Abitur- und Abschlussprüfungen – KMK: Selbst bei geschlossenen Schulen in Präsenz

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BERLIN. Kurz vor Weihnachten – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – hat sich die Kultusministerkonferenz dem Thema Abschlüsse 2022 gewidmet. Bemerkenswert: Im Beschluss wird erstmals die Möglichkeit geschlossener Schulen eingeräumt. Betont wird allerdings: Auch wenn dieser Fall eintritt, sollen die Prüfungen unbedingt in Präsenz stattfinden. Lediglich mündliche Prüfungen können danach „in einem virtuellen Prüfungsraum“ als Videokonferenz stattfinden.

Die Abschlussprüfungen sollen – wie schon im vergangenen Jahr – in Präsenz stattfinden, selbst wenn die Schulen geschlossen sind. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

„Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2021/2022 ihren Abschluss anstreben, haben seit März 2020 Präsenzunterricht zeitweise nicht in dem Umfang gehabt, wie er von der Stundentafel vorgesehen ist. Die Gründe dafür liegen sowohl in den pandemiebedingten Schulschließungen als auch in den individuellen Quarantänemaßnahmen bei ansonsten geöffneten Schulen. Zudem können sich auch die psychosozialen Folgen der anhaltenden Pandemie negativ auf das Lernen auswirken“, so stellt die KMK fest.

„Schülerinnen und Schülern dürfen keine Nachteile aus der weiter andauernden pandemiebedingten Ausnahmesituation erwachsen“

Konsequenzen hat das allerdings keine. Zwar postulieren die Kultusminister, dass „Schülerinnen und Schülern keine Nachteile aus der weiter andauernden pandemiebedingten Ausnahmesituation erwachsen dürfen, und erklären, dass die Abschlüsse und Abschlussprüfungen 2022 denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sind und gegenseitig anerkannt werden“. (Warum sollten sie das auch nicht?)

Ansonsten gilt aber: „Business as usual“. Im Wortlaut: „Auch wenn das weitere Pandemiegeschehen nicht vorhersehbar ist, geht die Kultusministerkonferenz davon aus, dass die Abiturprüfungen sowie die Abschlussprüfungen der beruflichen Schulen auch im Jahr 2022 unter Beachtung der dann möglicherweise geltenden Hygieneregelungen wie geplant und in der gewohnten Weise stattfinden werden. Die Länder bekräftigen, den gemeinsamen Abituraufgabenpool in der Abiturprüfung 2022 zu nutzen, wenn dem nicht zwingende Gründe entgegenstehen. Die Länder stellen – in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen – ferner sicher, dass die Abschlüsse des Sekundarbereichs I unter Wahrung der regulären Standards und Beachtung der landeseigenen Regelungen erlangt werden können.“

Dabei könnten Prüfungen auch in geschlossenen Schulen stattfinden, „sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt“. Mündliche Prüfungen könnten „im Ausnahmefall“ unter geltenden rechtlichen Bestimmungen in einem virtuellen Prüfungsraum als Videokonferenz stattfinden, „wenn sie aus Gründen des Infektionsgeschehens nicht in einem realen Prüfungsraum durchgeführt werden können“.

„Das von der Kultusministerkonferenz definierte Anspruchsniveau darf nicht abgesenkt werden“

Anpassungen des Prüfungsstoffes sind nicht geplant. „Um verlässliche und vergleichbare Rahmenbedingungen für die Abschlussprüfungen zu gewährleisten und die Schülerinnen und Schüler in ihrer Prüfungsvorbereitung zu unterstützen, stehen den Ländern weiterhin eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, die Hilfestellung geben, ohne das von der Kultusministerkonferenz definierte Anspruchsniveau abzusenken. Solche Maßnahmen können etwa sein:

  • Verschiebung von Prüfungsterminen zur Gewinnung von mehr Lernzeit, soweit es die Ferientermine zulassen
  • Reduzierung der Anzahl von Klassenarbeiten/Klausuren zur Gewinnung von mehr Lernzeit,
  • Präzisierung der länderinternen Prüfungshinweise, z. B. Schwerpunktsetzung oder Ermöglichung von Wahlthemen,
  • Bereitstellung einer höheren Anzahl von Prüfungsaufgaben zur Auswahl und/oder entsprechende Erhöhung der Arbeits-/Auswahlzeit (Zeitzuschlag um 30 Minuten),
  • Auswahl von zentral gestellten Prüfungsaufgaben durch die Schulen.

Die Länder informieren sich in der Kultusministerkonferenz gegenseitig über die angewandten Maßnahmen.“ Die Kultusminister könnten darüber hinaus Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, das Schuljahr zu wiederholen, ohne dass dies auf die Verweildauer insbesondere in der gymnasialen Oberstufe angerechnet werde. News4teachers

Corona-Abitur: Präsenz um jeden Preis („Ich zähle als Mutter die Tage“)

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62 Kommentare
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Georg
7 Monate zuvor

Die Prüfungen in Präsenz abzunehmen, finde ich vernünftig. Könnte man mit Klassenarbeiten auch so machen: An festen Tagen in bestimmten Zeitschienen schreiben die Klassen in Präsenz, kleine Gruppen über die ganze Schule verteilt, alles andere in Volldistanz.

