„Zauberwort Lebensweltbezug“: SPD will Bildungsoffensive für Verbraucherschutz an Schulen

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KIEL. «Korrekte Klamotten?!? Wie wir mit Mode die Welt verändern können» – solche Fragen sollten nach Ansicht der SPD im Mittelpunkt einer Bildungsoffensive zum Verbraucherschutz an Schulen stehen.

Online-Shopping ist kinderleicht – zu leicht? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Die SPD will den Verbraucherschutz in Schleswig-Holstein durch eine Bildungsoffensive stärken. «Dass das Landwirtschaftsministerium für den Verbraucherschutz zuständig ist, sollte nicht bedeuten, dass Verbraucherschutz sich nur um die Landwirtschaft dreht», sagte der SPD-Verbraucherschutzpolitiker Marc Timmer.

Er verstehe den Ansatz, bei Schülerinnen und Schülern Verständnis für die konventionelle Landwirtschaft zu wecken, nahm der Oppositionspolitiker das CDU-geführte Ministerium in den Blick. Die entsprechende Haushaltsposition falle mit 350.000 Euro aber zu hoch aus, sagte Timmer.

«Neben diesen Feldern gibt es weitere Bereiche für Schülerinnen und Schüler, die nicht aus dem Blick geraten dürfen und ebenfalls förderwürdig sind.» Die Sozialdemokraten hätten bereits einen Antrag in den Landtag mit konkreten Vorschlägen eingebracht.

Lebensweltbezug sei das Zauberwort, um Schule und Unterricht für Schülerinnen und Schüler interessant zu machen, sagte der Bildungspolitiker Martin Habersaat. «In nahezu jeder Runde mit der Landespolitik wünschen diese sich zum Beispiel mehr praktische Finanzbildung, vom Dispo-Kredit bis zur Steuererklärung. Das Thema Mode eignet sich, um die Globalisierung und Arbeitsbedingungen weltweit zu hinterfragen.»

Der Weg des Kurznachrichtendienstes Twitter zu X sei ebenso spannend wie die Frage, was China über die Plattform TikTok mit den Daten der Kinder mache, sagte Habersaat. «Man könnte den Stundenplan einmal in der Woche beiseite lassen und sich ausschließlich solchen und ähnlichen Fragen widmen.» News4teachers / mit Material der dpa

Verbraucherzentralen: Warum Finanz- und Verbraucherbildung für Schüler so wichtig ist

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5 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

«Man könnte den Stundenplan einmal in der Woche beiseite lassen und sich ausschließlich solchen und ähnlichen Fragen widmen.»
Genau, könnte man. Und nur wer alle Lehrpläne schon einmal durchgelesen hat, der könnte auch neue Vorschläge dazu machen.

GriasDi
3 Monate zuvor

Schon wieder was neues. Und die Lebenswelt von wem darfst denn sein?

Schlaubi
3 Monate zuvor

Ich lasse den Leerplan (beabsichtigtes Wortspiel) immer am Wochenende beiseite.

Übrigens: scheinbar geht noch ein Taschentuch in den Koffer.

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor

Ziel der Bildungsoffensive sollte sein:

15jähriger

kann sinnentnehmend einen Text von einer oder gar von zwei Seiten lesen,
kann im Zahlenraum bis 1000 rechnen, beherrscht Prozent- und Zinsrechnung sowie das Lesenvon Diagrammen,
kann einen Text von einer Seite fehlerfrei schreiben.

Wenn das erreicht ist, klappt es mit dem Verbraucherschutz von ganz allein.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor

„Lebensweltbezug“ – da hat er wohl ein neues Wort gelernt, der Herrr Bildungspolitiker Martin Habersaat.Seufz.

Ich bin sicher, viele KuKs wissen das und kennen auch D A S Wort – würden es aber nicht als Zauberwort benennen. Das ist sehr häufig die Grundlage für den Unterricht – die Lebenswelt der Kids und Jugendlichen.

Mode – Fast Fashion (in SH bereits vor Jahren bei ESA-Abschlussarbeit Thema), Greenpeace hat schon lange Material dazu, Brand in Bangladesh, Kinderarbeit, …. seufz.

Guter Mann – da sind auch u.a. Menschenrechte, Kinderschutz und Kinderrechte Themen, die dazugehören.