OBERHAUSEN. Seit mehreren Wochen bereiten der Polizei in Oberhausen viele Einbrüche und Vandalismus an Schulen, Kindergärten und Turnhallen der Ruhrgebietsstadt Sorgen. «Seit Anfang September haben wir eine extreme Häufung von Einbrüchen in Schulen und Kindergärten. Dabei geht es weniger um Diebstahl als um puren Vandalismus», sagte ein Sprecher der Oberhausener Polizei am Mittwoch auf Anfrage. Die vermutet ein Netz-Phänomen hinter den Taten.

Mehr als 25 Taten seien seit Anfang September registriert worden, so der Polizeisprecher. Der gesamte Sachschaden liegt nach Polizei-Schätzungen mittlerweile im Bereich von 100.000 Euro.
Aufgebrochene und herausgerissene Türen und Schließfächer, verschmierte und zerstörte Möbel und Wände, verwüstete Klassenzimmer, Turnhallen und Toiletten. Nach Polizeiangaben handelt es sich aufgrund der Spurenlage wohl nicht um Taten professioneller Einbrecherbanden, sondern eher um Vandalismus durch Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene.
«Allein am vergangenen Wochenende hatten wir vier neue Fälle», sagte der Polizeisprecher. Die Einbrüche beträfen Grundschulen, Gesamtschulen und Kitas. Zuweilen sei es «völlig sinnfreie Zerstörung», so der Sprecher weiter. «Allein in einer Schule waren 16 massive Holztüren komplett zerstört.»
Auch Eltern sollten aufmerksam sein. Zum Beispiel, wenn sie Videos oder Fotos von möglichen Taten auf den Smartphones der Kinder sehen
«Wir vermuten, dass sie ihre Taten wie eine Art Challenge sehen und diese bei sozialen Netzwerken wie Tiktok oder Snapchat teilen, um sich so zu brüsten und gegenseitig anzustacheln», sagte Hauptkommissar Ralf Weyer, Leiter der Abteilung für Jugendkriminalität bei der Oberhausener Kripo, der Zeitung.
Die Behörden durchforsten derzeit vor allem von Jugendlichen bevorzugte soziale Medien und hoffen gleichzeitig auf Hinweise aus der Bevölkerung. Anhaltspunkte und Hinweise für die Tätersuche zu finden, ist laut Polizei nicht einfach. Zumal sich entsprechende Posts oder Beiträge im Internet oft durch eine automatische Löschfunktion nach einer gewissen Zeit verflüchtigen. Auch Eltern sollten aufmerksam sein. Zum Beispiel, wenn sie Videos oder Fotos von möglichen Taten auf den Smartphones der Kinder sehen. News4teachers / mit Material der dpa
TikTok-Trend? Klopapier in Schultoilette brennt – mehrere Grundschüler verletzt
Sieht noch jemand auf dem Artikelbild ein Klassenzimmer nach der 4. Nachmittagsstunde?
Ja gut, der Stuhl ist zu edel.
(Das ist kein Witz.)
Ohne Witz: wenn ein Lehrer seine Schüler nach Hause gehen lässt, wenn sie einen derartigen Saustall hinterlassen, dann stimmt da was mit seinem Durchsetzungsvermögen nicht.
Hier ist der Durchsetzungsunstarke wohl eher in der SL anzusiedeln.
Sieht eher nach Vandalismus im Lehrer:innenzimmer aus – bei d e m Fußboden und einem aufgespanntem Schlagstock, äh, Regenschirm.
Das Lehreraußenzimmer ist auch ständig vermüllt.
Stimmt, der Lehrer ist schuld.
Wohl noch an keiner Brennpunktschule mit Kuschel-SL gearbeitet…?
Tja! Was soll man dazu sagen?!
Tiktok bildet halt – wenn man den Eltern glaubt.
Und wenn es “nur” zu Vandalismus und Zerstörung “reicht”.
@Riesenzwerg
Vielleicht ist das falsch verstandene “Erlebnispädagogik“?
Aber: Immerhin erlebt man (sogar im “Team”!) etwas in einer “Bildungsanstalt“, und die Kinder/Jugendlichen bewegen sich sogar dabei, erfahren Selbstwirksamkeit usw usf …
(Ironie? – “Weeeeiiiiiß niiiiiiich …”)
Nicht zu vegessen – der Umgang mit den digitalen Medien (nach der Verwüstung der analogen…;) ).
