Verbraucherzentralen: Warum Finanz- und Verbraucherbildung für Schüler so wichtig ist

40

BERLIN. Jeder fünfte junge Mensch zwischen 14 und 29 Jahren in Deutschland ist verschuldet. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche lernen, verantwortungsvoll mit ihrem Geld umzugehen – am besten schon in der Schule, meint jedenfalls der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Verbraucherbildung heißt: fürs Leben lernen“, sagt Anke Wolf, Koordinatorin des Bildungsprojekts Verbraucherschule beim vzbv. Die hessische schwarz-grüne Regierungskoalition meint das auch: Sie hat jetzt die Themen Verbraucher- und Finanzbildung in die Lehrpläne aufgenommen.

Viele Schülerinnen und Schüler habe Probleme, ihre Finanzlage richtig einzuschätzen. Foto: Shutterstock

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt Lehrkräfte und Schulen dabei, Finanzkompetenzen junger Menschen im Rahmen der Verbraucherbildung zu stärken. „Kinder sollten frühzeitig Kompetenzen entwickeln, um Angebote zu hinterfragen und zu vergleichen, seriöse Quellen zu identifizieren und reflektierte Entscheidungen zu treffen“, sagt vzbv-Projektleiterin Anke Wolf.

Im Mittelpunkt der Verbraucherbildung stehen dabei neben dem Thema Finanzen die Bereiche Ernährung, nachhaltiger Konsum und Medien. Kinder und Jugendliche lernen zum Beispiel Fake News zu enttarnen, ausgewogene Mahlzeiten zuzubereiten, Energie zu sparen oder mit ihrem eigenen Geld hauszuhalten.

Eine Ursache für die Verschuldung in jungen Jahren ist laut den Autoren der Jugendstudie Simon Schnetzer und Professor Klaus Hurrelmann das Prinzip „Buy Now, Pay Later“ (News4teachers berichtete).

Lernspiele im shop.4teachers.de

„Die Verbraucherzentralen erleben in der Beratung täglich Probleme mit Kostenfallen, Kaufverträgen oder Schulden“

Damit kann man Produkte auf Rechnung kaufen und sie erst später bezahlen. Das klingt verlockend, kann aber dazu führen, dass sich unbemerkt immer mehr Schulden anhäufen. „Verbraucherbildung vermittelt, warum es wichtig ist, sich solche Angebote kritisch anzuschauen, und worauf man achten sollte“, sagt Verbraucherschützerin Anke Wolf. Das zahlt sich später buchstäblich aus. Denn der Umgang mit den eigenen Finanzen stellt nicht nur junge Menschen vor Herausforderungen. „Die Verbraucherzentralen erleben in der Beratung täglich Probleme mit Kostenfallen, Kaufverträgen oder Schulden“, so Wolf.

Tatsächlich sieht auch die Politik Handlungsbedarf – in Hessen jedenfalls. Mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungsfraktionen ist im Wiesbadener Landtag eine Novelle des hessischen Schulgesetzes verabschiedet worden. Um die Alltagskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken, wurden die Themen Verbraucherschutz- und Finanzbildung als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben in die Lehrpläne aufgenommen.

„Gerade in der heutigen, immer schnelllebigeren Zeit ist es von großer Bedeutung, dass Kinder und Jugendliche eine Verbraucherbildung erhalten, die es ihnen ermöglicht, als verantwortungsvolle Konsumentinnen und Konsumenten Entscheidungen von mitunter großer Tragweite zu treffen“, so hatte Kultusminister Alexander Lorz bereits im Mai erklärt. „Deshalb nimmt die Verbraucherbildung zu Recht einen wichtigen Platz in unseren Schulen ein. Es ist unser bildungspolitisches Ziel, diese wichtigen Alltagskompetenzen bei unseren Schülerinnen und Schülern zu stärken.“ News4teachers / mit Material der dpa

Netzwerk Verbraucherschule

Damit sich junge Menschen unabhängig vom Elternhaus zu starken Verbraucher:innen entwickeln können, engagiert sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dafür, dass Verbraucherbildung bundesweit als verbindlicher Bestandteil in die Lehrpläne aufgenommen wird. Gleichzeitig unterstützt der vzbv Schulen und Lehrkräfte dabei, Kindern die entsprechenden Kompetenzen zu vermitteln. „Mit dem Netzwerk Verbraucherschule wollen wir zeigen, wie sich Verbraucherbildung in den Unterricht, aber auch in den Schulalltag integrieren lässt“, erklärt Anke Wolf.

