20 Minuten täglich: Lesetraining in der Grundschule zeitigt bemerkenswerte Erfolge

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HAMBURG. Hamburgs Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) hat jetzt gemeinsam mit dem Institut für Bildungsmonitoring und Schulentwicklung (IfBQ) eine neue Wirksamkeitsstudie vorgestellt, die die Lernerfolge der Risiko-Schülerinnen und Schüler beim Lesen durch das „BiSS“-Lesetraining in der Grundschule belegen soll. Um insbesondere Risikoschülerinnen und -schüler zu fördern, hatte der Stadtstaat sukzessive die Methode in der Grundschule eingeführt.

Lesen fällt nicht immer leicht. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Das BiSS-Lesetraining wurde im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) in Hamburg erprobt und stetig auf weitere Schulen ausgeweitet. Ziel ist die Steigerung der Leseflüssigkeit, die Voraussetzung für eine Verbesserung des Leseverstehens und der Lesekompetenz ist. Das Training sieht vor, dass an mindestens vier Tagen pro Woche eine feste Lesezeit von 20 Minuten eingerichtet wird. In dieser Zeit werden unterschiedliche Lautlesemethoden durchgeführt: das chorische Lesen, das Tandem-Lesen, der „Ich-Du-Wir-Würfel“, das Vorlesetheater und das Hörbuchlesen. Lehrkräfte und Schulleitungen werden vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) qualifiziert und können verschiedenen Fortbildungsangebote nutzen. Moderierte Austauschgruppen sorgen zusätzlich für einen wertvollen Erfahrungsaustausch der beteiligten Schulen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die kontinuierliche Lernverlaufsdiagnostik: Regelmäßig werden die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler anhand standardisierter Testverfahren überprüft.

Im Rahmen der Evaluierung wurden Daten der Lernstandserhebungen Kermit 3, Lernstand 4 und Kermit 5 ausgewertet sowie Schülerdaten von Lerngruppen mit und ohne Leseförderung miteinander verglichen. Ergebnisse: Die Trainingskinder zeigten eine größere Steigerung der Leseflüssigkeit als Kinder verschiedener Vergleichsgruppen. Darüber hinaus ließen sich die gewünschten Effekte auf das Leseverstehen beobachten. Kinder der Trainings-Schulen verzeichneten in den Kermit-Erhebungen größere Zuwächse als Kinder anderer Schulen. Die Ergebnisse liefern zudem Hinweise darauf, dass bildungsbenachteiligte Kinder besonders vom Training profitieren.

„Der Lernerfolg wird für alle Beteiligten schnell sichtbar und trägt zur hohen Akzeptanz und Motivation bei“

Die Ergebnisse der Evaluierung zeigen laut Bericht auf, dass auch der Transfer des Lesetrainings auf weitere Schulen gelungen ist. Trotz der pandemiebedingten Schulschließungen konnten die Trainingskinder auch in den vergangenen Jahren der Transferphase ihre Lesekompetenz (Leseflüssigkeit und Leseverstehen) bedeutsam steigern und in ihren Lernständen aufholen. „Gründe für den erfolgreichen Transfer liegen in dem praxisnahen Ansatz und den einfachen, gut umsetzbaren Methoden. Der Lernerfolg wird für alle Beteiligten schnell sichtbar und trägt zur hohen Akzeptanz und Motivation bei“, so heißt es

Ergebnisse im Einzelnen:

  • Bei der Entwicklung der Leseflüssigkeit haben die geförderten Schülergruppen innerhalb von drei Schuljahren ihren Lesequotienten von 87,1 (Startgruppe 2. Halbjahr 2018/19) auf 94,0 sowie von 92,8 auf 95,8 (Startgruppe 1. Halbjahr 2019/20) steigern können. Der Normwert = Zielwert beträgt jeweils 100.
  • Die Startgruppe 2. Halbjahr 2018/19 konnte ihre Kompetenzwerte beim Leseverstehen deutlich um 92 Punkte steigern und damit ihre Kompetenzlücke zu Schülergruppen ohne Förderung um 31 Punkte verkleinern. Ein Lernjahr entspricht dabei einem Lernzuwachs von rund 60 Punkten, d. h. der Lernrückstand wurde um ein halbes Jahr verkürzt, die Anschlussfähigkeit am Ende von Klasse 4 an die weiterführende Schule erreicht.
  • Die Startgruppe 1. Halbjahr 2019/20 konnte ihre Kompetenzwerte beim Leseverstehen deutlich um 128 Punkte steigern und damit ihre Kompetenzlücke zu Schülergruppen ohne Förderung um 28 Punkte verkleinern. Ein Lernjahr entspricht dabei einem Lernzuwachs von rund 60 Punkten, d.h. der Lernrückstand wurde um ein halbes Jahr verkürzt, die Anschlussfähigkeit am Ende von Klasse 4 an die weiterührende Schule erreicht.
  • Besonders große Zuwächse im Leseverstehen sind für die Trainingskinder mit niedrigem sozioökonomischen Status feststellbar.

Schulsenatorin Ksenija Bekeris sagt: „Die wissenschaftliche Evaluierung des BiSS-Lesetrainings durch das IfBQ belegt, dass die Lesekompetenz der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler deutlich gesteigert werden konnte und sie ihre Lernrückstände aufholen konnten, sogar trotz zwischenzeitlich massiver Einschränkungen In der Lernentwicklung bedingt durch die Corona-Schulschließungen. Das freut mich sehr. Wir werden das erfolgreiche Programm daher auf die Sekundarstufe I ausweiten. Das betrifft zunächst eine Pilotgruppe von 17 Schulen aus dem Programm d23-Starke-Schulen sowie begleitende Angebote für weitere 10 bis 15 Schulen. Auf freiwilliger Basis können jederzeit weitere Schulen aufgenommen werden. Wir prüfen darüber hinaus, ob das BiSS-Lesetraining in das neue Startchancen-Programm zur Förderung von Schulen mit sozioökonomisch benachteiligter Schülerschaft aufgenommen werden kann.“ News4teachers

Filme zum BiSS Lesetraining: Das Leseband – Leseprojekt mit sieben YouTube Videos

BiSS Leseprojekt: Lesen mit BiSS

Hamburg bringt neues Konzept zum Lesenlernen schrittweise in alle Grundschulen

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A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor

Wer hätte das ahnen können: Training (ziemlich egal welches) zeitigt Erfolge.
Bahnbrechend!

klm
1 Monat zuvor

Wurde – wie vieles andere auch – in den letzten Jahrzehnten leider als „stures Pauken“ oder „stupides Lernen“ diffamiert.

Mondmatt
1 Monat zuvor

Lesen üben in der Grundschule bringt Erfolge?

Wer hätte das gedacht?

Als Laie könnte man sich hier irgendwie veräppelt vorkommen.

Was sollten Kinder in der Grundschule sonst tun als lesen, schreiben und rechnen zu erlernen und zu üben.

