Flüchtlingskinder: Besuch einer „Willkommensklasse“ führt zu deutlich schlechteren Leistungen als die sofortige Integration

46

HAMBURG. Die meisten Schulen in Deutschland unterrichten geflüchtete Schülerinnen und Schüler getrennt von den übrigen Kindern in sogenannten „Willkommensklassen“. Eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung kommt nun allerdings zu dem Ergebnis: Wenn geflüchtete Kinder im Grundschulalter anstelle einer Regelklasse zunächst eine Vorbereitungsklasse besuchen, reduziert dies ihren Bildungserfolg deutlich.

Rund 200.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine besuchen derzeit deutsche Schulen (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Elf der 16 Bundesländer planten Ende März – sechs Wochen nach Beginn des Ukraine-Kriegs – sogenannte Willkommensklassen für geflüchtete Schülerinnen und Schüler, wie eine Umfrage des Mediendienstes Integration aufzeigte.Danach teilten nur Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler vom ersten Tag an einer Regelklasse zu, begleitet von zusätzlichen Deutschkursen. In Willkommensklassen dagegen werden Kinder und Jugendliche getrennt von anderen Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Neu ist das Konzept nicht: Bereits in der Flüchtlingswelle 2015/16 richteten viele Bundesländer solche Klassen für geflüchtete Kinder und Jugendliche ein. Aus der Bildungsforschung wurde daran Kritik laut.

„Generell ist bei vielen Lehrkräften die Wahrnehmung verbreitet, dass die ‚Willkommensklassen‘ aufgrund ihrer Separiertheit im Schulalltag häufig ‚vergessen‘ werden“

So ergab eine Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung bereits 2017, dass das Modell in der Praxis eine Menge Probleme birgt. Fazit der Forscher: „Die Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher wird bisher kurzfristig und kurzsichtig organisiert.“ Die Lehrkräfte werden mit den Schwierigkeiten weitgehend allein gelassen – sie müssen sich durchwursteln. Weder gebe es einheitliche Lehrpläne, noch seien die Lehrkräfte, häufig Seiteneinsteiger, ausreichend für den Unterricht von Deutsch als Zweitsprache qualifiziert.

Zu den inhaltlichen Problemen der Sondergruppen gesellten sich gewichtige organisatorische. Zum Beispiel stellten die Forscher fest: „In den ‚Willkommensklassen‘ herrscht eine sehr hohe Fluktuation. Zum einen kommen das ganze Schuljahr hindurch Kinder in die Klasse, die gerade neu in Deutschland angekommen sind. Zum anderen verlassen die Kinder die Klassen, die aus den Erstaufnahmeeinrichtungen ausziehen und damit meist auch die Schule wechseln müssen, und die Kinder, die in Regelklassen aufgenommen werden. Diese Situation beschreiben die Lehrkräfte als große Herausforderung, weil es die Etablierung von Strukturen und gruppendynamischen Prozessen erschwert.“

Auch die Trennung wurde als Problem wahrgenommen – von den Pädagoginnen und Pädagogen selbst: „Generell ist bei vielen Lehrkräften die Wahrnehmung verbreitet, dass die ‚Willkommensklassen‘ aufgrund ihrer Separiertheit im Schulalltag häufig ‚vergessen‘ werden, beispielsweise bei den Bundesjugendspielen, Einschulungsfeiern, dem Schulfest, der Vergabe von Turnhallenzeiten oder der Beteiligung an Theaterstücken.“ Die Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (KMK) schrieb dann auch im März zur Integration von ukrainischen Flüchtlingskindern in Regelklassen: „Dieses Modell sollte insbesondere in der Grundschule und den frühen Jahren der Sekundarstufe die Regel sein.“ (News4teachers berichtete).

Wie sich jetzt zeigt, gibt es neben der sozialen Integration ein weiteres gewichtiges Argument: Der Besuch einer separaten Vorbereitungsklasse führt bei neu zugewanderten Kindern zu deutlich schlechteren schulischen Leistungen als die unmittelbare Eingliederung in den Regelunterricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des RWI. Geflüchtete Kinder, die während ihrer Grundschulzeit zunächst eine sogenannte „Willkommensklassen“ besucht haben, erzielen bei standardisierten Tests in der fünften Klasse deutlich schlechtere Ergebnisse als geflüchtete Kinder, die direkt in eine reguläre Grundschulklasse integriert und teilweise mit zusätzlichem Deutschunterricht versorgt wurden.

Der negative Effekt ist besonders stark in den Fächern Mathematik und Deutsch. Schülerinnen und Schüler, die eine Vorbereitungsklasse besucht haben, schaffen zudem mit geringerer Wahrscheinlichkeit den Sprung auf ein Gymnasium.

