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Rentenkommission stellt Verbeamtung von Lehrkräften infrage und will Pensionen begrenzen – Merz: Paket wird vollständig umgesetzt

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BERLIN. Die Rentenkommission empfiehlt weitreichende Änderungen bei der Altersvorsorge in Deutschland. Während Beamte auch künftig nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen, schlagen die Experten erhebliche Veränderungen bei der Beamtenversorgung vor. Besonders betroffen wären Lehrkräfte: Künftig sollen nach dem Willen der Kommission nur noch Beschäftigte mit hoheitlichen Aufgaben verbeamtet werden. Für Schulen könnte dies langfristig einen tiefgreifenden Wandel der Personalpolitik bedeuten. Der Bundeskanzler signalisiert bereits Zustimmung. 

„Wir nehmen der jungen Generation eine gewaltige Last von den Schultern“: Bundeskanzler Friedrich Merz (Foto von 2025). Foto: Shutterstock / EUS-Nachrichten

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfiehlt eine umfassende Reform der Alterssicherung. Nach Informationen des Handelsblatts soll der Kreis der Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung zwar erweitert werden. Beamte sollen jedoch ausdrücklich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung integriert werden. Damit folgt die Kommission nicht den Forderungen von Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas, die sich mehrfach dafür ausgesprochen hatte, künftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen.

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Kreise der Kommission berichtet, wurde ein entsprechendes Modell nach längeren Beratungen verworfen. Als Gründe werden erhebliche rechtliche Schwierigkeiten sowie hohe Belastungen für die Haushalte der Länder genannt. Diese müssten gleichzeitig weiterhin Pensionen finanzieren und zusätzlich Rentenbeiträge für aktive Beamte zahlen.

Stattdessen schlägt die Kommission vor, die Beamtenversorgung stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung anzupassen. Nach Angaben der Bayerischen Staatszeitung empfiehlt das Gremium, künftige Reformen der Rentenversicherung wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Das Niveau der Beamtenpensionen würde damit langfristig in ähnlichem Umfang sinken wie das Rentenniveau.

Für Schulen und Hochschulen besonders relevant ist ein weiterer Vorschlag der Kommission. Nach Informationen des ZDF sollen künftig nur noch Beschäftigte mit hoheitlichen Aufgaben verbeamtet werden. Als Beispiele werden Polizei, Justiz, Finanzverwaltung oder bestimmte Aufsichtsbehörden genannt. Für neu eingestellte Lehrkräfte könnte der Beamtenstatus damit weitgehend entfallen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts arbeiten derzeit mehr als 700.000 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland.

Das Niveau der Beamtenpensionen soll schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden

Die Vorschläge der Kommission gehen jedoch deutlich über die Frage hinaus, wer künftig noch verbeamtet werden soll. Nach Informationen der Bayerischen Staatszeitung empfiehlt das Gremium, Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung künftig „wirkungsgleich“ auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Damit würden verbeamtete Lehrkräfte von künftigen Einschnitten im Rentensystem nicht mehr weitgehend abgeschirmt bleiben. Zudem soll das Niveau der Beamtenpensionen schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden. Die Kommission zielt damit auf eine Verringerung der Unterschiede zwischen Renten und Pensionen. Für Lehrkräfte, die bereits verbeamtet sind oder künftig noch verbeamtet werden, könnte dies langfristig niedrigere Versorgungsansprüche bedeuten.

Hinzu kommt ein weiterer Vorschlag mit unmittelbaren Folgen für die Höhe der Pensionen. Nach Darstellung der Bayerischen Staatszeitung soll künftig nicht mehr allein die Besoldung kurz vor dem Ruhestand maßgeblich sein. Stattdessen könnte ein längerer Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in die Berechnung einfließen. Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Auch beim Eintritt in den Ruhestand sieht die Kommission Änderungen vor. Das Renteneintrittsalter soll nach den Vorschlägen künftig stärker an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden. Nach Angaben von Focus würde diese Logik auch auf Beamte übertragen. Für Lehrkräfte könnte dies bedeuten, dass sich die Altersgrenze für den Ruhestand künftig parallel zur gesetzlichen Rente nach oben verschiebt. Zugleich sollen Bund und Länder laut ZDF verpflichtet werden, stärker für ihre künftigen Pensionslasten vorzusorgen und entsprechende Rücklagen aufzubauen. Hintergrund sind die in den kommenden Jahrzehnten erwarteten Versorgungsausgaben für die geburtenstarken Jahrgänge im öffentlichen Dienst.

Welche Auswirkungen die vorgeschlagenen Maßnahmen auf die Attraktivität des Lehrerberufs hätte, lässt sich bereits heute abschätzen. Focus Online verweist auf Beispielrechnungen für Lehrkräfte. Ein verbeamteter Lehrer der Besoldungsgruppe A13 kann demnach nach einer langen Dienstzeit eine Pension von bis zu rund 4.550 Euro monatlich erreichen. Für vergleichbare angestellte Lehrkräfte lägen gesetzliche Rente und Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes dagegen je nach Einkommen und Erwerbsverlauf zusammen bei etwa 2.900 bis 3.700 Euro. Die tatsächlichen Ansprüche hängen vom individuellen Berufsweg ab; die Beispielrechnung verdeutlicht jedoch die Größenordnung der Unterschiede zwischen Beamtenversorgung und gesetzlicher Alterssicherung.