Als alter Hase der Bildung ist mir jedoch klar, dass solche altbackenen Techniken wie lesen, schreiben, rechnen üben so gar nicht dem Zeitgeist entsprechen.

Besser wäre es wenn laut der Studie Erfolg in der Grundschule durch pädagogisches Hei-Hei-Heitatei, Nachlauf spielen im Dunkeln und Tanz mit offener Hose entstehen würde.

So gesehen ist die Studie eigentlich recht negativ zu bewerten.

Dinge aus der Mottenkiste der Bildung wie üben und lernen bringen Erfolg!
Ich denke es ist höchste Zeit solch gefährlichen Unsinn von ministerialer Seite sofort zu verbieten. (Ironie aus)

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Spielen in der Schule ginge doch, z.B
mit dem guten alten Setzkasten
( Wortbildung, kleine Sätze, Verbindung Wort und Bild….) hat mir schon Spaß gemacht, meinen Kindern und den Nachbarskindern auch. Aber da gibt man ja zu viel vor ? 🙂
Warum gibt es dann den modernen Setzkasten – scrabble – 🙂 hoch gelobt bei jeder Sprachförderung und mit Zahlen und Buchstaben rummycub.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Die LÜK Kästen. Das waren noch Zeiten…

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich habe noch Holzkästen- und komisch, meine Kinder haben sich diese schon gesichert – gefragt warum: weil lernen damit Spaß macht.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mondmatt

Laut Fahrradschlossturm macht es bei ihm keiner.
Es scheint nur wenig Zeit zu geben, viel werde an LesepatInnen ausgelagert…

Fahrradschlossturm
1 Monat zuvor

In Berlin sollten es, glaube ich, 15 Minuten täglich sein. Macht nur keiner. Jedenfalls an unserer Grundschule.

potschemutschka
1 Monat zuvor

An meiner ehemaligen GS (Berlin) wurden Kinder, die Hilfe beim Lesen brauchten, von ehrenamtlichen Lesepaten 1-2 mal pro Woche für 10-15 Minuten aus dem Unterricht genommen und die übten dann mit je 2-3 Kindern auf dem Flur lesen.( Ist das eigentlich auch Exklusion?) Die Kinder sind meist sehr gern zu dieser Leseförderung gegangen. Allerdings störte der ständige Wechsel der Kinder in einer Unterrichtsstunde. Ein normaler Unterricht war in dieser Zeit kaum möglich. Trotzdem waren die Lehrer froh über diese Unterstützung.

Kolumbus
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich kann die Aussage vom Fahrrad… bestätigen. Macht niemand bei uns.

Was Sie nennen, kenne ich als Lesepaten. Was ich sehe, ist, dass die mit den Kindern Memory spielen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Kolumbus

An meiner GS waren das Omas und Opas, die noch wussten, was Lesen bedeutet. 🙂

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Man fragt sich, was vorher an den Grundschulen gemacht wurde?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort nicht jeden Tag mindestens 20 Minuten gelesen wurde.

Falls das doch der Fall war, läuft so einiges an Grundschulen schief.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nein, an den Grundschulen wurde nicht 20 Minuten pro Tag gelesen, weil der Lehrplan in seiner Fülle (Lesen, Grammatik, Aufsatzerziehung, Rechtschreibung) ab Klasse 2 dafür eigentlich keine Zeit hergibt. Die Lesetechnik wird in Klasse 1 gelernt und in Klasse 2 geht man normalerweise schon mehr Richtung Leseverständnis. Man konnte vor 20 Jahren aber auch noch davon ausgehen, dass die meisten Eltern mit ihren Kindern zu Hause lesen und lesen üben. Da dies zunehmend weniger passiert, hat man beschlossen, dass man diese tägliche Lesetraining jetzt auch noch zusätzlich zu allem anderen, was Schule leisten soll, in die Schule zu verlagern. Zudem wurde in den vergangenen 20 Jahren wissenschaftlich auch immer besser untersucht, dass man schlechte Leseflüssigkeit halt nicht beim Leseverständnistraining quasi mitverbessert, sondern dass es keinen Sinn macht, Texterschließung zu machen, solange das Gehirn immer noch mit der Dekodierung der Silben und Wörter beschäftigt ist – was in Klasse 2/3/4 bei immer mehr Kindern der Fall ist. Deshalb das Lautlesetraining.Und natürlich werden deshalb andere Elemente des Deutschunterrichts verkürzter behandelt – aber Lesen ist halt die essentiellste Lebenskompetenz….Diese Änderung des Lehrplans ist keine Reaktion auf ein „Schieflaufen“ in den Grundschulen in den letzten Jahren, sondern auf die veränderte Schülerschaft. Schule muss halt immer mehr leisten, was v.a. in sozioökonomischen Familien nicht mehr geleistet wird.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Na, ja, wenn Grundschulen über viele Jahre nicht auf „sozioökonomische Änderungen“ reagierten und die Leseleistungen über viele Jahre immer schlechter wurden, dann lief in den Grundschulen schon etwas schief, wenn dort nicht einmal 20 Minuten pro Tag gelesen wurde.

Das ist keine Kritik an den dort arbeitenden Lehrkräften, sodern an den politischen Rahmenbedingungen für Grundschulen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es geht um 20 min reines Lautlesetraining, das in den Unterrichtsstundennuntergebracht werden muss zusätzlich zu den anderen Inhalten.

HH hat mit 108 Stunden in der Grundschultafel erheblich mehr Unterrichtszeit zur Verfügung, als die Länder mit 92 oder 94 Stunden über 4 Jahre. Die Länder haben sich inzwischen auf einen Standard geeinigt und die niedrigste Stundenzahl eingesetzt.

Andere Bundesländer setzen nun die 20 min dennoch verbindlich in die Vorgaben, dafür fällt dann eben etwas weg, z.B. Rechtschreibtraining oder Kopfrechnen oder Sport.

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Nö. Von 45 Minuten machen die 30 Minuten den „Satz des Tages“ und dann 15 Minuten Frühstück. Das ist die Realität. Nein, am Anfang muss man noch 5 Minuten abziehen, bis der Lehrer kommt und weitere 5 Minuten, bis er den Unterricht beginnt. Also 20 Minuten Satz des Tages und 15 Minuten Frühstück.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Ach so ist das…..das wusste ich noch gar nicht….aber gut, dass sie uns da erhellen….
Man, geh woanders trollen!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Muss das Lautlesen wirklich zusätzlich zu anderen Themen untergebracht werden?

Es gibt doch sehr viele Leseanläse in der Schule, die man alle zum lauten Lesen verwenden kann.