Für die Analyse nutzen die Autorinnen exklusive Individualdaten der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung aus den Jahren 2013 bis 2019, welche durch die Vertrauensstelle der Hamburger Schulbehörde mit den Daten der standardisierten Tests Vera und KERMIT verknüpft wurden. In Hamburg besuchten in dieser Zeit bis zu 1.200 Grundschulkinder separate Vorbereitungsklassen. Diese sind in der Regel auf ein Jahr angelegt, der Schwerpunkt liegt mit 18 vorgesehenen Schulstunden pro Woche auf dem Deutschunterricht. Angesichts der Vielzahl an Geflüchteten konnten jedoch insbesondere in den Schuljahren 2015/2016 bis 2017/18 nicht alle geflüchteten Kinder in Vorbereitungsklassen unterrichtet werden.

„Um den Kindern möglichst große Bildungschancen zu eröffnen, sollten sie möglichst schnell in Regelklassen integriert werden“

Da geflüchtete Familien in Hamburg zentral den Unterkünften und schulpflichtige Kinder den Schulen zugewiesen werden, haben sie kaum Einfluss darauf, ob ihre Schule eine Vorbereitungsklasse anbietet oder nicht. Durch diese zufällige Verteilung können die Effekte der Vorbereitungsklassen auf die schulischen Erfolge in der Studie kausal analysiert werden.

„Unsere Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die direkte Integration von neu zugewanderten Grundschulkindern in Regelklassen ihre schulischen Leistungen stärker fördert als der Besuch von Vorbereitungsklassen mit intensivem Deutschunterricht“, sagt RWI-Wissenschaftlerin Lisa Sofie Höckel. Ihre Forderung ist klar: „Um den Kindern möglichst große Bildungschancen zu eröffnen, sollten sie möglichst schnell in Regelklassen integriert und vor allem mit zusätzlichem Deutschunterricht besonders gefördert werden.“ News4teachers

Bestürzende Studie: „Willkommensklassen“ für Flüchtlingskinder machen eine Menge Probleme – Lehrkräfte müssen sich durchwursteln

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei

46 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Orionus
26 Tage zuvor

Ja schön, und es geht wie immer auf Kosten der Lehrkräfte. Die müssen dann halt noch mehr differenzierten, haben ja sonst nichts zu tun. Und ich bezweifle, dass die Flüchtlingskinder in Klassen mit 30 Schüler*innen, in denen es sowieso schon schwer ist gut zu unterrichten, mehr lernen als in Willkommensklassen. Auch gibt es einen Unterschied, ob das Kind in der 1. oder vielleicht 2. direkt integriert wird oder das in der 5. oder 6. Klasse geschieht…dort wird für den ganzen Unterricht vorausgesetzt, dass die Kinder lesen und schreiben können.

Indra Rupp
26 Tage zuvor
Antwortet  Orionus

Worum es geht würde ja klar beschrieben – das Ergebnis mag hier nur keiner, denn das bedeutet, Inklusion ist besser als Exklusion. Man könnte auch mal die Leistungen und beruflichen Perspektiven von geistig beeinträchtigten Förderschul-bzw Regelschulkinder vergleichen. Es gab vor einer Woche auch ein Bericht im Spiegel, der teilweise widerlegt und in Frage stellt, dass leistungsstarke Kinder von I-Kindern ausgebremst werden.

Ron
26 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Inklusion ist besser als Exklusion.“ Das ist falsch. Zunächst einmal gibt es keine Standards für“Willkommensklassen“. Wenn, wie bei uns, zur Führung dieser kurzfristig eingerichteten Klassen auf ansonsten kaum einsetzbare Lehrkräfte zurückgegriffen wird und gleichzeitig monatelang kein Lehrmaterial vorhanden ist, darf das Ergebnis nicht überraschen. Zudem verblieben lernunwillige oder lernunfähige Schüler länger in diesen Sonderklassen. Auch das dürfte das Ergebnis negativ verfälschen. Der für mich aber wesentlichste Punkt ist, dass unter bestimmten Bedingungen vielleicht tatsächlich zu integrierende Kinder von einem inklusiven System profitieren, dies aber nicht für die aufnehmenden Schüler gilt, die in ihren Lernmöglichkeiten ausgebremst werden. Für jeden Schüler hat der Lehrer pro Stunde 1,5 min Zeit. Auch funktionierende Kinder und Jugendliche haben Anrecht auf Zuwendung. Und auch unterrichtende Kollegen dürfen nicht durch immer weitere Zusatzaufgaben in den Burnout getrieben werden.

P.S. Auch ich würde massiv profitieren, wenn ich mit den Bundesligafußbalklern trainieren dürfte. Ob die Profis von mir profitieren, darf bezweifelt werden.

E Peter Engel
8 Tage zuvor
Antwortet  Ron

Ich gehe sogar weiter. Für einen Fußball Nixcheker wie mich spielt es keine Rolle ob Beckenbauer mich trainiert oder ein Dorf Trainer

Ron
26 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Der Spiegel-Artikel weist pauschal auf Studien hin, sagt aber nicht, welche das sind. Im Internet finde ich nur eine Bertelsmann-Studie zu diesem Thema. Dieser Medienkonzern mischt in vielen Bereichen der Bildung mit und vertritt in meinen Augen oft tendenziöse Ansichten, weshalb ich diese wie die Bild-Zeitung nicht ernst nehme.

auchdasnoch
26 Tage zuvor

Na, das ist doch mal ein gefälliges Ergebnis!