Immerhin wird am Präsenzunterricht nicht mehr kompromisslos festgehalten. Vermutlich schauen sich die Minister das Infektionsgeschehen in den Bundesländern mit Unterricht diese Woche an und entscheiden Ende der Woche, wie mit dem Rest, insbesondere NRW, umgegangen wird.

Klugscheisser
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Yoa, Schülertestkaninchen bitte vortreten.

Christel
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Georg, schade dass Ihr Vorschlag ab dem zweiten Satz so an der Schulrealität der Schülerinnen und Schüler vorbeigeht. Es wird ja immer wieder aus den Schulen, den Bildungsverbänden und der Politik darauf hingewiesen, dass ca. ein Viertel der Schülerschaft, die dann in der Regel auch keine Unterstützung aus dem Elternhaus haben, beim Distanzunterricht völlig verloren geht. Zusätzlich zu bedenken sind die großen Haushalte, in denen über 5 Personen Homeoffice und Homeschooling machen und in denen dann immer wieder W-LAN-Verbindungen zusammenbrechen.
Ihr Vorschlag in allen Ehren, aber wollen Sie diese dann insgesamt ca. 30 Prozent der Schülerschaft dann alle in den Klassenarbeiten mit 6 bewerten?

Trulla
7 Monate zuvor
Antwortet  Christel

Genau. Und damit Mami und Papi Ruhe haben …
werden dann ALLE SuS sowie LuL in die völlig unsicheren Schulen gezwungen.
Obwohl es viele SuS gibt, die sich in Schule NICHT sicher fühlen, die im Home-Schooling gut, vielleicht sogar besser zurechtkommen.
Die als Berufs-SuS ERWACHSEN sind ….
Wenn ALLE in die Schule gehen sollen, muss auch in Schule investiert werden.
Wir sind uns alle einig, dass Präsenzunterricht optimal ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist aber seit 2 Jahren nicht der Fall – und es wird auch kein Finger gekrümmt, diese auch nur ansatzweise zu verbessern.
Und SCHULSCHLIESSUNGEN hat es NIE gegeben. Wohl aber Schulverweigerer, während des DU und WU – und das waren nicht nur „benachteiligte“ SuS.

Ich kann vor allem diese Scheinheiligkeit nicht mehr ertragen, mit dem unter dem Deckmantel des „Gutmenschentums“ argumentiert und ANDEREN Gesundheitsschutz verweigert wird.

dickebank
7 Monate zuvor

Getestet und geprüft >>> 2G an Schulen. Ja wnn das nicht hift die Pandemie einzudämmen:)

dickebank
7 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Btw da bekommt ja Abitur eine vollkommen neue, doppelte Bedeutung,
geprüft abgehen oder infiziert den Abgang machen, im schlechtesten Fall ein letaler Abgang.

Palomino
7 Monate zuvor

Im Verlauf der Woche wird in allen Bundesländern der Schulbetrieb angelaufen sein…dann lässt man es einfach laufen.
Nichts wird passieren.

Henk
7 Monate zuvor
Antwortet  Palomino

Nee, erst nächste Woche… ab dem 10.1.22… ich bin mal gespannt.

Julia
7 Monate zuvor
Antwortet  Henk

Dieser Hinweis ist sehr relevant- im Namen von Palomino mein Dank. Lehrer haben halt morgens recht und nachmittags frei (ab 13.05 Uhr).
Klischees kommen ja meist nicht von ungefähr. 😉

Klaus Lehmkuhl
7 Monate zuvor
Antwortet  Julia

Ab 13.25 … Mehr Präzision bitte .

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Julia

Montags, mittwochs und donnerstags ab 15.35 Uhr bitte, soviel Korrektheit muss schon sein!

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Palomino

Sehe ich genauso. Genauso ist die KMK während der gesamten Pandemie vorgegangen: wegsehen und abducken.

Trulla
7 Monate zuvor

Tjoa, die KMs betonen, wie wichtig der „ordnungsgemäße“ Anschluss und der damit verbundene Nachweis von Kompetenzen ist.
Warum nur fange ich da an zu grübeln?

Jan aus H
7 Monate zuvor

“ An festen Tagen in bestimmten Zeitschienen schreiben die Klassen in Präsenz, kleine Gruppen über die ganze Schule verteilt,“

Das ist der perfekte Ansatz, um Omikron möglichst weit zu streuen.

Alternativ könnte man darüber nachdenken, ob das Konzept „Klassenarbeit“ in Zeiten einer Pandemie wirklich sinnvoll und angemessen ist. Da sitzen die SuS dann frierend bei offenen Fenstern, tragen Masken länger, als es eigentlich zulässig ist, und müssen zudem ständig befürchten, dass sie eine sehr gefährliche Infektion zu ihren gefährdeten Mitbewohnern zu Hause einschleppen. Ist das eine sinnvolle Umgebung, um die Leistung der SuS zu bewerten? Doch wohl eher nicht.

Man sollte den Aufwand lieber in die Organisation eines vernünftigen Distanzunterrichts stecken.

