faule“ Lehrer ersparen wir uns bitte. Denn sie ist an dieser Stelle nicht zielführend.
Von daher mein Bitte – lasst die SuS alle in Präsenz, wenn es möglich und vertretbar ist. Wenn nicht, dann Distanz für alle.
Ich bin übrigens sehr für Präsenz, man kann ja beinahe den Eindruck gewinnen, dass dies nicht der Wunsch der Mehrheit der Teilnehmer hier ist. Aber ich hätte mir mehr gewünscht als „Fenster öffnen“.
Der Herausgeber von news4teachers hatte hier jüngst nochmal einem Spiegel Artikel verlinkt indem das Dilemma „Luftfilter“ analysiert worden ist. Sehr lesenswert.

Doch zurück zum Thema des Artikels. Den Notfallplan erkenne ich ehrlich gesagt auch nicht. Kurzer Einblick aus dem Schulleben VOR den Ferien? Krankenstand bis zu 25% des Kollegiums. Anstelle von Vertretungsunterricht nur noch Betreuung, d.h. man soll neben seiner Klasse noch ein oder zwei Nachbarklassen betreuen, d.h. „nach dem Rechten schauen“. Einhaltung der Aufsichtspflicht wird da schon schwierig. Mehrere Klassen der SEK I haben weniger als die Hälfte der Zeit regulären Unterricht, d.h. bei der ihnen zugeteilten Fachlehrkraft.

Und das Ganze ist, so muss ich leider immer wieder feststellen, nur eine Frage vom zur Verfügung gestellten Budgets. Kinder haben leider keine Lobby.

Schade.

Brina
11 Monate zuvor

Ich bin da etwas zwiegespalten.

Ich als Mutter hätte es super gefunden, wenn bis auf 2-3 Ausnahmen die Lehrer*innen meiner Kinder in den Distanzunterrichtsphasen mal ein bisschen mehr Engagement gezeigt hätten.

Viele waren schlicht abgetaucht. Und das waren nicht die Lehrer*innen, die selber dann schulpflichtige Kinder zu Hause hatten….
Das wurde von mir und meinem Mann aufgefangen, trotz Homeoffice und weiterhin Arbeiten gehen. Wir sind keine Pädagogen. Wenn es jeder macht könnte, bräuchten wir den Beruf „Lehrer*innen“ nicht mehr. Das Gehalt eines Lehrers hätte ich auf jeden Fall in manchen Phasen auch verdient gehabt.

Ja ich weiß….das Beamtenjäckchen ist eng, aber es hält warm….

Natürlich habe ich die Schullaufbahn auch einmal komplett durchlaufen, aber bei einigen speziellen Sachen, musste man sich dann auch erst mal selber einlesen, wie war das nochmal, wie geht das nochmal, etc..

Von Hauptfächern hätte ich da doch etwas mehr erwartet, als 1x die Woche 1 Stunde Videokonferenz.

Vielleicht bin ich altmodisch, aber eine neue Sprache lernt man meines Erachtens eigentlich durch das Sprechen und Korrigieren der Vokabeln in der Aussprache. So wurde man dann halt nur mit Aufgaben und Blättern zugeworfen. Wo die Motivation nach 14 Tagen auch stetig gesunken ist.

Wenn das in den letzten Distanzunterrichtsphasen besser gelaufen wäre, hätte ich vielleicht nicht so viel Bauchschmerzen, wenn es um Distanzunterricht geht.

Und natürlich kann man sich einen Freund/Freundin einladen als Kontakt zu Hause. Aber doch gerade um die sozialen Kontakte, mit denen man sich vielleicht nicht so gut versteht, mit denen man auch mal streitet, diskutiert, etc, um die geht es doch auch. Gerade auch durch Konfliktsituationen lernen und wachsen die Kinder doch mit dem Umgang miteinander. Allein zur Schule gehen, mit dem Bus fahren, etc. stärkt das Selbstvertrauen, die Eigenständigkeit.

Privat trifft man sich mit den selben guten Freunden, die meistens ja schon so „ticken“ wie man selber, die gleichen Interessen hat.

Wir haben in beiden Klassen nach den Lockdowns sehr verhaltensauffällige Kinder jetzt. Denen hat der Distanzunterricht ganz offensichtlich nicht gut getan. Vielleicht gab es dort zu Hause auch niemand, der sich um die Aufgaben kümmern konnte. Diese Kinder sind natürlich frustriert und lassen es anderweitig raus.

Und immer dieses wir als Lehrer*innen müssen ja geschützt werden, wir sind mit so vielen verschiedenen Kontakten zusammen…. fragen Sie doch mal die Verkäufer*innen, die die ganzen letzten knapp 2 Jahre im Laden stehen, gerade in den Läden des täglichen Bedarfs, die zu manchen Zeiten überrannt wurden, wieviel Kontakte die denn am Tag so hatten und haben…

Und dieses super tolle Lüftungskonzept, wir halten den ganzen Tag die Fenster auf im Winter und die Kinder sitzen in Jacke, Decke und mit Maske im Unterricht, hat unser Kind auch nicht davor geschützt, dass es sich vor Weihnachten nicht mit Covid angesteckt hat.
Ganz im Gegenteil, es ging quasi einmal durch die komplette Schule. Da konnte man zuschauen, wie sich das Virus in 1,5 Wochen von einer zur anderen Klasse weiterverbreitet hat. Es war genauso wie mit Magendarmviren oder Scharlach, etc. Es lässt sich unter Kindern nicht aufhalten, es wird durchgereicht/ weitergereicht. Gewundert hat es mich nur, dass es nicht schon nach den Herbstferien passiert ist, wo es keine Maskenpflicht in der Schule kurzzeitig gab.