Neben den Vorschlägen zur Beamtenversorgung enthält der Bericht der Rentenkommission weitere Reformempfehlungen. So soll das Renteneintrittsalter künftig an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt werden. Diese Entwicklung würde nach den Vorschlägen auch auf die Beamtenversorgung übertragen. Außerdem empfiehlt die Kommission die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 sowie den Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Säule innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung. Finanziert werden soll diese nach Informationen des Handelsblatts über einen zusätzlichen Beitrag von zwei Prozentpunkten.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Man kann das nicht aufschnüren“

Der Präsident des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Prof. Gabriel Felbermayr, kritisierte gegenüber dem Deutschlandfunk, dass Beamte weiterhin nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen. Um Akzeptanz für weitreichende Reformen zu schaffen, müssten aus seiner Sicht alle Bevölkerungsgruppen einen Beitrag leisten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte bereits die vollständige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission an. „Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden“, sagte Merz nach der Übergabe des Berichts in Berlin. Man könne es sich nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen. SPD-Chefin Bas lobte die Kommission, die in Rekordzeit ein wichtiges Gesamtpaket vorgelegt habe und ebenfalls warnte, einzelne Elemente herauszulösen: „Man kann das nicht aufschnüren.“ News4teachers / mit Material der dpa

Erstes Bundesland schlägt bei Besoldung ordentlich drauf: Beamtenbund spürt “Good Vibes“

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98 Kommentare
brbr21
1 Tag zuvor

Die Kommission schlägt eine ganz erhebliche Kürzung der Pensionen vor, dies ist den ungekürzten Vorschlägen zu entnehmen, die isch hier finden: https://www.dropbox.com/scl/fi/7f56ekj98m3nswg9i8u8y/empfehlungen-alterssicherungskommission.pdf?rlkey=o2seav4jv4s3q1myml7lnz13c&dl=1

Hier steht u.a.:
„Alle bereits erfolgten sowie künftigen Anpassungen des Rentenrechts sollten wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Dies betrifft Änderungen der Regelaltersgrenze und der Rentenanpassung. So wurde das Rentenniveau seit dem Jahr 2000 durch Änderungen der Rentenanpassungsformel um rund zehn Prozent reduziert, der für Beamtenpensionen maßgebliche Ruhegehaltshöchstsatz lediglich um fünf Prozent. Dieser Unterschied sollte ausgeglichen werden.“

Ale
1 Tag zuvor
Antwortet  brbr21

Nicht vergessen, ein Rentenplus muss dann auch auf die Pensionäre übertragen werden.

Kaunas
21 Stunden zuvor
Antwortet  Ale

Warum sollte man das fürchten?

Ich lese hier:
Bis zu 14,6 Prozent mehr!: Beamten-Pensionen steigen dreimal so stark wie RenteWegen neuer Besoldung für Staatsdienerhttps://www.bild.de/politik/inland/bis-zu-14-6-prozent-mehr-beamten-pensionen-steigen-dreimal-so-stark-wie-rente-69e47665c8c973c925cb1e5f

Schotti
20 Stunden zuvor
Antwortet  Kaunas

Da geht es um Bundesbeamten. Hat also mit der Realität in den Ländern überhaupt nichts zu tun.

Alex
22 Stunden zuvor
Antwortet  brbr21

Die Kommission hat aber auch festgestellt, dass die Kombi aus Rente, Betriebsrente und Aktienrente zusammen etwa 70 % des letzten Nettos sein wird – und zwar nach Steuern. Da sind Beamte mit max. 71% vor Steuern eh schon schlechter gestellt.

Chris
22 Stunden zuvor
Antwortet  brbr21

Die Beamtenbezüge wurden in den 1950ern mit Verweis auf die üppige Pension um insg. 15% gekürzt. Dann müssen diese Kürzungen auch zurückgenommen und die Bezüge um 15% erhöht werden.

Teacher Andi
21 Stunden zuvor
Antwortet  Chris

Dann aber bitte alle Sozialabgaben zahlen, sonst ist da wieder ein Ungleichgewicht.

Se Länd
1 Tag zuvor

Pensionen sind nur die erste Baustelle. Wenn die Länder in den 30ern ihre Versorgungslasten wirklich finanzieren müssen, wird die Beihilfe der nächste große Angriffspunkt. Viele Beamte unterschätzen, dass nicht das heutige Beihilfesystem verfassungsfest ist, sondern nur Fürsorge und Alimentation.

Thomas
1 Tag zuvor

Dann ist der Beruf aus zeitlicher und finanzieller Hinsicht nicht mehr attraktiv. Ist er jetzt schon nicht, dann überhaupt nicht mehr. 0, niente, nada.
Für Akademiker kommt der Job gegen 35 Std Berufe oder Homeoffice einfach nicht mehr an. Auch wenn wir das Jahresnetto rechnen, bleiben wir meilenweit im Minus. Es gibt keine Zulagen, keine Prämien, keinen Bonus, kein 13., kein Urlaubsgeld, kaum Beförderung.
Nichts.

Tafelputzerin
1 Tag zuvor
Antwortet  Thomas

nur noch schrecklich 🙁

Katabaster
1 Tag zuvor
Antwortet  Thomas

Die meisten, vor allem die jungen Leute, wählen ihren Beruf danach aus, was sie gerne beruflich machen möchten, nicht, was die meisten finanziellen Vorteile bringt. Die anderen gibt es sicherlich auch, aber es sind nicht die Meisten.

Lera
23 Stunden zuvor
Antwortet  Katabaster

Ihr Kommentar zur Nutella-Pflicht für alle:

Die meisten Leute mögen Nutella.

Es gibt auch welche, die kein Nutella mögen.

Das sind aber weniger.

Yeah, Nutella-Pflicht!

Mr X
22 Stunden zuvor
Antwortet  Katabaster

Und Geld spielt keine Rolle? Das glaube ich nicht.

Thomas
21 Stunden zuvor
Antwortet  Katabaster

da sind sie realitätsfern Katabaster

Götz
23 Stunden zuvor
Antwortet  Thomas

Ich glaube auch, dass sich in Zukunft immer weniger Personen finden werden, die diese Arbeitsbedingungen wählen. Schade, denn von seinem Grundgedanken her ist der Lehrerberuf ja sehr schön.

Kaunas
21 Stunden zuvor
Antwortet  Götz

Sind denn die Arbeitsbedingungen anderswo überall so toll?

