Home Politik CDU-Spitzenkandidat versucht, sich auf Kosten von Lehrkräften zu profilieren (GEW: “Unwählbar”)

CDU-Spitzenkandidat versucht, sich auf Kosten von Lehrkräften zu profilieren (GEW: “Unwählbar”)

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HEIDELBERG. Mitten im Wahlkampf feuert die baden-württembergische CDU gegen angeblich mangelnde Leistungsbereitschaft von Lehrkräften – und löst damit einen Sturm der Empörung aus. Die SPD wirft Spitzenkandidat Manuel Hagel vor, den «Knecht Ruprecht» zu geben und das Märchen von den faulen Lehrern wiederzubeleben. Die GEW sieht eine populistische Ablenkung von eigenen bildungspolitischen Versäumnissen – und erklärt die CDU für «unwählbar».

Will Ministerpräsident werden: CDU-Fraktionschef Manuel Hagel. Foto: Marcel Ditrich (www.marcel-ditrich.de) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Baden-Württembergs SPD hat die Inhalte im CDU-Wahlprogramm zur Leistungsbereitschaft von Lehrern scharf kritisiert. «Anstatt dass Manuel Hagel am Nikolaustag den “Knecht Ruprecht” gibt, sollte er endlich die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte an unseren Schulen verbessern», sagte der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Stefan Fulst-Blei.

Hintergrund: Die Umfragen sprechen zwar für einen Wahlsieg des Spitzenkandidaten Hagel, seine CDU, bislang nur Juniorpartner in der grün-schwarzen Koalition, sehen die Demoskopen bei 29 Prozent, weit vor der AfD (21 Prozent) und den Grünen (20 Prozent). Allerdings ist der Vorsprung in den vergangenen Monaten deutlich geschrumpft. Vor einem Jahr hatte die CDU noch bei 34 Prozent gelegen.

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«Wo bleibt eine höhere Krankheitsreserve, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden?»

Anlass genug offenbar, um auf die populistische Pauke zu hauen – und (zur Abwechslung mal nicht Migranten, sondern) den Lehrkräften implizit die Schuld für die Bildungsmisere zuzuschieben. Nach Plänen der Südwest-CDU soll sich das Leistungsprinzip im Lehrerberuf künftig stärker niederschlagen. «Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren und schaffen dafür nachvollziehbare Kriterien sowie geeignete Evaluationsinstrumente», heißt es im gestern beschlossenen Programm.

Und weiter: «Zugleich geben wir Schulleitungen wirksame, rechtskonforme Werkzeuge an die Hand, um dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen zu adressieren – von strukturiertem Feedback über verbindliche Entwicklungsvereinbarungen bis hin zu abgestuften Sanktionen.»

Die Bildungsgewerkschaft GEW zeigt sich darüber schockiert – und erklärt die CDU für Millionen Eltern, Schüler und Lehrer für «nicht wählbar». «Wer das Bild der faulen Lehrkräfte aus der Mottenkiste holt, während gleichzeitig fast jede Fortbildung für Pädagog*innen aufgrund zu weniger Angebote überbucht ist, sollte nicht die Bildungspolitik des 21. Jahrhunderts gestalten», lautet die harsche Kritik von Landeschefin Monika Stein.

Die CDU sei mit der eigenen Bildungspolitik gescheitert. CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann, Vorgängerin von Theresa Schopper (Grüne), habe mit ihrer angeblichen Qualitätsreform dazu beigetragen, dass gute Strukturen zerstört worden seien und Baden-Württemberg in den Leistungsvergleichen weiter abgerutscht sei, so Stein.

Die GEW-Chefin sagte, sie erwarte von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, dass er sich richtig informiere, statt populistische Bildungspolitik zu betreiben. «Dann könnte er zum Beispiel lernen, dass manche Lehrkräfte an Grundschulen nicht zu einer Fortbildung fahren, weil es in dieser Schulart keine einzige zusätzliche sogenannte Poolstunde und keine Vertretungen gibt und beim Besuch einer Fortbildung der Unterricht ausfallen würde.» Mit dem bildungspolitischen Programm bewege sich die CDU zurück in das vergangene Jahrtausend.