Erste praktische Anregungen bietet das Starter-Kit, das Netzwerk-Mitglieder zur Begrüßung erhalten. Anschließend profitieren sie von regelmäßigen Online-Fortbildungen und dem Austausch mit anderen Netzwerkschulen. Rund 400 Schulen aus ganz Deutschland haben sich bereits im Netzwerk Verbraucherschule registriert. Besonders aktive Netzwerkschulen können sich um die Auszeichnung als Verbraucherschule bewerben und so ihr Engagement nach außen sichtbar machen. „Mit der Auszeichnung Verbraucherschule ehrt der Verbraucherzentrale Bundesverband Schulen, die sich in besonderer Weise darum bemühen, Kinder und Jugendliche auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten“, so Anke Wolf. Unterstützung finden Schulen im Netzwerk Verbraucherschule. Eine Anmeldung im Netzwerk ist jederzeit unter www.verbraucherschule.de kostenfrei möglich.

Weitere Informationen, einen Überblick über die aktuellen Verbraucherschulen und Good-Practice-Maßnahmen sind hier zu finden: www.verbraucherbildung.de/meldung/die-verbraucherschulen-2022

Verbraucherbildung: vzbv unterstützt Lehrkräfte

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei

40 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Anne
1 Monat zuvor

Ich kann mich noch genau erinnern: all diese Dinge haben mir doch tatsächlich meine Eltern beigebracht.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Life skills zu vermitteln ist Aufgabe von Eltern.
Falls Eltern das nicht wollen/können, sollten sie ihre Kinder sofort nach der Geburt abgeben.
Ja, ist böse.

Caro
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Tun sie doch.
Gibt’s nen Anspruch drauf.
Nennt sich KiTa.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Caro

Das trifft es nicht, oder? Es wären Internate ohne Ferien.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Besser wäre es, erst keine in die Welt zu setzen.

Mika
1 Monat zuvor

Langsam kann ich nur noch hysterisch kichern. Verbraucherbildung, Demokratiebildung, Aufklärung über Depressionen, Aufklärung gegen Antisemitismus, häusliches Lesen – ich glaub, das waren in den letzten beiden Wochen die Felder, in denen sich Schule noch breiter aufstellen soll. Macht mal. Erfindet endlich ein Mittel, einen Schultag von 12h für die SuS so erscheinen zu lassen, als wären es nur 6h. Am besten von der ersten Klasse an.
Sorry, aber es ist ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, die es im häuslichen Umfeld eines Kindes offensichtlich immer weniger schafft, eine lernanregende Umgebung herzurichten und mit dem Kind die Dinge, die man fürs selbständige Leben braucht, zu erarbeiten. Die Schule wird immer mehr zum Reparaturbetrieb von Familie und Gesellschaft. Wenn sie das sein soll, gebt ihr die Mittel an die Hand. Ich finde es trotzdem nur noch beschämend.

Mutter Teresa
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich finde es erstaunlich, dass Sie als Lehrkraft offenbar glauben, nur einen Bildungsauftrag zu haben.

Im NRW-Schulgesetz heißt es beispielsweise zum „Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule“: „Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“

Das ist also keineswegs ein neues Feld. Neu ist hier allenfalls, das Lehrkräften Materialien zur Hilfestellung angeboten werden, was aber mit Empörung zurückgewiesen wird – hatten wir schon an anderer Stelle (Antisemitismus, Demokratiebildung).

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Ich gehe absolut d’accord, dass Jugendliche die Kompetenz in den genannten Bereichen brauchen. Ohne Wenn und Aber!
Ebenso stimme ich zu, dass die Schule mehr als die fachliche Kompetenz zu betrachten und zu entwickeln hat.
Und drittens bin ich auch der Meinung, das Elternhaus hat für vieles die Verantwortung, nimmt sie aber nicht wahr.