Und schön billig!

Fernab jeglicher Erfahrung!

Küstenfuchs
26 Tage zuvor

Dies ist mal wieder ein gutes Beispiel, wie Bildungsforschung völlig an der Schulwirklichkeit vorbei argumentiert, weil die Forscher absolut keinen Einblick in Organisationsnotwendigkeiten haben.

447
26 Tage zuvor

Hmmh.
Kann ich mir kaum vorstellen – habe Integrationsklassen bisher als hilfreich erlebt, da die ausländischen SuS dann zumindest ein Grundgerüst haben, um irgendwie in die normale Schulinteraktion reinzukommen.

Angesichts der reinen Schülermenge pro Lerngruppe ist es für mich unmöglich, das parallel zu leisten. Dann wäre es reines Glück, ob ein SoS auch die gleiche Sprache kann und freiwillig aushelfen kann und auch will…

Last edited 26 Tage zuvor by 447
Leser3
26 Tage zuvor

Wenn wenige MigrantenSchüler in einer Schule sind, können diese natürlich leichter in einer bestehenden Klasse integriert werden. Das passiert auch in allen anderen Bundesländern.
Wenn eine Schule aber viele MigrantenSchüler im Einzugsbereich bzw Jahrgang hat, wird das nicht mehr möglich sein. Die Bildungspolitik stellt auch für die Herausforderung der Schulen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung.
Auch ist es nicht so, dass alle Bundesländer ohne Willkommensklasse per se zusätzliche Deutschkurse anbieten. Da irrt der Artikel gewaltig. Auch die Frage der Schulart bleibt unberührt im Artiek bzw. Studie. Insgesamt sollte man die spezifische Hamburger Stichprobe nicht verallgemeinern für die gesamte Republik. Hier wäre eine qualitative Studie – mit gezielten Sozialraumanalysen – wohl sinniger gewesen.

Der Uwe
26 Tage zuvor

Ja, der Klassiker: Unter optimalen bedingen, ist es besser als anders.
Optimal Bedingungen gibt es aber im deutschen Schulsystem schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten nicht mehr! Immer mehr Aufgaben (zum Teil vollkommen unsinnige) auf immer weniger Kräfte aufzuteilen ist der beste Weg ein Unternehmen runter zu wirtschaften.
Die Realität sieht doch ganz anders aus.

Ich würde mir wünschen, dass Personen aus den Ministerien und die Büroinsassen der Schulämter ALLE mal, auch nur für eine Woche, unter den Bedingungen arbeiten würde, die sie von den LuL auf dem Papier verlangen. Das bitte unter den Augen der Öffentlichkeit, damit keiner hinterher behaupten kann, es wäre super gelaufen!

Ich könnte mir vorstellen, dass dann plötzlich alles anderes wird.
Aber das ist Utopie, Wunschdenken, undenkbar, abstrus…

Palim
26 Tage zuvor
Antwortet  Der Uwe

Ich melde mich zum Hospitieren,
… im Anschluss vergleichen die Praktikant:innen das, was auf dem Papier steht, mit dem, wie es in der Realität verlaufen muss, weil die Reserven fehlen und die Ausstattung nie dem Papier entspricht.
Der Bericht kann am letzten Schultag der Woche parallel zum Unterricht bis 12 Uhr mittags erfolgen, darin ist die Behörde ja auch stark.

ed840
26 Tage zuvor

Als jemand der beruflich viel mit Statistiken zu tun hat, würden mir für eine Aussage wie in der Überschrift viel zu viele Informationen fehlen. Zum Beispiel die Größen der Vergleichsgruppen , soziodemografische Verteilung innerhalb der Gruppen, Ausprägungsgrad der Unterschiede usw. . Wenn die große Mehrheit in HH in Willkommensklassen ging und nur eine Minderheit in Regelklassen, könnten innerhalb der kleinen Gruppe schon Unterschiede und Ausreißer in der Zusammensetzung Einfluss auf das Ergebnis haben. Man müsste daher möglichst gleichartige Probanden vergleichen, die sich eigentlich möglichst nur im Kriterium „Wilkommensklasse“ oder „Regelklasse“ unterscheiden. Also Kinder gleicher Herkunft, Alter, sozialer Schichtung, Bildungsnähe/ferne, gleich langer Schulkarriere usw. . Auch die Info wie groß die Anzahl Geflüchtetet gleicher Herkunft in den Regelklassen im Durschnitt war, könnte hilfreich sein. Wenn nur in der 5. Klasse Tests geschrieben wurden und dazu das Krtierium „Willkommensklasse oder nicht“ erfasst worden wäre, aber keine derr Zusatzinfos, wäre die Aussagekraft der Studie aus meiner Sicht schon begrenzter, als bei einer Art „Zwillingsvergleich“. Da müsste ich also schon deutlich mehr wissen als in der Pressemeldung steht, um meine Schlüsse ziehen zu können.

