Polizei: Grundschüler verletzt Siebenjährigen mit Spitzer-Klinge – Reue? Fehlanzeige

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Ein acht Jahre alter Junge soll seinem Mitschüler in Berlin mit der Klinge eines Bleistiftanspitzers den Unterarm aufgeschnitten haben. Die beiden Grundschüler waren am Freitagmittag in Spandau in Streit geraten und schubsten sich gegenseitig, wie die Polizei Berlin nun mitteilte.

Eine Spitzerklinge kann scharf sein. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Dann habe der Achtjährige den Jungen mit der Klinge verletzt, hieß es. Der Siebenjährige kam den Angaben zufolge ins Krankenhaus, wo seine Wunde genäht wurde. Beamte übergaben den Achtjährigen seinen Eltern. «Weder er noch seine Eltern zeigten bei der Klärung des Sachverhalts Reue», berichtete die Polizei. Er sei für mehrere Tage vom Unterricht suspendiert worden, hieß es. News4teachers / mit Material der dpa

Mit Cuttermesser im Kunstunterricht gestritten: Zehnjähriger schneidet Mitschüler ins Gesicht

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RainerZufall
1 Monat zuvor

Tja, dann warten wir jetzt auf die Forderung, das Strafalterauf acht abzusenken. Andere Ideen sind zu anstrengend

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Haben Sie andere Ideen? Auch gerne „anstrengende“? Die gibt es hoffentlich!
Dann „her damit“!
Dankeschön!

Wobei das Hauptproblem mMn die fehlende Reue und Einsicht der Eltern ist… 🙁

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Ein Mandala zum Ausmalen für das Kind.

Für die Eltern ein Entschuldigungsschreiben, dass der Spitzer (wahrscheinlich) abgenommen wurde. Dazu die Herausgabe der „Tatwaffe“.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich dachte eher an den Entzug des Erziehungsrechts für das Kind, vielleicht sogar SPÜRBAR mehr Geld für Schulsozialarbeit oder wenigstens Beratungsstellen.

Aber joa, höher Strafen werden keine Strafen verhindern, aber zumindest fühlen wir uns durch das neuste Sicherheitstheater beruhigt…

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Schmerzensgeld, das die Eltern zahlen müssen? Und es dann ja vielleicht vom Taschengeld des Kindes abziehen? Oder der nächste Urlaub fällt ins Wasser.

Man kann sowas ja auch einkommensabhängig machen.

Ich „drohe“ Kindern immer, dass Unfugtreiben mit den Fotos anderer sehr teuer werden kann (Recht am eigenen Bild). Die Drohung alleine wirkt schon.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Eine saftige Geldstrafe für die Eltern könnte helfen. Größenordnung die Verfahrens- und Behandlungskosten zusammen mal drei.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Er ist acht und verfügt noch nicht über Reue, aber eine höhere Strafe soll solche Kinder von Straftaten abhalten?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Fehler erkennen, Empathie und Reue empfinden können Kinder ab etwa dem 4. Lebensjahr. Wenn ein Kind mit 8 Jahren noch nichts davon kann, liegt, so kein gesundheitliches, ein gewaltiges Sozialisationsproblem vor, und Erziehung ist die den Eltern „zuvörderst obliegende Pflicht“. Also ja, ich würde die Eltern in die Pflicht nehmen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Wenn ich – egal wie alt – nicht über Reue verfügen würde, dürfte ich dann auch alles machen?
Was ist denn das für ein Argument … Kinder mit 8 Jahren können über Reue empfinden. Zumindest bei normaler Sozialisation. Gerade in dem Alter hinterfragen sie ja „gut“ und „schlecht“. Und das „warum“. Meistens schon zuvor.

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wie schon geschrieben, würde ich hier eher über eine Behandlung sowie den Entzug des Erziehungsrechts nachdenken, als über eine Absekung des Strafalters…

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Ich finde es schon Hammer, dass man mit einem gewöhnlichen Spitzer andere verletzen kann.

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Kann man ja mit fast allem. Auch Bleistift ginge.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Die Klinge ist herausnehmbar und sehr scharf.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

@Unfassbar
Wenn der 8jährige das alleine hinbekommen hat, ist er zumindest motorisch nicht ganz ungeschickt! Von wem hatte er die Idee dazu, vonTikTok?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Brüder oder Kusengs halte ich auch für möglich.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Traurig, aber wahr.
Manche Familien sind vollständig rechtsextrem, da kommt man nicht mehr ans Kind ran -___-

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

??? Welchen Bezug hat das zum Ausgangsproblem?

