Wieder Exotenstatus: Immer weniger Studierende unter 18 Jahren

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BERLIN. Sie sind Exoten an den Hochschulen, und ihre Zahl sinkt nach einem vorübergehenden Anstieg seit einigen Jahren wieder: Rund 3.800 minderjährige Studierende gab es im Wintersemester 2022/2023 noch.

Die Rückabwicklung von G8 macht Studierende unter 18 wieder zu einer Seltenheit (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Die Zahl der Studierenden unter 18 Jahren an deutschen Hochschulen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Im Wintersemester 2022/23 waren rund 3800 der insgesamt gut 2,9 Millionen Studierenden minderjährig, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Im Wintersemester 2021/22 gab es demnach noch rund 3900 minderjährige Studierende.

Nach einem deutlichen Anstieg infolge der seit 2011 ausgesetzten Wehrpflicht und der Einführung des verkürzten Abiturs in vielen Bundesländern war die Zahl der minderjährigen Studierenden den Angaben zufolge zunächst deutlich angestiegen. Ein Höchststand sei mit 4.800 Studierenden unter 18 Jahren im Wintersemester 2018/19 erreicht worden. Seitdem gehe die Zahl wieder zurück, teilte das Bundesamt mit.

Der Anteil der minderjährigen Studierenden betrug 2022/2023 lediglich 0,13 Prozent. Sie sind den Angaben zufolge deutlich jünger als die meisten ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen, deren Durchschnittsalter das Bundesamt in dem Semester mit 25,7 Jahren ermittelte. News4teachers / mit Material der dpa

Studieren unter 18 – welchen Herausforderungen sich minderjährige Studenten stellen müssen

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Lisa
19 Tage zuvor

Nicht nur die Rückwicklung von G8 sondern auch, dass viele Abiturienten finden, dass sie zu wenig Lebenserfahrung gewonnen haben. Work and Travel, Au pair, auch Jobben für die Finanzierung werden ein Jahr gemacht. Manchmal sogar eine Berufsausbildung.