So wie Sie das beschreiben, habe ich habe fast den Eindruck, dass die Schüler:innen der fünften Klassen bei mir am Gymnasium im Deutschunterricht mehr laut lesen als in der Grundschule am ganzen Tag.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es geht nicht darum, dass irgendetwas laut vorgelesen wird, sondern darum, dass festgelegte Lautleseverfahren 20 min eingesetzt werden – es lesen gleichzeitig alle Schüler:innen im Tandem, im Chor, auf andere Weise abwechselnd.
In SH gibt es unter „Lesen macht stark“ ein festes Programm mit Aufgaben, die dann ja zeitlich geschafft werden müssen bis zum nächsten Erhebungsteil.

WENN sich Texte mit den Unterrichtstexten decken können, kann man das ggf. nutzen, muss ja dann aber den Unterricht drumherum bauen und anderes in diesem Thema zurückstellen, für das man 45 min benötigt hätte.
Gedacht sind explizite Zeiten wie ein Förder-Band. In einigen Ländern ist auch angedacht, dass dafür jedweder Unterricht gekürzt werden kann. Ähnliche Vorgehensweisen kenne ich auch für andere übergreifende Inhalte als 10-Wochen-Programm, 3x in der Woche 10 min für die gesamte Schule zur gleichen Zeit unabhängig vom Fach.

WENN ich von 45 min Deutschunterricht 20 min auf Lautleseverfahren oder ein fest vorgegebenes Leseverfahren verwende, verbleiben die restlichen 45 min für die anderen Inhalte.

Bewerten soll ich neben dem Lesen (in bisher ganz anderen Aufgabenstellungen) auch Schreiben mit u.a. Rechtschreiben sowie Texte verfassen, Sprechen und Zuhören und Sprache und Sprachgebrauch. Dafür verbleiben dann die anderen 20 min.

Der Unterricht an der Grundschule erscheint mir nicht vergleichbar mit dem am Gym, das sind Welten.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja, muss!
Laut Erlass muss in jeder Klasse mindestens 3x 20 Minuten Lautlesetraining in der Woche fest verankert im Stundenplan erfolgen. Wie die Schulen das umsetzen, was dafür dann wegfällt, ist Entscheidung der Schule. Fakt ist, dass etwas wegfallen muss, denn diese Vorgabe nimmt viel Raum ein, die durch die normale Stundentafel für das Gesamtfach Deutsch nicht abgedeckt ist.
Wir basteln noch am tragfähigen Konzept, denn so einfach ist es nun wirklich nicht. Die Schwierigkeit ist ja, dass auch alle anderen Fächern und deren Kompetenzerwartungen erfüllt werden müssen, da etwas weglassen, geht also auch nicht so…..

Grundsätzlich ist es aber sinnvoll, viel Energie in das Lesetraining zu setzen, denn auch wir beobachten, wie mies viele Kinder nur noch lesen können…..

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Es geht mir nicht um den Erlass.

Es geht mir um die Frage, ob Grundschulen in anderen Bundesländern, wo es keinen entsprechenden Erlass gibt, die Schüler:innen häufiger laut lesen lassen könnten, wenn sie die vorhandenen Leseanlässe dafür nutzen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Könnten sie,
die Methoden sind ja frei gestellt.
Aber dann müssen die Lehrkräfte selbst oder die Schule intern sehen, was weggelassen wird.
Schon eine Stunde weniger Unterrichtszeit macht sich bemerkbar, es wäre auch erschreckend, wenn es nicht so wäre.
20 min täglich ist eigentlich angesetzt.

Und bei Ihnen? Lassen Sie doch einfach in Ihrem Deutschunterricht die Kinder 20 min laut gemeinsam gleichzeitig lesen und machen anschließend 20 min Rechtschreibtraining. Überzeugen Sie innerhalb der Schule Lehrkräfte anderer Fächer, das auch zu tun, damit die anderen Tage abgedeckt sind.
Oder setzen Sie ein Leseband vor oder nach den Unterricht oder mitten hinein und übernehmen alle die 20 min Förderung unentgeltlich.

Das Verfahren ist nicht auf die Grundschule beschränkt und Sie sind doch der Meinung, dass Ihre Schüler:innen in Klasse 5 da noch Übung benötigen.
https://www.biss-sprachbildung.de/btools/lautleseverfahren-repeated-reading-wiederholtes-lautlesen-chorisches-lesen/

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Leider ist es mittlerweile an Gymnasien so, dass wir Kindern Dinge beibringen müssen, die sie eigentlich in der Grundschule hätten lernen müssen.

Der Ort für sicheres Lesen und eine Grundlage für sichere Rechtschreibung sind die Grundschulen, die diese Aufgaben immer weniger erfüllen.

Sicheres Lesen, sichere Rechtschreibung und eine sichere Beherrschung der Grundrechenarten müssen an Grundschulen vermittelt werden. Wenn dafür an anderer Stelle weniger Unterricht erteilt wird, dann ist das zu vertreten.

Und ja, in meinem Unterricht spielt Leseförderung eine große Rolle. Die Mängel in der Rechtschreibung sind aber kaum noch zu kompensieren. In der Klassenarbeit über Märchen, die meine gegenwärtige Fünf gerade geschrieben hat, haben nur zwei Schüler:innen von 30 weniger als 20 Fehler gemacht. Ich habe mittlerweile auch Kinder mit Gymnasialempfehlung in der fünften Klasse, die nur extrem stocken lesen können.

Da läuft ganz sicher etwas in den Grundschulen schief.

Und ich mache nicht die Kolleg: innen dort verantwortlich, sondern die Politik, die durch Lehrkräftemangel und falsche Schwerpunktsetzungen in den Lehrplänen für diese Defizite gesorgt hat.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Die Mängel in der Rechtschreibung sind aber kaum noch zu kompensieren.“

Warum nicht?
Rechtschreiben ist Teil des Curriculums im Fach Deutsch, auch in der SekI der Gymnasien.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ist die Frage ernst gemeint?

Wenn die Gymnasien den Kindern das beibringen müssen, was sie eigentlich schon in der Grundschule hätten lernen müssen, läuft in den Grundschulen etwas schief.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wenn die Grundschulen den Kindern das beibringen müssen, was sie eigentlich in der Kita oder im Elternhaus lernen sollten, dann läuft in der Kita oder in den Elternhäusern etwas schief….
Merken Sie selbst, oder? Nach unten treten bringt es nicht….

Palim
1 Monat zuvor

Danke, das hätte ich auch antworten wollen.

AvL
1 Monat zuvor

An Palim
Der Bildungshintergrund der Kinder hat den entscheidenden Einfluss
auf den Bildungserfolg der Schüler, und weil der Einfluss der sozialen Ungleichheiten auf den Bildungserfolg durch die derzeit praktizierten Methoden eines propagierten und praktizierten eigen initiativen Lernen in den Grundschulen nicht im mindesten durch eben diese Methoden ausgeglichen wird.
https://www.grin.com/document/342090
Der kanadisch-amerikanisch Bildungsforscher Stanovich konnte mit
seinem Team den ernormen Einfluss einer erfolgreichen Lesevermittlung in der ersten Klasse auf den Bildungserfolg bei Schülern der 10.Klasse nachweisen.
Nach der dritten Klasse ist das Zeitfenster der Vermittlung einer guten Lesekompetenz für die 10. Klasse bereits geschlossen, und sie erwarten dann, dass die weiterführenden Schulen diese wichtige Kernkompetenz vermitteln.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Wieder einmal behaupten Sie

die derzeit praktizierten Methoden eines propagierten und praktizierten eigen initiativen Lernen in den Grundschulen“

Und wieder einmal frage ich mich, was das sein soll.