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Bezog mich auf Unfassbars Kommentar… direkt über mir…

Unfassbar
28 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Die Frage haben Sie nicht beantwortet.

RainerZufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Brüder oder „Kusengs“ eben. Mit Blick auf die Kriminalstatistik sind es für mich die politisch Gewalttätigen, die „sich nichts gefallen lassen“ dürfen, zum „Kampf für die Heimat“ aufgerufen und zu „männlichem“ Verhalten erzogen werden.

Es gibt auch viele andere, schätze ich

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Der Spitzer wurde zuvor offensichtlich auseinander gebaut. Hier liegt – meiner sehr übersichtlichen Einschätzung nach – planvolles Handeln vor.
Das Kind muss dringend in Behandlung

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Neben Präventivmaßnahmen Strafen für die Eltern, damit Erziehung wieder attraktiv wird.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Ironischerweise eine Forderung von Realo. Ich bezweifel stark, dass die Eltern dieses Verhalten aktiv beführworteten.
Diese Strafen werden nur im Nachhinein wirken und keiner Straftat vorbeugen.

Wenn (manche) Kinder so durch sind, brauchen wir Angebote (UND ZEIT!!), um effektive Präventionsarbeit zu leisten.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

„«Weder er noch seine Eltern zeigten bei der Klärung des Sachverhalts Reue», berichtete die Polizei. “
Sorry, aber wenn das so stimmt… Dann reicht das definitiv. Eltern haften für ihre Kinder … Zumindest im begrenzten Bereich.

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Welche Strafe soll jetzt auf die Eltern zukommen? Ne Geldstrafe, dass sie ihren Kindern morgens sagen: „Verletzte niemanden, das ist teuer!“

Solche Eltern sollten nicht länger (zumindest nicht ohne Unterstützung) für ihre Kinder haften dürfen. Die Kinder müssen in Therapie.
Wie gut, dass dies von allen Seiten beführsprucht und gefordert wird, anstelle von kraftlosem Sicherheitstheater. 😉

Realo
30 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Hatten Sie schon mit Eltern zu tun, deren Kinder derart gewalttätig sind? In der Regel sind diese nicht sehr einsichtig und sehen eher ihre eigenen Sprösslinge als Opfer.

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Und Ihre Erfahrung zeigt, dass die Aussicht von Strafen bisher eine Besserung zeigte?
Als würden potentielle Opfer durch härtere Strafen besser geschützt.

Realo
29 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Meine Erfahrungen zeigen, dass ausbleibende Konsequenzen nicht von Vorteil sind. Ich wundere mich stets, warum es nicht möglich sein soll hart durchzugreifen, trotzdem Verständnis für die ein oder andere Situation aufzubringen und trotzdem Unterstützung anzubieten.

Uwe
29 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Meine Erfahrung zeigt das nicht. Warum sollte sich ein Soziopath oder Psychopath durch harte Konsequenzen irgendwie beeindrucken lassen? Wenn keinerlei Gewissen oder Schuldgefühle einen steuern wird man solche Dinge immer wieder machen.

Realo
28 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Nicht alle Menschen, die stark verhaltensauffällig sind, sind Sozio- oder Psychopathen.

Uwe
28 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Dazu kommt noch eine mangelnde Impulskontrolle. Ich habe in 26 Jahren Hauptschullehrerdasein 3 Schüler (nicht gegendert weil alle männlich) gehabt die getötet haben. Denen war Strafe oder irgendwelche Konsequenzen total egal.

Realo
28 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Bitter!

Besseranonym
28 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Vorsicht ! Schwieriges Terrain
Erklärungsversuch am Bsp ADHS

„Im Rahmen der differentialdiagnostischen Untersuchung ist es wichtig, begleitende Probleme wie Störungen im Sozialverhalten, Lernschwierigkeiten, depressive Verstimmungen, Angst o. Ä. zu erkennen, um sie gegebenenfalls gesondert behandeln zu können. Alle diese Störungen können nicht nur mögliche Begleiterscheinungen der ADHS (Komorbidität) sein, sondern auch das verursachende Krankheitsbild, das die Verhaltensauffälligkeiten hervorruft“ > aus

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/aufmerksamkeitsdefizit-hyperaktivitaets-stoerung-adhs/diagnostik/#:~:text=Bei%20Verdacht%20auf%20eine%20ADHS,Behandlung%20von%20ADHS%20spezialisiert%20hat.

RainerZufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Aber sie lassen sich durch harte Strafen beeindrucken? Ich denke nicht so.

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Ich glaube, da finden wir nicht zusammen. Welche Strafen / hartes Durchgreifen haben Sie im Sinn?

Realo
28 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Zunächst einmal sehe ich die Schulen in der Pflicht. Oftmals wird Verstößen nicht konsequent nachgegangen. Bis zum Beispiel ein zeitweiliger Unterrichtsauschluss stattfindet, dauert es meistens viel zu lange.

Oft fehlt die Rückendeckung durch die Regierungspräsidien, oder es wird zumindest so empfunden.

Bei krassen Vergehen, wie in diesem Fall, sollten die Eltern zivilrechtlich haftbar gemacht werden können.

Damit könnte man mal anfangen.

Ich gebe Ihnen recht. Ich glaube auch nicht, dass wir da zusammenfinden. Und wie Sie wahrscheinlich meine Einstellung als Problem empfinden, sehe ich es andersrum genauso.

RainerZufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Und diese Konsequenzen sollen von strafrechtlichem Vehalten abhalten?

Stimme Ihnen bei der Geschwindigkeit von Ankündigung zum Inkrafttreten der Maßnahmen uneingeschränkt zu!
Eben diese schnelle und zuverlässige Abfolge wäre noch wichtiger als dss Strafmaß/ -Alter

Realo
27 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

„Und diese Konsequenzen sollen von strafrechtlichem Verhalten abhalten?“

Ja was denn sonst? Ihr Kuschelkurs kann sicher auch seine Berechtigung haben. Aber doch nicht, wenn es an allen Ecken und Enden brennt. Das funktioniert wenn sie eine kleine Gruppe schwieriger Personen haben und zusätzlich verhältnismäßig große Ressourcen. Da sind wir aber schon weit drüber hinaus.

Realo
28 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Noch ein kleiner Zusatz: Ofensichtlich glauben Sie an das Gute im Menschen, das ehrt Sie. Allerdings scheinen Sie das bedingungslos zu tun. Das halte ich für blauäugig.

RainerZufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Realo

Sie irren! Offensichtlich lasen Sie nichts, was ich sonst zu diesem Artikel schrieb.

PS: Wenn Sie nicht an das Gute im Menschen glauben, sollten Sie vielleicht nicht mit Kindern und Jugendlichen arbeiten…

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Vorschlag: Bei unter 14-jährigen Kindern und mindestens gleichgültigen Eltern wird ein geeignetes Strafmaß nach Jugendrecht festgelegt und den Eltern aufgebrummt.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Deliktfähig sind die Kinder ja schon, aber reicht das? Manchen ist das Strafalter ab Zwölf ja schon zu hoch =(

Küstenfuchs
29 Tage zuvor
Antwortet  RainerZufall

Dieser Quatsch, an diesen Beispielen über eine Herabsetzung der Strafmündigkeit nachzudenken, ist nur ein Mangel an Intelligenz.
Vielleicht zeigen die Eltern ja dann Reue, wenn sie die Arztrechnung bezahlen müssen. Der zivilrechtliche Weg wird hier immer ausgeblendet.

RainerZufall
29 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Stoßen Sie die Fans härterer Strafen als Lösubg für alles doch nicht so vor den Kopf! 😀

Marie Brand
1 Monat zuvor

Wenn ich bei manchen Grundschülern höre, was die alles schon anschauen dürfen, dann wundert mich manches nicht. Von meinen 25 Schülern (3. Klasse) haben, wenn ich die Erzählungen dazu höre, mindestens 5 schon Wednesday geschaut. Eine Serie, zugelassen ab 12 und das ist auch völlig richtig so. Bei mir wäre es sogar noch höher.

Aber wenn Grundschulkinder schon Sendungen anschauen, wo Menschen umgebracht werden, man viel Blut und Eingeweide sieht, wo soll denn da eine Hemmschwelle sein.
Mich macht das hilflos, traurig und wütend!

