Hä? Deutsche wollen mehr Bildungsgerechtigkeit – Brennpunkt-Schulen besser ausstatten, das will die Mehrheit aber nicht

93

MÜNCHEN. Fast zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland halten ungleiche Chancen zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund für ein großes Problem. Dass die Digitalisierung sogar noch zu einer größeren Ungleichheit im Bildungssystem führen könnte – dies befürchten 53 Prozent der Befragten. Nur 14 Prozent glauben das nicht. Dies sind Ergebnisse des jüngsten Bildungsbarometers des ifo Instituts. Die Umfrage offenbart allerdings auch einen eklatanten Widerspruch im Meinungsbild der Deutschen zur Frage der Bildungsgerechtigkeit.

Hä? Mehr Förderung für benachteiligte Kinder – ja, aber eigens Geld dafür ausgeben – nein? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Der kürzlich veröffentlichte ifo-Chancenmonitor bestätigte den alten PISA-Befund, dass die Chancen auf Bildungserfolg in Deutschland stark ungleich verteilt sind (News4teachers berichtete): Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liegt für Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil ohne Abitur aus dem untersten Einkommensviertel und mit Migrationshintergrund bei 21,5 Prozent. Dagegen liegt sie bei 80,3 Prozent, wenn ein Kind zwei Elternteile mit Abitur aus dem obersten Einkommensviertel und ohne Migrationshintergrund hat. Ungleichheiten entstehen selbst bei gleichen schulischen Leistungen: Die Wahrscheinlichkeit, eine Übertrittsempfehlung für das Gymnasium zu erhalten, ist bei gleichen Noten für Kinder aus bessergestellten Familien rund 2,5-mal höher als bei Kindern aus Arbeiterfamilien.

„Dies stellt eine klare Verletzung der Idee der Chancengerechtigkeit dar: Familiäre Umstände – also Faktoren, die ein Kind nicht selbst beeinflussen kann – schränken die Möglichkeiten auf Bildungserwerb und späteren Lebenserfolg ein. Auch andere äußerliche Faktoren, wie z. B. das Geschlecht oder die Region, können den Bildungserfolg beeinflussen“, so schreiben die Autorinnen und Autoren.

„Die Sorgen darüber, dass Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft nicht die gleichen Chancen im Bildungssystem haben, sind in den letzten Jahren größer geworden“

Hintergrund: Schon die erste PISA-Studie hatte 2001 festgestellt, dass in keinem anderen der mehr als 40 untersuchten Staaten der Zusammenhang zwischen sozialem Status des Elternhauses und dem Bildungserfolg größer war als in Deutschland. Trotz zwischenzeitlicher Erfolge hat sich daran hierzulande, wie mittlerweile zahlreiche Bildungsstudien aufzeigen, wenig geändert. Noch immer gehören Migrantenkinder und/oder Kinder aus armen Familien überproportional häufig zu den leistungsschwachen Schülern. Und: Es gibt immer noch viel zu viele Schüler, die an einfachsten Aufgaben scheitern. Zwischen 15 und 20 Prozent, je nach Studie, dürften absehbar später kaum in der Lage sein, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.

Kein Wunder also, dass das Thema Bildungsgerechtigkeit die Deutschen umtreibt. 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, so hat das aktuelle ifo-Bildungsbarometer ergeben, sehen ein großes Problem darin, dass Kinder mit und ohne Migrationshintergrund ungleiche Bildungschancen haben. Fast genauso viele Befragte finden ungleich verteilte Chancen zwischen Kindern aus guten und aus schwierigen sozialen Verhältnissen problematisch.

„Die Sorgen darüber, dass Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft nicht die gleichen Chancen im Bildungssystem haben, sind in den letzten Jahren größer geworden“, sagt Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik. „Die Deutschen wollen, dass etwas dagegen getan wird.“ Vor vier Jahren hatten nur knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten angegeben, ungleiche Chancen zwischen Kindern aus guten und schwierigen Verhältnissen seien ein ernsthaftes Problem, 14 Prozent sahen es sogar als gar kein Problem an. Heute: nur noch halb so viele, also sieben Prozent.

Um die Bildungsungleichheit zu bekämpfen, sprechen sich nun 69 Prozent der Befragten für eine gezielte finanzielle Förderung von Schulen mit vielen benachteiligten Kindern aus, in Form eines sogenannten Chancenbudgets. Dagegen sind lediglich 20 Prozent der Befragten. Ebenso 69 Prozent befürworten, den Anteil an Schüler*innen mit ausländischer Staatsbürgerschaft und unzureichenden Sprachkenntnissen auf 30 Prozent je Klasse zu beschränken (wie immer das auch praktisch funktionieren soll). Gegen diese Maßnahme sind 20 Prozent. 65 Prozent der Deutschen sind für die Einführung eines Index, der zeigt, ob Schulen aufgrund des sozialen Umfelds der Schülerschaft vor besonderen Problemen stehen, 18 Prozent sind dagegen. Und 55 Prozent unterstützen Gehaltszuschläge für Lehrkräfte an Schulen mit vielen Schüler*innen aus benachteiligten Verhältnissen; 31 Prozent sind dagegen.

Allerdings: Stimmig ist die Haltung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland in dieser Frage nicht. Obwohl eine Mehrheit der Befragten die oben genannten Maßnahmen zur Unterstützung von Schulen mit vielen benachteiligten Schülerinnen und Schülern befürwortet, sprechen sich gleichzeitig 60 Prozent dafür aus, mögliche zusätzliche staatliche Ausgaben gleichmäßig auf alle Schulen zu verteilen – was logischerweise nicht zusammengeht. Vor die Wahl gestellt sind demgegenüber nur 40 Prozent dafür, mit den zusätzlichen Ausgaben Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten Verhältnissen gezielt zu unterstützen.

Als geringeres Problem sehen die Befragten die unzureichende Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung. Gut zwei Fünftel (41 Prozent) der Bevölkerung halten dies für ein (sehr) ernsthaftes Problem, während knapp ein Viertel (23 Prozent) dies als gar kein oder kleines Problem ansieht. Die Deutschen sehen vergleichsweise wenige Probleme in ungleichen Chancen zwischen Jungen und Mädchen. 36 Prozent sehen ungleiche Chancen zwischen Jungen und Mädchen als ein mittleres Problem an, 15 Prozent als ein ernsthaftes Problem und 5 Prozent als ein sehr ernsthaftes Problem.

Dabei sind zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Unterrichtsfächern ersichtlich. Im Fach Sport sehen 38 Prozent der Befragten Jungen stark oder eher bevorzugt, während nur 15 Prozent Mädchen bevorzugt sehen. Der größte Anteil von 46 Prozent der Befragten ist der Meinung, dass keine derartige Bevorzugung stattfindet. Für sprachliche Fächer ergibt sich ein umgekehrtes Bild: Hier glauben 29 Prozentder Befragten, dass Mädchen bevorzugt werden, und nur 2 Prozent sehen Jungen im Vorteil. 69 Prozent sehen keine Bevorzugung von Jungen oder Mädchen. Im Fach Mathematik ist das Bild etwas ausgeglichener. Hier finden 22 Prozent, dass Jungen bevorzugt werden, und 12 Prozent, dass Mädchen bevorzugt werden. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) nehmen weder Jungen noch Mädchen im Fach Mathematik von Lehrkräften bevorzugt behandelt wahr.