Ron
21 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Soviel zu den Regeln geordneter empirischer Sozialforschung. Das ist aber gar nicht der Anspruch solcher Studien. Hier geht es wohl eher um politische Argumentationshilfen für die Billiglösung „Alle sitzen zusammen und werden beaufsichtigt“.

Lera
26 Tage zuvor

Zu pädagogischen Themen darf sich inzwischen wirklich jede Fachrichtung äußern, ohne dass das überhaupt noch als übergriffig wahrgenommen wird – in diesem Fall Wirtschafts“Wissenschaft“ (hust, räusper).

Vierblättriges Kleeblatt
26 Tage zuvor

Das ist schon lange bekannt. Ich meine auch hier davon gelesen zu haben: In den 1990er Jahren kamen tausende Kinder von Russlanddeutschen, Rumäniendeutschen, Polendeutschen usw. in die Bundesrepublik, die nur selten noch deutsche Sprachkenntnisse besaßen. Sie wurden einfach in normale deutsche Schulklassen gesteckt. Das war für sie nicht leicht, aber sie lernten so letztendlich schneller und besser Deutsch.

Das gilt jedoch vor allem für Kinder vor der Pubertät, glaube ich.

Carsten60
26 Tage zuvor

Aber vielleicht sprach bei etlichen Russlanddeutschen Rumäniendeutschen usw. wenigstens die Oma noch Deutsch, vielleicht auch die Mutter. Oder die verstanden etwas Deutsch. Das ist ein Riesenunterschied zu Flüchtlingen aus Syrien oder Afghanistan.

Vierblättriges Kleeblatt
25 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Das war oft so, ja, aber was genau ist dabei der Riesenunterschied? Diese deutschsprachigen Omas und Opas waren in der Schule nicht dabei. Außerdem sprachen sie in der Regel Dialekt und nur schlecht Hochdeutsch.

Carsten60
25 Tage zuvor

Na hallo: wie war das mit den Hausaufgaben und den Eltern, die ihre Kinder dabei nicht unterstützen können, weil sie selber kein Deutsch können? Dialekt hin oder her, einen Text verstehen ist schon mal besser als nichts.

Johannes
20 Tage zuvor

Das stimmt, aber die Schülerschaft insgesamt war nicht dermaßen problematisch, problembeladen, unterschiedlich, verzogen, verhaltensauffällig, förderbedürftig…..
Da fiel uns- die wir uns noch an diese Jahre erinnern- leichter, zu integrieren, zu fördern. Und das Anstrengen und Durchbeißen, bis eine Aufgabe erledigt war war noch selbstverständlich.
Kein Vergleich zu heute!

E Peter Engel
8 Tage zuvor

Je jünger, alles ist einfacher.
Aber das Thema ist ein Stückchen allgegenwärtig, tendenziell steigend.
Es ist Gang und Gebe das in Familien, auch die Länger hier wohnen, zuhause kein Deutsch gesprochen wird. Meine Frau ist Tagesmutter, da hatte sie das schon öfters. Das ist Privatsphäre, klar, auch sonst absolut nachvollziehbar das die Ihre Herkunft lieben (würde ich bestimmt auch) . Allerdings leben viele Familien seit 60 Jahren hier, da wäre es gut dann von frühen Kindesbeinen an unsre Sprache ebenfalls gelernt wird. Nicht korrekt diesen Mehraufwand dann wieder über den Staat zu regeln, das ist der Job von Mutter und Vater.

Last edited 8 Tage zuvor by E Peter Engel
Vierblättriges Kleeblatt
26 Tage zuvor

Ich meine, ein eher recht kurzer „Willkommenskurs“ würde genügen, in dem die Kinder „deutsche Unterrichtssprache“ und „übliche Phrasen“ für das kindliche Miteinander kennenlernen. DANN jedoch schnell ab in den Regelunterricht und die Regelklassen (siehe meinen anderen Kommentar).

Indra Rupp
25 Tage zuvor

Die Einwände hier sind sicherlich berechtigt, denn alles kann man relativ sehen. Wenn es allerdings um angeblich bessere Exklusion oder Schultypvergleiche geht, dann differenzieren ich und andere hier genauso – doch dann interessiert es keinen! Ein Schelm wer….

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dass man möglichst ähnlich geschichtete Gruppen vergleichen müsste um belastbare Ergebnisse zu erhalten, trifft auf alle Statistiken zu. Auch beim Vergleich Gemeinschaftsschule versus getrennte Schulformen hätte man das so machen müssen. Ich kann mich aber nur erinnern, dass entweder pauschal auf die besseren Ergebnisse der gegliederten Schulen verwiesen wurde oder eben pauschal auf die höheren Anteil von z.B. Migrantenkindern an Gemeinschaftsschulen, die dort für das niedrigere Durchschnittsniveau verantwortlich gemacht wurden. Wenn die inklusive Beschulung Migrantenkinder tatsächlich zu besseren Leistungen führt, wäre die Argumentation nur schlüssig, wenn der große Anteil der inklusiv beschulten Kinder auf die gegliederten Schulen gewechselt wäre, die Kinder aus den Willkommensklassen meist an die Gemeinschaftsschulen. Solche fundierten Vergleiche habe ich bisher nirgends gelesen. Nur die pauschalen Aussagen, dass Migrantenkinder grundsätzlich das Leistungsniveau bei bei Schulvergleichsstudien negativ beeinflussen würden. Solche pauschalen Aussagen halte ich für bedenklich, da Kinder hier allein wegen ihrer Herkunft stigmatisiert werden. Außerdem gibt es ja Bundesländer, wo anscheinend das Gegenteil der Fall ist. Da müsste also schon sauber differenziert werden, welche Kombination von Ursachen jeweils eine Rolle spielen könnte. Wer alles allein auf einen einzigen Faktor schieben will, handelt m.E. nicht sehr wissenschaftlich.

