Lehreramts-Stipendien für ländlichen Schuldienst ist laut Bildungsministerium gefragt

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POTSDAM. Brandenburg fördert angehende Lehrer und Lehrerinnen mit 600 Euro im Monat. Im Gegenzug verpflichten sie sich zum Dienst in einer ländlichen Schule. Das Programm weckt Interesse – bundesweit, erklärt das Bildungsministerium.

Wer möchte aufs platte Land? Foto: Shutterstock

Das Land Brandenburg hat die Stipendienplätze für Lehramtsstudierende aufgestockt, die nach der Förderung später an ländlichen Schulen arbeiten müssen. «Das Interesse bei Lehramtsstudierenden in ganz Deutschland nimmt mit jeder Ausschreibung zu», sagte Staatssekretärin Claudia Zinke. Zum vierten Mal konnten sich Studierende für das Brandenburg-Stipendium für Landlehrerinnen und Landlehrer bewerben. Am Freitag übergab Zinke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Potsdam ihre Förderbescheide.

Wegen des großen Interesses habe man die Plätze von 20 auf 25 erweitert, hieß es. Eine weitere Bewerbungsrunde für das Wintersemester steht noch aus. Mit zwölf erfolgreichen Bewerbern kommen die meisten Teilnehmer aus Brandenburg. Sieben Stipendiaten kommen aus Sachsen, vier aus Berlin und zwei aus Mecklenburg-Vorpommern.

«Als angehende Lehrkräfte im ländlichen Brandenburg leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass alle Kinder und Jugendlichen eine gute Schulbildung erhalten – egal wo sie wohnen», so Anne Rolvering von der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Das Programm wurde 2021 ins Leben gerufen; es gilt auch als Mittel gegen den Lehrermangel. In den ersten beiden Jahren wurden zusammen 49, 2023 dann 38 Plätze vergeben.

Das Bildungsministerium fördert mit dem Stipendium frühestens ab dem fünften Semester Lehramtsstudierende mit 600 Euro im Monat, die sich im Gegenzug an ländliche Schulen binden. Sie müssen dort ein Praktikum, ein Praxissemester und den Vorbereitungsdienst absolvieren. Für die Dauer des Stipendiums müssen sie in dieser Schule im Anschluss auch unterrichten. News4teachers / mit Material der dpa

„Da bewirbt sich niemand hin“: Der Lehrermangel auf dem Land beeinträchtigt zunehmend die Chancengerechtigkeit

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2 Kommentare
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pfk
2 Monate zuvor

Was will die Bildredaktion mit dem Schaf sagen?
Habe viele Ideen und Assoziationen und gleich noch bissle recherchiert, aber was wollt Ihr damit ausdrücken?

„Um ein tadelloses Mitglied eine Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“
Albert Einstein

Johann Friedrich H.
2 Monate zuvor

Ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit:

Arbeiterkinder aufs Land, in den Städten sind schon genug zukünftige Erben.