Es ist aber auch so, dass die Familien sich oft aus der Pflicht nehmen, manches auch nicht zu leisten vermögen.
Allerdings haben wir schlicht keine Zeit, neben den ganzen anderen Herausforderungen. Und Schule ist auch nicht das Forum für alles und jedes und alle und jede mit Anliegen, Interessen und Befindlichkeiten!!!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Liebe Mutter Teresa,
Ich bin ausgebildete Lehrkraft für Mathematik, Physik und Informatik. Der Gesetzgeber bzw. das Kultusministerium gibt mir mittels Rahmenlehrplan vor, was ich zu unterrichten habe – da habe ich schon rein zeitlich NULL Spielraum für irgendwas. Lesen Sie einfach mal die Pläne. Erziehen tue ich jeden Tag, oder glauben Sie, die lieben Kleinen sind voll intrinsisch motiviert auch in Stunde 7 und 8 dabei, haben regelmäßig zuverlässig ihren Kram dabei, Hausaufgaben erledigt und sind stets nett zueinander? Was also Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Umgang miteinander, Selbstwahrnehmung und Empathie betrifft, bin ich permanent dabei, meinen Erziehungsauftrag wahrzunehmen – braucht man alles für soziale Teilhabe und das Bewegen in der Gesellschaft. Wie kommen Sie also auf das dünne Brett, ich würde mich meiner diesbezüglichen Verantwortung verweigern? Vielleicht sollte ich statt Kurvendiskussion mit meinen Elftklässlern lieber den Kurs „wofür gebe ich mein Geld aus“ machen – kein Ding. Muss halt nur vorher mit dem Kultusministerium ausgehandelt werden, dass es dann im Matheabi nicht um Kurvendiskussion, sondern um „wofür gebe ich mein Geld aus“ geht.

Last edited 1 Monat zuvor by Mika
Mutter Teresa
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Verbraucherbildung in Schulen kann so absurd nicht sein, wenn es – wie oben beschrieben – ein Netzwerk mit Schulen gibt, die genau die praktizieren.

Warum können diese Schulen das, wofür es andernorts „null“ Spielraum gibt?

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Wieder die altbekannte Argumentationslinie.

Muss aber gehen. LuL sind nur faule Sch…

Die BILD hat das auch gesagt.

Ich weis es ganz genau und lasse mir von ihren Geschwätz über Lehrpläne und Praxiserfahrungen mein schönes Weltbild nicht kaputt machen.

Basta!

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Können Sie das bitte mal lassen, in nahezu jedem Post die Formulierung G. Schröders zu zitieren? Dann bleibt der Quatsch noch länger im kollektiven Gedächtnis.
Verarbeiten Sie Ihr Trauma oder Ihr schlechtes Gewissen einfach. Sie müssen sich nicht dauernd rechtfertigen. Kollegen wissen, was Lehrer leisten- Ignoranten überzeugen Sie ohnehin nicht.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra

Schröder sagte „faule S….“.
Schattenläufer schrieb „faule Sch…“

Hat er doch tatsächlich kreativ verändert 😉

Aber ich verstehe, was Sie meinen.

Dummerweise ist das die Weltanschauung sehr sehr vieler Eltern, die arbeiten oder auch nicht.

Und alle sind so verwöhnt, dass sie firdern und wir müssen springen.

Ist übrigens bei vielen Kids nicht mehr anders.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Achtung, harter Realitätscheck:

1) Solchen Krempel schreibt man für die Außendarstellung (eine mittlerweile verpflichtende Aufgabe von Schulen) ins Programm und holt sich irgend eines der „Schulsiegel“, um befördert zu werden.

2) Man „implementiert“ und „verbindet“ und „integriert“, schiebt also Papier rum, Kollegen nicken es als Konferenzbeschluss ab.

3) Ca. einmal pro Jahr sucht man sich fotogene SuS (die dynamisch-selbstbewusste Oberstuflerin, der optimistisch-mutige Zehntklässler usw.) und kauft sich die über stundenweise Unterrichtsbefreiung für Fotos/Plakate/Schülerpowerpoints ein. Das kommt auf die Schulhomepage.

4) Diejenigen Fachkollegen, die neben dem Alltagsstress Zeit und Lust haben, tragen nen paar mal pro Schuljahr den Unfug „in Verbindung mit“ z. B. Zinsrechnung ins Klassenbuch ein.

Faktisch findet das also nicht statt, weil das auch GARNICHT GEHT, da alle SuS zu den zentralen Prüfungen den umfangreichen ***regulären Stoff*** beherrschen müssen!

Das alles geschieht, damit erziehungsschwache Eltern sich ohne schlechtes Gewissen zurücklegen können – „Macht ja die Schule!“.

Ende der Durchsage.

