Home Leben Ausbildungskrise: Zehntausende Jugendliche finden keine Lehrstelle – Arbeitgeber machen (auch) die Schulen...

Ausbildungskrise: Zehntausende Jugendliche finden keine Lehrstelle – Arbeitgeber machen (auch) die Schulen verantwortlich

96
Anzeige

NÜRNBERG. Die Chancen junger Menschen auf einen Ausbildungsplatz haben sich deutlich verschlechtert. Noch nie seit der Wiedervereinigung war der Anteil der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Bewerberinnen und Bewerber, die eine Ausbildung begonnen haben, so niedrig wie heute. Gleichzeitig bleiben Zehntausende Lehrstellen unbesetzt, obwohl die Wirtschaft über fehlende Fachkräfte klagt. Arbeitgeber machen dafür auch mangelnde schulische Kompetenzen verantwortlich. Die Ausbildungsmarktbilanz zeigt allerdings, dass neben den Qualifikationen der Jugendlichen auch die wirtschaftliche Lage der Betriebe und regionale Unterschiede eine erhebliche Rolle spielen.

Abwärts. Infografik: News4teachers, Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Für viele junge Menschen beginnt nach dem Schulabschluss nicht die erhoffte Berufsausbildung, sondern eine weitere Phase der Suche. Manche bleiben zunächst in der Schule, andere beginnen ein Praktikum oder nehmen eine Arbeit auf. Wieder andere finden überhaupt keine Anschlussmöglichkeit. Die neue Ausbildungsmarktbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt, wie schwierig der Übergang von der Schule in den Beruf inzwischen geworden ist.

Von Oktober 2025 bis Ende September 2026 nahmen 447.000 Bewerberinnen und Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Anspruch. Lediglich 179.000 von ihnen begannen bis zum Ende des Berichtszeitraums eine Berufsausbildung. Das entspricht einem Anteil von 40 Prozent – dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Ausbildungsbeginne unter den registrierten Bewerberinnen und Bewerbern um 12.000, während die Zahl der Ausbildungssuchenden um 3.000 stieg.

„Im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche sind die Ausbildungsstellenmeldungen weiter deutlich zurückgegangen. Die Bewerberzahl hat dagegen nochmals leicht zugenommen. In der Folge haben sich die Chancen für Ausbildungssuchende weiter verschlechtert. Doch auch jetzt gibt es noch Möglichkeiten – wir helfen weiterhin bei der Ausbildungssuche“, erklärte BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles bei der Vorstellung der Bilanz.

Die Zahlen erfassen allerdings nicht sämtliche Ausbildungsverhältnisse in Deutschland. Viele Jugendliche finden ihre Lehrstelle ohne Unterstützung der Arbeitsagenturen. Die Quote von 40 Prozent beschreibt deshalb ausschließlich den Verbleib der registrierten Bewerberinnen und Bewerber.

93.000 junge Menschen suchen weiterhin eine Ausbildung

Wie groß das Problem ist, zeigt sich beim Übergang ins neue Ausbildungsjahr: Zum 30. September waren 46.000 registrierte Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt – 6.000 mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen weitere 47.000 junge Menschen, die zwar eine Alternative gefunden hatten, etwa einen weiteren Schulbesuch, ihren Wunsch nach einer dualen Berufsausbildung aber aufrechterhielten. Auch diese Gruppe wuchs, und zwar um 3.000 Personen. Damit hatten insgesamt 93.000 registrierte junge Menschen ihren Ausbildungswunsch zum Ende des Berichtszeitraums noch nicht verwirklicht.

Nach Angaben der BA mündeten 17 Prozent aller registrierten Bewerberinnen und Bewerber in Alternativen wie einen weiteren Schulbesuch, ein Praktikum oder ein Studium ein. Weitere zwei Prozent begannen eine geförderte Qualifizierung, etwa eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder eine Einstiegsqualifizierung. Acht Prozent nahmen eine Arbeit auf, fünf Prozent meldeten sich arbeitslos. Bei 14 Prozent lag keine Rückmeldung über den Verbleib vor.

48.000 Ausbildungsstellen bleiben gleichzeitig unbesetzt

Während Zehntausende Jugendliche weiterhin eine Lehrstelle suchten, konnten zahlreiche Betriebe ihre angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen. Zum Ende September waren noch 48.000 Stellen offen. Besonders schwierig war die Besetzung nach Angaben der BA in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen sowie im Berufskraftverkehr.

Die Bundesagentur spricht von erheblichen Passungsproblemen. Ausbildungsstellen und Bewerberinnen und Bewerber finden nicht automatisch zusammen, selbst wenn ihre Gesamtzahlen rechnerisch nahe beieinanderliegen. Berufswünsche, regionale Verteilung und die Anforderungen der Betriebe können ebenso auseinandergehen wie die Voraussetzungen der Jugendlichen.

Bundesweit kamen im abgeschlossenen Berufsberatungsjahr auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rechnerisch 99 Bewerberinnen und Bewerber. Im Vorjahr waren es noch 92 gewesen. Regional fällt das Verhältnis allerdings sehr unterschiedlich aus. In Berlin zum Beispiel kamen nach Angaben der Bundesagentur auf 100 Ausbildungsstellen 179 Bewerberinnen und Bewerber.

