Schüler wollen das Klima retten, handeln aber selbst kaum umweltfreundlich

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MAINZ. Klimawandel und Artensterben sind als zwei der drängendsten Probleme der Menschheit im Bewusstsein vieler Menschen angekommen, nicht zuletzt aufgrund des lautstarken Protests der jungen Generation. Beim eigenen umweltfreundlichen Verhalten kann die Generation allerdings die Unterstützung der Schule gut gebrauchen, zeigt eine Mainzer Studie.

Auf den Fridays-for-Future-Demonstrationen setzen sich Schüler für den Klimaschutz ein. Foto: Shutterstock

Schülerinnen und Schüler sehen zwar einen dringenden Handlungsbedarf in Sachen Naturschutz, legen aber selbst kaum ein umweltfreundliches Verhalten an den Tag. Eine Erhebung von Biologiedidaktikern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) unter 11- bis 13-jährigen Schülerinnen und Schülern belegt nun allerdings eine deutliche Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Engagement für den Naturschutz. Nach ihren eigenen Angaben setzen nur 12 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren aktives Verhalten zum Schutz der Natur in ihrem Alltag um.

„Obwohl sie eine Reihe von Verhaltensabsichten mit dem Naturschutz in Verbindung bringen, berichten nur wenige Schülerinnen und Schüler über ihre eigenen Aktivitäten im Naturschutz. Wir stellen fest, dass zwischen den Äußerungen der Schülerinnen und Schüler und ihren Handlungen eine Lücke klafft“, sagt Laura Christ von der Arbeitsgruppe Didaktik der Biologie, die die Studie durchgeführt hat. „Daher ist es umso wichtiger, dass Naturschutz in der Schule verankert und damit das Engagement der jungen Menschen für den Erhalt von Natur und Umwelt verstärkt wird.“ An der Studie hatten sich 144 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 7 an Schulen im Großraum Rhein-Main beteiligt.

Die Erhebungen fanden zwischen Juni und Oktober 2021 im Biologieunterricht an Partnerschulen der Arbeitsgruppe statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten freiwillig an der Studie teilnehmen und sich zu einem fiktiven Szenario äußern. Demnach bat der Gemeinderat die jungen Leute, ihre Meinung zum Naturschutz der Zukunft mitzuteilen und insbesondere zwei Fragen zu beantworten: Was bedeutet Naturschutz für dich? Was bewegt dich, dass du dich schon heute für den Naturschutz der Zukunft engagierst? Ihre Antworten konnten die Schülerinnen und Schüler direkt an eine angegebene E-Mail-Adresse schicken oder aber die Antworten wurden von den Lehrerinnen und Lehrern gesammelt.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wussten, dass es eine fiktive Situation ist und nicht wirklich vom Gemeinderat in Auftrag gegeben wurde. Wir haben sie gebeten, sich wahrheitsgemäß zu äußern, und sie darüber informiert, dass die Antworten keinen Einfluss auf ihre Noten haben werden“, erklärt Laura Christ die Voraussetzungen.

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Naturschutz wird von Schülerinnen und Schülern vor allem mit Tieren in Verbindung gebracht

Die Antworten der Jugendlichen erfolgten in Form von Texten, die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgewertet wurden. Den Auswertungen zufolge brachten die meisten Schülerinnen und Schüler mit dem Begriff „Naturschutz“ Tiere in Verbindung. Das Wort „Tiere“ wurde in 57 Prozent der Antworten erwähnt, gefolgt von „Natur“ mit 55 Prozent. Dagegen wurden Insekten und Bienen nur in jeweils 6 Prozent der Antworten mit Naturschutz assoziiert. „Auch die Begriffe Klimawandel oder Kohlendioxid fallen nur selten“, stellt Laura Christ fest. Eher wissenschaftliche Begriffe wie „biologische Vielfalt“ kamen in den Antwortschreiben nicht vor.