Aber Sie bezichtigen Lehrkräfte ja auch der unterlassenen Hilfeleistung, wenn es nicht so läuft, wie Sie sich Schule vorstellen, weil Sie die 1:1-Betreuung zu Hause im Unterricht umgesetzt wissen wollen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Es geht nicht darum, nach unten zu treten, sondern mitterweile darum, dass offensichtlich einige Grundschullehrkräfte nicht bereit sind sinnvolle Maßnahmen wie mehr Übungszeit in Mathe, Lesen und Rechtschreibung umzusetzen. Und das obwohl sich die Maßnahme als extrem wirksam erwiesen hat.

Das sind aber die Kernkompetenzen, die Kinder in den Grundschulen erlernen müssen. Ohne diese Kompetenzen kann in allen anderen Fächern nicht gelernt werden.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Haben Sie sich mit der Methode inzwischen auseinandergesetzt?

Haben Sie sich die Curricula angesehen?

Haben Sie für sich eine Entscheidung getroffen, was Sie weglassen würden, beispielsweise im Fach Deutsch?

Auf welcher Grundlage beurteilen Sie die umgesetzte Übungszeit in den Grundschulen?

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Noch ein Versuch:

Sie schlussfolgern, dass in den Grundschulen etwas schief laufe. Wie kommen Sie zu der Annahme? Wann haben Sie sich mit den Inhalten und Curricula beschäftigt und den Unterricht gesehen oder geführt? Haben Sie sich die Curricula angesehen und überlegt, was Sie streichen wollen würden?

Bereits nach 2000 wurden unendlich viele Anstrengungen unternommen, das Lesen zu stärken, Lesegruppen, zum Lesen verlocken, Sinnentnahme, Lektüren, Antolin als Unterstützung nach gelesenen Texten, Lesenächte, Lesezeiten, Büchereien, die unentgeltlich geführt werden, Lesestrategien, Lesetagebücher, Leserollen, die üblichen Lesebuchtexte, Lesen mit verteilten Rollen, Vorträge, Wettbewerbe und vieles mehr.

Da setzen sehr viele Lehrkräfte sehr viele Haken,
aber dennoch reicht die Zeit nicht aus, das nehmen auch Grundschullehrkräfte wahr. Sie sind dann um so bemühter um diese Kinder, setzen weitere Impulse, organisieren ehrenamtliche Kräfte, führen Elterngespräche, Lesepässe mit Unterschrift der Eltern, Vorträge Externer zum gelungenen Lesen, Fortbildungen zum Lesen.

Aber wenn das alles dennoch immer noch nicht ausreicht, wie auch bei den Grundrechenarten, beim Schreiben, beim Bewegen, bei der Merkfähigkeit,
dann kommt
a) der Ruf nach mehr Tests und mehr Druck,
b) die Feststellung, dass die Grundschule Fehler macht,
c) der Hinweis von Gymnasiallehrkräften, dass ihnen das alles so nicht ausreicht, sie sich aber selbst nicht bewegen wollen und sich selbst nicht auf eine geänderte Schüler:innenschaft einstellen müssten, schließlich machen die anderen die Fehler oder die Kinder sind nicht richtig an der Schule.

Grundschulen bekommen keine vorgefertigten, erlesenen Schüler:innen mit perfekten Vorkenntnissen. Sie bekommen alle SuS und beschulen alle SuS in jeglichem Einzugsgebiet.

Es ist befremdlich, dass eine Lehrkraft am Gym so wenig Einblick in Schulstrukturen und Pädagogik hat, dass man dies nicht verstehen kann und in der Forderung, man könne einfach ein bisschen mehr üben, das Allheilmittel sieht.

Die Lautleseverfahren sind ein weiterer Ansatz und Baustein in den Bemühungen, vielleicht haben Lehrkräfte Ihrer Schüler:innen dies auch schon im Unterricht umgesetzt, um die Fähigkeiten darüber zu verbessern.
Ich bin skeptisch, ob das allein den Ausschlag gibt, sehe nicht, woher die Unterrichtszeit kommt, und denke, dass sich das Lesen womöglich verbessert, wenn man so viel Zeit darauf verwendet. Gleichzeitig verbessern sich dann andere Fähigkeiten nicht, weil man weniger Zeit darauf verwendet.

Wenn die Aufsätze in den Grundschulen drastisch zusammengestrichen werden, fehlt den SuS in Klasse 5 die Erfahrung, einen längeren Text zu verfassen, die Übung darin und notwendige Strategien dazu wurden dann nicht vermittelt. Am Ende kritisieren Sie, dass Ihre Schüler:innen viele Fehler beim Verfassen von Texten machen, gleichzeitig fordern Sie, mehr Unterrichtszeit auf das Lesen zu verwenden.

Die Unterrichtszeit in der Grundschule ist endlich und reicht schon jetzt für vieles nicht aus. Die Inhalte in den einzelnen Curricula scheinen vielfach sinnvoll, sind allerdings zeitlich nicht zu realisieren. Das wird nicht besser, wenn zusätzliche Inhalte und Methoden vorgegeben werden.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Wieso lehnen Sie mehr Übungszeit in Mathe, Lesen und Rechtschreibung ab?

Wenn das tatsächlich Ihre Haltung ist und sie weit verbreitet unter Grundschullehrkräften sein sollte, ist das etwas, was in Grundschulen schiefläuft.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wieso lehnen Sie mehr Übungszeit in Mathe, Lesen und Rechtschreibung ab?“

Lehne ich gar nicht, habe ich auch schon geschrieben, ich nehme gerne mehr Übungszeit, gerne für alle die 108 h in der Stundentafel.
Auch sonst dürfen wir gerne von besseren Bedingungen lernen, Schulpsycholog:innen, Sozialpädagog:innen, Förderlehrer:innen, Sonderpädagogische Versorgung, DaZ-Stunden, Frühförderung, Ausgleich für Schulen im Brennpunkt, Ausgleich für die Aufgaben der Inklusion, Entlastungsstunden: schreiben wir doch gerne mal bei der besten Versorgung und Unterstützung ab und realisieren diese überall.

Ich lehne ab, dass man zusätzliche Vorgaben und Inhalte in die Schulen setzt und die Umsetzung in gleicher Zeit erwartet.

Es gibt ja in den meisten Ländern keine zusätzliche Übungszeit, sondern die gleiche Unterrichtszeit wie bisher, die in den BL zwischen 92 und 108 Stunden in der Stundentafel beträgt.