Überprüfen können Sie das ganz einfach dadurch, dass Sie die Anzahl der Schulsiegel mal auf Stunden pro Woche oder Monat umrechnen. Da dürfte es dann bei Ihnen klingeln – genau so läuft es.

Last edited 1 Monat zuvor by 447
Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Schule kann nicht jede gesellschaftliche Ecke rundschleifen. Am Ende hilft es auch gar nicht, denn ein allumfassenden Helfer- und Nannystaat produziert eine unselbständige, verantwortungslose und lebensunfähige Gesellschaft.

Mankannesnichtfassen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Liebe Mutter Teresa,

ich komme Ihren Vorstellungen gerne vollumfänglich nach, aber „überschreiben“ Sie mir dann bitte Ihre Kinder vollumfänglich. Ist auch einfacher für Sie. Sie müssen dann nur noch abends das Futter heranschleppen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Aber wenn Schulen nun wirklich alle unterrichten sollen, wozu brauchen die Kinder dann noch Eltern?
In der Schule hat man Mathe und lernt etwas über Zusammenhänge.
Und die Eltern müssen den Kindern vermitteln, dass man nicht mehr Geld ausgeben darf, als man hat (einfach formuliert).
Was kommt als Nächstes? Was tun bei Liebeskummer? Richtig flirten? Fair abservieren? Welche Schokolade schmeckt objektiv am besten? Wie putze ich ein Klo? …

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Es ist zum Gähnen langweilig, offensichtlichen Laien die offensichtlichsten Dinge zu erklären – daher hier die Kurzform: Die Schule realisiert diesen (und andere) gesetzliche Aufträge durch UNTERRICHT.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Mutter Teresa

Ja, wir haben a u c h einen Erziehungsauftrag.

Im Schulgesetz steht sinngemäß, dass Hausaufgaben Elternsache seien – …..

Den Erziehungsauftrag gehört zum Kinderkriegen dazu, das ist ein Gesamtpaket.

Ich kann nirgends finden, dass die Aufgabe von Eltern lediglich in der Kinderproduktion besteht.

Kinder „werfen“ und zur Arbeit gehen?

Soll das die Zukunft werden?

Das „Wichtigste“ abzuschieben und fremdbetreuen – derzeitig der bestmögliche Fall (wegen massiver Unterbesetzung) – zu lassen?

Wozu dann Kinder?

Kinder zu kriegen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Für das Kind. Unter Umständen ein Leben lang.

Die heutigen Kinder werden von einer Betreuung in die nächste geschickt. Das baut ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu niemandem auf.

Kein, wirklich kein Tier auf der Welt geht so mit dem Nachwuchs um.

(Mensch = Säugetier = angemessener Vergleich!)

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die oben genannten heren Ziele von Ernährungs- bis Finanz’ertüchtigung‘ haben wir alle im BS-Lehrplan Politik und Gesellschaft/früher Sozialkunde.

Also rechnen wir den Nettolohn aus ( steht nicht im LP) und überlegen , ob wir uns eine eigene Wohnung inclusive
NK, Versicherungen etc. leisten können und dann noch Geld für halbwegs brauchbare LM haben. Nebenbei füllen wir noch ein paar Verträge aus und erkennen die Schuldenfallen…..
Schon in Ordnung

NUR

Die SuS sind mindestens 16,17 Jahre alt!
@ Mika hat vollkommen recht, “ Dinge die man fürs selbständige Leben braucht “ nur noch auf Schulschultern packen ?
Dann brauchts ein Fach ‚Outsourcing all inclusive‘ ( Überlebenscamp Schule )
Und meine erwachsenen Kinder meinten nicht nur einmal: Pass auf, dass sie nicht irgendwann Mama zu Dir sagen. 🙂

@ Mutter Teresa
Material gibt’s bereits genug, sogar gutes; aber wie Mika schrieb, irgendwie schaffen wirs einfach nicht die Zeit so zu komprimieren, dass aus 12 hexhex für die SuS 6 h werden.

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Sissi

„Pass auf, dass sie nicht irgendwann Mama zu dir sagen.“
Passiert im Kindergarten immer wieder und immer öfter.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Und wenn man das bedenkt, ist das ganz schön gruselig….