Einbrüche in Schulen waren schon immer ein Problem. Für Jugendliche bietet die Lernstätte scheinbar einen gewissen Kitzel, einzubrechen oder auf Dächern rumzuklettern. Oft ist die Beschädigung größer als das entwendete Inventar. Manche Schüler treffen sich gerne auch nachmittags und abends auf dem Schulgelände. Die Gruppeatmosphäre und die Abenteuerlust dürften dann der Auslöser für diese dummen Aktionen sein.
Wenn so ein (a)soziales Medium wie TikTok zu solchen “Challenges” (für mich sind es Straftaten) aufruft, und davon haben wir ja noch mehr Beispiele aus dieser Ecke, dann sollte man User, die so einen Mist ins Netz stellen, auch haftbar machen mit aller Härte des Gesetzes. Dies mit “Gruppenatmosphäre” und “Abenteuerlust” abzutun ist ja wohl ziemlich daneben. Offenbar ist ein Großteil unserer Jugend derart kritiklos und konsumiert jeden und folgt jedem Mist, mir wird ganz furchtbar schlecht wenn ich sehe, was viele Jugendliche “geil” finden. Da muss man absolut am Verstand zweifeln.
Es wird alles verharmlost und schöngeredet. Sonst müsste wer was tun!
Ich schlage meinen Schülys vor, solche Challenges zu Hause zu machen.
Schwups – erkennen sie es als Sachbeschädigung.
@Teacher Andi
Volle Zustimmung.
Aber ob da bei diesen Kindern/Jugendlichen (= Täter) tatsächlich Verstand ist an dem man zweifeln könnte?
Verharmlost habe ich gar nichts. Auch ich bin für konsequente Strafen. Nur habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass Schulaufbrüche nicht erst seit gestern ein Problem sind. Was es da downzuvoten gibt, ist mir schleierhaft.
Sie reden von “Kitzel, Abenteuerlust und Gruppenatmosphäre”, die diese “dummen Aktionen” auslösen. Wir haben als Jugendliche auch schräge Sachen gemacht, aber solchen Vandalismus kenne ich nicht, das ist schon ausgeprägter Zerstörungswahn, aufgrund welcher “schlimmen Kindheit” auch immer. Diese kritiklose Nachahmung von allem, was im Netz von den super Bloggern, Influencern und Youtubern/Tiktokern angepriesen wird ist doch das große Problem unserer vielfach hedonistich veranlagten Jugendlichen.
Und dies zu rechtfertigen, dafür haben Sie die downvotes.
“Wenn so ein (a)soziales Medium wie TikTok zu solchen „Challenges“ (für mich sind es Straftaten) aufruft,…”
Nicht Tiktok ruft zu Straftaten auf, sondern es gibt einzelne Nutzer, die auf Tiktok, WhatsApp, Telegramm, Facebook, Instergram usw. zu merkwürdigen, zweifelhaften oder sogar strafrechtlich relevanten Taten aufrufen oder diese zumindest provozieren. Alles verbieten? Auch die Tagesschau berichtet ja ausführlich über jede Festklebeaktion und fördert somit fast schon Nachahmertäter. Aber das finden ja einige sogar noch cool.
Es ist ein Unterschied, ob Straftaten genannt werden oder dazu aufgerufen. Die lächerlichen Aktionen der Grünen sind sicher nicht auf Nachrichtensendungen begründet.
Selbstverständlich. Würden die Nachrichtensender nicht fast beifallheischend von jeder 5-Personen-Festklebaktion berichten, gäbe es diese mangels medialer Aufmerksamkeit gar nicht.
Das sehe ich anders.
Hallo Ron, in unserer Stadt wurden vor einigen Monate in vielen Schultoiletten vandaliert. Die Sachbeschädigungen gingen überdies üblichen „Schülerstreiche“ hinaus.. Es wurde nicht nur alles unter Wasser gesetzt, sondern auch zum Teil Seifenspender und auch Türen herausgerissen und einige Toiletten sogar angezündet. Konnte nachweislich alles auf eine Tiktok-Challenge zurückverfolgt werden. Bitte verharmlosen Sie nicht solche Challenges als dumme Aktionen.
Warte mal, welchen Mehrwert schafft Social Media nochmal in der Gesellschaft?
In den meisten Fällen Zeitverschwendung und Fake News! Wertschöpfung oder echte Informationen kommen woanders her.