Verbot der Maskenpflicht in Grundschulen – KMK-Präsidentin: „Keine kluge Herangehensweise“

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Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), sieht beim Infektionsschutzgesetz im Hinblick auf die Schulen Nachbesserungsbedarf. Die Politikerin kritisierte etwa, dass der Entwurf eine Maskenpflicht für die ersten bis vierten Klassen ausschließe. «Das halte ich für keine kluge Herangehensweise», sagte die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein dem Deutschlandfunk. Sie griff damit die Kritik von Lehrerverbänden wie dem VBE auf.

Den Ländern soll es verboten bleiben, das Maskentragen in Grundschulen zur Pflicht zu machen – auch wenn dort das Infektionsgeschehen hochkocht. Foto: Shutterstock

Es gebe viele Regelungen in diesem Entwurf, die noch einmal überarbeitet werden müssten. Aus diesem Grund habe die KMK-Präsidentin auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Kultusministern eingeladen.

Diese Abstimmung zwischen den Ressorts habe Gesundheitsminister Lauterbach zwar im Juni versprochen, habe allerdings nichts in diese Richtung unternommen, deshalb habe sie in ihrer Rolle als KMK-Präsidentin diese Einladung jetzt ausgesprochen.

Prien sei dennoch zuversichtlich, dass trotz Coronapandemie die Schulen im Herbst und Winter geöffnet bleiben könnten. Man solle «nie nie sagen», aber es gebe erfreulicherweise einen breiten politischen Konsens, keinen deutschen Sonderweg mehr zu gehen. Am Montag ist das neue Schuljahr in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestartet – im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen waren die Sommerferien bereits in der vergangenen Woche zuende gegangen.

Am 24. August soll das Bundeskabinett grünes Licht für den umstrittenen Entwurf des Infektionsschutzgesetzes von Lauterbach und FDP-Justizminister Marco Buschmann zu den Corona-Maßnahmen in Herbst und Winter geben. Kommende Woche soll er weiter mit den Ländern abgestimmt werden.

„Vorausschauende Maßnahmen zur Minimierung von Risiken, wie etwa die flächendeckende Einführung von Luftfiltern, wurden nicht umgesetzt“

Für Schülerinnen und Schülern, die Masken ja nicht nur wie beim Einkaufen zehn Minuten, sondern über den Schultag lang tragen müssten, sei die Belastung hoch – weswegen für eine Tragepflicht in Schulen besondere Einschränkungen gelten würden, so hatte Buschmann die vorgesehene Regelung begründet. „Wir haben die Kleinsten ausgenommen“ (heißt: bis einschließlich Klasse vier bleibt sie verboten). Und: Es dürften lediglich die luftigeren medizinischen Masken, keine FFP2-Masken angeordnet werden.

Kritik an der Herausnahme der Grundschulen kam von Lehrerverbänden. Es sei klar, dass das Offenhalten von Bildungseinrichtungen höchste Priorität haben müsse, erklärte etwa der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann. Aber: „Ohne zu wissen, welchen Verlauf die Coronapandemie in den kommenden Monaten tatsächlich nehmen wird, jetzt schon kategorisch letzte Mittel auszuschließen, um Lernorte offenzuhalten, wie die eingeschränkte temporäre Möglichkeit zur Umsetzung einer Maskenpflicht an Grundschulen, ist schwer nachvollziehbar. Erst recht, wenn man sich bewusst macht, dass vorausschauende Maßnahmen zur Minimierung von Risiken, wie etwa die flächendeckende Einführung von Luftfiltern, in den meisten Bundesländern nicht umgesetzt wurden.“ News4teachers / mit Material der dpa

Buschmann: Maskenpflicht für Schüler erst dann, wenn der Krankenstand unter Lehrkräften in die Höhe schießt

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29 Kommentare
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Larissa Keks
1 Monat zuvor

Grundschülern Masken aufzwingen bringt doch nun wirklich nichts.

Carabas
1 Monat zuvor
Antwortet  Larissa Keks

Grundschüler haben eigentlich die wenigsten Probleme mit den Masken und den damit verbundenen Regeln.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Carabas

Meine Erfahrungen:
Das stimmt!

Und nun...?
1 Monat zuvor
Antwortet  Carabas

Klar, denn die sind noch am empfänglichsten für Beeinflussungsversuche von Lehrerseite.

Paulchen Panther
1 Monat zuvor
Antwortet  Und nun...?

Die bösen Lehrer, die wollen auch immer nur das Schlechte für die Kinder. Gut wenn die endlich weg sind. Wenn sie krank werden oder auch dank Long COVID länger ausfallen, unterrichten und beeinflussen die SuS sich einfach selbst.

Dirk Z
1 Monat zuvor
Antwortet  Carabas

@Carabas: Genau das Gegenteil ist der Fall, Zwar tragen viele diese mehr oder weniger aber die Massnahme erreicht nicht die notwendige Effizienz. Deswegen ist es richtig, die Maskenpflicht in den Schulen weiterhin auszusetzen- macht macht mit Masken viel mehr kaputt als man glaubt zu verhindern.

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Dirk Z

Selten so einen Quatsch gelesen. Die Maßnahme ist sehr wohl effizient. Wer das im 3. Pandemiejahr immer noch nicht verstanden hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber abgerechnet wird am Ende. Wir werden sehen, wer in 10 oder mehr Jahren den Kürzeren zieht in Bezug auf Folgeerkrankungen. Ich denke mal, das Virus wird gewinnen.