Ich lese:
In deutschen Unternehmen herrscht eine große Unzufriedenheit. 45 % der Beschäftigten macht nur Dienst nach Vorschrift. Fast 30 % der Generation Z haben 2023 bereits innerlich gekündigt. So die alarmierenden Zahlen einer aktuellen Studie der Pronova BKK. Hauptgründe sind Überlastung, zu geringe Bezahlung, fehlende Wertschätzung und belastende Arbeitszeiten.
https://www.bund-verlag.de/aktuelles~Arbeitsfrust-Unzufriedenheit-und-Dienst-nach-Vorschrift~.html?srsltid=AfmBOopuw1VYGoq95c_bo6nsjxxOdWVkygfQMN8QaIUuqeVWHehbSpIB

Ich_bin_neu_hier
20 Stunden zuvor
Antwortet  Kaunas

Sind denn die Arbeitsbedingungen anderswo überall so toll?“

Vermutlich nicht. Aber: Sind Sie überzeugt, dass eine vergleichbare Prozentzahl der Lehrkräfte „nur Dienst nach Vorschrift“ macht oder „bereits innerlich gekündigt“ hat?

Falls ja, ist das alles kein Problem – und ich gebe Ihnen gerne zu, dass man nach Lektüre der Kommentare bei News4teachers diesen Eindruck haben könnte.

Falls nein: Dann werden wir die Folgen in den nächsten Jahren sehen, wenn sich diese Prozentzahlen bei den Lehrkräften an die Gesamtbevölkerung angleichen…

Ulla
1 Tag zuvor

Habe die Schnauze voll, mir steht die Diskussion mittlerweile bis hier. Ich höre von Minusstunden, wenn sich andere bei Hitze und Schnee ins ‚Homeoffice‘ verziehen, ich lese von 35 Stunden Wochen tariflich vereinbart, Arbeitszeiterfassung und immer mal Tage frei zum ‚Überstunden abbummeln‘. Und wenn dann das Gehalt nicht mehr stimmt, weil es einfach ein geflunkerter Reallohnverlust enttäuscht mich das. Was soll denn das? Will man auch noch die Letzten vergraulen? Bleiben nur noch die Alten Hasen? Manno
Als Mathe und Chemielehrerin finde ich Traumjobs mit den besten Bedingungen weit und breit.

Tafelputzerin
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Danke für ihre ehrlichen und offenen Worte! Vielen lieben Dank.
Wir denken gerade das gleiche :/

fred
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Ja, warum die Lehrergewerkschaften so zurückhaltend sind wundert mich seit Jahren.
Was kamen in den letzten Jahren für benefits auf, klar 35 Std Woche, Gleitzeit, Flexurlaub, Bildungsurlaub etc. Haben wir was davon? NEIN

Karl-Heinz
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Nur so: laut statistischem Bundesamt sind ca. 49% der Angestellten in D derzeit in einem tarifvertraglichen Arbeitsverhältnis. Also eine (wenn auch knappe) Minderheit! Für den Rest gilt dann: 40 Stunden/Woche. Und ja: nicht geleistete Arbeitszeit an einem Tag muss irgendwann nachgeholt werden, was denn auch sonst?
Ihnen dann viel Glück bei der Jobsuche! Ziehen Sie was dick Gepolstertes an, dann tuts nicht so weh beim Aufprall in der Realität!

447
21 Stunden zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Wenn wir so anfangen:

Jeder Akademiker mit nur 0,5 Gramm Akademikergehirn fummelt sich blitzschnell (minimalen Verstand vorausgesetzt) durch die entsprechenden Lücken und arbeitsrechtlichen Regelungen.

Ohhohoooo, die böse Realität! Ganz harte Drohung, lol.

Wenn Sie feste Arbeitszeiten und unvezahlte Mehrarbeit als Lehrer mal ganz neutral (Notizblock + Taschenrechner reicht) gegenrechnen…sagen wir mal so: MIT Beamtenboni ist es fair, ist ok.

Ohne…na, dann sollen es halt „Berufene“/“Märtyrer“ machen. Oder halt Sie. 🙂

Niemand kann gezwungen werden, Lehrer zu werden oder bleiben.

Und sich (als letzten Notnagel, falls alles schiefgeht) vom Staat aushalten lassen ist in der BRD auch kein Ding.

Karl-Heinz
20 Stunden zuvor
Antwortet  447

Sag ich doch: niemand wird zum Lehrerberuf gezwungen, auch wenn sich das hier manchmal so liest, als würde in den Schulen Zwangsarbeit herrschen. Wenn man schon mit Ausstieg droht, dann aber auch bitte konsequent sein! Und die Traumjobs kommen ja anscheinend einfach von selbst. Zumindest steht das weiter oben.

Mir
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Lesen Sie das hier im Forum?
Dann können Sie sich selbst zusammenreimen, wie viel das mit der Realität zu tun hat.

Sonnenscheinchen
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Minusstunden, völlig alte Regelung, bei Hitze und Eis kommen die Minusstunden langfristig in den Plan und müssen irgendwann nachgeholt werden. In NRW ist es tatsächlich fairer geregelt, da verfällt es am Ende des Monats. Die Nordländer haben da schlechte Karten
🙁

Ronja
23 Stunden zuvor
Antwortet  Ulla

so true!!!

Stiller Beobachter
22 Stunden zuvor
Antwortet  Ulla

Verstehe ich nicht.

Am Anfang der Woche gab es hier die Nachricht: Schulschluss diese Woche um 11.25 – bitte holen Sie Ihre Kinder dann ab.

Während alle anderen nach Zeit oder an Zielerreichung gemessen werden und bei 35 Grad den Stift nicht mal einfach so fallen lassen können.

Alex
22 Stunden zuvor

Hitzefrei für die Kinder bedeutet eben entgegen der landläufigen Meinung nicht auch frei für die Lehrer.

Kaunas
21 Stunden zuvor

Aber das will keiner hören.

Leonie
21 Stunden zuvor

Das heißt bei uns nur, dass die Kinder dann gehen /abgeholt werden dürfen! Für die Lehrkräfte gilt nicht, dass sie dann einfach den Griffel fallen lassen dürfen!

Walhai
19 Stunden zuvor
Antwortet  Leonie

Beschönigung. Bei uns bleiben 3 da als Aufsicht, alle anderen gehen nach Hause. Abwechselnd natürlich.