Eine Einteilung der Antworten nach Kategorien ergab, dass die Schülerinnen und Schüler vorwiegend einen existenziellen Zugang zum Naturschutz hätten, das heißt sie äußerten sich in etwa mit „Damit wir auch in Zukunft noch so auf der Erde leben können wie bisher“ oder „Ein Leben ohne Pflanzen und Tiere ist nicht möglich“. 74 der 144 Schülerinnen und Schüler nannten auch konkrete Verhaltensabsichten, wie zum Beispiel „Es wäre gut, wenn die Menschen weniger Auto fahren würden“. Allerdings beschreiben nur 17 Teilnehmende also lediglich 12 Prozent Verhaltensweisen, die sie tatsächlich aktiv in ihrem alltäglichen Leben umsetzen – anhand von 38 verschiedenen Beispielen wie etwa beim Konsumverhalten: „Ich kaufe regionale Produkte.“

Konzept von Naturschutz wird im Allgemeinen verstanden – Handlungsmöglichkeiten aufzeigen

„Die Erhebung zeigt uns, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Alter das Konzept von Naturschutz im Allgemeinen verstehen, aber nicht so ganz wissen, wie sie es in ihrem eigenen Leben umsetzen können oder umsetzen sollen“, fasst Arbeitsgruppenleiter Prof. Daniel Dreesmann, die Ergebnisse zusammen. „Fragen zum Artensterben und dem Naturschutz sind für die jungen Menschen relevant, wie auch die Demonstrationen von Fridays for Future zeigen. Wir müssen aber deutlicher als bisher Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.“

Laura Christ merkt an, dass zum einen Wissenslücken bestünden, die der Schulunterricht nicht schließen konnte, auf der anderen Seite aber auch die Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Engagement auffalle. „Wie schafft man den Sprung von der Erkenntnis zur Umsetzung?“, formuliert sie die Herausforderung. Eine Möglichkeit wären beispielsweise Citizen-Science-Projekte, in denen die von Schülerinnen und Schülern erhobenen Daten zum Beispiel Naturschutzbehörden zur Verfügung gestellt werden und in deren Arbeit einfließen. „Damit könnten die Schülerinnen und Schüler direkt erleben, dass ihr Tun nicht nur dem Unterricht und den Noten dient, sondern sie einen aktiven Beitrag leisten, um den Naturschutz voranzubringen.“ (zab, pm)

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32 Kommentare
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Ron
2 Monate zuvor

NGOs, teilweise vom Ausland finanziert, sollen also mehr Einfluss auf die Bildung unserer Schüler, teilweise direkten Zugang ins Klassenzimmer bekommen (vielleicht auch über die neue nationale Lernplattform). Begründet wird das damit, dass die Jugendlichen nicht wüssten, wie sie ihre guten moralischen Grundsätze im realen Leben umsetzen könnten. Doch ist das tatsächlich so? Friday für Hopsen war zumindest bei unserer Schule eher willkommender Anlass für eine Party bei McDonalds. Die Demonstrationsorte der Gretajünger ähnelten Schlachtfeldern aus zertreten Einwegverpackungen. Selbst Greta konsumierte Fastfood gerne, wie Fotos der Presse zu entnehmen waren. Die Schüler äußern sich folgerichtig in der Studie auch in etwa mit „Damit wir auch in Zukunft noch so auf der Erde leben können wie bisher.“ Bisher heißt aber, es soll greenwashed so weitergehen wie gehabt mit Spaß, Mobilität, Urlaubsflügen, Internet, Streaming und Auto. Fast niemand ist bereit, dies aufzugeben und dauerhaft zu frieren, auf moderne Medizin zu verzichten oder nur noch regional zu arbeiten („du, die Fleischerei in der Gretelstraße sucht jemanden. Da biste doch so schön dicht dran und brauchst gar nicht auszuziehen“). Selbst die Lehrer planen nach Corona in Masse den nächsten Kretaflug („ich sag dir, die haben da eine tolle Natur. Herrlich!“ Ganz zu schweigen von den Figuren, die uns dieses neue Leben aufschwatzen wollen. Allein in Davos landeten zum Gipfel 800 Privatflugzeuge. Das ist nur noch heuchlerisch.