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

In 10 Jahren werden die regionalen Unterschiede eher marginal sein.

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Hellseher oder was? Ich bleibe da bei der Wissenschaft und nicht irgendwelchen Besserwissern. Provozieren Sie andere. Mich langweilt das und es ist noch nicht mal besonders kreativ.

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

Was für eine Prognose hat „die Wissenschaft“ denn für die nächsten 10 Jahre parat? Klären Sie uns doch bitte auf.

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Bis in 10 Jahren durfte sich jeder einmal mit einer Infektion auseinandersetzen oder ein Leben in einer Höhle führen.

Die Politik braucht die Gewissheit, dass das Gesundheitssystem die Pandemie bzw. perspektivisch die Endemie auch in den Wintermonaten stemmen kann. Dieser Nachweis wird in den nächsten Jahren erbracht sein.

In diesem Zusammenhang wird es dauerhaft keine Maßnahmen mehr geben.

Wie einzelne Menschen die „Ich-bekomme-niemals-Covid-Strategie“ dann umsetzen werden, bleibt eine individuelle Frage und Herausforderung.

Ich würde mich zumindest nicht soweit aus dem Fenster lehnen…oder auf die Gesellschaft setzen.

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich befürchte, dass es für meinen Lieblingskommunikator im Gesundheitsamt nicht mehr maßgeblich ist, ob das Gesundheitssystem zusammenbricht oder nicht. Hier ist es nicht mehr maßgeblich. Insofern könnte man sich die Unterhaltungen eigentlich auch schenken.

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Irgendwann stolpert Lauterbach über eine Mail, einen Anruf oder einen ausgehandelten Vertrag…

Falls nicht, wird ihm dauerhaft keiner mehr zuhören.

Spätestens bei der Erhebung der nächsten Zusatzbeiträge für die KV merkt auch der letzte, dass das „System Lauterbach“ nicht dauerhaft finanzierbar ist.

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Genau. Sie haben es erkannt. Diskussionen mit bestimmten Leuten führt zu nichts. Reine Zeitverschwendung.

Dirk Z
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

@Peace: Sie können gerne glauben dass die Massnahme effizient ist aber ich bin absolut davon überzeugt dass Sie trotz eisernen Maskentragens leider doch eventuell mehrfach infiziert werden auch wenn Sie es schaffen eine sehr hohe Disziplin zu schaffen. Manche lernen eben später aus Erfahrung und die ist oft bitter…

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Dirk Z

Was Sie glauben, interessiert mich nicht. Langweilt mich auch. Immer wieder dasselbe und keine wissenschaftlichen Belege. Und wer am Ende bitter dran ist, steht noch aus.

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Dirk Z

So ein blödes Geschwafel !
Von einem, der bisher corona = Grippe predigte und jetzt mit Mehrfachinfektion droht….wies eben gerade passt….tumbe Tönerei!

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

Ich denke, dass Sie in 10 Jahren unter hohem Blutdruck leiden werden…wenn ich Ihre Beiträge hier zum Maßstab nehme.

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ihre Meinung interessiert mich auch nicht. Provozieren Sie andere. Diskussion überflüssig.

Dirk Z
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

@Peace: Die meisten Menschen werden erst aufgrund einer Erfahrung klug – vielleicht werden Sie sich dann an meine Worte erinnern.

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Dirk Z

Ganz sicher nicht.

Hornisse
1 Monat zuvor
Antwortet  Peace

Ordentlich niedergemacht, die Nesteindringlinge, großes Lob!
Quittung für Dumm -und Frechheit !
Wenn Bedarf, – bin allzeitbereit

undheitergehtsweiter
1 Monat zuvor
Antwortet  Larissa Keks

Nach 2 Tagen Schule in NRW 2 positive SuS in der Klasse, nach 3 Tagen Schule 3 positiv getestete LuL im Kollegium. Kein SuS in unserer GS folgt der Empfehlung Masken zu tragen und die meisten LuL auch nicht, weil das Unterrichten bei den hohen Temperaturen der ersten Tage eh schon eine große Belastung war. Wenn das so weitergeht, kann sich jeder ausrechnen, wie Unterricht in 1-2 Wochen noch aussieht. Der bringt dann nun wirklich nichts, außer, dass die Kids betreut werden.

Last edited 1 Monat zuvor by undheitergehtsweiter
Jule
1 Monat zuvor

Mein Tipp: Mit dem unsäglichen Testen aufhören. Hört auf, die Kinder zu quälen!!!

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Jule

Testen wir halt nur noch Lehrer… Schule fällt so oder so aus, wenn Schüler nicht mehr getestet würden, noch mehr, da Erkrankungen unerkannt weiter gegeben werden. Wer jedoch Tests und Masken für Quälerei hält, sollte sich wohl mal mit PIMS beschäftigen…https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/pims/

Peace
1 Monat zuvor
Antwortet  Jule

Ihre Beiträge sind auch eine Quälerei.

Jule
1 Monat zuvor

Masken für Kinder ist übelste Kinderquälerei!!!

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Jule

„…..übelste….“
Was reden Sie da?
ÜBELSTE Kinderquälerei bewegt sich in Dimensionen, die tagtäglich Kriminalbeamte vor einem Bildschirm ertragen müssen!
Relativieren Sie bitte Ihre Aussage!

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Jule

Ja, irgendwann glauben und sagen die Kinder das,
Wenn man es Ihnen so oft vorsagt, wie Sie und Ihresgleichen Märchentanten !
Das ist die “ übelste Kinderquälerei !!! „