Befragung: Familiengrundschulzentren in NRW werden positiv angenommen

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Die Familiengrundschulzentren (FGZ) in Nordrhein-Westfalen (NRW) zeigen eine starke Vernetzung mit dem Sozialraum und vielfältige Angebote für Familien, die regelmäßig genutzt werden. Das hat eine erste systematische Befragung von FGZ-Koordinierungen in NRW durch das impaktlab der Wübben Stiftung Bildung ergeben. Als FGZ öffnen sich Schulen für die Eltern und den Stadtteil und entwickeln sich zu Orten der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihre Familien. Sie bündeln verschiedene, insbesondere präventive Angebote an der Grundschule.

Die Familie im Blick: Die Familiengrundschulzentren sind Orte der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihre Familien. Sie bündeln verschiedene, vor allem präventive Angebote an der Grundschule. Foto: Wübben Stiftung Bildung/Peter Gwiazda

Die Befragung zeigt zudem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Professionen innerhalb der Schule. Die Kooperation in der Schule – sowohl mit Fachkräften des Ganztags und der Schulsozialarbeit als auch mit der Schulleitung und Lehrkräften – wird von mehr als drei Vierteln der FGZ-Koordinierungen positiv bewertet. Eine große Mehrheit (86,3 Prozent) der Befragten sieht zudem positive Auswirkungen des FGZ auf eine gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Auch in Bezug auf die Kompetenzen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Eltern schreiben die FGZ-Koordinierungen den FGZ mehrheitlich positive Auswirkungen zu.

Dazu sagt Dr. Markus Warnke, Geschäftsführer der Wübben Stiftung Bildung: „Unsere Befragung zeigt, wie gut das Konzept der Familiengrundschulzentren in NRW, das genau vor 10 Jahren entstanden ist, angenommen wird. Kommunen in vier weiteren Bundesländern haben sich ebenfalls schon auf den Weg gemacht. Zudem zahlt das Konzept der FGZ auf Ziele des Startchancen-Programms ein – die systematische Einbeziehung der Elternschaft und die Vernetzung der Schule in den Sozialraum. Umso wichtiger ist es, dass die FGZ in NRW in ihrer Struktur und in der Fläche des Landes gesichert werden.” Unter den 279 teilnahmeberechtigten Grundschulen, die im Sommer in NRW in das Startchancen-Programm aufgenommen werden können, sind 62 FGZ. Das entspricht einer Quote von mehr als 20 Prozent.

Die gesamte Befragung sowie eine Zusammenfassung der zehn zentralen Ergebnisse finden Sie auf SchuB.

Dies ist eine Pressemeldung der Wübben Stiftung Bildung.

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Anika von Bose
29 Tage zuvor

Ein tolles Angebot, dass sich nicht nur auf die Grundschulzeit beschränken sollte! Aus meiner Sicht wäre es notwendig ein niedrigschwelliges, leicht zugängliches und instutioniell vernetztes Beratungs- und Unterstützungszentrum in allen Kommunen zu entwickeln und sicherzustellen von Geburt an!
Wirksame, institutionell vernetzte kommunale Beratungs- und Unterstützungszentren könnten Familien von Geburt an und später auch die Mitarbeiter/innen von Bildungseinrichtungen begleiten, beraten und unterstützen. Das Ziel muss sein, mögliche Defizite im häuslichen Umfeld betroffener Kinder auszugleichen und durch frühzeitige gezielte Maßnahmen Kompetenzen zu verbessern und so möglichst jedem Kind die gleichen Bildungschancen zu generieren. Kinder würden besser vorbereitet eingeschult werden und es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Überprüfungsverfahren sich so deutlich reduzieren ließe, wenn Entwicklungsverzögerungen früher erkannt und schneller behandelt werden (Beispiel: Neuvola-System in Finnland). Zudem sind frühzeitig getroffene Maßnahmen wirkungsvoller und damit letztendlich auch immer günstiger als Maßnahmen nach später Diagnose. Die Bildungschancen aller Kinder würden so direkt und indirekt entscheidend verbessert. Gleichzeitig würden die Kinder, deren Erziehungsberechtigte und effektiv auch die Bildungseinrichtungen
entlastet. Die Bildungserfolgs könnte so deutlich vom sozioökonomischen Umfeld entkoppelt werden.