Wollen wir uns tatsächlich ins Mittelalter zurückbomben? Ein Leben ohne Energie, ohne genug Nahrung und medizinische Versorgung? Und wer wird uns auf diesem Weg folgen? Die Amerikaner, Chinesen und Inder mit Sicherheit nicht. Die übernehmen nur unsere Produktionsstandorte.

HerrWirfHirnVomHimmel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Eine Aneinanderreihung von rechten Geschwurbel bekommt in diesem tollen Lehrerforum bisher 22 Zustimmungen? Das macht ein wenig fassungslos.
Ich Versuche es jetzt auch überhaupt nicht mit Argumenten, die bringen bei so verbohrten Menschen eh nix. Getrolle bleibt getrolle. https://www.klimafakten.de/meldung/ratgeber-konstruktiv-auf-internet-trolle-reagieren

Streamer01
1 Monat zuvor

Ist das ihr bestes Gegenargument?!

Na dann: Ron 1 : 0 HWHVH

Ron
1 Monat zuvor

Na, schon wieder persönliche Anfeindungen und Diffamierungen aus der linken Erleuchteten-Ecke? Natürlich bin ich wieder „rechts“, weil ich eine andere Meinung habe und nicht linksradikal daherkommen. Dazu „Geschwurbel“, „Getrolle“, „verbohrt“ und „fassungslos“. Letztens kam noch jemand mit sozialdarwinistisch und populistisch. Das können Sie noch auf Ihren Karteikärtchen ergänzen und an Ihre Sektenmitglieder weitergeben. Aber wie ich sehe, haben Sie ja schon ein Rezeptbuch zur Bekämpfung Anderersdenkender. Herzlichen Glückwunsch, Sie Demokrat.

HerrWirfHirnVomHimmel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Haltloses Geschwurbel wird nicht dadurch besser, dass man sich als Opfer generiert. Und mir Cancel Culture vorzuwerfen, wenn man selbst nur Blödsinn gesçhrieben hat, ist wirklich erbärmlich. Sich dann noch als Demokraten aufspielen setzt dem ganzen die Krone auf.

Ralph
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Und sowas von jemand, der eine ganze Bewegung diskrediert und versucht lächerlich zu machen?! Ist das ihr Ernst Ron? Schon ihre Wortwahl entlarvt sie.
Und dass sie meinen, es sei linksradikal, wenn man sich gegen den Klimawandel engagiert, sagt schon genug über Sie aus. Sie greifen hier ständig Leute mit gegenteiligen Meinungen persönlich an und diffamieren sie. Man kann nur hoffen, dass sie kein Lehrer sind.

Walter Hasenbrot
2 Monate zuvor

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich also kaum von ihren Eltern und LehrerInnen.

Andre Hog
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

…und es sind dieselben SuS, die mich mitleidig fragen, ob das Smartphone wirklich meins ist, das bereits 5 Jahre auf dem Buckel hat, während sie im Halbjahrestakt die Technik der neuesten Generation vorweisen und damit herumprahlen oder die Teilnahme an einem Unterrichtsgang zu einem 2 km entfernten außerschulischen Lernort verweigern, weil ich dafür keinen Bus chartern werde.

Doppelstandards in unfassbarer Vielzahl…auf die Frage in einer Q2 nach evtl Wahlverhalten im letzten September zur Bundestagswahl bekomme ich die Antwort, dass sie FDP wählen würden, weil die sich so vehement gegen ein Tempololimit aussprechen würden….ja, das sind die extremen Auswüchse – aber sie treten lautstark in Erscheinung.

Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Das, was Sie Doppelstandards nennen, ist vielleicht bei näherer Betrachtung etwas anderes. Die Gesellschaft als Ganzes wird heute zu bestimmten gesellschaftlichen Positionen regelrecht genötigt und hat oft keine Lust, trotz anderer Befindlichkeit dumm anzuecken. Deshalb widerspricht man nicht. Viele junge Menschen finden Umweltschutz ja auch grundsätzlich richtig, möchten aber ihr Leben dafür nicht ändern. Dass junge Leute die Grünen gar nicht mehr so progressiv und jugendlich finden, ist auch nicht verwunderlich. Nicht jeder plant seine Zukunft auf dem Lastenfahrrad. Deshalb ist es auch kein „Auswuchs“, wenn Jugendliche in der Tat FPD wählen.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Die Menschen stehen politisch weit weniger weit links als die Parteien, die sie wählen. Sie sind halt echt mittig, was ungefähr dem konservativem Flügel der heutigen CDU entspricht.