Das Ziel sollte nicht sein, die Infektionswellen so lang wie möglich auszudehnen, indem man möglichst viele Chancen zur Infektion schafft, sondern sie so kurz wie nur möglich zu halten. Davon profitieren alle, vor allem die Schulen.

Der Weg zu MEHR Präsenz sind SCHNELLE Schulschließungen! Das ist leider bei den KM noch nicht angekommen und sie glauben noch immer, dass man dauerhafte Präsenz auf Kosten der Gesundheit anderer erzwingen kann.

Georg
7 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Sie habe mich nicht verstanden. Ich meine z.B. Montag 1.-2. Stunde Stufe 5 und 6 schreibt Deutsch. Die kann man auf drei Räume pro Klasse über die gesamte Schule verteilen. 3.-4. Stunde dasselbe mit den Stufen 7 und 8. Außerhalb dieser Zeiträume sind die Kinder zuhause. Dass sich Kinder außerhalb des Schulgebäudes oder Schulgeländes nicht an die Regeln halten, liegt nicht an den Lehrern, sondern zum Beispiel am zu engen Bus.

Karla
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Sie scheinen noch nie an einer Schule unterrichtet zu haben, an der die Schüler nur mit eigens für sie bereit gestellten Schulbussen gefahren werden!
Und zwar alle zum Unterrichtsbeginn hin und dann mittags nach der 4. und nach der 6. Stunde. Je nach Großzügigkeit des Sachaufwandsträgers. Wir hatten auch schon die Vorgabe, den Stundenplan so zu gestalten, dass möglichst wenig zusätzliche Fahrten nach der 4. Stunde entstehen sollen. Sprich: An möglichst vielen Tagen soll für alle Klassen der Unterricht erst um 13:00 Uhr enden.
An uns hängt eine Grundschule mit dran; Sie können sich kaum vorstellen, was das für ein Riesenaufwand für das Stundenplanteam ist.

Zeitschienen für unterschiedliche Klassen bekommen Sie so nie hin, außer, die Eltern fahren hin und holen ab.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Da Sie dann jeweils die dreifache Anzahl an Lehrkräften zur Aufsicht brauchen, können diese in der Zeit keinen Distanzunterricht anbieten – das muß dann mitbedacht werden

Georg
7 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das Zauberwort heißt EVA. Wenn die Schule Moodle nutzt, kommt gerne noch ein ADAM hinzu. Der Einwand von dickebank hat sich damit gleich mit erledigt.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Würden Sie bitte mal übersetzen??? EVA kann ich ja immer noch als Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe identifizieren (auch wenn ich den Zusammenhang nicht sehe), aber was ist ADAM und inwiefern hilft mir Moodle (in Brandenburg dann die deutlich funktionsumfangreduzierte Schulcloud) beim beschriebenen Problem weiter???

Georg
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

ADAM = Alle Daten Auf Moodle 😉

dickebank
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Und zwei Kolleg’innen bekommen dann für die Klausuraufsichten zusätzliche MAV – blöd, dass der Dienstherr da nicht mitspielt. Und ich stehe unentgeltlich nun einmal nicht zur Verfügung. Wie wäre es mit einer Reduzierung der Anzahl der Klausuren/Klassenarbeiten?
Aber geht ja nicht, die Sau wird ja erst durch’s Wiegen fett.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

MAV steht bei uns für Mitarbeitervertretung, Mensch Leute, könnt Ihr bitte mal diesen Abkürzungswahn lassen?

Jan aus H
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Wozu? Omikron wird man auch damit verteilen können. Spätestens, wenn die Lehrkraft infiziert ist, wird es zudem schön von Raum zu Raum getragen.

Sind Klassenarbeiten SO wichtig?

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Georg

@Georg
„Alle Daten auf Moodle“ ist allerdings kein Distanzunterricht, und das ist dann wieder mal Doppelbelastung der aufsichtführenden Lehrkräfte, oder wer erstellt und insbesondere kontrolliert die Aufgaben?

Martina Leverberg
7 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

So sieht es aus, als Lehrerin mit drei Kindern in der Schule kann ich nur den Kopf schütteln, vielleicht sollten sich die Entscheider in der KMK mal eine Woche lang in eine Schule begeben, acht Stunden den am Tag mit Testen, Frieren und zum Teil völlig sinnlosen Hygienekonzepten…

Birkenstock
7 Monate zuvor

Hat jemand ein anderes Ergebnis erwartet?
Infektionszahlen Neuinfizierte werden massiv steigen, also ist die einzig logische Konsequenz daraus: Die Quarantänezeit wird auf schlappe fünf Tage reduziert.

Notfallpläne an Schulen, wozu das denn noch wenn es doch auch ohne geht.

„entsprechende Erhöhung der Arbeits-/Auswahlzeit (Zeitzuschlag um 30 Minuten)“ für eine mehrstündige Abiprüfung ohne Pausen und durchgängig mit FFP2-Maske, Arbeitsschutz oder Jugendschutz scheint in DE nicht für junge Menschen zu gelten.

Welche Plan-B Szenarien hat man sich denn überlegt, wenn es nicht so wie angedacht laufen wird? Und wie dürfen die Abibälle und Abschlußfeiern 2022 nun gestaltet werden?