„Dies zeigt, dass die Deutschen deutlich pessimistischer auf den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Ungleichheit schauen“

Ob die Digitalisierung zu einer größeren Ungleichheit im Bildungssystem führen wird? Eine Mehrheit von 53 Prozent stimmt dieser Frage zu. Gut ein Drittel der Befragten ist unentschieden und 14 Prozent stimmen nicht zu. Im Vergleich zu 2017 ergibt sich damit wiederum eine deutliche Verschlechterung im Meinungsbild der Deutschen: Damals stimmte noch eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Aussage nicht zu und nur 5 Prozent waren unentschieden. 44 Prozent stimmten bereits vor fünf Jahren der Aussage zu. „Dies zeigt, dass die Deutschen deutlich pessimistischer auf den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Ungleichheit schauen“, so schreiben die Autorinnen und Autoren.

Die Ergebnisse basieren auf einer Auswertung ausgewählter Fragen des ifo Bildungsbarometers 2023. Die Befragung wurde vom 17. Mai bis 5. Juni 2023 durch Talk Online Panel GmbH unter insgesamt 5.636 Personen durchgeführt. News4teachers

Hier geht es zum Aufsatz „Was denken die Deutschen zu Chancenungleichheit im Bildungssystem?“ von Katharina Werner, Vera Freundl, Franziska Pfaehler, Katharina Wedel und Ludger Wößmann, in: ifo Schnelldienst 11/2023.

Drängender denn je: Warum wir mehr Chancengerechtigkeit im Schulsystem brauchen – eine Gegenrede

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

93 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Müllerin
3 Monate zuvor

In der Tagesschau gab es zum selben Thema die Überschrift
„Ungleiche Bildungschancen wegen Digitalisierung?“
53 % befürchten, dass das passieren wird.

Fräulein Rottenmeier
3 Monate zuvor

Viele Dinge vermischt, damit man auf gar keinen Fall durchfindet…. Bildungsgerechtigkeit kann stattfinden hier, da und dort, kann aber nicht stattfinden hier, da und dort,weil uswusf…..

dickebank
3 Monate zuvor

Was ist schon gerecht. – Und Recht hier Schulrecht und dort Gerechtigkeit hier Bildungsgerechtigkeit haben nichts miteinander zu tun.
Bildung und Schule sind ähnlich wie Religion und Kirche sind vermutlich nicht kompartibel, bei dem einen sprechen die Vertreter der Amtskirche dagegen, beim anderen die Bildungsexperten.

„Abi für alle“ ist etwas Anderes als unterschiedliche Individuen zu ihren jeweils bestmöglichen Bildungsabschlüssen zu befähigen. Die Artenvielfalt auf einem Zierrasen ist ja auch nicht mit der einer Wildblumenwiese vergleichbar.

Fräulein Rottenmeier
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Bildungsgerechtigkeit wird es selbst im Idealfall niemals geben, aber es ist möglich sich dem anzunähern, indem man von Recht auf Bildung, auf möglichst gute , ja die bestmögliche Bildung spricht. Dafür können die Vorraussetzungen geschaffen werden werden, indem man Schulen so ausstattet, dass das Lernen, also die Bildung sehr gut möglich ist. Dann können auch Kinder, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind, bestmöglich gefördert und gefordert werden und ihr Potenzial entfalten.
Mir fielen da schon so viele Stellschrauben ein, an denen man für das große Ganze drehen könnte…..

dickebank
3 Monate zuvor

Wüsste ich das nicht selbst, ich hätte nicht jahrelang an einer GE in NRW unterrichtet. Wie weit ich bei der Förderung Einzelner gegangen bin, hing aber immer auch davon ab, welche Gegenleistung bzw. Leistungsbereitschaft auf der anderen Seite aufgebracht wurde – Hilfe zur Selbsthilfe. Quid pro quo.

Und als Klassenlehrkraft habe ich da auch mehr Engagement entwickelt als als Fachlehrkraft.

Unfassbar
3 Monate zuvor

Und Korrelation zu einer Kausalität gemacht…

JoS
3 Monate zuvor

Gehaltszuschläge für Lehrkräfte an Brennpunktschulen wären eine Möglichkeit, alternativ könnte man auch das Deputat senken. Stattdessen dürfen IGS-Lehrkräfte in Niedersachsen sogar eine Stunde länger unterrichten als ihre Kolleg*innen an Gymnasien, obwohl die Arbeit zumindest an einer IGS mit Oberstufe deutlich zeitaufwändiger ist.
Eine Begrenzung auf 30% Schüler*innen nichtdeutscher Herkunft mag ja in der Theorie gut klingen, würde aber in Großstädten bedeuten, dass massenhaft Kinder weit entfernte Schulen besuchen müssen. Praktisch ist das also absolut nicht umsetzbar.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

500Euro (Heils Vorschlag) nehmen wir Brennpunktlehrer gerne mit. Bringen tut das aber genauso viel wie „A13 für alle außer den doofen Berufsschullehrern und andere Unterqualifizierten“. Die Situation wird sich durch das höhere Gehalt nicht verbessern. Sollen wir Brennpunktlehrer die 500Euro in Alkohol einer höheren Preisklasse investieren, damit wir besser mit der vorherrschenden Alltagsproblematik zurechtkommen?

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Nein aber es sorgt dafür, dass wir in der Konkurrenz um junge Lehrkräfte wenigstens einen Vorteil gegenüber gutbürgerlichen Gymnasien haben. Dadurch verbessert sich die Unterrichtsversorgung was wiederum eine Entlastung des gesamten Kollegiums bedeutet, da weniger fachfremd unterrichtet oder über das normale Deputat hinaus vertreten werden muss. Und natürlich eröffnet es die Möglichkeit, Stunden zu reduzieren ohne (im Vergleich zu heute) auf Geld zu verzichten.

Einer
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Ich stolpere gerade über „doofe Berufsschullehrer und andere Unterqualifizierte“, da ich selber einer bin. Ich kann nur müde lachen über Bekannte und Freunde, die als Lehrer an Gymnasium, Real- oder Gesamtschule arbeiten. Eine Schule mit einem Bildungsgang und einem Abschluss. Das BK hat 30 oder 40 Bildungsgänge mit völlig verschiedenen Niveaustufen und Abschlüssen. Auch unterschiedliche Inhalte und rechtliche Vorgaben. Was automatisch eine Menge an Konferenzen und Absprachen mit sich bringt. Jeder Kollege am BK unterrichtet also quasi parallel an unterschiedlichen Schulen. Die Lehrpläne ändern sich ca alle 3 bis 4 Jahre, weil die Inhalte in vielen Fächern noch schneller völlig veraltet sind.