Also von generellen Schulschließungen halte ich nichts, wenn es aber den Umständen des Infektionsgeschehens örtlich nötig ist, müssen sie sein.

Zur Schule gehen ist meines Erachtens nach sehr wichtig. Ich glaube aber für meine beiden Kindern werden die bisherigen Schulschließungen keine Nachteile haben bzw. gar großartige Lücken aufweisen. Was aber an unserer persönlichen Fleißarbeit gelegen hat und an nichts anderem. Andere hatten leider nicht soviel Glück in ihren Möglichkeiten.

Osman
11 Monate zuvor
Antwortet  Brina

Einige Homeofficemütter wollen lieber ins Sportstudio als die Kleinen betreuen. Da kann der Handwerker nur davon träumen!

Micha
11 Monate zuvor
Antwortet  Osman

Verstehe den Kommentar nicht.
Und bitte, es gibt auch genug Homeoffice Väter.

Außerdem waren die Sportstudio auch geschlossen.

Anne
11 Monate zuvor
Antwortet  Micha

Ich erinnere mich lebhaft an den Kommentar einer Mutter, nachdem im letzten Jahr wieder Präsenzunterricht war: „Endlich haben wir mal wieder Zeit für uns“ (die gute Frau ist übrigens „nur“ Hausfrau und Mutter).

Susanne
11 Monate zuvor

Ich bin froh, dass die Schulen offen bleiben, ich bin Mutter und keine Lehrerin, meine Kinder gehen in die Schule um zu lernen und trotz Studium bin ich nicht in der Lage meinen Kindern den Stoff zu vermitteln den sie lernen sollen, weil mein Verhältnis zu ihnen ein anderes ist als das zur Lehrerin. Ich habe einen Sohn, der jetzt ein technisches Abitur macht, dem konnte ich gar nicht helfen und musste zu sehen wie er weinend vor dem Bildschirm sitz, wiederholen aus Kapazitätsmangel nicht möglich, er möchte auf Teufel komm raus in die Schule um wenigstens noch etwas für die Prüfungen zu lernen.
Daher bin ich froh, dass Schulen offen sind und ich wette der Kommentar wird nicht veröffentlicht weil er nicht im Sinne von news4teacher ist, von wegen objektive Berichterstattung

Marie
11 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

@Susanne: gern nochmal: auch Lehrer sind tatsächlich froh, wenn Schulen „offen“ sind (über die inflationäre Verwendung der Bezeichnung „geschlossene Schulen“ lasse ich mich lieber nicht aus). Die Frage ist allerdings, unter welchen Bedingungen sie geöffnet sind. Das derzeitige „Konzept“ heißt eher, alle rein, Fenster auf und Augen zu, wird schon klappen. Wird es aber gerade bei Omikron leider gerade nicht (gut zu beobachten in USA, UK, Niederlande etc.). Was nutzen Schulen, die jetzt geöffnet werden, wenn in wenigen Tagen oder Wochen die Schüler und Lehrer flach liegen???
Zudem frage ich mich gerade, in welchen Foren Sie sonst so unterwegs sind. Oder warum unterstellen Sie der Redaktion, Kommentare nur zu veröffentlichen, die „in ihrem Sinne“ sind?

Achmensch
11 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

@Susanne Na, die Wette haben Sie ja dann verloren. Sollte es sich bei unserem Land etwa doch um eine Demokratie handeln ? Dass man etwa „Dinge“ wirklich noch sagen darf? Dass die Medien doch nicht regierungsgesteuert sind?

Und ansonsten für alle die Schlauschnacker, die Schulen nur von außen kennen: zum 100000. Mal: “ Die Lehrer“ sind auch GEGEN Schulschließungen, aber für den größtmöglichen Schutz im Präsenzunterricht. Der wird aber von den Kumis nicht gewährleistet! Ein Satz wie: „Wir werden alles dafür tun, die Schulen offen zu halten!“ist wissentliche Irreführung! JA, WAS TUN SIE DENN?

Micha
11 Monate zuvor
Antwortet  Achmensch

Wie soll den der größtmögliche Schutz aussehen?
1. Impfung (Lehrer und Schüler soweit nicht krank)
2. Regelmäßige Testungen (2-3/Woche der Schüler)
3. Maskenpflicht
4. Lüften

Mal abgesehen von Luftfiltern die Sinn machen fällt mir tatsächlich nicht viel mehr ein was man machen könnte.
Klar mehr Lehrer, weniger Kinder in den Klassen usw. alles wünschenswert aber nichts neues.