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ja, @ Riesenzwerg, das zeigt schon – wo wir stehen. 🙁

In KiTa/KiGa mag das noch Ausdruck großer Zuneigung sein
( das kann @ Marion sicher besser beurteilen ),
meine SuS aber sind eigentlich erwachsen.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Und dann feststellen, dass Schreiben, Lesen und Rechnen nicht klappen. Finde den Fehler.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Übermorgen lernen wir Naseputzen … wie? War schon dran während Corona? Ach stimmt ja.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wäre wirklich keine schlechte Idee… aktuell wird gerotzt und gehustet, dass die Wände wackeln…

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Zu Zeiten von Tuberkulose gab’s staatlich angeordnete Spucknäpfe im Klassenraum. Soll ich mal offiziell vorschlagen, wenn ich Ihro Hoheiten belustigen gehe?

Sissi
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Krieg ich bitte solchewelche Näpfe mit Fusstaster und Deckel?
Und vergiss bitte nicht einen Mülleimer voll mit gebrauchten Tempos mit zu den Hoheiten zu nehmen – natürlich nur als Beweisstück……..damit Sie es auch glauben……

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Sissi

Ein vierter Behälter verkompliziert die Mülltrennung noch mehr …

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Stimmt. Beim Lüften könnte man ausm Fenster spucken, dürfte im Durchschnittsunterricht kaum weiter stören.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Sissi

Die spritzen so schön, wenn der Napf bis oben voll ist und sind bestimmt prima umkippbar….

Realist
1 Monat zuvor

„Um die Alltagskompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken, wurden die Themen Verbraucherschutz- und Finanzbildung als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben in die Lehrpläne aufgenommen.“

Ist da eigentlich schon jemals etwas weggefallen? Wenn das so weiter geht, haben die „Lehrpläne“ bald den Umfang der alten Telefonbücher (falls sich noch jemand daran erinnert)… aber Lehrpläne gibt es ja sowieso nur noch digital und Festplatten haben heutztage VIEL Platz…

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

…und dann kommt als Reflex immer der Schmarren von der Entschlackung der Lehrpläne!

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

@Realist

Isso.

Wenn man kleine Schrifttypen wählt, passt noch mehr drauf. 😉

Nee, im Ernst: „Kleingedrucktes“ hat ja den Vorteil, dass es im Regelfall kaum jemand liest. 🙂

Mankannesnichtfassen
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Wir müssen halt alles machen, was die moderne Gesellschaft wegen geringer Löhne und neuer Arbeitsteilung in Familien nicht mehr in Familien stattfinden lässt. Das wird sich leider in den nächsten Generationen multiplizieren.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor

Vermutlich sollen wir sie ganz besonders auf den lukrativen Billiglohnsektor aufmerksam machen – Abschluss nicht erforderlich – trotzdem gibt es Geld … wenig

Soll das die Spreu vom Weizen trennen? Wo doch angeblich Chancengleichheit besteht?

Zumindest nach unten….

Das ist traurig.

Wieso nur kriegen wir die Jugend nicht mehr in die Ausbildungen?

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Lassen sich digital auch viel schneller verändern oder erweitern, so bleibst munter kunterbunter!

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Es fallen fachliche Dinge weg.

Am Limit
1 Monat zuvor

Langsam kann ich bei all dem, was Schule auch noch soll (neben Bildung), nur noch müde den Kopf schütteln und frage mich, in welcher Welt wir leben. Wenn im Elternhaus keine Erziehung und Bildung mehr stattfinden kann/soll, wird es nicht Zeit für die Ganztagsschule, sondern für das Internat (am besten ab Kleinkindalter). Da gäbe es dann Sozialpädagogen, die den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Eltern übernehmen (zusätzlich zum Unterricht durch Lehrkräfte). Armes Deutschland.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor

Und ich Depp dachte, weil jede Bank alle Kinder Konten eröffnen lässt, lernen die endlich, mit roten und schwarzen Zahlen, sprich virtuellem Geld, umzugehen!

Oder steckt da vielleicht doch ein anderer Grund dahinter?

Ich kann mich erinnern – reales Taschengeld alle – Kredit nur bei Mama und Papa.

Geld alle? Kein Kredit? Halt nicht kaufen!

Das war noch einfach …..

Aber da sich GudW nun gerade ohne Ende verschulden und das offensichtlich legal und gewollt ist …. soll es wohl auch so sein.

In SH gibt es das Fach Verbraucherbildung.

Wir haben wenig Einfluss auf erlterliches Vorleben….