Hannover Messe: Schülerin präsentiert Windkraftanlage für Straßenlaternen

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HANNOVER. Ab heute zeigt die Jugend forscht Bundessiegerin Anne Marie Bobes (17) aus Seehausen (Sachsen-Anhalt) ihre Kleinst-Windkraftanlage auf der weltweit wichtigsten Industriemesse, der Hannover Messe. Besucherinnen und Besucher können das prämierte Forschungsprojekt am Stand A28 des Bundesbildungsministeriums in Halle 2 besichtigen.

Kurz vor den Abi-Prüfungen noch mal schnell zur Hannover Messe: Anne Marie Bobes (17). Foto: Jugend forscht

Wegen steigender Strompreise müssen immer mehr Kommunen einen Teil ihrer Straßenbeleuchtung abschalten. Anne Marie Bobes entwickelte eine interessante Lösung: Würde man Straßenlaternen mit Solarmodulen sowie kleinen Windrädern ausstatten, könnten sie die für den Betrieb erforderliche Energie selbst erzeugen und wären so unabhängig vom Stromnetz. Um herauszufinden, welche Art von Windturbine sich dafür eignet, stellte die Jungforscherin per 3-D-Druck 24 Varianten der schraubenförmigen Rotoren her. Anschließend testete sie die Prototypen in mehreren Versuchsständen, darunter ein Windkanal der Universität Magdeburg.

Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass Windenergiefirmen, Stiftungen und Städte ihres Landkreises ihr Fördergelder zur Verfügung stellten, um eine prototypische Anlage in Feldversuchen zu erproben.

Für ihr Projekt erhielt die Schülerin beim Jugend forscht Bundesfinale 2023 den Bundessieg im Fachgebiet Physik. Die talentierte Nachwuchstüftlerin macht dieses Jahr ihr Abitur am Markgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg. Im Anschluss plant sie, an der Technischen Universität Dresden Maschinenbau zu studieren.

Dem Messeauftritt in Hannover blickt Anne Marie Bobes gespannt entgegen: „Ich freue mich sehr, meine Entwicklung einem internationalen Messepublikum und Fachleuten aus aller Welt vorstellen zu können, um mein Turbinenkonzept dann anschließend mit einem breit gefächerten Expertise-Input aus Industrie und Forschung zu realisieren.“

„Unsere jungen Forscherinnen und Forscher profitieren sehr vom direkten Austausch mit Fachleuten aus aller Welt bei internationalen Veranstaltungen wie der Hannover Messe“, meint Katarina Keck, Vorständin der Stiftung Jugend forscht. Die ermöglicht es jedes Jahr zahlreichen Preisträgerinnen und Preisträgern, ihre herausragenden Forschungsprojekte und Erfindungen über den Wettbewerb hinaus bei weiteren attraktiven Veranstaltungen vorzustellen. Dazu zählen insbesondere Messeauftritte sowie Präsentationen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. News4teachers

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2 Kommentare
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Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Stark! 😀

Mary-Ellen
1 Monat zuvor

Klasse Idee! Hut ab!!!!
Freut mich enorm!
Daumen hoch!