NDS wird ab dem Sommer die Stundentafel erweitern, das schafft zusätzliche Übungszeit. Dafür wird es dann Vorgaben geben, was in dieser Zeit geschehen soll.
Die 108 Stunden von HH werden dennoch nicht erreicht.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wir können also zusammenfassen: In den Grundschulen läuft etwas schief, weil Sie am Gymi nicht mehr die Kinder geliefert kriegen wie vor 20 Jahren. Zur Info: Kriegen die meisten Grundschulen auch nicht mehr. Wie Sie da allerdings auf die Idee kommen, dass alleine die Grundschulen etwas ändern müssen und die Gymnasien das alles nichts angeht, zeugt schon von einer ziemlichen Arroganz!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Nein, dort läuft etwas falsch, weil zu wenig die Kernkompetenzen geübt wird.

Hier im Kommentarbereich lehnen einige Grundschulehrkräfte diese wirksame Methode ja sogar ab.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja und nein! Sicheres Lesen und die Beherrschung der Grundrechenarten ist tatsächlich Aufgabe der Grundschulen, aber nicht die sichere Rechtschreibung. Wenn Sie mal den Rechtschreibrahmen von z.B. BW gelesen hätten, wüssten Sie, dass der Rechtschreibunterricht bis Klasse 10 geht. Nach Klasse 4 haben die Kinder also erst ein Drittel ihres RS-Unterrichts hinter sich. Wie also v.a. Gymnasiallehrer auf die Idee kommen, dass die Kinder in Klasse 5 selbstverständlich sichere Rechtschreiber sein sollen, ist mir schleierhaft.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Der Grundwortschatz sollte am Ende der Grundschule sicher geschrieben werden können.

Dass Kinder am Gymnasium 30 Fehler oder mehr in Texten machen, heißt doch dass Kinder ohne Gymnasialempfehlung noch mehr Fehler machen.

Auch das ließe sich mit 20 Minuten üben pro Tag erheblich verbessern.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot


Auch wenn der Wortschatz recht sicher saß, können fehlende spätere Übung, visuelle Anpassung /Falschgeschriebenes, groß/Kleinproblematik und besonders fehlende Beschäftigung mit richtig Geschriebenem, z.B. mit dem Buch (Genre nach Gusto)Erarbeitetes immer wieder festigen.
Liest man dagegen die Texte so mancher Zeitung/ Zeitschriften, kann es schwierig werden.
Sorry @ Redaktion, hier nicht so stark, doch selbst in Spiegel, Zeit oder bei der bpb kann man denn R, Gr, Sb……;) Generationenwechsel nachlesen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Dass Kinder am Gymnasium 30 Fehler oder mehr in Texten machen, heißt doch dass Kinder ohne Gymnasialempfehlung noch mehr Fehler machen.“

Woher nehmen Sie diese Behauptung?

“Auch das ließe sich mit 20 Minuten üben pro Tag erheblich verbessern.“
Also doch eine Abordnung an die Grundschule. Vielleicht bekommen Sie dann einen Eindruck, was dort unterrichtet wird.

So, wie Sie es darstellen, drehen wir den ganzen Tag Däumchen, wir lesen nie und wir schreiben nie, rechnen lassen wir auch sein.
Womit nur füllen wir den Tag?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ihr Tag wird erfrischend ausgefüllt sein mit
dem Genervt sein von Kindern, die nicht
mitarbeiten wollen oder können, die sich
langweilen, die überfordert sind mit
ihrer eigenen Unordnung, die nicht beständig
still sitzen wollen und können, die nicht
ausdauernd mitarbeiten können, weil die
Konzentrationsspanne gering ist,
die Sprachverständnisbeeinträchtigungen haben,
weil die Muttersprache eine andere ist,
die lieber mit Spielzeugautos sich beschäftigen
oder aus dem Fenster schauen interessanter finden als dieses eigenständige Zettel abarbeiten mit den Krawusel,
die Ausmallesehefte abarbeiten , mit Anlauttabellen
Wörter verschriftlichen mit selbst ausgesuchten Buchstaben und Graphemen etc.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Ich weiß nicht, ob ich eventuell an einer ganz besonderen Grundschule unterrichte, aber ich kann nicht behaupten, dass unsere Eltern schlichtweg nicht lesen üben mit den Kindern. Viele machen das mit ihren Kindern. Viele unserer Eltern und Kinder nutzen auch Antolin, was unsere GS ab Klasse 1 zur Verfügung stellt.
Im Vergleich zu meiner Grundschulzeit, die mittlerweile auch schon 37 Jahre her ist, hat sich aber viel verändert. Ich nenne es auch gerne verschlimmbessert. In meiner Schulzeit gab es keine vorgedruckten Blätter und Schreibhefte. Wir mussten selbst schreiben. Und nicht nur Lückentexte füllen. Und hin und wieder mal was abschreiben.
Auch in Mathe mussten wir alles selbst schreiben. Wir hatten Lesen, Grammatik und Rechtschreibung als jeweils gesonderte Unterrichtsfächer. Mathe und Geometrie waren getrennte Fächer. Es wurde das wesentliche geschult. Man musste nicht soviel unsinniges schulen. Heute muss man wissen, wie eine Zahl geschrieben wird, wie sie in Geheimschrift aussieht, wie sie berechnet wird, wie man sie in der Stellenwerttabelle darstellt…. wir haben gelernt wie plus, minus, mal und durch gerechnet wird. Die Uhr konnten wir im Kindergarten, schleifen binden auch.
Es wurde von Anfang an die Schreibschrift gelernt. Parallel dazu Druckschrift. Allerdings mit Fokus auf Schreibschrift. Es wurde viel mehr gelesen im Unterricht! Ich bin ein Kind der DDR. In der DDR haben die meisten Eltern Vollzeit gearbeitet. Da haben sich die wenigstens Eltern am Abend noch mit ihren Kindern hingesetzt und mit ihren Kindern geübt und gelesen. Wir Kinder haben es aber trotzdem gekonnt. In Nachmittagsbetreuung gab es Pädagogen, mit denen die Hausaufgaben gemacht wurden.
Die Eltern haben arbeiten müssen, aber der Staat hat tatsächlich die Bildung übernommen. Und diese „Abteilung“ der DDR war tatsächlich gut.
Wie gesagt: vieles wurde verschlimmbessert.
Meine Meinung!
Ich kann natürlich schlecht einschätzen, wie das damals in der BRD war.

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Sie haben Recht. Aber sagen Sie das mal, denen die jetzt als Lehrer ausgebildet wurden und die selbst durch diese verschlimmbesserte Schule gegangen sind. Die finden das alles richtig so.

Waloschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Ich bin ein Kind, das in der Sowjetunion zur Schule ging, ich machte ähnliche Erfahrungen wie Sie.
An der Grundschule meiner Tochter jagt die eine außerunterrichtliche Aktivität die nächste. Es bleibt wenig Zeit zum Üben in der Schule. Der Spaß steht ganz klar im Vordergrund. Die meisten Eltern finden das ok.
Wir sind beide berufstätig und können das alles – das tägliche Üben der RS/Lesen/Rechnen usw. – nicht mehr richtig auffangen. Frustrierend ist das.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Fundsache

https://images.app.goo.gl/LQXh7nEFZSQa79mJ7

Sagt viel,
vlt fehlte hier der Konsum 😉

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Der „Konsum“ (DDR-Begriff) und Konsum sind allerdings zwei verschiedene Sachen. 🙂

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Na freilich doch

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Um auf Ihren letzten Satz zu reagieren: In der alten Bundesrepublik war es in der Grundschule zu der Zeit ähnlich.
Und natürlich haben wir gelesen, gelesen und gelesen. Ich kann mich immer noch an eine Mitschülerin erinnern, die sie Satzintonation nie hinbekam und mich als Kind damit ratlos machte. Wir hatten auch kleine Vorlesewettbewerbe im normalen Unterricht.
Druckschrift verwenden durften wir damals nicht.

Aber wir hatten auch kein Englisch in der Grundschule, was ich bis heute (bin selbst Englischlehrerin) richtig finde, da wir dadurch natürlich mehr Zeit zum Üben hatten.
An die Besorgten hier: Ich war eine sehr gute Schülerin und habe mich ohne Englisch nicht gelangweilt. Offensichtlich ist es besser, Basics zu trainieren, als zusätzlich Dies und Das zu machen.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In postsowjetischen Ländern hat man Englisch ab der ersten Klasse, und das ist kein Hindernis, Schreibschrift zu erlernen, Lesen zu üben, viele Gedichte zu lernen, Mathe zu können. Und das zusammen mit Rhythmik, Turnen, Musik, Kunst (malen). Man hat aber mehr Hausaufgaben.
Meine Bekannten aus der Ukraine & ich haben ein bisschen Sorgen, dass die Kinder in der Grundschule so langsam zb Alphabet lernen und Langeweile haben. Aber vielleicht macht es wirklich Sinn & wir haben veraltete Vorstellungen. Es war für uns damals nicht leicht in der ersten Klasse, Hausaufgaben mit dem Schreibschrift immer neu umzuschreiben, damit es sauber ist.
Zumindest hat man hier regelmäßig irgendwelche Spaßaktionen, & die Kinder mögen es.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

In postsowjetischen Ländern hat man Englisch ab der ersten Klasse, und das ist kein Hindernis, Schreibschrift zu erlernen, Lesen zu üben, viele Gedichte zu lernen, Mathe zu können.“

Ich habe ukrainische Kids an meiner Schule, die ganz unterschiedlich Englisch gelernt haben. Einige sind super, andere können ganz schlecht Englisch, obwohl sie in anderen Fächern recht gut sind. Sogar in Deutsch, das sie zuvor gar nicht hatten.

Generell kann man feststellen, dass überall, wo der „Spaß“faktor sehr wichtig ist, die Kenntnisse gewisser Basics abgenommen haben. Ich weiß, dass das in Schweden z.B. ein Problem ist. Und auch im UK ist die mangelhafte Rechtschreibleistung vieler Studierender immer wieder Thema.
Es ist schade, dass Kindern heutzutage eingeredet wird, dass üben und sich anstrengen keinen Spaß machen.
Mag sein, dass das in einigen post-sowjetischen Ländern noch anders ist.

Pete
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Absolute Zustimmung!

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Ja, eine besondere Grundschule.
Meine Schüler:innen lesen nicht zu Hause, sie denken, als Lehrkraft würde man es nicht merken. Also muss man selbst die Leseaufgabe explizit kontrollieren, wie jede andere HA, von denen viele nicht erledigt werden, trotz Kontrolle und Nacharbeit.
Das war schon immer bei Einzelnen so, nun sind es viele, und nur wenigen Kindern wird zu Hause vorgelesen oder sie lesen gemeinsam mit Erwachsenen.

Auch anderes hat sich in den letzten 40 Jahren verändert.
Ich möchte auch in anderen Lebensbereichen nicht zum Stand vor 40 Jahren zurück.

Geändert wurde, dass man mit dem lauten Vorlesen Einzelner keine Kinder mehr beschämen wollte, die es nicht konnten und denen 25 andere Kinder beim Scheitern zuhören mussten.
Man wollte zu mehr Lesemotivation, individueller Textauswahl. Viellesen galt als Garant für bessere Lesefähigkeiten. Das hat den guten Lesenden geholfen, den anderen weniger, weil sie sich drücken oder weigern.
In den vergangenen Jahren gab es Studien zum Lautlesen, darauf fußen nun die neuen Konzepte als zweiter Ansatz neben dem Viellesen.

Den vorgelegten Studien nach ein guter Ansatz, wie gut er im Alltag ohne Studienbegleitung aufgeht, wird sich zeigen müssen.

Meine Kritik bleibt, dass man Verfahren übernimmt, ohne die Bedingungen dazu mit zu übernehmen.
Ich nehme gern für alle Bundesländer die wöchentlich bis zu 4 Stunden mehr Unterrichtszeit zum Üben. Dann können alle in der Zeit auch Lautleseverfahren umsetzen.
In einigen Ländern müssen Schüler:innen gleiche Leistung in weit weniger Unterrichtszeit erbringen.

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ich gebe ihnen recht. Mehr Stunden wäre schon hilfreich.
Natürlich habe auch ich Eltern und verkappte Wunderkinder dazu, die wenig bis gar nichts Zuhause machen und mir dann die Schuld geben.
Und früher war auch nicht alles besser. Aber trotzdem bleibe ich dabei, dass verschlimmbessert wurde. Zumindest viele Lehrmethoden.
Allerdings gab es in meiner Schulzeit noch Respekt vor dem Lehrer und auch die Eltern hatten welchen.
Wenn heute Karl-Eduard dem Linus-Marius auf dem Schulhof eine überzieht, dann ist der Lehrer Schuld. Früher sind die Eltern von Karl-Eduard mit gesenktem Kopf zum Gespräch in die Schule gekommen.

Sim Si
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Bei uns an der Dorfschule lesen die meisten Eltern auch noch mit ihren Kindern. Meine Zweitklässler sind fast alle sehr gute Leser, so dass wir BiSS-Transfer ein bisschen vernachlässigen können. Aber schon an der Schule meiner Tochter 10 km weiter wird das Problem immer größer, weil die mittlerweile z.B. einen Migrationsanteil von 60 Prozent haben.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Sim Si

Das stimmt so nicht, dass in allen Familien gelesen wurde. Der Witz “ Das einzige Buch zuhause ist der Quelle-Katalog“ ist uralt.
Viele Kinder sind froh, wenn ein Erwachsener einfach mal Zeit für sie hat, deshalb klappt es mit dem Lesepaten.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Und das Modell der Lesepaten, früher waren es Lesemütter, ist schon wirklich alt, weil man schon zu der Zeit schwachen Leser:innen innerhalb des Schulvormittags Hilfestellung geben wollte,
aber Mütter und Väter findet man immer seltener für diese Aufgabe, dabei werden die Kinder, die diese Hilfe benötigen, eher mehr.