Nur mal so nebenbei.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

In Gelsenkirchen liegt der Migrantenanteil bei den Kindern bei an die Oder schon über 50%. Sogar an den Gymnasien sind somit die 30% nicht erreichbar.

Abgesehen davon wird durchgehend von einer gleichen Begabung und Arbeitshaltung ausgegangen. Haben die Autoren das überprüft? Schließlich dürfte ein gut laufender Handwerksbetrieb in vielen Fällen mehr an Einkommen abwerfen als ein Bachelor in [was mit Medien] oder irgendwas sozialwissenschaftliches.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Wie viel höher müsste denn das Gehalt sein? Die aktuellen Brennpunktzulagen reichen ja nicht, sogar bei völlig utopischen 20% mehr hätte ich Zweifel.

Manu
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

nicht immer untereinander rangeln, sondern mal über den Tellerrand schauen
IGS eben entweder Bonus oder 4 Tage W
Gym Bonus für Abi oder 4 Tage W

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wo gibt es denn aktuell schon Zulagen? Wie gesagt: In Niedersachsen wird man im Zweifelsfall sogar schlechter gestellt.

10% mehr würde bedeuten, dass man zwischen 300-400 Euro mehr in der Tasche hat oder eben 2-3 Unterrichtsstunden weniger halten muss, was den Zusatzaufwand halbwegs ausgleichen würde.

Lisa
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Die Durchmischung der Schülerschaft würde besser gelingen, wenn man die Ghettosierung durch gesetzliche Vorgaben aufbrechen würde. Die durch Hartz Iv forcierten Zwangsumzüge in Armenviertel fand ich 2005 bereits bedenklich, weil eine große Stärke Deutschland die soziale Mischung war, gerade auch beim Wohnen. Das war im Ausland ganz anders und wurde hierzulande leider angeglichen.

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Andererseits wäre es für die Gesellschaft kein gutes Zeichen wenn im Rahmen der Sozialhilfe teure Wohnungen in guten Vierteln bezahlt werden.

Lisa
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Wenn man nicht nach einem Jahr alle Arbeitslosen, ganz gleich was sie einbezahlt haben, gleich behandeln würde, wäre es auch nicht so. Bei der alten Arbeitslosenhilfe war es Sache des Haushalts, wie die Ausgaben gewichtet wurden.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Im Gegenteil!
Ich wohne in einer Genossenschaftswohnanlage in mittlerer Mietlage mit gefördertem Wohnraum. Wir als Gutverdienende haben eine höhere Miete. Es gibt hier aber auch teil- und voll-geförderte Wohnungen.
Das geht sehr gut und ist KEIN Problem.
Das ist vielleicht für Ihre Gesellschaft ein Problem, ansonsten nicht.

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was ist denn meine Gesellschaft und was ist Ihre? In Ihrer Gesellschaft bekommen also Leute, die nichts leisten und Leute, die jede Woche 40 Stunden buckeln die gleiche Wohnung im gleichen Komplex? Nur der eine bezahlt sie mühsam selbst und die andere Wohnung wird quasi auch vom Arbeiter über Sozialhilfe mitbezahlt? Und das finden sie dann super?

„Guten Tag. Zahlen sie den erhöhten Mietsatz für Arbeitende oder übernimmt das Jobcenter?“

Diese Fairness gilt wohl immer nur für eine Richtung. Muss man das verstehen?

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Nichts leisten KÖNNEN. Sie klingen wie jemand, der gern Armenhäuser wiedereinführen würde.

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Unabhängig vom leisten können oder wollen. Ist das Ihre Definition von Gerechtigkeit? Der eine muss dafür hart arbeiten, der andere bekommt es umsonst von den Steuern des Arbeitenden bezahlt?

Welchen Anreiz geben sie dem Arbeiter noch morgens aufzustehen? Dass er selbst für seine Wohnung bezahlen darf, die er auch umsonst bekommen könnte? Wenn Leistung sich nicht mehr lohnt, ist die Gesellschaft und Wirtschaft am Ende.

Ich sehe ja Ihre Beweggründe und die Argumente für eine bessere Durchmischung, warne aber deutlich vor den Folgen für die Gesellschaft. Denn die deutliche Mehrheit geht nicht arbeiten, damit andere besser leben, sondern in erster Linie um das eigene Leben zu verbessern. Die intrinsinische Motivation ist zentral.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

? Es geht hier dabei, wie man Menschen besser verteilt, nicht darum, ihnen alles zu bezahlen, was sie haben wollen.
Nur weil man ihnen Wohngeld bezahlt, darf das nicht automatisch bedeuten, dass diese Menschen in Ghettos wohnen müssen.

Ich plädiere nicht dafür, dass man Leistungsempfängern alles bezahlen sollte. Ich bin sogar für Kürzungen, wenn man im Gegenzug, Bildung komplett kostenlos gestalten würde.

Bei Mieten aber sollten auch Sie den Sinn der Förderungen verstehen können. Intelligent genug sind Sie doch?

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

In Großstädten würden oft auch Maßnahmen wie in Dänemark, die ich persönlich sehr kritisch sehe, nicht ausreichen, um die geforderten 30% zu unterschreiten.
Haben Sie denn Statistiken an der Hand, die Ihre Aussage bezüglich der Auswirkungen der Hartz-Reformen belegen?

Alisia
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

„Die Durchmischung der Schülerschaft würde besser gelingen, wenn man die Ghettosierung durch gesetzliche Vorgaben aufbrechen würde.“

Nein, das würde zu noch mehr Privatschulen führen, mehr nicht. Eltern die sich für die Bildung ihrer Kinder interessieren haben zu großen Teilen ein scharfes Auge auf das Umfeld in dem ihr Kind lernt. Und das völlig zu recht.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Typisches Argument. Ist wie „Dann wandert die Industrie ab“.
Und deshalb muss man alles so hinnehmen. Und man kann dann auch immer schön weiter auf den benachteiligten Kids herumhacken. „Win-win“ sozusagen

447
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es gibt definitiv be-nachteil-igte Kinder.
(Aus heutiger war ich auch eines, in echt nicht)

Dieses hingeschnodderte große Wort ist allerdings zum Propagandabegriff verkommen – und das schon lange.