Last edited 1 Monat zuvor by Georg
Hornveilchen
2 Monate zuvor

So ist es. Die vielbeschworenen Engagierten sind eine kleine Minderheit. Vermutlich keine 10 Prozent.

Last edited 2 Monate zuvor by Hornveilchen
Maren
2 Monate zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Dafür sind sie umso lauter, selbstgefälliger und überheblicher. Kein Wunder bei so viel Lob und Verständnis seitens vieler Erwachsener, besonders der Politiker, die wiederum ihre eigenen Ziele mit der Lobhudelei auffälliger Minderheiten verfolgen.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin für Umwelt- und Klimaschutz, aber das viele Schmierentheater, mit dem sich viele selbst schmücken, finde ich extrem abstoßend. Da sind die Jungen nicht besser als die Alten.

Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  Maren

Selbstgefälligkeit, Überheblichkeit und Penetranz. Ich denke auch, dass immer mehr Menschen nur noch genervt sind. Und nein, ihr sprecht nicht für die Jugendlichen, nur weil ihr selber jung und sehr laut seid.

447
2 Monate zuvor

Ekelige, banale Dinge wie Steuerlast, Wirtschafts“wachstum“, Heizkosten und Spritpreise… werden das schon regeln.

Last edited 2 Monate zuvor by 447
Andre Hog
2 Monate zuvor

„Beim eigenen umweltfreundlichen Verhalten kann die Generation allerdings die Unterstützung der Schule gut gebrauchen, “

…Nein, nein und nochmals nein!

Nicht schon wieder die Schulen….als wenn wir nicht eh schon in allen möglichen Fächern auf die globalen Wirkungen individuellen Handelns hinweisen würden. Als nächstes kommt ein laminiertes Fsltblatt im Vielfarbdruck, dass uns ganz ‚umweltverträglich‘ Hinweise zur Vermittlung solcher Inhalte informiert.

Haben die Blagen von heute keine Eltern mehr, die ihnen grundlegende Zusammenhänge des alltäglichen Lebens vermitteln.

Marion
2 Monate zuvor

Die haben da nur 11 bis 13jährige befragt.
Das sind KINDER, die langsam anfangen pupertär zu werden.
Was, zum Teufel, erwartet ihr von denen.
Klar, wissen die theoretisch viel über Umweltschutz. Aber erwartet tatsächlich jemand von 11 bis 13jährigen, daß sie das perfekt im Alltag umsetzen?
Ich erinnere mich, daß in meiner Jugend der Spruch „Mit jedem Hamburger, den du ißt, stirbt ein Stück Regenwald.“
Ich waren damals immer im Konflikt mit meinem Gewissen, wenn wir tatsächlich mal die Gelegenheit hatten, mit Freunden bei McDonalds „einzukehren“. Da hat man sich dann gerne mal eingeredet, daß das Stück Regenwald, das man im Begriff ist zu verspeisen, jetzt ja eh schon tot ist.
Wichtig ist doch, daß was hängen bleibt. Heute verzichte ich gerne auf Besuche im Schnellrestaurant und versuche beim Einkaufen möglichst auf Regionalität und Saisonalität zu achten.
Der Grundstein für dieses Bewußtsein wurde aber in der Jugend gelegt.

Indra Rupp
2 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Das hatte ich mich auch gefragt, zumal Kinder in diesem Alter vieles, wie „ich kaufe regionale Produkte“ garnicht entscheiden können. Die Eltern werden idR den Einkauf bestimmen.