„Anpassungen des Prüfungsstoffes sind nicht geplant.“ Wie wäre diese Entscheidung wohl ausgefallen wenn KuMi-Kinder an Prüfungen 2022 beteiligt wären?

Geht es noch menschenverachtender?
KMK – Kochende Muttis Könnens

Dil Uhlenspiegel
7 Monate zuvor

„Schülerinnen und Schülern keine Nachteile aus der weiter andauernden pandemiebedingten Ausnahmesituation erwachsen dürfen“
Und das geht also am besten in Präsenz für (quasi) erwachsene SuS während Omikron, die bislang infektiöseste und „teilweise-Impfschutz-Escape“ Variante aller Covid-Mutationen, die Runde macht?

Schattenläufer
7 Monate zuvor

Das Kredo der KMK ist ja „Auf Sicht“ fahren.

Als erste Assoziation bildet sich da im Kopf das Bild der 16 apokalyptischen Reiter der KMK die in einem Kleinbus bei dichtem Nebel mit 180 Km/h über die Autobahn rasen.
Auf dem Dach sitzt wahrscheinlich noch Frau Stark-Watzinger als Nebelhorn und schreit rhythmisch „Die Schulen sind sicher“.

Bei näherem Nachdenken vergeht einem das Lachen aber.
Das Bild ist so nämlich nicht korrekt.

Durch den Nebel mit 180 Km/h rast nämlich ein riesiger LKW voll mit LuL und SuS.
Die Koryphäen der KMK sitzen gemütlich zu hause am Bildschirm, neben einem Luftfilter.
Dabei steuern sie den LKW per Joy-Stick aus der Ferne.

Inbegriffen ein paar kleine Aufmerksamkeits-Pausen wenn man mal aufs Klo muss oder gerade Wein nach schenkt.

Dabei hatten wir schon zwei Vollbremsungen in letzter Sekunde. Dabei gab es zum Glück nur reichlich blaue Flecken und ein paar Knochenbrüche.
Ok, es gab auch ein paar Hindernisse denen man nur knapp und mit einigen Blechschaden ausgewichen ist. Das hebt aber nur die Spannung am Bildschirm.

Jetzt gehen wir aber nochmal aufs Gas zum großen Finale. Wenn wir diesmal die Wand mit vollem Schwung treffen gibt es Tote.
Dann schalten unsere Dienstherren eben ihren Bildschirm aus, zucken bedauernd mit den Schultern und schlafen ihren Machtrausch in der weichen Lobby-Hängematte aus.

Jan aus H
7 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Dabei steuern sie den LKW per Joy-Stick aus der Ferne.“

…und das mit einer gigantischen Verzögerung zwischen Kamerabild und Steuerreaktion. Genau so sieht es aktuell nämlich aus.

Ragnar Danneskjoeld
7 Monate zuvor

Die geschilderten Maßnahmen fanden überwiegend bereits 2021 Anwendung und haben gut geklappt. Die (meisten) Abschlussprüfungen finden eh erst in mehreren Monaten statt und keiner weiß, wie die Lage da aussieht (außer die hier hyperventilierenden Schwarzseher*innen).
Wo genau also liegt das Problem (außer bei den Berufshysteriker*innen)?

TäglichGrüßtDasMurmeltier
7 Monate zuvor

Psst, bitte nicht mit Fakten kommen. Das stört nur.

Friedrich 0506
7 Monate zuvor

Zum Beispiel fangen in Rheinland-Pfalz die Abiprüfungen am Mittwoch an. Einige unserer Schüler der Stufe 13 haben Covid. Sie müssen nachschreiben. Die LuL dürfen, wie es aussieht, komplett neue Abis für sie aufsetzen. Man hat ja sonst nichts zu tun…
Das hat nix mit Hysterie oder Schwarzmalerei zu tun. Irgendwann reicht es einfach.
Unsere KM haben sicherlich noch nicht einen einzigen Tag in einer Schule als Lehrkraft verbracht, uns lassen sie ihre fragwürdigen Beschlüsse ausbaden.

Frau Schmidt
7 Monate zuvor
Antwortet  Friedrich 0506

Ich weiß, wovon Sie reden. Heute Morgen wurde die erste Schülerin positiv getestet und fällt aus.
Das Abitur am BGY habe ich gestern Abend um 23.00 Uhr, nach Tag-und Nachtschichten fertiggestellt. Ferien gab es keine, es mussten vorher noch andere Korrekturen fertiggestellt werden, nächste Woche ist Notenschluss.

Mein Alptraum ist, dass jemand beim Abitur fehlt und ich innerhalb einer Woche einen kompletten neuen Abituraufgabensatz mit Erwartungshorizont anfertigen muss. Schon letztes Jahr hatte ich einen Brechreiz vor dieser Situation.

Sternchen
7 Monate zuvor

Was hat denn da gut geklappt bitte? Alltag meiner Freundin an der Schule: infizierte Kollegin, Maßnahme keine. Kein Kollege wurde in Quarantäne geschickt, obwohl direkter Kontakt. Infizierte Schüler in der Klasse, keine Maken, Konsequenz keine. Meine Freundin musste weiter arbeiten gehen und der Test kam erst Tage später. Und zur Info, da war noch nichts mit Impfung. Rote Warn-App, Konsequenz keine. Weiter in die Schule gehen. Wenn Sie das als normal empfinden, dann weiß ich auch nicht. Das hat mit Gesundheits-und Arbeitsschutz nichts zu tun und mit Respekt auch nicht.