Indra Rupp
25 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich für meinen Teil habe definitiv nicht alles, wenn überhaupt irgendetwas, an Migranten Kindern festgemacht ( das suggerieren Sie, da Sie auf mich antworten) . Ich weiß, dass bei uns die priviligierteren Schulen (bei uns die IGS, also umgekehrt wie BaWü) sich Informationen über die Kinder, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialstatus der Eltern ect holen und sich dann die angenehmsten, erfolgsversprechensten auf den jeweiligen Gebieten (Haupt Niveau, Realniveau) heraussuchen, damit die Schule einen guten Eindruck macht und sich Lehrer für eine Stelle finden und dahin richtete sich meine Kritik und mein Vergleich. Nur bei den Gymniveau- Kindern kriegen sie eher die Schwächeren, weil die Stärkeren zum Gymnasium wollen. Zur Oberschule wollen aber die wenigsten und da landen bis auf ein paar Ausnahmen dann die, die keiner will oder die, die keine Meinung haben. Tatsächlich ist dort auch locker 60-75 % Migration ( Dorf!). Man kann nicht einfach diejenigen mit Hauptschulniveau hier und dort vergleichen, um dann das angeblich schlechtere Schulkonzept auszumachen. Wenn in BaWü die Gesamtschulen als sog. “ Resterampe“ fungieren, will das aber keiner hinterfragen, der die Gesamtschulen eh schlecht machen will. Das es in NDS umgekehrt ist, weil dort die Gesamtschulen angesehener sind als die homogeneren Oberschulen, interessiert dann auch keinen. Nun kommt ein Beispiel wie dieses, dass die integrierten Kinder besser abschneiden und auf einmal differenzieren hier alle, um dies zu relativieren. Das ist, mit Verlaub, amüsant!

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dass Migrantenkinder pauschal für schlechte Ergebnisse in Schulvergleichsstudien herhalten sollen, zeigt sich in den Statements von Politikern und Verbandsvertretern. Schade, dass Sie das persönlich nehmen. Auch beim Vergleich von Schulformen wären solche Zahlen nur wirklich aussagekräftig, wenn die Vergleichsgruppen innerhalb der Schulen möglichst gleich geschichtet wären. Undifferenzierte Gesamtwertungen geben da m.M. deutlich weniger her. Wie Schulen es schaffen an sensible Daten wie Sozialstatus, Herkunft und Vorbildung der Elternteile usw. zu kommen, um dann im Vorfeld selektieren zu können, weiß ich als Laie nicht.

Indra Rupp
22 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie informieren sich bei den Grundschulen!

kanndochnichtwahrsein
25 Tage zuvor

Sollte, müsste…
Wo ist das Personal?
Was, wenn Regelklassen eh schon übervoll sind?
Wenn da schon Inkulsionskinder und ein Haufen nicht normal sozialisierte Kinder sitzen und (mehr als) die ganze Aufmerksamkeit der Lehrkräfte beanspruchen.
Wer baut Beziehungen zu zugewanderten Kindern auf, wenn in weiterführenden Schulen sich für jedes Fach andere Lehrkräfte die Klinke in die Hand geben?
Wer sorgt für eine individuell angepasste Förderung in Deutsch, wenn keiner mehr den Überblick behalten kann, wenn Kinder – was sie am schnellsten lernen, egal woher und warum sie kommen – die Lücken im System auszunutzen wissen?

Schulen mit guten Modellen mussten ihre bewährte Vorgehensweise (mit Integration in Regelklassen plus individuell DaZ) spätestens in den letzten Monaten zurückfahren, weil die Systeme überlastet sind.

Wo bleibt das Personal für ideale Arbeit?
Es war lange klar, dass wir an diesen Punkt kommen würden.
Wir sind auch noch lange nicht am Ende der Entwicklung angekommen.
Es werden noch viel mehr Schüler aus dem Ausland dazu kommen – Kriege, Natur- und Umweltkatastrophen, Engpässe auf Arbeitsmarkt und im Versorgungssektor… all das wird uns weitere Zuwandererwellen bescheren.
Eigentlich gut so und eine Chance für alle Beteiligten.
Um diese Chancen nutzen zu können, muss ins System investiert werden.
Unterricht in Regelklassen müsste bei so vielen Kindern ständig auch Deutschunterricht sein.
Ich höre allerdings schon die Eltern der zukünftigen Abiturienten schreien, die ihre Kinder nicht ausreichend gefordert sehen, wenn die 30 % Deutsch-Anfänger 90 % der Zeit des Lehrers beanspruchen oder alternativ über Tische und Bänke gehen bzw. drunter weg rutschen.