Vicki
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Na ja, zum Beispiel hätten auch coole 11-13 jährige antworten können:
(wenn die Frage wirklich so war, wie : „was machst du ganz konkret, um die Natur zu schützen ?“)

  • ich fahre mit dem Fahrrad zur Schule und zum Sport statt von Mama mit dem Auto gebracht zu werden
  • ich habe mit meinem Opa im letzten Herbst in seinem Garten einen Reisighaufen für Igel angelegt, damit die Tiere dort überwintern können
  • ich habe schon mal einem Freund gesagt, dass es doof ist, mit dem MTB
  • querfeldein zu fahren, weil dabei die Natur geschädigt wird
  • wir zusammen mit meinen Eltern in den Ferien diesmal eine Wandertour durchs Sauerland machen wollen, weil wir alle zwei Jahre bewußt nicht in den Urlaub fliegen.
  • wir mit der Klasse an einer Aktion des Forstamts teilgenommen haben,
  • bei der uns gezeigt wurde, wie in den Wäldern Bäume gepflanzt werden,
  • …..
Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Vicki

Das hätten „coole“ 11 bis 13jährige sagen können, richtig.
Ich fordere hiermit alle Eltern auf, aktiv zu werden, damit ihre Kinder solch „coole“ Jugendliche werden können. Die Schule allein wird das nämlich nicht schaffen.

Hennes
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Die Schule allein wird vieles nicht schaffen, was ihr mal eben, so ganz nebenher, als immer neue und weitere Aufgabe in die Lehrpläne reingewürgt wird.
„Die Schule muss es richten“ ist ein Offenbarungseid der Politik und Gesellschaft.
Hauptsache, den Menschen wird der Eindruck vermittelt, der Staat kümmere sich um alles und befreie sie von ihren Lasten und Pflichten in der Kindererziehung.

Wer sich seit Jahren nicht mehr nur als „Vater Staat“ begreift, sondern auch noch als „Mutter Staat“ und sich in dieser Doppel-Rolle obendrein als die besseren Eltern versteht, muss sich zwangsläufig übernehmen und gezwungen sein, dies zu vertuschen, indem er den Aufgabenkatalog von Schulen und Lehrkräften rein äußerlich immer dicker macht, letztlich aber nicht liefern kann, was darin steht.

Aufgrund dieser Überlastung von Schule und Lehrkräften kann er noch nicht einmal mehr das liefern, was Schülern früher zufriedenstellend beigebracht wurde: Lesen, Schreiben und Rechnen.

Georg
2 Monate zuvor

Wurde eigentlich das Konsumverhalten derjenigen, die laut Klimaschutz rufen, genau aufgeschlüsselt? Aus den Daten im Artikel geht das nicht hervor.

Alles in Allem bestätigt diese Untersuchung erneut, dass Freitags schulfrei wichtiger war als das Klima.

Oberstufenschüler
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Was erwarten Sie von 11- 13 Jahre alten SuS?
Allein die Tatsache, dass sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, ist eine extrem positive Errungenschaft.
Und anstatt sich inhaltlich über Argumente auszutauschen, können Sie nichts als eine ganze Generation delegitimieren, obwohl Sie selbst wahrscheinlich keine Ahnung haben, wovon Sie eigentlich sprechen.

WeiterSo
2 Monate zuvor

Danke für den sehr treffenden Kommentar Oberstufenschüler

Ron
1 Monat zuvor

Hier „delegitimiert“ niemand etwas. Doch wenn die „Marke“ Umweltschutz als Massenbewegung bewusst mit der Belohnung „Schulfrei“ gekoppelt wird, ist der Protest trotz Medienechos inhaltlich wenig wert. Überzeugen Sie mich statt mit fff mit sundayforfuture. Aber derzeit müssen Sie ja sogar die Festkleber für ihre Aktionen bezahlen und mit Autos zum Ort ihrer Antiautodemos bringen.

Robert
1 Monat zuvor

Sind Sie sicher, dass sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinandersetzen? Ich kann nur hoffen, dass die meisten es wirklich tun und nicht nur Spaß am Protestieren und der damit verbundenen Anerkennung haben.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Robert

Die allermeisten wollen nur frei haben, vom kleinen Rest wiederum geht den meisten um die Anerkennung und vom allerkleinsten Rest geht es um die Sache oder — Achtung Aluhut — Umsetzung gewisser Ziele finanzstarker Gruppen im Hintergrund.