Auch die oppositionelle SPD weist auf die schlechte personelle Ausstattung der Schulen hin. «Wo bleiben die zusätzlichen Stellen in der Schulpsychologie, wo die ausreichende Finanzierung für die Schulsozialarbeit? Und wo bleibt eine höhere Krankheitsreserve, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden? Um all das sollte sich die CDU kümmern, statt unseren Lehrkräften Faulheit zu unterstellen», so Fulst-Blei.

«Dabei bringen ganz wenige Lehrkräfte den gesamten Berufsstand in Verruf»

Nach der Kritik der Gewerkschaft betonte Sturm, dass er sich gegen den Pauschalbegriff «fauler Lehrer» verwahre. «So sprechen wir nicht über Landespersonal.» Es brauche eine Gesamtbetrachtung der Situation und einen konstruktiven Dialog. Die CDU wolle Schulleitungen stärken. «Momentan gibt es wenig Möglichkeiten, Leistung zu belohnen oder Fehlverhalten zu sanktionieren.» Bereits seit Jahren fordere die Wissenschaft eine evidenzbasierte Fortbildungsstruktur. «Dabei bringen ganz wenige Lehrkräfte den gesamten Berufsstand in Verruf.»

Das wirft allerdings die Frage auf: Wenn es denn nur «ganz wenige» betrifft – was hat das Thema dann im Wahlprogramm zu suchen? News4teachers 

CDU verspricht (im Wahlprogramm), vermeintlich faulen Lehrern Druck zu machen

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S.B.
1 Monat zuvor

Bestimmt relativiert er seine Aussage: “Mir war die Tragweite meiner Worte nicht bewusst…”. Wie immer halt.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  S.B.

Das glaube ich nicht … das würde Selbstreflexion voraussetzen oder zumindest die Bereitschaft, anderen gemessen zuzuhören.
Solche “Strategen” halte ich allerdings schlicht für dumm-dreist und zu empathielos, um ein funktionierendes Eigenkorrektiv zu besitzen … karrieregeil nach populistischen Botschaften schielen und diese dann 1:1 raushauen – ohne Rücksicht auf Verluste und sich dabei noch großartig vorkommen, weil man damit zeigt, was für ein ganzer Kerl man so ist “Dank Chappie”.
Ein typischer Vertreter von “Brechmittel auf zwei Beinen”

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Steht doch schon im Text “Mitglied der Narrenzunft”, wenn das nicht alles sagt.

Sepp
1 Monat zuvor

Nach Plänen der Südwest-CDU soll sich das Leistungsprinzip im Lehrerberuf künftig stärker niederschlagen. «Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren und schaffen dafür nachvollziehbare Kriterien sowie geeignete Evaluationsinstrumente», heißt es im gestern beschlossenen Programm.

Wie schon an anderer Stelle geschreiben bin ich gespannt, wie dann Schulen gute und engagierte Lehrkräfte unterstützen wollen, ob es bspw. mehr A14-Stellen und Anrechnungsstunden geben wird. Auch auf die von ihm entwickelten “Evaluationsinstrumente” dürfen wir gespannt sein.

Seine Forderungen passen zumindest wunderbar in das Bild, das man durch Wikipedia von Herrn Hagel bekommt:
“Er ist Mitglied der Narrenzunft Spritzenmuck, der historischen Bürgerwache sowie der Jägervereinigung.”