In vielen verschiedenen Modellen kann gute Integrationsarbeit geleistet werden!
Nur: für alle Modelle braucht es ausreichend Personal!

Eine-Diagnose-für-sich
25 Tage zuvor

Da bekomme ich aber mit dieser Studie einen Schlag ins Gesicht für meine Arbeit. Ich unterrichte DaZ in einer Willkommensklasse einer GS. Bei mir lernen die Kinder das Lesen, Schreiben und das Rechnen. Nach ca. 3-4 Monaten versuche ich diese Kinder in der Regelklasse zu integrieren. Je höher die Klassensufe, desto schwiereger wird es für alle Beteiligten. Die DaZ- Kinder sitzen dann meistens die Zeit nur ab, da sie wegen fehlendem Wortschatz nicht mitkommen. Der Lehrer hat nur wenig Zeit die Sprachdefizite auszugleichen. Frust auf beiden Seiten. Wenn die Politik kein Geld hat, uns zu bezahlen, muss sie dann das auch so sagen, statt die Misere durch irgendwelche Studien zu vertuschen.

ed840
24 Tage zuvor

Es fällt mir auch schwer zu glauben, dass es die Schulkarrieren von Migrantenkindern nachhaltig negativ beeinflusst werden, wenn sie einige Monate in einer Willkommensklasse unterrichtet werden. Um diesen Schluss aus der Hamburger Statistik ziehen zu können, fehlen mir auch viel zu viele Informationen darüber. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und hoffe, dass Sie trotzdem das eine oder andere Erfolgserlebnis feiern können.

Umbreit
23 Tage zuvor

Liebe Redaktion, ich glaube Ihnen gerne, das Flüchtlingskinder schneller in einer normalen Klasse lernen. Aber haben Sie es auch einmal aus der Sicht der anderen Kinder, die bei mir nicht einmal mehr als die Hälfte ausmachen, betrachtet? Außerdem wüsste ich gerne, ob Sie auch die enorme zusätzliche Arbeit des Lehrers mit den ausländischen Eltern einmal gesehen haben? Ich denke, ich bin da nicht die Einzige, die alles Wichtige 4-5x mitteilen muss (von leichter Sprache, Bildern, Fotos…. bis fast immer persönliches Gespräch mit überhaupt etwas klappt. Das kostet Zeit, Nerven und Gesundheit. Wir müssen auch an die anderen Kinder denken! Sind sie denn weniger wert? Selbst wenn der Lehrer alles gibt, was viele Kollegen tun, solange sie noch können, haben wir zu wenig Zeit und Kraft, um diese Kinder so optimal zu fördern, wie es eigentlich unser Anspruch ist. Von nebenschulischer staatlicher Leistungsförderung für unsere starken Schüler, höre ich gar nichts mehr. Es geht doch nur noch darum, alle irgendwie im Mittelmaß zu halten. Das macht mich nicht nur traurig, sondern auch wütend. Schon jetzt bezahlen Lehrer ihren hohen Anspruch mit ihrer Gesundheit und sehr viel privatem Geld, das sie in den Unterricht, besonders in der Grundschule, einbringen. Als leidenschaftlicher Lehrer fühlt man sich dieser Tatsache ausgesetzt. Wir stehen immer auf dem Grad völliger Erschöpfung, dafür kann ich nichts, sie da oben wollen es so und Resignation. Ich liebe meinen Beruf, bin über 30 Jahre mit Leidenschaft dabei, aber Bürokratie und das ganze Drumherum frisst uns auf. Es nimmt uns Freude, Kraft und Gesundheit! Mit freundlichen Grüßen K. Umbreit

Pizza-Studie
13 Tage zuvor
Antwortet  Umbreit

Is ja lustig ! Nun sind sie endlich da, Refugees und ihr Nachwuchs. Und nun wollen ausgerechnet als erste unsere linken Lehrkräft:innen aufgeben ? Mal ne Schippe nachlegen, ihr seid als staatliche Kostenfaktor:innen der Luxus den sich Deutschland (noch) leisten kann. Also probiert doch mal bitte: Mund halten und Pflichten ERFÜLLEN !!

potschemutschka
19 Tage zuvor

Ich habe mal eine allgemeine Frage in die gesamte Runde: Gibt es irgendwelche Gesetze/Regeln, wie Flüchtlingsknder ohne D-Kenntnisse in Regelklassen benotet werden (besonders in D) ? Mich interessiert das aus gegebenem Anlass. Ich betreue seit kurzem (außerschulisch) 2 ukrainische 9 -Klässler, sehr fleißig und lernwillig. Im Regelunterricht erhalten sie nur wenig Hilfe (kein Vorwurf an die Lehrer, die haben viele andere Sorgen – Problemschule). Zusätzlich zum Regelunterricht erhalten die Schüler noch 2 DaZ- Stunden pro Woche, nebenbei machen sie noch online ihren Ukrainischen Unterricht. Beide Kinder sprechen außer ukrainisch, perfekt russisch und gut englisch. Deutsch verstehen und sprechen sie für die kurze Zeit, die sie hier sind, auch nicht schlecht. Im regulären D-Unterricht sehen die beiden aber kein Land, ebenso in sehr sprachlastigen Fächern (Politik z. B.). Wie wird das in den verschiedenen BL mit der Benotung gehandhabt, besonders interessiert mich Berlin/Brandenburg.