Wer …
– gratis SuS-Nachhilfe
– Schulpfarrer
– Schulsozialarbeit
– Jugendzentrum um die Ecke
– Beratungsstelle um die Ecke
– Beratungslehrer
– KAoA-Büro in der Schule
– Potentialanalyse
– MEHRERE wochenlange Praktika in Sek I
– vierteljährliche INDIVIDUALberatung
– Elternsprechtage
– Schulpsychologe
– Schulsozialarbeitsteam
– LRS-Kurse
– Beratungstermine durch Jugendamt
– Förderverein
– Tabletausleihe durch Schule
– Tabletkauf durch Gemeinde/lokale Bank
– GRATIS Bibliothek IN DER SCHULE DRINNEN

– nicht nutzt
– ablehnt
– verwüstet
– beschmutzt
– kaputtmacht
– blau macht
– mit „Free Palästin“ (sic!) vollschmiert

…sondern lieber…

– Gewohnheitsklau im REWE betreibt
– Gewohnheitsklau im ALDI betreibt
– Gewohnheitsklau im NETTO betreibt
– ab Klasse 8 (!!!) Alkohol trinkt, raucht
– ab Klasse 9 gerne prügelt
– Kiffen sowieso betreibt (bei uns üblicherweise ab Klasse 9)
– Playstationrekorde aufstellt
– Tiktok-Challenges eifrig betreibt

… so jemand ist NICHT „benachteiligt“ (so ein schönes Wort: Verantwortungsabgabe, Entschuldung und Erklärung in einem weltfremden Paket!), sondern schlicht ANTI-SOZIAL unterwegs, weil es KEINE KONSEQUENZEN hat.

Wem/wer…
– Lehrer/Schule nicht helfen
– keine Angebote bekommt
– keinen Schutz vor gewalttätigen Eltern erfährt
– keine Ausweichräume hat
– keine Lernmittel bekommen kann
– unheilbar/schwer erkrankt ist UND keine Hilfe/Berücksichtigung erfährt
– sich kein Handy/Tablet leisten kann (OH WAIT, das GRATISINTERNET 0700 bis 1800 habe ich oben noch vergessen!)

… der/die ist benachteiligt bzw. wird (aktiv) benachteiligt.

Also lassen wir doch mal den Propagandaquatsch:
Jede Menge Leute sind nicht (passiv) „benachteiligt“, sondern entscheiden sich schlicht aus Lustgewinn AKTIV für das FALSCHE.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  447

Ich glaube, ich habe Ihnen zuvor schon einmal geraten, sich mit Psycholog*innen, Soziolog*innen und anderen Expert*innen auf dem Gebiet der Verhaltensforschung zu unterhalten.
Menschen funktionieren nicht immer so, wie es am besten für sie wäre. Das tun sie nicht absichtlich, wäre ja auch blöd, sondern weil sie Gründe (In der Psychologie heißt das sogar „Der gute Grund“.) haben, die für Sie und mich zwar keine sind, für diese Menschen aber schon. Und vielen Erwachsenen ist tatsächlich schlecht zu helfen.
Allerdings muss man doch aber deren Kindern, die durch solche Umstände benachteiligt sind, helfen, oder nicht?
Was ist denn mit Ihnen los?

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie schreiben immer so viele Sachen, die ich gut und richtig finde …
und dann ist leider meist so ein selbstgerecht-aggressiver Satz wie hier der letzte dabei.
Gestehen Sie 447 doch einfach zu, dass er als Lehrer zumindest grob orientiert bezüglich der fachbezogenen Verhaltensforschung ist!
Er mag diese gewisse Härte haben, die sich (soziale) Aufsteiger oft zu eigen machen.
Ich habe die vielleicht nicht so, weil mein „Aufstieg“ nur durch ein funktionierendes staatliches Hilfssystem möglich wurde. Aber innerhalb dessen – und auch später als Erzieherin in Heimpädagogik und Jugendstrafvollzug – habe ich ganz konkret erfahren, wie wichtig und hilfreich Druck, sogar Zwang und „Strafe“ bei anti-sozialem Verhalten sein kann. Zum Schutz der Gesellschaft, aber auch im Sinne der Jugendlichen selber, weil anti-soziales Verhalten eben auch eine selbstzerstörerische Komponente hat.

Verhaltensforscher sind Wissenschaftler und stehen mit ihrer Objektivität oberhalb ihres Forschungsgegenstandes.
Wir nicht!
Wir mögen die Beweggründe für das problematische Verhalten Jugendlicher „enträtseln“, sind aber mitagierende Subjekte. Wir sind Teil ihrer Lebenswelt:
zugewandt und empathisch, wenn nötig Einhalt gebietend und „strafend“.

Die müssen sich an uns reiben können.
Was „wir“ oder „der Staat“ aber bieten, ist so ein gummihaftes Verhalten, das die nicht weiterbringt und zum Schaden der Gesellschaft passiert.

Alles Geld der Welt wird nicht helfen, wenn es keine klaren Ansagen und deutliche Konsequenzen gibt.

Wie mein Nachbar – der örtliche Obmann der Freiwilligen Feuerwehr – sagte:
„Wenn die mir beim Bund nicht den Kopf zurechtgerückt hätten, säße ich jetzt als A*sch im Knast!“

Lisa
3 Monate zuvor

Vor Jahren gab es die Diskussion über “ Gratiskultur“ im Internet, die unbedingt abgeschafft gehört. Das es aber auch um Teilhabe geht und jeder, auch ohne Geld, mitmachen kann, das wurde nie gesehen. Mittlerweile ist die Kommerzialisierung so fortgeschritten, dass ich es auch so sehe, dass Digitalisierung die sozialen Unterschiede verstärken wird. Gescheite Tools kosten einfach Geld.

potschemutschka
3 Monate zuvor

Berliner Senat – Doppelhaushalt – ein Schwerpunkt soll Bildung sein – dafür werden30 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt (allerdings bevorzugt für Schulen in freier Trägerschaft). So schafft man Bildungsgerechtigkeit! Oder?

Ria Maria
3 Monate zuvor

Die Digitalisierung kann nicht zu mehr Ungerechtigkeit in der Bildung führen- mehr geht nicht! Aber hören wir doch auf bei allem Neuen das negative zu suchen. Die Digitalisierung stellt eine Chance dar endlich die Lehrpläne auf die heutigen Erfordernisse anzupassen.
Aber auch die Bewertungen der Leistungen könnten hier gerechter werden. Es ist immer nur eine Frage der Sicht und natürlich sollten Lehrkräfte in Brennpunktschulen mehr verdienen und auch mehr Unterstützung erhalten. Hier gibt es viele denkbare Möglichkeiten und das
Geld wäre gut angelegt, da jeder Schüler, welcher zu einem Arbeitnehmer wird und nicht abrutscht, ein Gewinn für die Gesellschaft ist.

Marc
3 Monate zuvor

Mal wieder das alte Thema… wenn man die totale Gerechtigkeit will, muss man die Kinder ab Geburt den Eltern entreißen und sie in staatliche Einrichtungen bringen, wo sie alle das gleiche essen sollen, die gleichen Bücher lesen, die gleichen Zoos besuchen, die gleiche Sprache sprechen und die gleichen Fernsehzeiten erhalten.

Wollen wir das?
Ansonsten werden unterschiedliche Eltern immer unterschiedlich erziehen. Und dann kommen am Ende unterschiedliche Ergebnisse raus. Dabei weiß jeder, dass für den Bildungserfolg vor allem Fleiß, deutsche Sprache und Intellekt wichtig sind. Für keines davon brauche ich unbedingt Geld. Büchereien sind kostenlos, vorlesen muss ich eventuell abends noch selbst. Deutsch muss ich schon zuhause selber sprechen und als Vorbild agieren. Kostet mich aber nichts. Integrationskurse sind umsonst.
Meine Mutter war selber alleinerziehend und bettelarm. Aber dennoch haben ich und meine Geschwister es alle geschafft. Verrückt oder?