Letzendlich ist das alles nur billiger “Popolismus” – “populistisch” und “für den A*sch”.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Leistungsmessung:
P = U * I
oder
Arbeit je Zeit

Deshalb fordern doch alle eine Arbeitszeitverkürzung, weil dadurch automatisch die Leistung erhöht.
Die Leistung wird mit einfachen Mitteln gesteigert, man muss nur die Klassenfrequenzen erhöhen und die Stundentafeln stärker einführen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

einkürzen

konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Um mich an Ihr Zitat noch dranhängen:
Also bei uns wird alles dafür getan, unfähige Schulleitungen einzustellen….
Wenn ich überlege, dass meine Schulleitung (beide verlassen um spätestens 14:00 die Schule!) die Leistung anderer misst, dann gute Nacht!

Romina
1 Monat zuvor
Antwortet  konfutse

Dann müssten Sie doch für Initiativen der Leistungssteigerung, Kontrollen/Weiterentwicklung der Schulen und echte Führung im Beamtenapparat sein.

konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Ja. Wir fangen ganz oben an. Der Fisch stinkt vom Kopf….

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Das führt eh wieder nur dazu.
, dass Lehrer Anerkennung bekommen, die sichtbare Aufgaben erledigen. Während diejenigen, die zuhause viel Zeit in Vorbereitung guten Unterrichts investieren, weiter ungesehen bleiben

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

“Die CDU sei mit der eigenen Bildungspolitik gescheitert. CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann, Vorgängerin von Theresa Schopper (Grüne), habe mit ihrer angeblichen Qualitätsreform dazu beigetragen, dass gute Strukturen zerstört worden seien und Baden-Württemberg in den Leistungsvergleichen weiter abgerutscht sei, so Stein.”

Diese Aussage ist doch wohl ein schlechter Witz, oder? Erst nach den Reformen unter Kultusminister Andreas Stoch (SPD) ab 2013 sackte Baden-Württemberg im Ländervergleich kolossal ab. Man fuhr ein funktionierendes Schulsystem ohne jede Not gegen die Wand, indem man die verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft, die Realschulen geschwächt hat und ein zweigliedriges Schulsystem aus Gymnasien und Gemeinschaftsschulen etablieren wollte. Weiterhin wurden damals kaum Lehrer eingestellt. Alle Nachfolger von Stoch konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Dank Frau Eisenmann bekamen auch andere Schularten dringend benötigte Förderstunden wieder, während sie unter der grün-roten Landesregierung zu Gunsten von Gemeinschaftsschulen ausbluten sollten.

Die GEW ist ja sehr SPD/Grüne nah und zudem Verfechter der Gemeinschaftsschulen. Abgesehen von Leuchttürmen wie Wutöschingen zeigen diese im Schulartenvergleich aber Jahr für Jahr, dass die Leistungen hier am schlechtesten sind. Nicht umsonst meiden Politiker die Gemeinschaftsschulen, wenn es um die eigenen Kinder geht. Hier muss es das Gymnasium oder die Privatschule sein. Zumindest bei den lokalen Politikern vor Ort ist mir keiner bekannt, der sein Kind freiwillig auf eine GMS gesteckt hätte.

Achin
1 Monat zuvor

Für Wutöschingens Überlegenheit fehlt noch ein valider Beweis:

Bitte beim kleinen Abijahrgang die Einreichennoten und die Diskrepanz zwischen den Erst- und Zweitkorrektoren offenlegen, zudem sich kleine Gymnasien mit Mini-Oberstufen im ländlichen Raum in kleinen Gemeinden mit fließender Gewerbesteuer anschauen, vorher sind alle Behauptungen Mutmaßungen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Die Abischnitte liegen dort nach meinen Informationen in den letzten Jahren ungefähr auf dem Schnitt von BW gesamt. Von den 900 Pkt maximal werden in BW nach meinen Informationen ca. 180 – 225 Pkt über die schriftliche Abiturprüfung erworben.