nurmalso
19 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kann das nur für NRW beantworten. Hier müssen die Schüler*innen in den ersten zwei Jahren keine Noten bekommen, können aber einen Kommentar erhalten, was sie schon können, was noch nicht, einschließlich Beobachtungen zum Arbeitsverhalten. Offiziell heißt es bei den zwei Jahren „in der Regel“. Wir haben das immer sehr individuell gehandhabt. Wer noch alphabetisiert werden musste, brauchte natürlich länger. Die Noten wurden sozusagen nach und nach erteilt, Deutsch und Gesellschaftslehre kamen meistens zum Schluss.
Natürlich ist das für Schüler*innen, die erst spät ins deutsche Schulsystem einsteigen, ein Problem hinsichtlich der Schulabschlüsse. Manchmal muss da ein Schuljahr wiederholt werden. Eine sehr ehrgeizige Schülerin hat es geschafft, in zwei Jahren den 10er-Abschluss mit Qualifikation für die Oberstufe zu schaffen. Aber das ist eher die Ausnahme. Und wenn jemand ganz klar für die Oberstufe geeignet ist, ist es manchmal anzuraten z.B. die Klasse 10 zu wiederholen, damit der Weg dahin ein sicherer ist. Ist für die Schüler*innen nicht einfach, da sie immer überlegen, wie weit sie jetzt im Heimatland schon wären…

potschemutschka
19 Tage zuvor
Antwortet  nurmalso

Danke!

Boglarka Baykov
10 Tage zuvor

Wegen Inklusion und weil ich hier viele herzlos Kommentare gelesen habe. Ich weiss, dass es anstrengend ist für kluge und schnelle Kinder, sowie auch für Pädagogen, wenn sie mit Kindern zusammen lernen müssen, die etwas langsamer sind. Aber meine Frage ist, schmeißt man aus der Familie das schwächere Kind raus, weil es weniger leistet? Lässt man es auf sich gestellt, weil es die anderen ausbremst?
Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass Sie einmal vielleicht einen Unfall erleiden könnten, oder eine schwere Krankheit, die Sie auf einmal wesentlich beeinträchtigt und schwächt? Wie würde es sich anfühlen, wenn aufgrund Ihre Leistungsschwäche Sie dann auf einmal ausgegrenzt wären, weil Sie die anderen ausbremsen?
Es wird immer über die Überforderung den Pädagogen gejammert. Ich habe in Deutschland ein sehr hartes Leben. Diese Sprache ist nicht meine Muttersprache, ich war hier ohne Freunde und Familie über 7 Jahre alleinerziehend. Aber ich habe mich zusammengerissen und jeden Tag mein bestes getan. Für meine schwächere Kinder, die meine Karriere, meine persönliche Vorstellung von Entwicklung und Glück, sowie hohe Lebensstandard ausgebremst haben.
Aber nachträglich denke ich mir besseres konnte mir nicht passieren. Ich habe mich sehr viel entwickelt. Reissen Sie sich zusammen und arbeiten Sie besser. Ich tue das für die Hälfte des Lohns was ein deutscher Lehrer nach Hause bringt und habe mich und meine Kinder hier selber integriert, soweit es mir zugelassen wurde. Wir kratzen nur am unteren Rand der deutschen Lebensstandard und ich arbeite dafür doppelt so hart. Ich hatte keine andere Wahl als dies zu akzeptieren. Und ich tue und tat es, weil ich für meine und für unsere alle Kinder ein sicheres und ruhiges Leben haben möchte. Erziehungsarbeit ist schwer und schlechte Erziehung hat schwere Folgen. Ich glaube an Sie. Reissen Sie sich zusammen.

Ruddy
9 Tage zuvor
Antwortet  Boglarka Baykov

Seltener Käse, die Schule und danach ist halt Mal was anderes, als die Familie

Bailey
9 Tage zuvor

Und was ist mit den Muttersprachler:innen? Das wird mMn nie erfragt, wie sich durch den inklusiven/integrativen Unterricht die Schulleistungen in den letzten 25/35 Jahren verändert haben. Wenn ich an meine Schulzeit denke, konnten wir viel mehr mitnehmen, als die SuS in der heutigen Situation. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Inklusion/Integration, aber Abstufungen sind eine Notwendigkeit , um nicht auf Kosten der Muttersprachler:innen zu arbeiten. Bsp. In den Hauptfächern (vor allem Deutsch, da E und M überall gleich sind) soll differenziert werden und zwar die Gruppen und nicht innerhalb dieser und mit einem gemeinsamen Lerntag können dann alle voneinander profitieren, sowie die Nebenfächer inklusiv/integrativ zu unterrichten, würden hier mE eine gute Alternative zu den aktuellen Situationen sein.