Micha
11 Monate zuvor
Antwortet  Micha

Diesen „Vorteil“ der regelmäßigen Tests, Maskenpflicht usw hat kein andere Berufsgruppe.
Fragt doch mal die Verkäufer und Verkäuferinnen, die Busfahrer und Busfahrerinnen oder die Pendler die in den Bissen und Zügen sitzen mussten. Eine „geschützten“ Bereich als die Schule gab es in der Arbeitswelt kaum.

Und ja, wer mit Menschen arbeitet, muss mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko bei Krankheiten (leider) rechnen.

Jan aus H
11 Monate zuvor

Hmm… man stellt einen Notfallplan für den Fall auf, dass zu viele LuL durch Erkrankung ausfallen. Wäre es nicht viel schlauer, einen Plan aufzustellen, wie man verhindert, dass sich zu viele LuL infizieren? Wie wäre es mal mit ARBEITSSCHUTZ?

Man stelle sich nur vor, auf einer Baustelle überlegt sich jemand, wie er die Baustelle am Leben halten kann, wenn zu viele Bauarbeiter von den ungesicherten Gerüsten gefallen sind. Da stünde die Berufsgenossenschaft aber sofort auf der Matte und würde Absturzsicherungen fordern!

Alla
11 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Sehr schöner Vergleich, Jan! Wirklich anschaulich!

Vater von zwei
11 Monate zuvor

Die Kommentare sind sehr einseitig und erschreckend.
Klar ist, wäre der Distanzunterricht oder der Wechselunterricht von den Lehrkräften nur ansatzweise gut durchgeführt worden, wäre es sicherlich ein leichtes da wieder hin zu gehen.
Das ist aber flächendeckend nicht ansatzweise der Fall. In den meisten Fällen war dieser sehr schlecht wenn überhaupt was durchgeführt wurde. Und das lag nicht an den technischen Möglichkeiten sondern am „wollen“. Die Lehrkräfte die wollten konnten zum Teil sogar sehr guten und erfolgreichen Distanzunterricht oder Wechselunterricht anbieten. Leider waren diese Lehrkräfte in der Minderheit.

Natürlich gab es auch technische Probleme. Schüler die keine ausreichende technische Ausstattung hatten. Sicher. Auch das manche Behörden Teams oder andere technische Möglichkeiten wegen Datenschutz verboten hatten. Auch problematisch.
Alles Probleme die zu lösen sind aber das größte Problem bleibt die Bremse auf Seiten der Lehrkörper. Solange das nicht gelöst ist, gibt es keine Alternative zum Präsenzunterricht.

Jan aus H
11 Monate zuvor
Antwortet  Vater von zwei

Selbst wenn dem so wäre: Das ist kein Grund, den SuS und ihren Familien das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit abzusprechen. Wir reden hier nicht, wie in vielen Medien dargestellt, davon, dass die Kinder in den Präsenzunterricht DÜRFEN, nein, sie MÜSSEN.

Jemand entscheidet in einer Videokonferenz im Einzelbüro mit Luftfilter, welches Risiko andere Familien eingehen müssen. Siehe mein Beispiel mit den Bauarbeitern weiter oben. Siehe beliebige Arbeitsschutzmaßnahmen in beliebigen Bereichen. In Deutschland darf man – trotz vorhandenen Wissens – nicht einmal eine Steckdose anklemmen, wenn man keine Elektrofachkraft ist, aber Kinder werden gezwungen, sich einem weitgehend unbekannten Risiko unter unkontrollierbaren Bedingungen auszusetzen. Das wiederum wird nicht von Experten verfügt („Fachkräfte“), sondern von Politikern, die, wenn überhaupt, was ganz anderes gelernt haben.

Einfach mal den Brandschutz in öffentlichen Gebäuden anschauen und überlegen, auf welchem Niveau da Prävention gegen wahrscheinliche und unwahrscheinliche Ereignisse betrieben wird. Und das dann mit dem Gebahren der KM vergleichen. In KM-Denke wäre es vollkommen okay, den Unterricht fortzusetzen, solange es nur im Nachbarraum brennt – lüften reicht ja, damit man den Qualm nicht abbekommt.

Achmensch
11 Monate zuvor
Antwortet  Vater von zwei

Und manche Kommentare sind so bewußt sträflich verallgemeinernd! Und ich bin so MÜDE, die immer gleiche Leier zu hören von den unfähigen Lehrer*innen. Sie wissen ja anscheinend, wie man Mitarbeiter motiviert!

Rabe aus NRW
11 Monate zuvor
Antwortet  Vater von zwei

Sie wissen also, wie FLÄCHENDECKEND der Präsenzunterricht war und können das beurteilen? Komisch, bei uns haben Sie ganz offensichtlich nicht vorbeigeschaut!

Tom
11 Monate zuvor

Unter einem Distanzunterricht stelle ich mir die in Australien praktizierte „School of the Air“ vor.

Bonrath
10 Monate zuvor

Hallo,alle reden von lehrern und pflegepersonal!und wo stehn wir inklusionshelfer?leisten auch ne Menge,helfen im Unterricht mit,machen auch Pflege.aber von uns kein Wort.