Schotti
20 Stunden zuvor

Wer in einem ruhigen Büro arbeitet, der hat sich überhaupt nicht mit Lehrern zu vergleichen. Macht euch doch nicht lächerlich. Das ist doch von der Belastung her ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Opossum
20 Stunden zuvor
Antwortet  Ulla

Darf ich fragen (im Ernst), welche Traumjobs sich dann öffnen – in Zeiten, wo viele Stellen in freier Wirtschaft abgebaut werden und die Produktion und IT ins Ausland verlagert werden? Lehrer sind stark in Kommunikation, Projekt- und Zeitmanagement, Konfliktlösung, aber Junior Positionen sind rar geworden und die Konkurrenz mit frischen Spezialisten groß.

Selbst mit Mathematik und Chemie bräuchte man eine Weiterbildung, um in freier Wirtschaft zu arbeiten.

Aber vielleicht fehlt mir einfach Mut.

Kinderflüsterer-Mr. 71%
1 Tag zuvor

Ja und?
Wer jung genug ist, kann noch wechseln, die, die vor der Pension stehen (Ü55), ficht das nicht an. Im Zweifel steht man sich besser mit Dienstunfähigkeit und Abzügen, weil einen das alles ja so krank macht. Und dann verjubelt man sein Geld.

Ich_bin_neu_hier
23 Stunden zuvor

Im Zweifel steht man sich besser mit Dienstunfähigkeit und Abzügen, weil einen das alles ja so krank macht. Und dann verjubelt man sein Geld.“

Sind Sie ein Bot?

Kinderflüsterer
21 Stunden zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

ein was?

Ich_bin_neu_hier
20 Stunden zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer
Pit2020
20 Stunden zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer

@Kinderflüsterer

Ach, Sie Ahnungsloser! 😉
https://www.logo.de/bots-einfach-erklaert-100.html

Walhai
19 Stunden zuvor
Antwortet  Kinderflüsterer

Ein Boot.

447
22 Stunden zuvor

Genau dieser Anreiz wird gesetzt.

Sie versuchen halt, genau auf der Rasierklinge zu balancieren.
Ich bin mir nicht sicher, dass das (aus meiner Sicht) gut gehen wird.

mama51
1 Tag zuvor

Hinzu kommt ein weiterer Vorschlag mit unmittelbaren Folgen für die Höhe der Pensionen. Nach Darstellung der Bayerischen Staatszeitung soll künftig nicht mehr allein die Besoldung kurz vor dem Ruhestand maßgeblich sein. Stattdessen könnte ein längerer Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in die Berechnung einfließen. Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Wo gibt/ gab es das denn?!? Kurz vor dem Ruhestand …? Hä?
(…das oben Fettgedruckte!)

Noch niiieeee war das so! Ich habe mir nach 40 Dienstjahren – da waren noch 3 Jahre übrig – meine voraussichtliche Pension von der Besoldungskasse ausrechnen lassen:
Es wurde ab meinem ERSTEN Arbeitstag alles „berechnet“. Jede einzelne Stunde, die ich irgendwann mal reduziert hatte, jede, die ich wieder draufgepackt hatte, einfach alles floss in meine „Endsumme“ mit ein! Das Dokument war ca. 15 Seiten lang. Lediglich meine letzte Besoldungsstufe spielte eine (eher untergeordnete!) Rolle. Die hatte ich schon sehr lange erreicht.

Teacher Andi
1 Tag zuvor
Antwortet  mama51

Die letzte Besoldungsstufe ist aber ausschlaggebend für die Pension, beim Rentner gelten auch die niedrigeren Gehälter der ersten Jahre. Natürlich werden Ausfallzeiten und Stundenreduzierungen einbezogen, wäre ja noch schöner, wenn dies keinen Ausschlag hätte.

Kaunas
21 Stunden zuvor
Antwortet  mama51

Dass Renten- und Pensionsberechnungen endlich angeglichen werden, ist richtig. Womit haben Sie diese Sonderbehandlung verdient?

AlexB
1 Tag zuvor

Wenn die Bunderegierung meint, dass man damit die Attraktivität des Berufs als Lehrkraft steigert, ist sie aus meiner Sicht auf dem völlig falschen Dampfer. Ich zweifele bei einigen Punkten zudem die Verfassungsmäßigkeit an. Leider werden die Folgen erst später aufrteten, wenn keiner der chaotischen Entscheidungsträger*Innen mehr im Amt ist, sondern seine fette Pension genießt, die er/sie mit wenigen Amtsjahren erworben hat.

Nova
21 Stunden zuvor
Antwortet  AlexB

In anderen Ländern, in den Lehrer nicht verbeamtet werden, gibt es auch Lehrer. Wer nur wegen dem Beamtenstatus Lehrer wird, sollte kein Lehrer werden. Es gibt auch überhaupt keinen sachlichen Grund, warum Lehrer verbeamtet werden sollten, nur weil es schon immer so war, heißt das nicht, dass es richtig ist. Andere Dinge sind viel wichtiger und zwar die Arbeitsbedingungen und die Ausstatung der Schulen und Organisation, da ist noch viel zu tun in Deutschland.

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Nova

Klar, in super „studiengeckt“ „“““bildungsgerechten““““ Ländern wie Albanien oder Kolumbien läuft das so gut, dass da die totale Gerechtigkeit ausgebro….oh, Momentchen!

TheTeacher
20 Stunden zuvor
Antwortet  Nova

Dass Arbeitsbedingungen, Ausstattung und Organisation der Schulen enorm wichtig sind, sehe ich genauso. Das ist für guten Unterricht wahrscheinlich sogar unmittelbarer entscheidend als die Statusfrage.

Aber daraus folgt nicht, dass es „überhaupt keinen sachlichen Grund“ für die Verbeamtung von Lehrkräften gibt. Schule ist keine normale Dienstleistung. Lehrkräfte setzen Schulpflicht um, vergeben Noten, entscheiden über Versetzungen und Abschlüsse und handeln damit in einem Bereich, der massiv in Bildungsbiografien eingreift. Deshalb kann man schon sachlich begründen, warum der Staat hier besondere Loyalität, Neutralität und Verlässlichkeit absichern will.