E Peter Engel
8 Tage zuvor

Eine ideologische Diskussion an der Realität vorbei.
Die Ukrainer sind Patriotisch. Wenn der Konflikt zuende ist, gegen 95% wieder weg. Warum also die normalen Klassen, wo eh Lehrkräfte fehlen, noch mehr belasten?

Überhaupt, mir hätte es als Kind nichts gebracht ohne Englisch zu können, in einer Englisch sprachigen Schule zu sitzen. Wie soll man ohne ordentliche Sprachkenntnisse überhaupt irgendwas verstehen? Ich bin bei Fresenius Medical Care, dort läuft viel über Englisch. Ich habe es seit der 5ten Klasse. Trotzdem verstehe ich zu 60% Bahnhof… Das soll nur ein Beispiel sein und Englisch und Deutsch sind ähnlicher als Ukrainisch und Deutsch….

Bei allem wie man den Ukrainern zurecht hilft, bitte nicht die notwendigen Belange der hiesigen Familien vergessen. Vor allem: Funktionierende Kitas und Schulen (derzeit nicht der Fall) und bezahlbarer Wohnraum (nur im Osten und Norden der Fall….)

Last edited 8 Tage zuvor by E Peter Engel
Martina
8 Tage zuvor

Wenn ich das lese hier kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Die Kinder brauchen als erstes ein Psychologen als Betreuung.
Die kommen aus schwerem Kriegsgebieten . Man kann die nicht einfach in Klaßen rein schmeißen .
Jedes Kind verarbeitet den grauenvollen Krieg anders.
Diese Kinder gehören auch nicht in Sonderschulen.
Die sind nicht dumm,.
Unsere deutsch ist außerdem sehr schwer. Da gehört schon sehr viel Feingefühl dazu .
Das stimmt schon das die Lehrer dazu wenig Zeit und auch nicht die Erfahrung haben
Da muss schon Fachpersonal her .
Wenn keines da muß schnellstens welches erlernt werden dafür.
Wir Deutschen sind auch sehr langsam und hilflos in der Situation.
Es gibt unter den jungen Frauen bestimmt Lehrer und Physiologen .
Man muss schon diese nehmen.

Last edited 8 Tage zuvor by Martina
Jjjjjj
8 Tage zuvor

Die Kinder aus der Ukraine sind meistens respektlos und undankbar aber das ist nicht deren Schuld sondern der der Eltern, den Eltern wurde eingetrichtert das man in Deutschland alles umsonst bekommt und man muss gar nichts tun und dann benehmt man sich auch so, man sieht auch manchmal so manche „Erwachsene “ wie die sich in Läden benehmen, Katastrophe
Die Erwachsene brauchen eher Respekt und Disziplin Unterricht um deren 5j alten Kinder das weiter zu geben !

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Jjjjjj

Sie scheinen ja sehr viele Ukrainer zu kennen, oder haben Sie das etwa von jemandem gehört, der sowas gehört hat? Wie sonst kommt man zu solchen Pauschalurteilen?

Gabriele Hill
7 Tage zuvor

Die Inklusion geht immer zu Lasten der leistungsbereiten Schüler.

Reinhard Kochendörfer
4 Tage zuvor

Ich kann als ehreamtlicher Lehrer in den Brückenklassen nur bekräftigen, was andere hier geäußert haben. Weniger als 50% der ukr. SchülerInnen sind bereit, Regeln einzuhalten und sich Mühe zu geben. Traumatisierung kann, anders als in der Augsburger Zeitung behauptet, m.E. nicht dafür herhalten, das Lernverhalten bzw. den fehlenden Willen zu erklären.

Gertrud Schiffer
1 Tag zuvor

Ich betreue im Nachmittagsbereich Grundschüler im Rahmen des“ Leseclubs“ einer Initiative der Stiftung Lesen und des Bertelsmannverlags. Die kleinen Gruppen ( max 10 Schüler/innen von Klasse 1-4) sind aus Schüler*innen unterschiedlicher Etnien auf freiwilliger Basis gebildet worden. Wir lesen den Kindern vor, regen sie an ,selbst zu lesen, in einem Kurs mache ich kleine einfache chemische und physikalische Experimente. Meine Erfahrung mit ukrainischen Schüler* innen ist sehr positiv. Sie sind m.E. hoch motiviert, besonders ,was die Aneignung der deutschen Sprache und der Lesefähigkeit betrifft. Sehr aufmerksam und diszipliniert. Da ich in meiner aktiven Zeit als Lehrerin an einer Realschule mit sehr hohem Anteil an Schüler* innen mit Migrationshintergrund unterrichtet habe, war ich positiv überrascht, so lernwillige Kinder zu treffen, besonders,wenn man bedenkt, unter welchen Umständen sie nach Deutschland gekommen sind.