ERFURT. Der Thüringer Philologenverband hat angesichts der desaströsen Ergebnisse der Iglu-Studie für Deutschland ein verpflichtendes Vorschuljahr gefordert, um die Kinder gezielt auf die Schule vorzubereiten – „mit Beschäftigungen, die die Konzentration, die Feinmotorik und soziale Interaktion im Sinne von Zusammenarbeit und Einhaltung von Regeln und Normen üben“.
„Die Ergebnisse der der aktuellen IGLU-Studie sind alarmierend!“, so Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes. „Dass ein Viertel der Grundschüler/innen nicht den erforderlichen Standard der Lesekompetenz erreicht, ist nicht nur aus sozialen Gründen bestürzend, sondern es gefährdet auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Aus Sicht der Thüringer Philologen ist deshalb ein verpflichtendes Vorschuljahr geboten. „Frühzeitige Förderung in der Grundschule ist das A und O, damit alle Kinder ihr Leistungspotenzial ausschöpfen können”, so heißt es in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus sollten Sonderpädagogische Fachkräfte und Förderschullehrkräfte die Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen unterstützen.
Englisch in der Primarstufe gehört dagegen für die Philologen auf den Prüfstand: „Lesen, Schreiben und Rechnen müssen beim Übertritt in die weiterführenden Schulen sicher beherrscht werden. Deshalb sollte in den Klassenstufen 1 bis 4 die Stundenzahl in Deutsch und Mathematik erhöht werden. Dabei ist auch zu überprüfen, ob die erste Fremdsprache an der Grundschule noch sinnvoll ist.” News4teachers
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Debatte um Iglu-Studie – Philologen fordern: Englisch in der Grundschule streichen!