Natürlich wird niemand automatisch ein guter Lehrer, nur weil er verbeamtet ist. Und wer ausschließlich wegen des Beamtenstatus Lehrer wird, hat vermutlich ein falsches Berufsverständnis. Umgekehrt ist der Beamtenstatus aber auch nicht einfach ein Privileg „weil es schon immer so war“, sondern Teil eines Systems aus Pflichten, Streikverbot, Bindung an den Staat und besonderer Verantwortung.

Man kann also durchaus über Reformen sprechen. Aber die Debatte sollte nicht so tun, als gäbe es entweder gute Arbeitsbedingungen oder Verbeamtung. Eigentlich bräuchte es beides: bessere Schulen, bessere Organisation, bessere Ausstattung und zugleich eine verlässliche Absicherung eines Berufs, der für den Staat und die Gesellschaft zentral ist.

Schotti
19 Stunden zuvor
Antwortet  Nova

In anderen Ländern funktioniert das aber nur, weil es keinen Bildungsföderalismus gibt. Die Länder werden sich in Deutschland niemals in den nächsten Jahrzehnten darauf einigen, Lehrer einheitlich nicht mehr zu verbeamten. Bayern hat bereits angekündigt dabei nicht mitzumachen und damit hat sich das Thema eigentlich erledigt.

TaMu
1 Tag zuvor

Was mir bei den Überlegungen zur längeren Lebensarbeitszeit abhängig von der Lebenserwartung fehlt, ist eine fundierte Erhebung über die tatsächliche körperliche, geistige und seelische Gesundheit von Menschen über 60 Jahren und ihre Auswirkung auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass trotz gestiegener Lebenserwartung die an die berufliche Leistungsfähigkeit gekoppelte Gesundheit nicht gleich ansteigend ist.
Viele Menschen leben aufgrund ärztlicher Kunst, vielseitiger Medikamente und Hilfsmittel sowie guten Lebensbedingungen in Deutschland allgemein immer länger, sind aber nicht länger leistungsfähig. Sie sind genauso rasch ermüdet, kognitiv von Neuem überfordert und von verschiedenen Leiden und Schmerzen geplagt wie früher auch. Das wird sich vermutlich in den nächsten beiden Jahrzehnten nicht gravierend ändern.
Diese Überlegungen sind nicht entwicklungsgerecht. Der menschliche Körper und Geist nimmt an Stärke zu und wieder ab. Ab 60 Jahren spüren das mehr oder weniger alle Menschen. Das darf auch sein, es ist natürlich. Die Überlegung, diese Menschen länger arbeiten zu lassen, obwohl sie sich körperlich und geistig in einer abbauenden Entwicklung befinden, ist meiner Meinung nach absurd.
Ich empfinde es auch als unehrlich, die daraus resultierende Rentenkürzung durch frühere Rente mit Abschlägen auch so zu benennen.

Teacher Andi
1 Tag zuvor
Antwortet  TaMu

Zu solch komplexen Denkvorgängen reicht es bei unserer Regierung nicht, oder eher, sie werden bewusst ignoriert.

Möhrchen
1 Tag zuvor
Antwortet  TaMu

Vielen Dank für diesen Kommentar, der meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt in der Rentendebatte anspricht. Ich zum Beispiel hätte nichts dagegen, länger zu arbeiten, jedoch bringt mich eine Arbeitswoche jetzt in meinen Dreißigern schon manchmal an meine Grenzen. Mit über sechzig möchte ich mir das gar nicht vorstellen. Und vielen, auch in anderen Berufen, geht es sicher ähnlich. Warum findet das Thema „Alterteilzeit“ so wenig Eingang in die Diskussionen? Ließe sich diese nicht ausbauen? Ab 60nur noch 2/3, ab 65 vielleicht sogar nur die Hälfte? (Oder ähnliche Vorschläge, kommt jetzt nicht auf Details an.) Für alle Berufe?

TaMu
23 Stunden zuvor
Antwortet  Möhrchen

Danke!
Altersteilzeit wäre tatsächlich eine Überlegung wert, so dass entsprechende Erholungszeiten fest eingeplant wären.

Alex
22 Stunden zuvor
Antwortet  TaMu

Die ATZ-Regeln werden doch schon gerade reichlich zusammengestrichen.

Teacher Andi
21 Stunden zuvor
Antwortet  Möhrchen

Aber wenn schon Altersteilzeit, dann die sinnvolle, nämlich sukzessive Arbeitsreduzierung, und nicht wie es in der Vergangenheit praktiziert wurde, dass man Vollgas arbeitet bis zum Zeitpunkt der Altersteilzeit, um dann 3 bis 5 Jahre eher in Rente zu gehen. Das ist nicht der Sinn der Altersteilzeit.

dickebank
21 Stunden zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Es waren aber die AG, die Block-ATZ bevorzugt haben. Schichtmodelle ließen sich damit nämlich leichter organisieren.

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  TaMu

Sie haben ja recht, aber es gibt nicht genug Geld, um alle bis zum späteren Lebensende zu bezahlen… und, sollen jetzt am besten wieder alle früher sterben?

Vermutlich ginge sowas wie ab Alter x nur noch 25 Std/Woche.

TaMu
23 Stunden zuvor
Antwortet  Alese20

Deshalb wäre mir Ehrlichkeit wichtig: wer es nicht schafft bis 67, 68, 69, 70 zu arbeiten, muss mit weniger Rente auskommen. Diese fest eingerechnete faktische Rentenkürzung und das dadurch entstehende hohe Einsparpotential sollte auch von der Regierung klar ausgesprochen werden. Sie könnten es sich sogar auf ihre Fahnen schreiben: wir sind die Einsparparteien! Wir sparen bei denen, die früh so krank und schwach sind, dass sie nicht mehr arbeiten können! Wir belohnen die Gesunden und die Fitten! Arbeit muss sich wieder lohnen!
Und dann noch ein Rechenbeispiel in eingesparten Euro von einer Altenpflegerin, die mit 63 Jahren wegen Rücken- und Knieproblemen in Rente gehen möchte und die dadurch 7 Jahre verliert… ich meine, wodurch bei ihr und ihresgleichen jährlich xxx Euro eingespart werden können! Immerhin hoffen einige Verantwortliche dadurch auf Wählerstimmen.