Achin
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Vielen Dank für die Einordnung, der Hintergrund meines Einwurfs:

Herr Ruppaner rühmt immer wieder medial den guten Notenschnitt seines ersten Abijahrganges, ohne die blanken Ziffern jedoch einer Einordnung zu unterziehen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Sie machen sich etwas vor, mit Verlaub. Auch die CDU hat schon längst das Potential von GemS erkannt.
Tatsache ist, dass man mit GemS erheblich einsparen kann. Denn binnendifferenzierte Lerngruppen, wie in Ba-Wü doch üblich, helfen dabei Lehrkräfte einzusparen. Man kann außerdem Gebäude in ihrer Nutzung umwidmen.
Was meinen Sie, weshalb Frau Prien (CDU!) in SH recht schnell nach Amtsantritt (2017) diese Schulart als etabliert bezeichnet hat? Der Plan war ja ursprünglich zurück zum dreigliedrigen System.
Es ist nicht die Schulart GemS, die nicht funktioniert, sondern wie sie umgesetzt wird und dabei als Spartopf dienen soll.
Das “Tolle” ist dann, dass man auch noch Förderschulen schließen und damit noch mehr einsparen kann, weil man weniger Personal beschäftigen muss.

Am meisten ärgert es mich, dass SPD und Grüne mit ihren Ideen leider immer wieder die Finanzexpert*innen sämtlicher Parteien begeistern, weshalb die alles abnicken, was auf der anderen Seite keine Stimmen kostet (wie die Abschaffung des Gymnasiums oder G8 z.B.).
“Alle in einem Raum” bietet nun einmal die effizienteste Möglichkeit unauffällig Geld einzusparen.
Nicht nur kann man einfach immer mehr Kids in Lerngruppen unterrichten lassen, Doppelbesetzungen streichen, sondern auch Gymnasiallehrkräfte, die an GemS arbeiten, gegenüber denjenigen Lehrkräften, die an Gymnasien arbeiten, benachteiligen, indem man sie, obwohl sie mehr Arbeit haben, mehr Stunden ableisten lässt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Laut destatis.de wären die jährlichen Bildungsausgaben pro Schüler*in rein statistisch allerdings bei integrierten Gesamtschulen mit 11.400 € am höchsten, in Gymnasien mit 10.500€, Realschulen mit 9.200€ dann deutlich niedriger.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

? Gemeinschaftsschule.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dieser Begriff kommt bei destatis.de nicht vor.

Mario
1 Monat zuvor

Deutsche Beamte sind mir nicht als freundlich gegenüber Arbeitslosen bekannt, der wohl tatsächlich am meisten angegangenen Gruppe im Land!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Und oft genug halt mit Recht, das ist der Unterschied.
Im übrigen stehe ich für eine “Entbeamtung” jederzeit zur Verfügung. Mit allen bisher erworbenen Ansprüchen, versteht sich.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die historische Schuld der Beamten ist unfassbar größer als die der Arbeitslosen! 16 Jahre krankgeschrieben ist natürlich ein Zeichen von Fleiß

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

“Historische Schuld”?

Ihr Kommentar zeugt ncht von einer intellektuellen Durchdringung des Themas.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie verstehen die Aussage doch nicht!

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Doch. Und gerade deshalb halte ich die Aussage für ausgesprochen dumm.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Logisch, dass in Ihrer Blase die Legende verbreitet wurde, die ganze Welt sei neidisch auf das deutsche Berufsbeamtentum!

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ach, alle Beamten waren 16 Jahre krank geschrieben? Oder worin genau besteht die „historische Schuld der Beamten“?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Mal die Westalliierten fragen, die Sowjetunion vollzog es in Ostdeutschland einfach, was die Schuld der Beamten war!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Das verstehe ich nicht. Was war in Ostdeutschland Schuld der Beamten? In der DDR gab es keine Beamten! Also, was wollen Sie sagen?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ach so, Sie meinen die Einsetzung von bewährten Folterern, Spitzeln, Denunzianten, Mördern aus der NS-Zeit zur Durchsetzung des “wahren Sozialismus” ?

Aber verfallen selbst in genau die gleiche Klassenkampf- und Neidsprache ?

