
Für den Bau von Schwimmzentren, die von Schulen aus mehreren Kommunen genutzt werden können, spricht sich die Präsidentin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ute Vogt aus. «So, wie ich interkommunale Gewerbegebiete mache, kann ich ja auch gemeinsame Schwimmzentren machen», sagte Vogt dem Deutschlandfunk (DLF). Wichtig sei ein strukturiertes Vorgehen beim Bäderbau. Bund und Länder müssten «schwarze Löcher» auf der Karte identifizieren anstatt «mit der Gießkanne» zu investieren.
Vogt kritisierte, dass Mittel oft dorthin gingen, «wo halt eine Kommune so weit ist und den Plan hat und deshalb auch die Mittel gleich umsetzen kann». Wichtig sei aber, zu schauen, «wo überhaupt gar nichts ist». Man dürfe die Kommunen beim Bad von Schwimmbädern nicht allein lassen. «Das braucht aber eine übergeordnete Planung», ergänzte Vogt. Kommunen benötigten etwa auch beim Betrieb von Bädern mehr Unterstützung.
«Das Schwimmen ist eine Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben, Rechnen» und stehe in den Lehrplänen, sagte Vogt im Radio. Doch «die Schulen haben gar kein Bad in erreichbarer Nähe, und die Problematik haben wir in praktisch allen Bundesländern und vor allem im ländlichen Raum». Deshalb blieben viele Kinder Nichtschwimmer. Das merkt man Vogt zufolge auch am Interesse an außerschulischen Schwimmkursen: «Wir haben bei der DLRG rund 2.000 Ortsgruppen und ich kann Ihnen sagen, bundesweit haben wir kaum eine Ortsgruppe, die nicht eine lange Warteliste hat». News4teachers / mit Material der dpa
DLRG: Schwimmenlernen gehört in die Grundschule (wie Schreiben- und Rechnenlernen)