Ich warte immer noch darauf wie man mir erklärt dass 50 Euro mehr im Portemonnaie dafür sorgen dass ich plötzlich statt auf die Hauptschule eben aufs Gymnasium gehen kann.

Aber eventuell sind Armut und Migrationshintergrund eben nicht der GRUND für Bildungsmisserfolg, sondern einfach nur ein Symptom

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich verstehe nicht, warum Sie nicht mal sachlich antworten können, ohne direkt zu diffamieren. Wieso soll ich ein Schlauberger sein? Weil ich einfach mal bisherige Sichtweisen in Frage stelle? Dann bin ich von mir aus gerne Schlauberger. Und mit meiner Lebensgeschichte will ich nicht prahlen, sondern beweisen, dass Geld heutzutage eben nicht mehr so wichtig ist, wie man es vermutet. Gerade in Zeiten von hohen Sozialleistungen, Bildung und Teilhabe Paketen, kostenlosen öffentlichen Einrichtungen.

Und wenn wir uns einig sind, dass Kinder sprachlich besser vorbereitet seien müssen und Eltern das nicht leisten können oder wollen, dann landen wir wieder bei der Ausgangsfrage:

Kinder raus aus den Familien? Denn nicht mal ein ganztägiger Kindergarten ab 1 Jahr wird auffangen können, was zu Hause verpasst oder gelehrt wird. Das sehen wir ja eben heute schon. Die Familie bleibt Sozialisationsinstanz Nummer 1. Wollen wir diese noch weiter zurück drängen?

Bringen uns einzelne Förderstündchen Deutsch wirklich elementar weiter? Können die meisten Kids überhaupt den Spagat zwischen Deutsch und Muttersprache kognitiv leisten?

Und dass zu Hause kein Deutsch gesprochen wird ist kein Naturgesetz. Wenn man wirklich möchte, dann kann man Kurse besuchen, seine Peergroup erweitern und die Sprache lernen. Haben auch einige meiner Eltern getan. Die sprechen schon ganz gut. Wobei natürlich klar ist, dass gerade der tiefergehende Wortschatz trotzdem von diesen Eltern nicht vermittelt werden kann.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Diesmal haben Sie mMn richtig und sachlich geantwortet. Diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Kinder, egal welche Sprache zu Hause gesprochen wird, lernen in der Regel sehr schnell eine neue Sprache, wenn sie ihre Muttersprache gut beherrschen und die „Einstellung“ zu Bildung stimmt. Den „Spagat“ kann sogar ein Kind aus zweisprachigen Familien leisten, wovon keine die Bildungssprache des Landes ist (selbst 2 Beispiele erlebt!)

Konfutse
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

M.E. ist die Einstellung zur Bildung das A und O. Da ist es vollkommen egal, welcher Herkunft jemand ist.
Leider leidet die Einstellung zur Bildung – der Stellenwert- in unserer gesamten Gesellschaft ganz massiv. Und deshalb haben wir so große Probleme

Nick
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Eine systematische Sprachvermittlung“, wo ist sie zu erbringen und wer ist dafür verantwortlich? Gern wird hier auf die Schulen verwiesen… Im jeweiligen Elternhaus? Auf gar keinen Fall!… Allerdings, die Ressource Lehrer ist an den Schulen endlich und bei der Ausweitung von Förderangeboten müssen Kürzungen in anderen Bereichen in Kauf genommen werden, gern z.B. bei der Entwicklung von mittel-/starken Schülern. Ist das in Ihrem Sinne liebe@Readaktion?

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Was genau war an meinem Beitrag jetzt Afd-Parole? Und was Sie glauben, ist mir eigentlich egal. Aber es stimmt tatsächlich. Ich unterrichte sehr bewusst an einer Brennpunktschule. Daher kenne ich die dortigen Probleme bestens. Und ich weiß genau, dass das Verschließen vor den Problemen dort eben keine Lösung bringt und manchmal auch harte Wahrheiten ausgesprochen werden müssen. Und meiner Erfahrung nach ist ein Spagat zwischen Muttersprache zuhause und Deutsch in der Schule nur in Teilen möglich. Und förderlich schonmal gar nicht. Die Kinder können vielleicht einen rudimentären Wortschatz erwerben, doch liegen sie meist trotz bemühter Eltern sehr weit im Wortschatz hinter Kindern, die im deutschen Umfeld aufwachsen. Und das muss man erstmal als Wahrheit annehmen.

Es geht auch nicht darum diese Kinder zu verurteilen oder bloß zu stellen, sondern darum aus der Situation Lösungen zu erarbeiten. Dazu muss man aber die bittere Pille erstmal schlucken, dass diese Mehrsprachigkeit eben kein Vorteil ist. Zumindest wie es bei uns praktiziert wird. Und ein Sprachbad kann die Schule abgesehen bei so hohen Migrantenanteil auch sowieso nicht mehr sein.

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin nicht gegen mehr Förderung per se. Ich glaube nur nicht, dass das langfristig der Garant für den Erfolg ist. Ich sehe halt dass ein Staat an Kapazitätsgrenzen kommt. Weil er sich unter anderem zumutet immer mehr Aufgaben übernehmen zu wollen, die früher die Gesellschaft getragen hat.

Kinder lernen nicht mehr zu Lernen? Muss Schule dann noch machen.
Kinder können keine Schere halten? Muss Schule jetzt vermitteln.
Kinder bekommen zuhause keinen Wortschatz mehr vermittelt? Na??? Genau. Muss Schule vermitteln.