Spätestens in der vierten Klasse haben 2/3 der Kinder Handys und oft nicht ausreichend gesichert.
Ich verstehe viele Eltern nicht, wie leichtfertig mit Medien umgegangen wird.
Eine Absenkung des Alter in Bezug auf Strafmündigkeit halte ich dennoch für sinnvoll.
Viele Kinder wissen mittlerweile ganz genau, dass sie für Straftaten nicht belangt werden können. Eine Absenkung würde vielleicht auch bei Eltern ein Umdenken auslösen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Vor Jahren sagte mal einer meiner verhaltens-kreatiefen Schüler:
„Meine Eltern haben gesagt, ich soll mich noch mal richtig austoben. Wenn ich dann 14 bin, geht das nicht mehr.“
Kein weiterer Kommentar!

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Absenkung bedeutet ja nicht automatisch Gefängnis. Es gäbe immer noch Jugendstrafrecht und Gerichte. Die das festlegen. Warum kein Kinderstrafrecht bis 14, wonach es dann eher um Wiedergutmachung, Schadensersatz, Schmerzensgeld ginge?

Marie Brand
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Ja auch das wäre eine Idee.
Zumindest müssen Kinder auch mal wieder Konsequenzen spüren, wenn sie strafrelevante Taten begehen.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie Brand

Welche Konsequenzen schweben Ihnen da vor?

Finagle
1 Monat zuvor

Oder auf die Forderung, Lehrkräfte sollten doch sensibler werden und präventiv in schüler*innenzentrierten Workshops mit den Siebenjährigen der Verhalten kritisch beleuchten, mit den Siebenjährigen diskutieren und die Siebenjährigen sich selbständig erarbeiten und anschliessend präsentieren lassen, warum man so etwas in einer freiheitlich demokratischen, pluralistisch organisierten, multikulturellen Gesellschaft einfach nicht unter besonderem Aspekt natürlich, warum das für späteres Berufsleben für eine Bedeutung hat.

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Finagle

Oder ein Video drehen, bei dem es um die Gefühle des Opfers geht und das allen ganz viel Spaß macht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Finagle

Und zwar in wöchentlich 15 Minuten, die in den sonstigen Unterricht einzubauen sind.

Biene
1 Monat zuvor

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Wandervogel
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Ziemlich gemein. Haben Sie Kinder? Wenn 2 bei gleicher Erziehung so völlig unterschiedlich sind, von welchem Stamm sind die dann gefallen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Kuckuck 🙂
Ja, ich weiß, das ist auch gemein! Asche auf mein Haupt1 Aber Ihr „nick“ hat mich inspiriert.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Drum heißt es ja auch:
Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum…
Ja, auch nicht weniger gemein… Autsch!

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

„«Weder er noch seine Eltern zeigten bei der Klärung des Sachverhalts Reue», berichtete die Polizei. “
Öhm … Warum gemein? Das ist dann offensichtlich so.

Wandervogel
1 Monat zuvor

Dabei gehen Gerichte grundsätzlich davon aus, dass Kinder in diesem Alter die Folgen ihres Handelns nicht absehen können und niemanden absichtlich (vorsätzlich) verletzen wollen, sodass Schmerzensgeld usw. in der Regel ausgeschlossen sind. Vielleicht wissen die das?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Wenn der Täter den Anspitzer selber auseinandergebaut hat, dann wusste er sehr wohl, was er tat.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Wandervogel

Deshalb dann die Eltern einbeziehen …
Ansonsten könnte man die Kinder zum Rauben (und Meucheln) schicken ohne Konsequenzen. Sach ma … Wo sind wir hier denn?