Jan aus H
7 Monate zuvor

„Wo genau also liegt das Problem“

Das es KEINEN Plan B gibt und es ihn auch nie gab. Man setzt alles auf eine Karte und stellt später dann diese Alternativlosigkeit als gegeben dar, während sie in Wahrheit hausgemacht ist.

Walter
7 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

… auch nie gab und es daher auch nie geben wird.

Dil Uhlenspiegel
7 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

… und weil Plan B (und C und D) anscheinend nicht vorliegt, MUSS natürlich Plan A etc. etc.

Xyz
7 Monate zuvor

In Rheinland-Pfalz beginnen die Abiturprüfungen wohl schon jetzt, nicht rgendwann!

Leseratte
7 Monate zuvor

„MONTAG, 03. JANUAR 2022
Coronavirus-Liveticker
+++ 13:31 Stark-Watzinger: Präsenzunterricht ist Frage der Chancengleichheit +++

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger spricht sich zum Unterrichtsstart in mehreren Bundesländern nach der Weihnachtspause weiterhin für geöffnete Schulen aus. „Präsenzunterricht ist eine Frage der Chancengerechtigkeit“, schreibt die FDP-Politikerin bei Twitter. „Wir müssen alles tun, um Schulen offen zu halten. Allen Schülern, Eltern und Lehrern einen guten und sicheren Start!“ Am Montag beginnt in mehreren Bundesländern nach der Weihnachtspause wieder die Schule. Zunächst kehren Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Rheinland-Pfalz zurück in den Unterricht. Am Dienstag folgen das Saarland, am Mittwoch Hamburg und – je nach Entscheidung der Schulen – auch Thüringen.“

https://www.n-tv.de/panorama/13-31-Stark-Watzinger-Praesenzunterricht-ist-Frage-der-Chancengleichheit–article21626512.html

Wenn man weiß, wie die Bedingungen an der eigenen Schule und an vielen anderen ist, kommt einem der Wunsch nach „sicherem Start nur einfach zynisch vor… es ist an den Schulen alles andere als sicher. Sicher ist eigentlich nur, und da wären wir bei der vielbeschworenen Chancengleichheit, dass wir alle im Schulbetrieb- SuS, LuL, EuE, … uns mit Omikron infizieren werden. „Wir müssen alles tun …“ – ich kann es nicht mehr hören. Im Sommer hätte „alles“ getan werden müssen… diese hohlen Phrasen sind nur noch unerträglich.

Klaus Lehmkuhl
7 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Frau Stark – Watzinger weiß offenkundig auch nicht so genau , was sie eigentlich will : Vor kurzer Zeit forderte sie noch die Schulen auf , sich auf Distanzunterricht vorzubereiten . Jetzt kommt sie mit der Chancengleichheit im Präsenzunterricht , eine selten hohle Phrase auf Gebauer – Niveau . Tröstlich , dass die neue Bundesministerin nichts zu melden hat . Schlimm , dass die Kollegen aus den Ländern genauso planlos agieren .

Elly (am Handy)
7 Monate zuvor

@Ragnar: das Problem liegt in der Ungleichbehandlung (besonders im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes) sowie der fehlenden Augenhöhe/Mitspracherechten im Bildungswesen an sich

Tobias Schramm
7 Monate zuvor
Antwortet  Elly (am Handy)

@ Elly (am Handy)
Volksbegehren „Bestmöglicher Gesundheitsschutz in Schulen, Kitas und in sonstigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Bayern“

Liebe Elly, liebe Leserinnen und Leser,

• Ziel des Volksbegehrens sind gesetzliche Regelungen, die einen bestmöglichen
Gesundheitsschutz der Kinder und Jugendlichen in Schulen, Kitas und sonstigen
Einrichtungen für Kinder und Jugendliche anstreben. Insbesondere geht es auch um
technische Schutzmaßnahmen (z.B. mobile Raumluftreiniger, stationäre RLT-
Anlagen, transparente Schutzwände mit umlaufender Kante etc.).

Ich habe mir bereits einige Punkte für den Inhalt des Volksbegehrens überlegt und einen ersten Entwurf erstellt.

Allerdings benötige ich nun ein Feedback zu diesen Ideen für den Inhalt des Volksbegehrens.

Deshalb möchte ich mich zunächst mit der Frage an Sie wenden, ob Sie grundsätzlich dazu bereit wären, sich den Entwurf des Volksbegehrens durchzulesen und mir eine Rückmeldung dazu zu geben, gerne auch Verbesserungsvorschläge, weitere Ideen etc.

Natürlich kann ich hier nicht den gesamten Entwurf für das Volksbegehren einstellen.

Ich habe mir gedacht, dass ich einen Link zu einer Telegram Gruppe posten werde, in der der gesamte Entwurf heruntergeladen werden kann.

Ich weiß nicht, ob es möglich ist, hier einen entsprechenden Link zu posten.

Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Vernetzung. Ideen und Vorschläge sind immer willkommen.

Über Antworten von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Schramm

PS: Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr 2022

Walter
7 Monate zuvor
Antwortet  Elly (am Handy)

„Die Länder informieren sich in der Kultusministerkonferenz gegenseitig über die angewandten Maßnahmen.“ Sollte dies nicht statt „informieren“ realitätsbezogener „übertrumpfen“ bzw. „unterbieten“ heißen?

Deutlich kürzere Quarantänezeiten um den eintretenen Ausfall an Manpower zu kompensieren als ersten Notfall-Schritt statt bei stark gemindertern Sichtverhältnissen den Fuß vom Gas zu nehmen. Auf so etwas kommt auch nicht jeder.
Als „Zwangsarbeit“ werden Tätigkeiten bezeichnet, zu denen Menschen unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen ihren Willen gezwungen werden. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der „Arbeitspflicht“, was für die an Schule Beschäftigten ja absolut abwegig wäre, denn niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten.

Tapsen
7 Monate zuvor

Na, ich mache mir um derartige Dinge als Lehrer schon lange keine Gedanken mehr. Wir haben in Thüringen mit einer Landkreisinszidenz von über 1300 weder Distanzunterricht, noch Wechselunterricht vom Gesundheitsamt zugewiesen bekommen, die Verantwortlichen in Erfurt haben sich abgeduckt und wie jetzt auch, die Entscheidung darüber dem Gesundheitsamt vor Ort überlassen…wir durften dann jede Stunde per Schulcloud übertragen für die Quarantäneschüler. Bei 14 zu unterrichtenden Klassen waren bei mir alle betroffen. Oder man sollte anderweitig dafür sorgen, dass die Schüler an den Stoff gelangten.
Und auch jetzt bleibt es dem örtlichen Schulamt und dem Gesundheitsamt überlassen, die Unterrichtsform zu bestimmen. Immer freitags wird neu beschlossen, was Montag losgeht.
Und im Nachbarkreis sitzt ein anderer Bearbeiter, der nach seinem Gutdünken entscheidet….Es ist einfach unfassbar und unsere Regierenden wissen davon NICHTS!

Friedrich 0506
7 Monate zuvor

Logik hierzulande: Weil Omikron hoch ansteckend ist, wird die Quarantänezeit verkürzt.

Marie
7 Monate zuvor
Antwortet  Friedrich 0506

Na logo, sonst schaffen wir die Durchseuchung nicht bis März. Da ist Corona schließlich zu Ende…

Rüdiger Vehrenkamp
7 Monate zuvor
Antwortet  Friedrich 0506

Die Logik gibt es glücklicherweise bereits in mehreren Ländern. Warum auch nicht? Im Grunde sollten die Kranken sich auskurieren und alle anderen machen weiter wie bisher. Worin liegt denn Ihre Angst in einer Infektion? Wenn Sie geimpft sind, haben Sie keinerlei schwere Verläufe zu erwarten und früher oder später werden Sie sich ohnehin anstecken – das geht gar nicht anders.

Friedrich 0506
7 Monate zuvor

Ich bin dreifach geimpft und fühle mich trotzdem nicht so sicher.
Mein Vertrauen in die Impfstoffe ist nicht soooo groß.

Trulla
7 Monate zuvor

Bitte stellen Sie sich doch einer Schule ihrer Wahl zur Verfügung, um dort die Tests abzunehmen.
Sicherlich sind Sie geimpft, geboostert und vertrauen ja auch auf das Immunsystem.
Vielleicht sind Sie ja auch schon durch mit einer Infektion, darum wissen Sie auch, dass die harmlos ist.
Nehmen Sie einfach Mal ein paar Näschen der aerosolgeschwängerten Luft eines vollbesetzten Klassenraumes und fungieren als Hygienefilter.
Wie auch immer, Sie sind mit ihrer Haltung geradezu prädestiniert, diese Aufgaben wahr zu nehmen, die Sie anderen so vollmundig empfehlen.

Trulla
7 Monate zuvor

Genau. Und damit Mami und Papi Ruhe haben …
werden dann ALLE SuS sowie LuL in die völlig unsicheren Schulen gezwungen.
Obwohl es viele SuS gibt, die sich in Schule NICHT sicher fühlen, die im Home-Schilling gut, vielleicht sogar besser zurechtkommen.
Die als Berufs-SuS ERWACHSEN sind ….
Wenn ALLE in die Schule gehen sollen, muss auch in Schule investiert werden.
Wir sind uns alle einig, dass Präsenzunterricht optimal ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist aber seit 2 Jahren nicht der Fall – und es wird auch kein Finger gekrümmt, diese auch nur ansatzweise zu verbessern.
Und SCHULSCHLIESSUNGEN hat es NIE gegeben. Wohl aber Schulverweigerer, während des DU und WU – und das waren nicht nur „benachteiligte“ SuS.

Ich kann vor allem diese Scheinheiligkeit nicht mehr ertragen, mit dem unter dem Deckmantel des „Gutmenschentums“ argumentiert und ANDEREN Gesundheitsschutz verweigert wird.