Ich denke das ist ein Hamsterrad, das Eltern immer mehr entmündigt, die sich dann auch teilweise darauf ausruhen, wodurch der Staat immer mehr übernehmen muss. Ich glaube die Lösung liegt eher darin möglichst die Aufgaben wieder aus staatlicher Hand abzugeben, damit man mehr Kapazitäten für das Wesentliche hat. Und das heißt auch dass die Eltern mehr ran müssen wie früher. Das wäre mein Ansatz. Wenn die Kinder kein gutes Deutsch bei der Einschulung sprechen, dann ist der Fehler vorher passiert (sofern sie natürlich schon länger hier leben). Also muss man vorher schon von den Eltern irgendwie die Sprache einfordern.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Also dieser Herr Tietze in dem Link schlägt sinngemäß vor, dass deutsche Auswanderer in ein anderes Land mit ihren Kindern immer nur Deutsch reden sollen, nur weil sie selbst vielleicht in der anderen Sprache nicht perfekt sind? Die Kinder lernen dann die Landessprache ausschließlich von staatlichen Institutionen im Gastland, die Eltern mischen sich nicht ein? Das finde ich merkwürdig, schließlich bedeutet „Zweisprachigkeit“, dass beide Sprachen auch regelmäßig verwendet werden, sonst verkümmert die eine. Kleinere sprachliche Fehler gelten doch in der heutigen Migrationsgesellschaft schon fast als normal, sogar schriftlich. Und durch regelmäßigen Gebrauch korrigiert sich da manches von alleine.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Umgekehrt haben Kinder, die ihre Muttersprache nicht sicher beherrschen, noch größere Probleme mit der deutschen Sprache. Wenn ich mir die grammatikalischen Strukturerfindungen anhöre, die ich im ÖPNV von der Optik nach Kindern ohne Migrationshintergrund stellenweise höre, übereinstimmend mit denen von Kindern vergleichbarer Sozialisation und von der Optik nach mit Migrationshintergrund, habe ich große Zweifel, dass die Kinder mit Migrationshintergrund ein astreines Türkisch, Italienisch, Arabisch o.ä. sprechen.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wer sorgt für die „gute“ Muttersprache? Auch die deutschen Schulbehörden?
Echte Zweisprachigkeit ist jedenfalls dann fraglich, wenn in der Familie und der weiteren Community nur EINE Sprache vorherrscht. Nehmen Sie den Fall deutscher Auswanderer in Australien. Wer sich mit der neuen Sprache nicht recht anfreunden will, sollte besser nicht (freiwillig) auswandern. Für Asyl gilt das nicht, aber wie viele Deutsch-Türken haben denn Asyl bekommen? EU-Bürger bekommen in Deutschland nie Asyl, sind aber zahlreich eingewandert.

Alisia
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

„Also dieser Herr Tietze in dem Link schlägt sinngemäß vor, dass deutsche Auswanderer in ein anderes Land mit ihren Kindern immer nur Deutsch reden sollen, nur weil sie selbst vielleicht in der anderen Sprache nicht perfekt sind?“

Ganz genau. Je besser die Muttersprache beherrscht wird, desto besser lernt man Fremdsprachen.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das auch super funktioniert. Vorausgesetzt man ist der Landessprache gegenüber aufgeschlossen.

Ich bin mit ca. B1 Niveau in England in die Schule gekommen. Nach zwei Wochen konnte ich mich vollkommen flüssig unterhalten, meine GCSEs (quasi mittlere Reife) im Fach Englisch habe ich mit Bestnoten bestanden und seit meinem Abschluss, bei dem ich einen IELTS Score von 8.5 (C2) hatte, hat sich meine Ausdrucksweise eher noch weiter verfeinert. Je nach Situation denke ich mal Englisch mal auf Deutsch.

Mit meinen Eltern habe ich aber immer nur Deutsch gesprochen, alles andere wäre uns allen höchst seltsam vorgekommen, zumal zumindest mein Vater deutlich schlechter Englisch spricht als ich.

Und obwohl mein Englisch grammatikalisch fast perfekt ist, würde ich mit meinem eigenen Kind immer Deutsch sprechen. Das geringere Vokabular und den weniger intuitiven Gebrauch, KANN man einfach fast nicht ausgleichen. Lieber lernt das Kind Deutsch auf einem hohen Niveau von mir und Englisch auf einem hohen Niveau von jemand anderem (einem echten Muttersprachler).

Ich habe auch selbst gesehen, welchen Schaden ein schlechtes Beherrschen der Muttersprache anrichtet.

Einer meiner Mitschüler in England war aus Ghana und hatte als Kind auch nur Englisch gelernt. Der dortige Dialekt ist (zumindest für mein Verständnis) eine oft eher vereinfachte teilweise „inkorrekte“ Version des „echten“ Englisch. Eben das was passiert wenn die Sprache von Menschen weitergegeben wird die sie selbst nur mehr schlecht als recht gelernt haben.
Dieser Mitschüler hat sich mit Spanisch als Fremdsprache sehr schwer getan und mir tat er ehrlich gesagt ziemlich leid. Die anregende Komplexität der eigenen Muttersprache, sowie auch die anderer Sprachen, wird er nie im gleichen Maße erleben wie zB ich selbst, schon allein weil sein Sprachzentrum da gar nicht drauf trainiert ist.

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wow!

Ich habe nun sicher nicht alles gelesen, was Marc geschrieben hat, aber für das in diesem Thread, würde er vermutlich 100% Zustimmung sowohl in meinem Dorf als auch unter den Eltern meiner Einrichtung finden.
Und da ich auch zu diesen „Bildungsaufsteigern“ wie Marc gehöre, fühle ich mich durch „prahlender Schlauberger“ irgendwie (mit-)beleidigt.

Manchmal glaube ich, Sie wollen auch gar nicht, dass es Leute aus armen und nicht bildungsaffinen Haushalten „geschafft“ haben …
zumindest nicht, wenn diese das mit Fleiß, Anstrengung und Leistung begründen. Oder mit „armen“ Eltern, die aber dazu erzogen haben.
Oder -wie ich- mit einem durchaus funktionierenden Jugendhilfesystem.

Für mich ist es übrigens eine Verletzung der Würde, wenn man nichts von einem Menschen fordert,
… weil man damit deutlich macht, dass man auch nichts von ihm erwarten kann.

Man sollte „fordern“ dürfen, ohne als AFD-Wähler verunglimpft zu werden!

(Dass es Eltern gibt, denen „das Fordern“ am A*sch vorbei geht und wir deren Kinder nicht im Stich lassen dürfen, ist dann wieder ohne Zweifel.)

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Schliesse mich an.

Teile der Redaktion haben halt zu Fleiß, Aufstiegswillen, Ordnung, Anpassung ein ideologisch geprägtes Verhältnis.

Viele Grüße von einem (weiteren) Migru-Lehrer ohne fetten Akademikerbonus von zu Hause – danke an dieser Stelle auch nochmal an die Grundschullehrerin, die mich übel heteronormativ-alman „““unterdrückt“““ und durch Diktate dazu gebracht hat, richtiges Deutsch zu lernen.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Erklärt einiges.
Sie dürften dabei auch klar die Mehrheit der politisch-medialen Führungsschicht vertreten.

Noch.

Corinna
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wieso das denn???
Wenn im Moment viele Menschen darüber spekulieren, ob und wie lange sich unsere Ampelregierung mit ihrem Kurs noch an der Macht hält oder halten kann, „bedrohen“ sie dann deren Vertreter?
Oder etwa unsere Demokratie?

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö.

Ich bin mittlerweile der Meinung, das Diskussionen nichts ändern – es muss „bei uns“ immer erst zur Krise kommen.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Weil ich einfach mal bisherige Sichtweisen in Frage stelle? „

Das ist ja ihr Denkfehler: Sie stellen nicht Sichtweisen in Frage sondern die Realität. Ist eine ganz typisch rechte Herangehensweise und der Hauptgrund dafür das Rechtspopulistische Regierungen auch durch die Bank destruktiv sind : Um Probleme zu lösen muss man sich in einem realistischen Weltbild bewegen.