Alese20
20 Stunden zuvor
Antwortet  TaMu

Aber mit Ehrlichkeit kommt man in der Politiknicht weiter. Der gemeine Wähler will anglogen werden. Die Ehrlichen werden abgewählt – Fragen Sie mal Habeck.

Ich will auch mehr Ehrlichkeit, dann kann man sich darauf einstellen und weiß, was man wählt. Bei mir zieht das. Aber bei leider sehr vielen nicht oder wie erklären Sie sich, dass nun Merz & Co. regieren.

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Alese20

Es gibt genug Geld für alles.
Einfach mal googeln.

Die Frage ist, wofür es ***ausgegeben*** wird.

Paradebeispiel: „Kommunen ach so pleite!“
Na, für klimatisiertes Rathaus, Stadtratsitzungen mit Schnittchen & Klima sowie willkürliche (=nicht durch Rechtsansprüche erzwungene) Umbaumassnahmen für über 120K im Fensterbereich des Leistungsempfänger-Wartesaals (für irreguläre, bodentiefe Fenster in Sonderanfertigung) war z.B. in unserer Kommune komischerweise bis heute immer genug Geld da.

800 Milliarden mit abgewähltem BT aus dem Boden stampfen? Auch kein Problem.

Uwe
1 Tag zuvor

Unverschämt und völlig entkoppelt von der Wirtschaft:
Keine Arbeitszeiterfassung
kein Geld
viel späterer Ruhestand als andere aktuell, bei den Autos aktuell noch bei 62!
viel mehr Arbeit
höhere Belastung
keine benefits!

Meiomei
1 Tag zuvor
Antwortet  Uwe

Davon wären insbesondere Beschäftigte betroffen, die erst gegen Ende ihrer Laufbahn höherwertige Funktionen übernehmen. Für Lehrkräfte könnte dies etwa Schulleitungen oder andere Beförderungsämter betreffen, deren bisherige Besoldungssteigerungen bislang vergleichsweise stark auf die spätere Pension wirken.

Und aktuell darfst du erst einmal in deinem Beförderungsamt eine zeitlang für den alten Lohn arbeiten, bis die tw. 9 jährige Wartezeit vorbei ist.

Mir
1 Tag zuvor
Antwortet  Uwe

Ist „entkoppelt von der Wirtschaft“ nicht genau das, was das Beamtentum ausmacht?
Sonst bräuchte es das doch nicht. Und alle sind glücklich mit ihren Arbeitsverträgen…

Ronja
23 Stunden zuvor
Antwortet  Mir

ach fassel nicht Mir, die Unattraktivität ist spürbar

dickebank
23 Stunden zuvor
Antwortet  Mir

Arbeitsverträge und Beamtentum in einem Post deutet nicht auf ausgeprägten Kenntnisstand hin.

Mir
23 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Ähm. Ja. Uwe wollte das übereinanderbringen. Oder nicht. Vermutlich ist Uwe Beamter und beißt sich gerade an einer Günstigerrechnung die Zähne aus.

447
22 Stunden zuvor
Antwortet  Mir

Richtig.

Diese fatale Fehlentscheidung wird sich noch rächen.

Marlene Schneider
1 Tag zuvor

Wer einfach nur ehrlich ist, gibt zu, dass die Veränderungen bei den Beamten gerecht und richtig sind. Jede, aber wirklich jede einzelne Maßnahme kann hinterfragt werden, deshalb muss das Paket als Ganzes verabschiedet werden.

447
23 Stunden zuvor

Nein, ist sie nicht.

So, wie Beamte in Boomzeiten NICHT mitverdienen und das völlig ok ist (sondern bestenfalls belächelt werden) sollten sie in schlechten Zeiten von der Sicherheit profitieren.

Persönlich werde ich meine BU nochmal dreister aufstocken (Stichwort „arbeiten bis 5 Minuten vor Sarg“), falls ich bis zur Pension dabeibleibe und mich angesichts dieser Unverschämtheit(en) auf einen Berufswechsel nicht mehr nur abstrakt mit „bissl lesen und recherchieren“, sondern sehr konkret vorbereiten.

Glücklicherweise habe ich eine schöne Nische gefunden, „hoheitlich“ ist sie sogar auch noch – wobei das natürlich angesichts der frechen geplanten Pensionsabzocke nicht der Punkt ist.

Die weitgehende bis fast 100% home office, streng geregelte Arbeitszeit und große Justiznähe bei gleichzeitig null „Kundenkontakt“ (bzw. keine Rummuckereichancen, weil man da in klarer Position ist) – das SIND entscheidende Punkte.

Und nein, ich sag nicht was es ist.

Nova
21 Stunden zuvor

In Deutschland möchte jeder seine Privilegien behalten, besonders die Beamten. Gerechter wäre es, wenn keiner sich dem Solidarprinzip entziehen könnte. Je mehr man verdient, desto mehr legale Möglichkeiten hat man. Ein normaler Arbeiter/Angestellter mit 4.000 € brutto hat keine Wahlmöglichkeit. Ist das gerecht, nur weil man weniger verdient? Warum gelten nicht die gleichen Spielregeln für alle? Andere Länder zeigen, dass es anders gehen kann.

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Nova

In welcher Traumwelt leben Sie?

Jeder Handwerker mit echtem Gewerk kann Ihnen beim Feierabendbier vorrechnen, wie 4K NETTO zustande kommen – und bei der (häufig harten und belastenden) Arbeit kann zumindest ich mich nicht dazu hinreissen lassen, das moralisch zu verurteilen, bei den zahlreichen „Mitessern“, Zwangsmitgliedschaften, Besteuerungsorgien usw. usf.

Beamte haben (oder bald: hatten) durch diverse Einschränkungen völlig legal und transparent erworbene Vorteile. „Privilegien“, also ohne Gegenwert erworbene Boni, sind was anderes.

Lera
1 Tag zuvor

Ein junger Mann entscheidet sich, auf Lehramt zu studieren.

Ein wesentlicher Grund hierfür ist für ihn die bessere Altersvorsorge.

Er studiert 5 Jahre, macht 2 Jahre Ref und arbeitet dann 10 Jahre als Lehrer.