Oh süße Ironie…merken Sie noch was ?

Kann man sich nicht ausdenken… 😀

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Gab es natürlich im Westen nicht! Alles tolle Demokraten, die da nach dem 2. Weltkrieg übernommen wurden!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Eben, der Globke war lupenreiner Demokrat.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Jep, ist klar

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Wieso, ist Putin doch auch.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Natürlich nicht.

Und was genau hat das mit dem lächerlichen Versuch zu tun, über einen abstrakten BERUFSSTATUS hier irgendeine “Erbschuld” zu triggern ?

“Die Bäckerzunft hat historische Schuld…”

Kein Wunder, dass Sie Probleme mit Lehrern haben, solche NS-Unterstellungen grenzen schon an einige Auswüchse des Querdenkermilieus.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Wissen Sie was, Sie erklären mir die Politik und ich Ihnen den Unterricht! Wo habe ich Probleme mit Lehrern? Sie haben scheinbar Probleme mit dem nicht-verbeamteten Bürger, aber Ihr Problem! Bäcker waren kein Teil des Staatsdienstes, merken sie etwas?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Klassenkampf und Neid sind reaktionäre Kampfbegriffe! Im Fall einer Unternehmerin versteht man diese aggressive Sprache ja vielleicht noch, aber bei zu 100 Prozent von der Allgemeinheit mit weltweit einmaligen Privilegien gefütterten Staatsdienern, da wirkt es nur noch dubios

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Nur für Ihre Herzfrequenz:

Sowohl meine Frau als auch ich sind zusätzlich mit einem Unternehmen und zahlreichen privsten Investitionen tätig – da haben Sie dann ihr maximales Feindbild: Beamter UND übler Kapitalist – und dann noch Ausländer-Herkunft und was aus dem Leben gemacht.
So könben sich Rechts- wie Linksextremisten über Leute wie uns ärgern, tolle Sache. 🙂

Die Bezeichnung von Begriffen die Ihnen nicht passen als “reaktionär” führt auch gleich vor, aus welcher Ecke der hate dieses mal kommt…

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Wenn Sie keine Ahnung von der Verwendung politischer Begrifflichkeiten , dann ist es Ihr Problem!
Schon traurig, dass Sie mit einer angeblichen ausländischen Abstammung hausieren müssen!

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Man merkt schon aus ihren Ausführungen, dass Sie das Lehramt scheinbar nicht so ernst nehmen, traurig!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Scheinbar und anscheinend verwechselt ich auch immer.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie haben recht
Danke Ihnen für den netten Austausch
Ihnen und Ihren Lieben eine schöne Adventszeit

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Da nich für, und beste Wünsche zurück.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Bitte hören Sie auf, sich eine Gastarbeiterlegende zuzuschreiben. Dies ist eine Verhöhnung wirklicher Gastarbeiter und ihrer Nachkommen

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Nu waren SS- und SA-Angehörige nicht generell verbeamtet. Es gab aber auch Beamte in diesen Organisationen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Kritische Beamte, Linke-Juden-christliche Bewegungen wurden entfernt
Beamte, geht nicht um heutige, waren bei Polizei, Bahn, Arbeitsverwaltung usw. tief verwickelt
In düsterer Zeit ging es meist um Administratives, nicht um spontane Aktionen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

“Historische Schuld”, der ist neu.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ein angeblicher Sohn von Gastarbeitern, der die Geschichte der deutschen Beamtenschaft unkritisch bejubelt, muss man erlebt haben! Natürlich Fake

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ansprechpartner ist die Arbeitsagentur. Deren Beschäftigte sind nur zum Teil verbeamtet. Bei den Jobcentern ist der Anteil der Angestellten sogar noch höher.
Und bei den kommunalen Dienststellen wie Sozialamt trifft der Arbeitslose zumeist ebenfalls auf Verwaltungsangestellte.
Bei anderen Behörden wird in niemand nach seinem Beschäftigungsstatus fragen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Seit 2003 wird in der deutschen Arbeitsverwaltung nicht mehr verbeamtet! Diese Agentur ist die modernste Behörde innerhalb der BRD, teilweise zu modern