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Abgesehen davon, dass Kinder nicht für ihre Eltern haften und manche Eltern auch durchaus nachvollziehbare Gründe dafür haben, dass es ihnen nicht gelingt, ein stabiles und umsorgendes Zuhause zu bieten…

Ich halte es für brandgefährlich, Menschen, die auf Leistung, Anpassung (hier gemeint: situationsangemessenes, regelkonformes Verhalten) usw. pochen, in die rechte Ecke zu stellen. Letztlich erweckt das den Eindruck, als würden die Leistungswilligen eine politische Heimat nur in der AFD finden.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch!
Wir dürfen die Kinder nicht im Stich lassen und es muss Geld ins System. Davon bin ich auch überzeugt.

Ich bin aber genau so davon überzeugt, dass das nicht reichen wird.
Auch ein Staat wie D kann nicht alles leisten
… wir sollten von seinen Bürgern etwas erwarten – auch von den neuen und den jungen.
Für einige mag das eine Zumutung sein, für viele aber ein Zeichen des Zutrauens.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Hier wird Leistungsempfängern sonstwas unterstellt.
Das ist rechts.

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Davon auszugehen, dass Leistungsempfänger selbst nichts leisten können (und es entsprechend von ihnen nicht zu erwarten)
… ist dann links?

Die wollen nicht! = rechts.
Die können nicht! = links.

Kommt mir beides falsch vor.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Sie haben meinen Post gar nicht wirklich verstanden, oder?

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nö, bin doof.
Aber das wussten Sie ja schon.

Mr. Farmer
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

warum diese harsche Reaktion? Ich bin Realschullehrer und in meiner Familie hat niemand studiert, alles habe ich mir selbst finanziert und erkämpft – Ergo, Fleiß und Disziplin spielen eine übergeordnete Rolle. Natürlich können Sie diesen Werdegang darauf zurückführen, dass in meiner Familie die deutsche Sprache gesprochen wird, was bei vielen meiner damaligen Freunde nicht der Fall war. Trotzdem haben viele von ihnen z.B. studiert und beachtliche Karrieren hingelegt, ohne sprachliche Unterstützung von Zuhause.
Das Klientel an meiner Schule ist rau, Übersetzer bei Elterngesprächen an der Tagesordnung (sofern die Eltern überhaupt aufkreuzen). Das ist keine Verallgemeinerung, sondern ich spreche von Fakten. Die Potentiale meiner SuS, welche sprachliche Probleme aufweisen, scheitern oft an der Ignoranz und an Desinteresse seitens der Elternschaft.
Vielleicht machen Sie täglich andere Erfahrungen als ich, trotzdem sollten Sie nicht voreilig andere Menschen wie Marc ins rechte Lager schieben, weil Tatsachen unbequem erscheinen.

Alisia
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Darf ich fragen, wo das anders sein soll, als in Deutschland?

Natürlich nehmen Kinder viel (gutes oder schlechtes) aus dem Elternhaus mit, so sollte es auch sein.

Marc
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wieso ist es ein Problem wenn Eltern für die Kinder haften? Wer denn sonst? Es ist MEIN Kind. Nicht Kind des Staates. Die Unantastbarkeit der Familie ist ein hohes Gut in diesem Land. Der Staat hat da eigentlich nichts drin verloren.
Nicht umsonst sind die Hürden für einen staatlichen Eingriff in Familien sehr hoch. Die Frage ist liebe Redaktion:
Wollen Sie an die Unantastbarkeit der Familien ran? Freiheit hat natürlich immer zur Folge, dass Menschen ihre Freiheit positiv oder negativ nutzen werden. Nur ist Kollektivismus und staatliche Gleichmacherei zu Lasten aller Familien die Lösung?

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Zu „… die Hürden für einen staatlichen Eingriff in Familien sehr hoch“.

So hoch sind diese inzwischen nicht mehr. Im Grunde wurden die Hürden im Laufe der Jahrzehnte immer kleiner. Die Eingriffe des Staates in die Familie haben natürlich Vorteile aber auch Nachteile. Denn die Eingriffe schwächen Familiäre Strukturen und stärken am den Individualismus (nicht den Kollektivismus).

Als offensichtliche Vorteile für die Eingriffe des Staates sehe ich zum Beispiel, dass die Kinder von ihren Eltern nicht geschlagen oder verheiratet werden dürfen und es eine Schulpflicht gibt.

Als Nachteile sehe ich aber, dass sich zu viele Menschen auf den Staat verlassen und die Menschen/Eltern viel weniger generationenübergreifend denken, leben und Verantwortung übernehmen. Der Staat soll dann alle Ungleichheiten lösen – an dieser Stelle wieder einmal der Hinweis: Auch der Staat hat begrenzte Ressourcen, die gegenfinanziert werden müssen. Und es ist schwer Menschen dazu zu motivieren, mehr zu arbeiten damit es andere leichter haben (siehe dazu die Diskussionen hier im Forum oder die Debatte um die viert Tage Woche trotz Fachkräftemangel).

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und, lassen Sie mich raten, diese kranke Entwicklung vom Kopf auf die Füße zu stellen („Eltern haften für igre Kinder“, sinngemäß) ist auch wieder „rääächtzz“?! 😉

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Mr. Farmer

Ich bin Realschullehrer und in meiner Familie hat niemand studiert, alles habe ich mir selbst finanziert und erkämpft – Ergo, Fleiß und Disziplin spielen eine übergeordnete Rolle.“

Nö. Ich hatte einen Schulleiter (Alkoholiker und auch sonst eher verunglückt vom Charakter her) dessen Vater in der Landespolitik sehr weit gekommen war und seinen vermurksten Sohn dank guter Beziehungen durchs Studium und Referendariat geschleust und als Schulleiter untergebracht hat. Der ist übrigens xmal auf neue Schulleiterstellen versetzt worden, weil so eine extreme Knalltüte-Ergo Fleiß und Disziplin spielen eine komplett untergeordnete Rolle, die Beziehungen die die Eltern haben sind absolut auschlaggebend.

Was man übrigens auch daran erkennt: An der Haupt(und Real)schule sind soziale Aufsteiger (ich bin auch einer) relativ weit verbreitet, am Gymnasium gibt es die auch, bei weit über 80% der dort arbeitenden Kolleg*innen sind aber auch schon die Eltern Akademiker*innen . Meistens sogar Lehrer*innen. bei einem Kollegen meiner Frau hat der Sohn sogar die gleichen Fächer studiert.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Interessant finde ich, dass Sie sich immer Ihre AfD-Voter mitbringen. Oder haben Sie einen Trick ausklabüstert, wie man sich selbst ganz schnell ganz viele grüne Daumen geben kann?
Stimmung machen, wo es geht.
Ich bin ja immer noch dafür, dass gar keine Bewertungen abgegeben werden können, liebe Redaktion.
Volkes Stimme ist leider manipuliert.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Genau, was nicht passt ist „manipuliert“…

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  447

Jepp, wie die AfD vorgeht, wissen Sie doch auch.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  447

Es ist sehr auffällig, dass solche Beiträge besonders viele grüne Daumen erhalten.
Ich glaube nun einmal nicht daran, dass hier so viele echte Kommentierende so menschenfeindlich sind.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sehe ich anders, wenn man Beiträge bewerten kann. Sie verkennen das Potenzial, das diese Bewertungen haben.