Da kommt plötzlich Bärbel B. um die Ecke. Sie sagt dem mittlerweile nicht mehr jungen Mann:

Vielen Dank, dass Sie Lehrer geworden sind. Übrigens werden wir die Regeln ändern. Sie haben beim Erreichen der Regelaltersgrenze (mit dann 68) keinen nennenswerten Vorteil mehr gegenüber der gesetzlichen Rente. Dafür haben Sie doch sicher Verständnis.

Und der mittelalte Mann so: Äh, aber das war doch einer der Hauptgründe für mich, das überhaupt zu machen! Sie machen rückwirkend aus meiner richtigen Lebensentscheidung eine falsche! Sie können doch nicht in der 60. Minute sagen: „So, die bislang geschossenen Tore zählen nur noch zur Hälfte und künftige nur, wenn sie mit dem linken Fuß geschossen werden.“

Darauf Duisburg-Bärbel: Das ist aber sehr unsolidarisch! Alle müssen jetzt Opfer bringen.

Darauf der mittelalte Mann: „Ja, vor allem meine Schüler, denn wissen Sie was: Dann nehm ich halt die Mindestpension und kuriere bis dahin meine Depressionen. Wozu soll ich mich noch 30 Jahre länger zum Deppen machen und meine Gesundheit ruinieren?“

Bärbel winkt ab: Dat interessiert im Pott keinen, Hauptsache wir haben dem wütenden Volk einen Knochen hingeworfen.

447
23 Stunden zuvor
Antwortet  Lera

Klagen nützt nix, privat vorsorgen, (noch) mehr Geld horten.

Sich über Alternativen schlau machen, Exitpläne konkret recherchieren.

Lera
22 Stunden zuvor
Antwortet  447

Ich glaube, ich habe doch Long Covid. Plötzlich gar keine Energie mehr… 😉

Teacher Andi
21 Stunden zuvor
Antwortet  Lera

Genau so geht’s im Beamtentum, wird vielfach ausgenutzt. Gibt ja noch volle Bezüge …

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Mag sein.

Wo sind die Vorgesetzten (die richtigen, SL sind das nicht wie Sie als insider wissen), die das unterbinden?

Ab Besoldung „B“ darf gerne Initiative erwartet werden – amtsärztliche Vorstellung z.B.

Ich_bin_neu_hier
20 Stunden zuvor
Antwortet  Lera

Ich glaube, ich habe doch Long Covid.“

Nein, da kann ich Sie beruhigen – mit Long Covid hätten Sie die meiste Zeit nicht mal mehr die Energie, in diesem Forum zu posten. Aber wenn Ihnen das ach so attraktiv erscheint, verglichen mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Dienstpflichten…

Katabaster
1 Tag zuvor

„Zudem soll das Niveau der Beamtenpensionen schrittweise stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente angeglichen werden. Die Kommission zielt damit auf eine Verringerung der Unterschiede zwischen Renten und Pensionen.“

Das ist dringend erforderlich!!!!

Alex
21 Stunden zuvor
Antwortet  Katabaster

Würden die Vorschläge umgesetzt, gebe es eine „sehr gute belegbare Perspektive“, dass man absehbar auf ein Rentenniveau von 70 Prozent des in den letzten Jahren verdienten Gehalts komme, so Weise. Er bezog dies auf die spätere Höhe der Netto-Rente gemessen am Netto-Arbeitseinkommen in den Jahren vor dem Renteneintritt.“ Ja, eine Angleichung der Pensionen ist dann dringend erforderlich, da sind es nämlich max. 71%, die noch versteuert werden, also nix netto.
https://www.tagesschau.de/inland/rentenreform-merz-bas-100.html

Walhai
19 Stunden zuvor
Antwortet  Alex

Bis die, die das dann haben, in Rente gehen, vergehen noch einmal 50 Jahre.

Chris
21 Stunden zuvor
Antwortet  Katabaster

Die kommission sagt aber auch, dass das Netto-Rentenniveau auf 70% des letzten Netto-Einkommens angehoben werden soll. Also ich sehe da jetzt keinen großen Unterschied mehr zwischen 70% Rente und 71,75% Pension.

Walhai
19 Stunden zuvor
Antwortet  Chris

Sie meinen 2090 dann?

Nieter Duhr
1 Tag zuvor

Krass. Nach voriger Ausbildung in dem Bereich bin ich nun im vierten Semester Gesundheit/Pflege und Biologie Ziel Berufskollegs. Insgesamt wären das dann zehn Jahre Ausbildung (Ausbildung, Studium, Ref) für einen Start bei 2.9k, keine grosse weitere Progression, Boni oder irgendwas. Muss sagen die Verbeamtung war ein sehr wichtiger Faktor in der Abwägung Aufwand/Nutzen als ich mich für diesen Weg entschieden habe. Jetzt fehlten mir natürlich durch die lange Ausbildung auch einige Beitragsjahre, die ich von dem vergleichsweise schmalen Gehalt selbst kompensieren müsste. Diese Rechnung geht doch bei den Arbeitsbedingungen überhaupt nicht auf. Wer wird denn das noch machen und überhaupt studieren wollen? Mein Wohngeld wird auch gekürzt und Minijobs stehen ebenfalls auf dem Prüfstand, ich bin echt deprimiert… Was wäre euer Rat? Abbrechen/Durchziehen und in die Schweiz gehen? Gute Noten und Englisch als zusätzliches Fach hätte ich auch anzubieten. Auch hätte ich die Möglichkeit Medizin zu studieren, aber ich sehe mich eigentlich eher als Lehrer. Aber so?

Götz
23 Stunden zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Gehen Sie in die Schweiz, wenn irgend möglich. Das ist mein Rat.

Ich_bin_neu_hier
23 Stunden zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Obwohl es mir in der Seele wehtut – denn Sie würden ja eigentlich hier gebraucht:

Schweiz.

Begründung: Garantiert kein Paradies und kein Zuckerschlecken, jedoch die Möglichkeit, die ja tatsächlich langwierige Ausbildungsphase ökonomisch noch zu nutzen. Bitte prüfen Sie Lebenshaltungskosten und Bedingungen genau – und gegebenenfalls die Möglichkeit, in der Schweiz nur zu arbeiten und in D wohnen zu bleiben.