Vielen Kindern fehlt damals wie heute jemand, der Zeit hat, etwas noch einmal anzuschauen oder zu üben, den Ranzen aufzuräumen, das Material zu sichten, die Hausaufgaben anzuleiten.
An dieser Stelle verliert man sehr früh diese Kinder, die sicher mit entsprechender Unterstützung und Anleitung in den ersten Schuljahren später viel bessere Leistungen zeigen würden. Frühe Förderung, die sich auszahlen würde und schon innerhalb des Schulsystems die Probleme vermindern könnte.

Eine zweite Kraft im Unterricht könnte dies übernehmen und auffangen, gerne als Ausbildungsberuf (pädagogische Assistenz) oder als weiterer möglicher Schwerpunkt bei Erzieher:innen.

Fahrradschlossturm
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nein, wird nicht gemacht. Ist langweilig. Macht keinen Spaß.

Besseranonym
1 Monat zuvor

Dann sollte man* vielleicht jetzt endlich mutig sein und das tun, was schon im letzten Jahrhundert recht gut funktionierte: Rückwärtsverschlimmbessern – wirklich mehr Zeit in die Grundfertigkeiten Lesen , Schreiben, Rechnen investieren.
* alle, die ach so fortschrittlich im Elfenbeinturm das Rad neu erfinden, sich auf die Schulter klopfen und dann -wie die meisten Glorreichen – in ein neues politisches Ressort wechseln/ gewechselt werden. ( Ich glaube, dass die wenigsten dieser 🙂 Antidynamiker deen Job gerne wollten, also muss irgendein Berater ran, hochqualifiziert mit Prof/ Doktortitel – der selten eine Schule von innen sieht)
Den angerichteten Schaden müssen jedenfalls andere bezahlen – könnten LehrerInnen heißen, die so stur auf Grundfertigkeiten bestehen.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Zustimmung. Auch ich sehe noch einiges an Anschuldigungspotenzial bei den Lehrkräften.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Die wissenschaftliche Evaluierung des BiSS-Trainings belegt: Essen macht satt.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Passt – und wenn die Essensmenge- und Art dann passt, kann zum Mathebisstraining übergegangen werden

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Und bei zu satten Essen sehe ich Anschuldigungspotential gegen Eltern,
denn zu viel falsches Essen erzeugt das metabolische Syndrom
mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Gefäßsklerose, auch bei Kindern.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Wenn 20 Minuten üben reichen, um besser zu lesen, dann sollten die Grundschulen auch mal 20 Minuten pro Tag in die Rechtschreibung investieren. Die ist nämlich auch eine Katastrophe, bei Kindern, die in er fünften Klasse aufs Gymnasium kommen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Mehr und regelmäßiges Lesen fördert vielfach und führt oftmals auch zu besserer Rechtschreibung….

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja, genau und
20 min Grundrechenarten,
20 min Schönschreiben,
20 min in ganzen Sätzen sprechen,
20 min bewegen,
20 min Kunst und Kultur,
20 min Musik,
20 min Ethik oder Werte und Normen,
20 min Gesellschaftslehre,
20 min Natur und seine Wissenschaft und Methoden,
20 min Mobilität,
20 min BNE,
20 min Aufsatzerziehung,
20 min schwimmen,
20 min soziales Lernen oder Klassenrat.

Das nennt sich Curriculum,
es füllt ganz locker 8 Schulstunden am Tag.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Und hier haben wir das Dilemma….es wird in Grundschule keine 8 Unterrichtsstunden am Tag geben, die es aber geben müsste, um einen optimalen Output an die weiterführenden Schulen zu haben . Daher müsste man überlegen, was kann weg, wenn man die Stunden für Deutsch (also alle Bereiche) und auch Mathe so ausweitet, dass wir am Ende von Klasse 4 bei allen Schülern optimale Kompetenzen in diesen Fächern sicherstellen wollen.
Und an dieser Stelle der Überlegungen ginge das Gerangel los, denn für alle weiteren Fächern gibt es auch gute Gründe, sie nicht abzuschaffen….tja Dilemma…..

Palim
1 Monat zuvor

Ich weiß, dass es eine Studie aus Bremen gab, die die Arbeitszeit der Lehrkräfte erhoben hat, indem außerunterrichtliche Tätigkeiten eingeschätzt wurden – die Zeit reichte nicht aus.

Das bräuchte man auch für die angesetzten Inhalte im Unterricht. Die Curricula sind voller Aufträge, die in den angesetzten Stunden nicht im Ansatz zu erfüllen sind, auch nicht in Bullerbü.

Wünschen würde ich mir ein Fundamentum, dazu Übungszeiten für Kinder, die es benötigen,
aber auch ein Additum für diejenigen, die Zusätzliches erfassen können.

Das dann als recht flexibles System und unterstützt mit Personal, um die ohnehin notwendige Differenzierung umsetzen zu können.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Die Kinder müssen sicher lesen und schreiben können, sowie die Grundrechenarten beherrschen, wenn sie aus der Grundschule kommen. Diese Fertigkeiten sind die Grundlage für die ganze weitere Bildungskarriere.

Wenn dafür in anderen Bereichen etwas wegfällt, ist das angesichts der zentralen Bedeutung dieser Fertigkeiten zu vertreten.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich schlage vor, dass Sie sich mit ihrem feinsinnigen Wissen über Elementar- und Primarpädagogik in die Grundschule abordnen lassen.

Wenn Sie sofort die Chance ergreifen, können Sie dort lernen, was Sie im Anschluss den Schüler:innen in Klasse 5 beibringen dürfen, dass sie in Ermangelung des Unterrichts in Sachunterricht, Kunst/ Werken/Textiles Gestalten, Musik, Religion/Ethik, Englisch sowie Arbeitsgemeinschaften oder Projekten und der anderen Unterrichtsformen nicht gelernt haben.

Parallel dazu können Sie sich gerne mit den Curricula der Grundschule beschäftigen und in jedem Fach herausstreichen, was Ihnen nicht notwendig erscheint, angefangen in den vermutlich 2 Fächern, die Sie selbst studiert haben.

Währenddessen überlege ich gemeinsam mit Fräulein Rottenmeier, welche Methoden und Inhalte uns für Ihre Tätigkeit sinnvoll erscheinen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ich verstehe Sie nicht. Wollen Sie hier verteidigen, dass Kinder ohne sichere Fertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen aus der Grundschule kommen?