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Darüber denke ich auch schon länger nach … (?)

Ich z.B. bekomme hier keine grünen Daumen, wenn ich mich sehr spezifisch zu Kitathemen äußere. Ich sehe die Situation aber nicht so negativ wie die Kolleginnen, die hier viel dazu schreiben.

Ich bekomme aber viele grüne Daumen, wenn ich schreibe, dass wir die Kinder nicht im Stich lassen dürfen und mehr Geld ins System muss, aber hinzufüge, dies nicht für ausreichend zu halten und dass man die Eltern nicht aus der Verantwortung lassen darf.

Extrem viel grüne Daumen bekomme ich, wenn ich eine (auf-)fordernde Haltung insbesondere gegenüber jungen männlichen Migranten vorschlage.

Die beiden letzten Punkte sind nicht rechts. Sie sind nach meiner Erfahrung das, was die überwältigende Mehrheit der Menschen, mit denen ich im Alltag zu tun habe, denkt.

Es sind aber auch die ersten Punkte, die AfD-Wähler anbringen, wenn man gezielt nachfragt, was sie beschäftigt.

Wird eine Meinung „rechts“, weil AfD-Wähler diese teilen?

Kurz gesagt:

Wenn hier migrationskritische Positionen vertreten werden, sind es nicht zwangsläufig Rechtspopulisten, die dieses tun.

Ansonsten denke ich, dass hier allgemein pessimistische Äußerungen Zuspruch bekommen.
Ich lese daher nur sporadisch mit längeren Pausen mit, weil es mich manchmal arg runterzieht.

BeWa
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass Sie Rechtspopulismus nicht unkommentiert lassen, finde ich gut.

Nur glaube ich nicht, dass jede Person, die (öffentlich) äußert, dass sie die jetzige Migration angesichts des Ausmaßes und der großen Anzahl Unqualifizierter nicht möchte, des Rechtspopulismus verdächtig ist.

Dann wäre das doch die überwältigende Mehrheit der Kommunalpolitiker.

Außerdem:
Aufgrund „besonderer Umstände“ spreche ich sehr viel mit Menschen im Maschinenraum unserer Gesellschaft: mit Taxifahrern, Busfahrerinnen, Brotfachverkäufern usw.
Die machen kein Hehl daraus, dass sie AfD wählen. Eigentlich gehören die zur klassischen SPD-Wählerschaft.

Diesen „Sozialschmarotzer-Vorwürfen“ kann ich entgegentreten.
Aber wenn der Sohn kein Hallenfußball spielen kann, weil die Halle mit Flüchtlingen belegt ist? Günstiger Wohnraum? Deutschsprachige Kinder in Schule und Kita in der Minderheit?

Was sagt man da?
„Ihr seid doch alles Rechtspopulisten!“

???

Und immer, immer wieder fällt:
„Dieses dreiste Verhalten der Migranten …“

Ich kann dann vielleicht murmeln: „Die sind doch nicht alle so!“ oder „Deutsche sagen auch nicht immer „Hallo!“, wenn sie in den Bus steigen.“

Aber letztlich kann ich denen doch ihre Erfahrungen nicht absprechen.

Diese Menschen sind nicht woke, die gendern auch nicht. Die haben nichts mit Umwelt und Tierrechten am Hut – mit Klima schon gar nichts.
Sie sind aber auch keine Rassisten, Rechtsextremisten, Antisemiten usw.

Sie gehen aber wählen.
Da werden wir unser blaues Wunder erleben.

„Verrassing!“

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Was sagt eigentlich das Grundgesetz zum Thema Migration? Das wäre doch die Richtschnur.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  BeWa

Ich BIN (nach heutiger Lesart) „männlicher Migrant“.

Habe Ihnen gerade ’nen Daumen nach oben gegeben.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie nutzen gerne echt große Wörter – „menschenfeindlich“, wow, klingt echt krass.

Von sich völlig anti-sozial verhaltenden Menschen Verhaltensänderungen zu erwarten ist nur (ausserhalb gewisser Blasen) nicht „menschenfeindlich“.

AlexZ
3 Monate zuvor

Bildungsungerechtigkeit kann ich nicht feststellen, Viele nicht-Deutsche sind sehr strebsam, vor allem, wenn die Eltern auch Ärzte, Rechtsanwälte etc sind, weil es die Eltern vorleben.
Das Gleiche gilt für Deutsche. Bei den asiatischen Kindern ist mir damals bekannt geworden, dass sie drei Tage die Woche in der Schülerhilfe waren, weil es billiger war als die Hortbetreuungskosten. Gleichzeitig haben sie etwas gelernt und Ihnen konnte ggf. geholfen werden.
Interessant beim Sportverein, war eine Muslime, die ihre Tochter anmelden wollte und anstelle nach Beiträgen Trainingszeiten etc. zu fragen, ging es nur darum ob sie mit Kopftuch spielt und wie es mit umziehen ist… Da weiß man vorher schon, dass die Tochter spätestens mit der ersten Menstruation mit dem Sport aufhört.
Der größte Hebel sind die Eltern. Auch alleinerziehende ohne Job, können den Kindern sagen: „Wenn du nicht so arm, wie ich leben willst, dann lerne und arbeite viel.
Die Lehrer benoten die Kinder in jeder Arbeit gleich. Die Bewertungsgrundlage für das Kind steht immer an der Tafel z.B. lesen Kunst etc. Wenn ein Kind verweigert oder die ganze Nacht Fortnite spielt und im Unterricht schläft, ist das unabhängig vom elterlichen Bildungsgrad sondern hängt mit der Wertevermittlung zusammen, im Elternhaus. Das ist auch unabhängig von Religion und Migration.

Ragnar Danneskjoeld
3 Monate zuvor
Antwortet  AlexZ

Kleine Anekdote zum Thema „Rolle der Eltern“: heute habe ich einer Schülerin das Handy abgenommen, weil sie während des Unterrichts gechattet hat – mit ihrer Mutter! Was will man da noch sagen?

Rainer Zufall
3 Monate zuvor

Ok, wozu wird diese Meinungsumfrage durchgeführt? Um zu wissen, wie Menschen sich zu einem Thema äußern, das sie nicht interessiert?

Um zu wissen, ob eine Brücke Mängel hat, frage ich Architekt*innen, nicht die Passant*innen -__-

Alisia
3 Monate zuvor

Ich finde es sehr beunruhigend wie hier laut Titel über „Bildungsgerechtigkeit“ geschrieben wird und dann beiläufig solche Passagen eingestreut werden:

„Um die Bildungsungleichheit zu bekämpfen“

Was wollen wir nun Gerechtigkeit oder Gleichheit? Das ist definitiv nicht das selbe, insbesondere von staatlicher Seite aus.

PS: Ich fürchte ich kenne die Antwort schon, na dann mal gute Nacht…

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Den Eindruck habe ich leider auch.