Rüdiger Vehrenkamp
7 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Gesundheitsschutz in Bezug auf Corona bekommen Sie durch die kostenlosen Impfungen und natürlich dürfen Sie sich, wie bei allen anderen Erkankungen, auf Ihr Immunsystem verlassen. Einen garantierten Ansteckungs- oder Infektionsschutz, der hier offensichtlich gefordert wird, gibt es nicht und wird es im Fall von Corona auch nicht geben. Jeder von uns wird sich im Laufe seines Lebens mehrmals damit anstecken.

Pit2020
7 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp

Verzeihung … aber Sie schreiben immer wieder ganz … phantastische 😉 Dinge, im aktuellen Post z.B. „kostenlosen Impfungen“.
Nur weil Sie nicht direkt vor oder nach dem „Piks“ bezahlen, sind die doch nicht kostenlos?!

Kritischer Dad*NRW
7 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp
Milder = leichter Infektionsverlauf, dabei kann dazu auch Sauerstoff im Klinikbett gereicht werden, schlimmstenfalls zu erwarten bei Vollgeimpften und geboostert. Unterhalten sie sich einfach mal mit Genesenen.

In der Anthroposophen-Szene wird immer wieder behauptet, dass ein gesundes Immunsystem vor einer Covid-19-Erkrankung schütze. Solche Behauptungen sind jedoch bis heute nicht belegt.

Und da sich nach ihren Worten jeder mehrmals im Leben anstecken wird, könnte es auch bei ihnen nach Wahrscheinlichkeiten zu urteilen irgendwann mal soweit sein. Ob dann bei einem belastenden Krankheitsverlauf die Symptome wie Muskel- und Gelenkschmerzen, Kurzatmigkeit und Atemnot weiterhin wie Schnupfen wirkten? Nach Genesung höre ich dann gerne ihren subjektiven Erfahrungsbericht aus der erlebten Praxis statt blanke Theorien.

Friedrich 0506
7 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Ja, damit Mami und Papi ihre Ruhe haben. Das ist nämlich des Pudels Kern. Darauf basieren einige Entscheidungen der KuMis.

In Gesprächen mit Schülern quer durch alle Stufen wurde deutlich, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil nicht sicher fühlt und lieber DU hätte. Und das waren SuS, die zu den eifrigen und zuverlässigen gehören.

Trulla
7 Monate zuvor

„Einen garantierten Ansteckungs- oder Infektionsschutz, der hier offensichtlich gefordert wird, gibt es nicht und wird es im Fall von Corona auch nicht geben“
Warum nur stehen überall in den Landtagen Luftfilter herum????

„…natürlich dürfen Sie sich, wie bei allen anderen Erkankungen, auf Ihr Immunsystem verlassen.“

Denken Sie an Prof. Drosten, das Steak und den Darm!

Steph R
7 Monate zuvor

Warum wird immer noch so getan, als ob Hygienekonzepte und Impfungen die aus der Pandemie resultierenden Probleme in der Schule lösen könnten? So viele Schulformen, so unterschiedliche Altersgruppen und Persönlichkeiten kommen hier zum Tragen.
An meiner Schule unterrichten wir auf Vormittags- und Abendschienen 5 Tage die Woche an 3 unterschiedlichen Standorten (Hauptstandort & Städte im Umkreis). Unsere SuS sind Erwachsene, die wiederum an unterschiedlichen Orten arbeiten und z.T. eigene Kinder haben, die in die KiTa oder zur Schule gehen. Bisher haben wir Ungeimpfte und noch nicht vollständig Geimpfte 3x pro Woche getestet, doch wie verlässlich sind diese Tests? Die psycho-soziale Belastung des/der Einzelnen testen sie jedenfalls nicht. Und was ist mit einem Haushalt mit 3 Kindern und der schwachen WLAN-Verbindung? Was ist mit der Angst, wenn man hört, dass selbst 2fach Geimpfte (ältere) Menschen an COVID-19 gestorben sind? Was ist mit der Doppelbelastung, wenn Präsenzschüler/innen und die in Quarantäne mit Unterrichtsmaterial versorgt werden müssen?

Immer wird gerne so getan, als wäre die Pandemie nur ein Tagesordnungspunkt im Schulalltag. Im April 2020 war ich selbst infiziert; es war ein schlimmer Ausnahmezustand. Warum wird erwartet, dass alle negativ Getesteten und Geimpften einfach weitermachen können wie bisher, während Verwandte, Bekannte und Mit-SuS erkranken und für eine Zeit im Unterricht fehlen? Lernen und Unterrichten basieren auf einer Beziehungsebene, auf Respekt und Verlässlichkeit.

Respekt und Verlässlichkeit seitens der Schulpolitik würde für mich bedeuten, und hier stütze ich mich auf die Voraussetzungen an meiner Schule im Zweiten Bildungsweg, dass bei hohen und steigenden Inzidenzwerten Distanzunterricht eingerichtet wird, der zu gleichen Teilen aus Videokonferenzen und eigenverantwortlichem Arbeiten über eine Lernplattform wie Moodle mit Feedback durch die Lehrkraft besteht. Die aktive Mitarbeit in Videokonferenzen sowie die schriftliche Erledigung von Aufgaben sollten dann die Bewertungsgrundlage sein. Eine Reduzierung der Klassenarbeiten bzw. Klausuren in Präsenz (z.B. am Halbjahresende) erscheint mir vor diesem Hintergrund als vertretbar. Das Verpassen von Online-Terminen, aufgrund von Arbeit, Kinderbetreuung, eigener Befindlichkeit, etc., muss schriftlich begründet werden und die Inhalte müssen nachvollziehbar nachgearbeitet werden.

