Thüringer Lehrer sollen Laptops bis Ende Juni bekommen – zur Leihe

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In Thüringen sollen bis Ende Juni alle Lehrer mit Laptops versorgt sein. Viele von ihnen hätten bereits ein Gerät erhalten, erklärte das Thüringer Bildungsministerium auf Anfrage. Demnach sind von den rund 14,7 Millionen Euro aus dem Digitalpakt für die Anschaffung von Leihgeräten für Lehrkräfte bisher rund 9,4 Millionen Euro abgeflossen. Bis Ende September sollen dann auch alle Mittel vom Bund abgerufen sein, hieß es.

Ein Lehrer-Laptop ist offenbar so wertvoll, dass es nur zur Leihe ausgegeben werden kann. Foto: Shutterstock

Bund und Länder hatten vor etwa drei Jahren ein Programm gestartet, um die Digitalisierung an den Schulen in Deutschland voranzubringen. In Laufe der Jahre wurde der Digitalpakt Schule immer weiter ausgebaut und mit immer mehr Geld ausgestattet. Grund dafür war auch die Corona-Pandemie, die teils über Wochen und Monate hinweg Unterricht im digitalen Raum notwendig machte. Inzwischen stehen über den Digitalpakt rund 6,5 Milliarden Euro bereit, die bis 2024 an die Länder fließen sollen. dpa

Nur ein Bruchteil der Digitalpakt-Milliarden kam bisher in den Schulen an

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Klaus
2 Monate zuvor

In Berlin wurden 40.000 Notebooks an Lehrer ausgegeben. Davon sind 19.000 Rechner nie von den Lehrkräften in Betrieb genommen worden und liegen im Schrank.

Der Grund ist, dass nichts selber installiert und deinstalliert werden kann. Nicht mal der schlammgrüne Bildschirmhintergrund lässt sich ändern. Alles läuft über Fernwartung, einfach nur nervig. Behördenrechner sind bei Lehrkräften nicht angesagt.

Amanakoku
2 Monate zuvor
Antwortet  Klaus

Ah, ja, genau! Das habe ich unten sozusagen bestätigt.

Ruby82
2 Monate zuvor

Ich bin mir nicht sicher, ob in Brandenburg auch nur irgendeine Lehrkraft bereits ein Gerät bekommen hat.

Ich bin aber auch ehrlich: ich würde meinen 300 PS Ferrari nicht gegen eine 20 PS Ente tauschen wollen. Und genau das würde bei Dienstrechnern nämlich auf uns zukommen. Getreu dem Motto: zurück in die Vergangenheit.

Datenschutz-für-alle
2 Monate zuvor

Herr Hasse wird schon dafür sorgen, dass man mit den Rechnern rein nichts machen kann…

Georg
2 Monate zuvor

An meiner Schule gab es ipads. Produktiv arbeiten kann man damit zwar nicht, aber als Präsentationsgerät über appletv sind die super. Die Sache mit der Fernwartung gibt es bei uns aber auch, wobei aber die Möglichkeit, die eigene appleid zu nutzen, glücklicherweise nicht deaktiviert wurde. Auf ein lahmes, sperriges und schweres Notebook ohne Adminrechte hätte ich auch keine Lust.

Alla
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Wir haben auch I Pads bekommen, allerdings gesperrt.
Irgendwann soll auch appletv dazu kommen, möglicherweise schon im nächsten Schuljahr.

nursoistessinnvoll
2 Monate zuvor

https://www.merkur.de/lokales/weilheim/weilheim-ort29677/lehrer-dienstgeraete-lieferung-teilweise-erst-ende-maerz-91162151.html

Es geht auch anders. Es steht zwar nicht im Artikel, aber die Nutzer haben administrative Rechte und können daher die Geräte für den sinnvollen Unterricht herrichten und nutzen.
Und nur so gehts und ist es sinnvoll.

Amanakoku
2 Monate zuvor

In Berlin sind die Dienst-Laptops ein Flop. Es gibt so viele Beschränkungen, was man alles nicht machen darf damit durch Voreinstellungen. Rund die Hälfte meiner Kollegen hat den Dienst-Laptop entweder nicht genommen oder genommen und in den Schrank gelegt.

Aber das war ja soooooo wichtig und kostete rund 500 Millionen.