Entschuldigung, aber dafür sind Grundschulen in erster Linie da.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Krabbeln Sie von Ihrem Ross runter und realisieren Sie, dass auch Ihre Welt sich verändert hat. Auch wir in der Grundschule haben nicht mehr die Kinder mit den gewünschten Vorläuferfähigkeiten und können nicht zaubern, um Ihnen Kinder mit den gewohnten Kompetenzen zu liefern…..da gibt es den missing link und genau den reichen wir gezwungenermaßen weiter….
Ja, eigentlich ist der Unterricht im Lesen, Schreiben und Rechnen unsere Kernkompetenz, aber leider müssen wir uns erst mit den dazu nötigen Kompetenzen davor, den die Kita und die Eltern einst innehatten, auseinandersetzen…..
Vor dem Schreiben, kommt eben auch die Stifthaltung, die Hörübungen, Silbenklatschen, auditive und visuelle Wahrnehmungsübungen, usw.
Vor dem Rechnen kommt das Zählen, der Mengenbegriff, die Stifthaltung, die auditive und visuelle Wahnehmung, usw.
Und über allem schwebt die emotionale Reife, überhaupt aufnahmefähig zu sein, ein paar Minuten still zusitzen, eigene Bedürfnisse zurückzustellen, usw….
Wir haben festgestellt, dass wir mit unserem eigenen Unterricht immer später starten können, weil die Fähigkeiten davor eben nicht vorhanden sind….

Was ist also Ihr Vorschlag? Wie gesagt, wir können nicht zaubern….genausowenig wie Sie vermutlich….

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Ich sitze auf keinem hohen Ross. Ich wundere mich aber zu recht, wenn Grundschullehrkräfte wirksame Methoden zur Verbesserung der Lesekompentenz eigentlich nicht nutzen wollen und auch das Rechnen und Schreiben nicht intensiver üben wollen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Relativieren funktioniert auf unterschiedliche Weisen.
Dies ist nur eine Form davon.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ich würde für ihn das erste Schuljahr präferieren, das erdet ungemein….die wachsende Verzweiflung, wenn der Arbeitsauftrag kommt, die rote Mappe, die Postmappe und die Federmappe herauszuholen…..ein simpler Auftrag, der es in sich hat…..:)

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Ich liebe ihre Antworten.

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

14 x 20 min = 280 min = 4 h 40 min, sind knapp über 6 Schulstunden

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Ja, dann lassen wir aber Lautlesen und Rechtschreiben weg, die tauchen ja in den 14 Sachen nicht auf.

Grundschüler:innen haben keine 6 Stunden, es sind in der 1. Klasse häufig nur 4 Schulstunden… ach, in HH wohl nicht, die verteilen ja mehr Unterrichtsstunden.

siehe Hinweis von Fräulein Rottenmeier

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Noch ein Hinweis:
Hausaufgaben werden dann nicht erteilt, nicht verteilt, nicht notiert und nicht kontrolliert,
es findet auch neben den Inhalten kein Gespräch statt, niemand muss irgendein Anliegen vorbringen, etwas absprechen oder organisieren, etwas erläutern oder darstellen.

Wann waren Sie zuletzt in einem 1. Schuljahr oder haben sich mit einem 6jährigen Kind unterhalten?

Ich freue mich auf meine Schüler:innen morgen, die mit mir reden wollen und auch dürfen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Also alle Deutschstunden, die wir in der Woche haben….hey, sorry zu mehr hat es dieses Schuljahr nicht gereicht 🙂

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Leider wurde mein Smiley nicht übernommen, damit wäre die Ironie meines Posts offensichtlicher gewesen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Klemmt auf ihrer Tastatur die Feststelltaste ?

GriasDi
1 Monat zuvor

Vielleicht könnte 20 min am Tag rechnen üben auch Erfolge bringen. Bin gespannt auf die Ergebnisse einer solchen Studie.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Das ist doch keine Frage, das ist doch klar, dass es dann funktioniert….das Problem ist, dass auch alle anderen Inhalte daneben unterrichtet werden wollen….Zeit, Zeit, Zeit…..

GriasDi
1 Monat zuvor

War doch ironisch gemeint.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Es entsteht der Eindruck, dass Sie und Herr Hasenbrot denken, an den Grundschulen würde nicht gelesen und nicht gerechnet.

Dem ist nicht so,
zusätzlich zu allen bisherigen Anstrengungen sollen nun auch noch in gleicher Zeit die Lautleseverfahren durchgeführt werden.

Die Kritik richtet sich nicht an das Verfahren, sondern daran, dass zusätzliche Inhalte in die Schulen gegeben werden, ohne die Bedingungen (108 h in HH) zu übernehmen, ohne zusätzliche Zeit zu gewähren oder andere Inhalte zu streichen. Da dürfen die Grundschullehrkräfte entscheiden und sehen, wie sie die Curricula mit noch weniger Unterrichtszeit erfüllen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Dass in Grundschulen nicht gelesen und nicht gerechnet würde, hat niemand geschrieben.

Es ist lediglich nicht verständlich, weshalb sich einige Grundschulkräfte so sehr gegen einen sehr erfolgreichen Weg sträuben, die Leistungen der Grundschüler zu verbessern.

Dass es so wie es jetzt ist, nicht bleiben kann, sollte Konsens sein.

Man muss eben Prioritäten setzen und die sollten meiner Meinung nach bei der Vermittlung der grundlegenen Kulturtechniken liegen.l

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ein Grund könnte mMn. sein, dass das erste Schuljahr oft benötigt wird, um erst einmal bei immer mehr Schülern die Schulreife herzustellen (nicht nur im Bereich der deutschen Sprache). Bildung beginnt schon im Vorschulalter, zu Hause oder in der KiTa, beide können das aus verschiedenen Gründen immer weniger leisten.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ohne einen strukturierten Unterricht kommen die Kinder
ohne eigene Arbeitshaltung noch weniger im Anfangsunterricht
zurecht.
Wenn dann noch ohne eine strukturierte Anleitung die
Phonem-Graphem-Beziehung eigenständig ab der ersten
Klasse antrainiert wird, erlernen die Kinder eben etwas Falsches.
Ganz davon abgesehen, dass das Lesen eben
auch nicht überall strukturiert eingeübt wird.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Die einflussreichen Vertreter des Grundschulverband propagieren
unstrukturierte Methoden zum selber Lesenlernen, siehe Fachdidaktische Hinweise des Landes NRW zum Thema Lesen und Schreiben.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Der Grundschulverband schreibt die Curricula für NRW?

Ach, wusste ich noch gar nicht, dachte, die kommen aus dem Ministerium, sowie jetzt auch die Vorgabe zu Lautleseverfahren.

Aber was auch immer Sie da gelesen haben, von „unstrukturiertem Unterricht“ steht da ganz sicher nichts.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Leugnen, beschönigen, verneinen, abstreiten, umdeuten, verunglimpfen

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Wenn erst die richtigen Leute im Ministerium sitzen,
dann lassen sich die Vorgaben sehr leicht verändern,
das Anspruchsniveau und die Methodenvorschläge gut
in den Fachdidaktischen Hinweisen hinterlegen.