Wenngleich purer Distanzunterricht gerade für jüngere SuS und auch für Eltern eine große Herausforderung und Belastung darstellt, so glaube ich doch, dass in Zeiten hoher Inzidenzen und Verunsicherung auch im Klassenraum – schon gemessen am Kriterium Gesundheitsschutz – kein verlässliches Lernklima bestehen würde.
Und wie sieht es außerhalb des Klassenraums aus, mit dem Transfer zur Schule und zurück – vor dem Hintergrund, dass zunehmend Verbindungen gestrichen werden, weil Fahrer/innen erkranken und im Winter?

Es muss klare Versetzungskriterien geben und, wie im vergangenen Schuljahr, die Möglichkeit zur Wiederholung ohne negative schulorganisatorische Konsequenzen.

Mir ist klar, dass die individuelle und familiäre Situation jedes/jeder Einzelnen eine bedeutsame und sehr unterschiedliche Rolle spielt, aber für mich wäre es wünschenswert, den notwendigen Raum zur Verarbeitung dieser Ausnahmesituation Pandemie zu bekommen, denn ein Weitermachen als wäre alles wie immer ist wohl kaum möglich.

xy
7 Monate zuvor

Sehr richtig. Meine Frau nennt es surreales Normalitäts Theater.
Mich kotzt das schon als Außenstehender an.
Es gibt auch bei mir grenzwertige Situationen im Berufsleben u.a. Kollegen, die in Hochrisikogebiete geschickt werden.
Das dann aber mit Klartext, Boni und auf freiwilliger Basis.
Man muss doch hirntot sein muss, wenn man die Lage an Schulen auch nur entfernt mit Normalität beschreibt.
Mit Omikron werden alle, auch Schüler, täglich und nicht freiwillig in ein Hochrisikogebiet geschickt von Menschen, die sich selbst in Online Konferenzen schützen.
In zwei Wochen wird dieses Konstrukt wegen der Ausfälle zusammenbrechen, aber bis dahin haben noch einige Long Covid abgestaubt.
Das ist skrupellos!
Selbst in den USA switcht man um auf Distanzunterricht.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-11/corona-weltweit-omikron-news-live

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante müssen Tausende Schüler in den USA länger in den Weihnachtsferien bleiben. Der für Montag geplante Schulbeginn wurde vielerorts verschoben.

In der Metropole Detroit im Bundesstaat Michigan etwa soll nach Angaben des dortigen Schulrats bis Mittwoch weder Präsenz- noch Distanzunterricht stattfinden, weil so viele Lehrkräfte infiziert sind. In den Städten Milwaukee und Madison im Bundesstaat Wisconsin gilt für rund 75.000 Schüler ab dieser Woche wieder Onlineunterricht. In der Stadt Syracuse im Staat New York wurde der Unterricht am Montag abgesagt, weil zu viele Lehrkräfte positiv getestet wurden und Ersatzlehrer fehlten.

In Peoria im Bundesstaat Illinois wurden die Weihnachtsferien gleich um eine Woche verlängert. In Davenport in Iowa fiel der Unterricht am Montag aus, weil Busfahrer fehlten – unter anderem, weil sie sich infiziert hatten. In den gesamten USA hat sich die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen verdreifacht, auf mehr als 400.000 pro Tag.

Rüdiger Vehrenkamp
7 Monate zuvor
Antwortet  xy
Pit2020
7 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp

Und in Frankreich ist offenbar eine neue Virusvariante aufgetaucht!
https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/offenbar-corona-variante-frankreich-entdeckt-36484692

Und in Frankreich will man sogar neue Atomkraftwerke bauen!
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/macron-atomkraftwerke-frankreich-101.html

Toll, was? … Wenn man’s mag. Sonst nicht.

Kritischer Dad*NRW
7 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp
–„Und in Frankreich lässt man die Schulen komplett offen.“–

Mein Tipp, auch nicht nur die Schlagzeile „Offene Schulen trotz Omikron – Frankreich macht es vor“ lesen!
„Für Kinder gelten DIESELBEN Regeln wie für den Rest der Bevölkerung“, so Gesundheitsminister Olivier Véran.

„Frankreich hält auch in der Omikron-Welle seine Schulen geöffnet. Dabei geht das Land nicht leichtfertig vor, sondern mit einem durchdachten Kurswechsel. Deutschland riskiert durch ZÖGERLICHKEIT dagegen neue Massen-Quarantänen.

Es gilt kein Unterschied mehr zwischen einer Infektion mit der Delta- oder Omikron-Variante. Die Quarantäne wurde von zehn auf SIEBEN Tage verkürzt. „

Rosa
7 Monate zuvor

Alles wieder sehr kurzfristig und natürlich zum Wochenende!https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/corona-schulen-135.html