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Gibt aber dennoch diejenigen, die vor 2003 bei der BA noch verbeamtet worden sind und noch im Dienst sind.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ja natürlich, wenn nicht in sich selbst beurlaubt
Machen da aber nur wenige

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Arbeitslose hierzulande haben keinen Opfer/ und knuddelstatus, auch Beamte dürften insgesamt, bezogen auf Umfragen und politische Präferenzen, nicht anders ticken als Durchschnittsbürger
Um die Mitarbeiter der BA ging es mir hier nicht explizit

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Wer das Bild der faulen Lehrkräfte aus der Mottenkiste holt, während gleichzeitig fast jede Fortbildung für Pädagog*innen aufgrund zu weniger Angebote überbucht ist, sollte nicht die Bildungspolitik des 21. Jahrhunderts gestalten”

https://www.swp.de/baden-wuerttemberg/lehrermangel-in-bw-lehrerverband-kritisiert-plakat-am-stuttgarter-flughafen-scharf-71335273.html

Achin
1 Monat zuvor

Traurig, Spitzenkandidat Hagel sollte lieber den Lehrkräften an seiner alten Realschule in Ehingen und jenen seiner Berufsschulzeit (Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse) danken, dass er, obwohl er nie ein Gymnasium als Schüler von innen sah, es wohl bald in höchste Staatsämter schafft.

Das ist doch eine Bildungserfolgsgeschichte, die er hervorheben könnte, stattdessen gibt er im Wahlkampf der “harten Durchgreifer” bei den mutmaßlich faulen Lehrkräfte.

Gehörte Herr Hagel immer zur Leistungsspitze in seinem Leben?

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Das muss man doch wahrlich nicht … es reicht doch dampfplaudernd, populistisch, ellenbogennutzend, realitätsverweigernd und v.a. karrieregeil – auch gegen jegliche ethisch-moralische Standards – unterwegs sein … so Leute, wie Klingbeil, Spahn, Linnemann u.co machen das doch “erfolgreich” vor … und scheitert man dann doch einmal am Erkenntniszugewinn der WählerInnen, dann schleimt man sich – berufend auf obige “Qualifikationen” – lindnerartig bei irgendwelchen “global playern” ein, die genau solche Leute brauchen, um skrupelos und finanziell erfolgreich weltweiten Schaden anzurichten.
Es gibt dann ja auch die Möglichkeit, nach vollzogener Karriere dort, nach Jahren in die dtsch Politik zurückzukehren, um das verstörende Werk dort wieder aufzunehmen … z B. von Blackrock ins Kanzleramt…

Canishine
1 Monat zuvor

Die beiden zitierten Sätze halte ich (ohne weiteren Kontext) für sich genommen für nicht unbedingt so ungewöhnlich, als dass man daraus Beamtenschelte, Schuldzuweisungen (diesmal anstelle von Migranten) Profilierungsversuche auf Kosten von Lehrkräften herauslesen müsste. Es sei denn, man legt es darauf an.

Hirschlgruber
1 Monat zuvor

Wenn Lehrer so faule Säcke sind, wie Sie behaupten, lieber Herr Hagel, weshalb wurde bisher die Zeiterfassung für die Lehrerarbeitszeit in Baden-Württemberg noch nicht eingeführt?
Außerdem hat sich die CDU mit Frau Eisenmann nicht gerade mir Ruhm bekleckert, wie bereits andere formulierten. Erwähnenswert ist aber die rechte Hand von Frau Eisenmann. Im Bildungsministerium Baden-Württemberg saß dieser Mann, obwohl er wegen Beihilfe zur Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt wurde.
Aufarbeitung? Bisher nicht.

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