Hilfe
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Georg und sein angeblicher Durchblick. Mal wieder Behauptungen aufstellen, um unliebsame politische Positionen zu diskreditieren. Der „lustige“ Verweis ist leider gar nicht lustig sondern wirklich bitter weil so wahr. Unglaublich, was sich so im Staatsdienst tummelt.

Streamer01
1 Monat zuvor
Antwortet  Hilfe

You will eat the bugs, you will own nothing, and you will be happy

Angelika Mauel
1 Monat zuvor

Hallo Oberstufenschüler,

gerade Schülerinnen dieser Altersgruppe habe ich als besonders engagiert im Tierschutz erlebt. Fleisch zu essen war auf einmal aus verschiedenen ehrenwerten Motiven tabu. Sie stellten ihre Ernährung um und erwarteten es auch von anderen.

Aber wenn es um Handys geht, merkt man so gut wie nichts von einer Verzichtsbereitschaft. Eure Generation weiß wie die Rohstoffe gewonnen werden und welchen Rattenschwanz am Missständen damit zusammenhängt. Da ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre: Es gab schon lange kein Jahr mehr, in dem ich nicht x-mal an der Bushaltestelle (meistens von Mädchen) den Satz gehört habe „Ohne Handy/Smartphone könnte ich nicht leben“ – oder existieren… Dass es immer noch zu verbotenen Aufnahmen von Lehrern kommt, kann einem auch nicht verborgen bleiben. Und für so einen Scheiß werden Menschen und Natur in anderen Ländern ausgebeutet. Orthopäden sprechen von der „gebeugten Generation“, weil sich vor allem so viele junge Menschen ihre Halswirbelsäule ruinieren.

Vielleicht solltet ihr mal eine Handysteuer fordern, die den Besitz mehrerer Geräte ebenso berücksichtigt, wie bei der Hundesteuer der Zweit- und Dritthunde mehr kosten… Das ist natürlich nur eine Gedankenspielerei.

Hilfe
1 Monat zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Wenn du auf Auto und Fernseher verzichtest, verzichtet die Jugend aufs Handy.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Hilfe

@Hilfe

Tolle Idee, sorgt sicher auch für die als Argument oft und gerne benannten „leuchtenden Kinderaugen“.

“ … Tatsächlich gilt für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren: Für 85 Prozent von ihnen ist das Fernsehgerät klar das bevorzugte Medium – vor Tablet (63 Prozent) und Smartphone (59 Prozent), wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännischen Krankenkasse mit Sitz in Hannover ergab. Nur die Gruppe der Zehn- bis Zwölfjährigen nutzt demnach das Smartphone (90 Prozent) etwas häufiger als den Fernseher (86 Prozent). Befragt wurden insgesamt 1001 Eltern mit Kindern der Altersgruppe. Die KKH ist mit rund 1,6 Millionen Versicherten eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen.
Mit Abstand folgen in der Rangliste der Mediennutzung unter Zwei- bis Zwölfjährigen die Spielekonsole (40 Prozent) sowie Computer, Laptop oder Notebook (30 Prozent). Und gerade einmal zwölf Prozent der befragten Eltern sogar der Allerjüngsten, der Zwei- bis Vierjährigen, gaben an, dass ihr Kind noch keines dieser Geräte nutze. …“
https://www.lkz.de/%C3%BCberregionales_artikel,-fernseher-schlaegt-handy-wenn-kinder-medien-konsumieren-_arid,712111.html

Btw:
Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren sitzen zwar eher selten selbst am Steuer (Fahrgeschäfte auf der Kirmes zählen nicht!), fahren aber häufig bei den Eltern im Auto mit. 😉

GriasDi
1 Monat zuvor

Was soll eine solche Studie für 11 bis 13 jährige? Viel interessanter wäre doch die Altersgruppe von 16 bis 25.