Mika
1 Monat zuvor

Ich denke, man wird um das Einfordern des „… und die zuvörderst ihnen obliegende PFLICHT“ des Par.6 Satz 2 des GG nicht umhin kommen. Ich wünschte mir, dass diese Pflicht zur Erziehung nicht mehr als „kann man machen, muss man nicht“ wahrgenommen, sondern an den Bezug eines Bonus zum Kindergeld oder was auch immer gekoppelt wird. Es kann doch nicht sein, dass sich immer mehr Erziehungsberechtigte ihrer Erziehungspflicht mit Hinweis auf Schule oder Kita entziehen. Deren Kinder machen es mangels besseren Wissens/Könnens genauso. Da ist vor lauter Toleranz und falsch verstandener Selbstbestimmtheit eine Lawine ins Rollen gekommen, welche eine Gesellschaft ins Kippen bringen kann!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das wird leider umgekehrt genauso ungerecht. Wer weiß schon, wieviel „Schuld“ wirklich die Erziehung trägt? Wer dann Jungs bekommt, wird durchschnittlich deutlich weniger Kindergeld bekommen, weil die mehr Probleme machen?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Häh? Das ist jetzt aber diskriminierend! Mädchen machen weniger Probleme? Also wenn ich da an so manche „Zicken“ denke … , da kam ich, als Frau; oft besser mit den verhaltensoriginellen Jungs klar. Da genügte oft eine deutliche Ansage … Ich denke, die “ Problemfälle“ gibt es bei beiden Geschlechtern, nur die Jungen fallen schneller auf, die Damen sind da etwas subtiler, v. a. wenn es um Mobbing geht.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Richtig, aber den Ärger bekommt letztendlich der Junge, der körperlicher agiert und weniger das Mädchen, das mit Worten quält. Wenn es um strafrelevantes geht, sind die Männer vorn, kann man leicht recherchieren oder Augen auf machen. Und darum ging es ja bezüglich Kindergeld kürzen.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Tja, ist das alles genetisch bedingt (Testosteron) oder spielt da auch die Erziehung durch Eltern und Medien eine (nicht unwesentliche) Rolle? Warum sind nicht alle Jungs/Männer körperlich aggresiv?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Weil nie alle Menschen gleich sind. Testosteron spielt auch eine Rolle. Die Wahrheit liegt in der Mitte – also von beidem etwas.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Zumindest einen großen Teil. Was wäre denn die andere Richtung? Alle Kinder dürften plündern und gewalttätig sein?
Irgendwo muss man eben rechtliche Konsequenzen als Staat/Gesellschaft „anbieten“. Man kann nicht immer überall drüber hinwegsehen, was falsch läuft …
Ja, dann wäre das eben so. Die Jungs würden ja demnach auch mehr Unfug machen …
Über eine Gefängnisquote/Straftatenquote würde doch auch keiner ernsthaft nachdenken und dies fordern hoffe ich … Auch hier sind Männer deutlich vorne. Macht gar kein Sinn.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Es gibt, wenn überhaupt, nur sehr, sehr selten genetische Dispositionen zum sich-schlecht-Verhalten. Verhalten wird zum übergroßen Teil erlernt. Und da kommen die Eltern und die Erziehung ins Spiel.

Ingo
1 Monat zuvor

Vor einiger Zeit wurde mein Sohn von einem gleichaltrigen Jungen (7) von hinten mit einem Stock gewürgt. Also, der Stand hinter ihm, hat ihm einen Stock auf Höhe des Halses unter dem Kinn platziert und dann mit beiden Händen nach hinten gezogen, so das meinem Sohn die Luft wegblieb. Zur Rede gestellt hat dieses Kind darüber gelacht, es weiß das es keine Konsequenzen zu befürchten hat.
Ich habe lange überlegt wie damit umzugehen ist und habe meinem Sohn nun einige Selbstverteidigungstechniken beigebracht, unter anderem wie man die gegen ihn verwendete Kampftechnik kontert. Da sind einige sehr auffällige Jungs, die schlagen auch oft die Mädchen, alle gucken weg und bagatellisieren. Es ist leider schlimm an der Schule und ich mag ihn eigentlich nicht mehr dort hin schicken 🙁 .

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Das Recht des Stärkeren sollte eben nicht gelten … Gilt allerdings leider häufig.
Wenn man keine Konsequenzen zu befürchten hat, wird es von einigen ausgenutzt. Daher sind Konsequenzen für Fehlverhalten sinnvoll und nötig.
Die Instrumente braucht man allerdings dann auch … Und wenn man als eigene Konsequenz dann mit einem Dienstgespräch und Rechtfertigungen für die Handlung/Konsequenz des Fehlverhaltens ständig konfrontiert wird, designiert man ggf.
Das scheint in einigen Bereichen der Schule auch der Fall zu sein …