447
23 Stunden zuvor
Antwortet  Nieter Duhr

Schweiz oder weiter, steuerlichen Wohnsitz mitverlagern.
Lange vorher klein & glaubwürdig alles leerräumen.

Mutti
22 Stunden zuvor

Tschuldigung, dann gehen Sie in die freie Wirtschaft:

– Größe Teile der Jobs, auch als Akademiker unter A13 vergütet
– 24 bis 30 Tage Urlaub
– Überstunden auch nicht vergütet (da muss man Glück haben)
– nur 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
– Homeoffice nicht bei Edeka an der Kasse
– Heiße Arbeitsplätze: Gehen sie mal an den Bau
– Sich beschimpfen und attackieren lassen: Erlen Mitarbeitende im Sozialamt und der Notaufnahme jeden Tag
– Weggekürzte Stelle wenn du nach nicht mal 1 Jahr Elternteit zurückkommst
– schlechte Krankenkasse
– Miese Rente

Götz
22 Stunden zuvor
Antwortet  Mutti

Also, die Bekannten, die ich bei Lufthansa und Siemens habe, erzählen andere Geschichten. Es gibt halt solche und solche und die Lehrerschaft liegt irgendwo in der Mitte (würde aber von nicht wenigen gerne im Staub gesehen).

Thomas
21 Stunden zuvor
Antwortet  Götz

Quatsch Muttchen, du bringst alles zusammen. Ein Kassenjob ist schon noch anders als ein Professorenjob im Homeoffice.
Gehen wir nur mal auf die tariflichen Verträge der ÖRR ein, 36 Stunden Woche, Homeoffice, Gleitzeit, Flexurlaub, Bildungsurlaub, 7 Wochen generell. Zuschläge, 13. Gehalt, Zuzahlung zum Jobticket, Privatrente, Vergünstigtes Mittagessen.
Und die Lufthansa ist da noch dreimal so gut 😀 😀

dickebank
21 Stunden zuvor
Antwortet  Mutti

Pkt A: Bei Berufseinstieg, nicht aber im Laufe des Beruflebens. Da auch Bachelor einen akademischen Abschluss haben, lassen sich nicht alle Gehälter miteinander vergleichen.
Pkt B: gleiche Anzahl an Urlaubstagen wie verbeamtete und angestellte Lehrkräfte.
Pkt C: Tagesveranstaltungen, Abendveranstaltungen, Konferenzen, Fortbildungen, Tag der offenen Tür zumeist am Samstag, Wanderfahrten etc. sind ohne Überstundenvergütung
Pkt D: akademischen Kassierer, ach so
Pkt E: Beschimpfungen – analog und virtuell – natürlich nicht bei Lehrkräften
Pkt F: Stellenstreichung – fragen Sie einmal Vertretungslehrkräfte
Pkt G: Krankenkasse, dasselbe bei angestellten Lehrkräften. Btw die Leistungen der Beihilfe sind tlw. schlechter als die von Ersstzkassen
Pkt H: sieht bei angestellten Lehrkräften nicht anders aus.

25% aller Lehrkräfte an staatlichen Schulen sind Angestellte.

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Mutti

Wenn SIE beim Rollenwechsel in die Rolle des Arbeitnehmers (also: beim Betreten ihrer Firma) jedes Wissen um das FREIWILLIG VON IHNEN SELBST GEWÄHLTE Erwerbsmodell (nämlich: Freie Wirtschaft=Kapitalismus=dog eats dog world) hinter sich lassen, weil sie zu ängstlich und kobfliktscheu sind, sich Überstunden bezahlen zu lassen – sorry, wieso muss Ihnen das eigentlich ein (jetzt:) Beamter erklären?

Sind Sie da irgendwie stolz drauf oder so?
Ich verstehe es nicht.

Kaunas
21 Stunden zuvor

Will die Regierung nicht den letzten Rest ihres Ansehens verlieren, setzt sie das Rentenreformpaket genau so um, wie es nun vorliegt. Natürlich sind alle sauer, die etwas verlieren oder abgeben müssen oder deren Privilegien begrenzt werden sollen. Das ist doch nicht anders zu erwarten. Aber einzelne Maßnahmen infrage zu stellen, öffnet die Büchse der Pandora, dann kann und wird man alle Maßnahmen infrage stellen und wenn sie alle verändert werden oder zumindest viele abgeschwächt werden, dann hätte man sich diese ganze Kommission und das „Getöse“ um sie herum sparen können. Ich will gar nicht wissen, was das tatsächlich gekostet hat!

Lera
21 Stunden zuvor
Antwortet  Kaunas

1000 Mark.

Lera
21 Stunden zuvor

Konsequenzen für das nächste Schuljahr:

maximal Dienst nach Vorschrift
zwei Wochen Bildungsurlaub machen
Grippesaison voll mitnehmen
auf Gesundhaltung achten
Elternzeit beantragen
Exit vorbereiten

447
20 Stunden zuvor
Antwortet  Lera

^ dieses.

Die nötigen Fortbildungen für meine Strategie neben Schule durchziehen wird hart werden. Aber…was muss, das muss.

Vielleicht hatte ich es auch zu lange „zu bequem“.

Challenge accepted.
Lets go.

Walhai
19 Stunden zuvor
Antwortet  Lera

Tun Sie doch eh schon. Also ändert sich genaugenommen nichts.

S.B.
21 Stunden zuvor

Dann hoffen wir mal, dass die Länder da nicht mitziehen.

Rüdiger Vehrenkamp
21 Stunden zuvor

Bildung ist Ländersache. Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. Bayern seine Lehrkräfte weiter verbeamten wird, ganz gleich, was die Bundesregierung hier gerne hätte. Daraus folgen erneute Konkurrenzkämpfe zwischen den Bundesländern. Nicht umsonst fing Berlin nach einigen Jahren wieder an, seine Lehrerinnen und Lehrer zu verbeamten.

Walhai
19 Stunden zuvor

Deshalb ist die Reduzierung der Beamtenprivilegien wichtiger!

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