Verschärft wird die Lage durch die wirtschaftliche Entwicklung. Von Oktober 2025 bis September 2026 wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 469.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Darunter waren 453.000 betriebliche Angebote – 31.000 weniger als im vorherigen Berufsberatungsjahr. „Die wirtschaftliche Schwäche hat das Ausbildungsangebot deutlich verringert“, erklärte Nahles. „Es gibt in vielen Regionen wieder mehr Bewerber als offene Stellen.“

Für die Wirtschaft kann diese Entwicklung langfristige Folgen haben. In zahlreichen Berufen fehlen bereits heute qualifizierte Fachkräfte. Wenn Betriebe weniger ausbilden, könnte sich der Nachwuchsmangel in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Arbeitgeber sehen erhebliche Defizite bei schulischen Grundkompetenzen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sieht die Schwierigkeiten allerdings nicht allein in der wirtschaftlichen Lage begründet. Aus seiner Sicht bleiben auch deshalb Ausbildungschancen ungenutzt, weil Bewerberinnen und Bewerber nicht ausreichend auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet seien. „Wir müssen junge Menschen und Betriebe noch besser zusammenbringen“, erklärte Dulger. Zugleich nahm er die Schulen in die Pflicht. Der Staat müsse gewährleisten, dass Jugendliche ausreichend lesen, schreiben und rechnen lernten.

„Aktuell geht zu viel Potenzial schon in der Schule verloren“, kritisierte der Arbeitgeberpräsident. Nach seinen Angaben sieht jeder zweite Betrieb bei Bewerberinnen und Bewerbern gravierende Lücken in grundlegenden Kompetenzen.

Berufsberatung soll den Übergang erleichtern

Die Bundesagentur versucht nach eigenen Angaben, den Übergang in Ausbildung mit umfangreichen Beratungs- und Förderangeboten zu unterstützen. Bundesweit sind rund 4.700 Berufsberaterinnen und Berufsberater im Einsatz. Hinzu kommen Förderinstrumente wie die assistierte Ausbildung, die Jugendliche und Betriebe während der Ausbildung begleiten kann. Auch für junge Menschen ohne Schulabschluss bestehen Unterstützungsmöglichkeiten.

Auffällig ist die geringe Inanspruchnahme des Mobilitätszuschusses. Die finanzielle Unterstützung für längere Fahrten zum Ausbildungsort nutzen bundesweit derzeit lediglich rund 200 Personen. Gerade angesichts der regionalen Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt wirft diese Zahl Fragen auf. Warum das Förderinstrument bislang so selten genutzt wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Die Bundesagentur setzt ihre Vermittlungsaktivitäten bis zum Jahresende fort. Erfahrungsgemäß melden sich auch nach September noch Jugendliche, die eine Ausbildung suchen. Zugleich werden Ausbildungsplätze frei oder von Betrieben nachgemeldet. Neben den noch unbesetzten betrieblichen Stellen stehen Einstiegsqualifizierungen, außerbetriebliche Ausbildungsangebote und berufsvorbereitende Maßnahmen zur Verfügung.

DGB warnt vor Kürzungen bei der Arbeitsvermittlung

Angesichts der angespannten Lage warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vor Einsparungen bei den Arbeitsagenturen. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel kritisierte Überlegungen, bei der Arbeitslosenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit zu kürzen.

„Völlig irre wäre es, jetzt Personal in den Arbeitsagenturen abzubauen. Solange Tausende von Jugendlichen vergeblich nach einem Ausbildungsplatz suchen, müssen diese jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben maximal unterstützt werden“, erklärte Piel.

Auch Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) betonte die Verantwortung der Politik. „Für mich als Arbeitsminister ist klar, dass wir gerade in dieser Phase mit aller Kraft dafür sorgen müssen, dass junge Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben.“

Wie viel für die Betroffenen auf dem Spiel steht, zeigt ein weiterer Befund: Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung tragen nach Angaben der Bundesagentur ein sechsmal so hohes Risiko, arbeitslos zu werden, wie Menschen mit entsprechender Qualifikation. News4teachers

Ausbildungsmarkt unter Druck: Warum Schulleitungen die Berufsorientierung jetzt in den Fokus rücken sollten

Anzeige

96 COMMENTS

  1. Schon mal gut, dass die AG absolut keine Schuld trifft. Allein wegen der vielen durchdachten Vorstandsentscheidungen im Automotive und im Energiesektor steigt ja derzeit die Zahl der Neueinstellung von Hochschulabsolventen ebenso wie die Zahl der Ausbildungsstätten. Also alles richtig gemacht.

    • Die Probleme im Automobil- und Energiesektor haben die Politik und die bis vor einigen Jahren mitjubelnden Automobilmanager zu verantworten.

      • Ach deshalb die Lobbygruppen, deren einziges Bestreben es ist, poltischen Einfluss auf die Wirtschaftsvertreter zu nehmen.
        Haben wir bei der diesjährigen BdA-Veranstaltung ja gesehen, wie die CEOs zum Befehlsempfang vor Merz standen bzw. ein Jahr zuvor Bärbel Bas huldigten.

      • Die ganze Gesellschaft hat doch mitgejubelt: Kernkraftausstieg, Erneuerbare Energien-Subventionierung („Eine Eiskugel Mehrkosten pro Monat“), Klima-Demonstrationen (Greta, Klima-„Streiks“), Nordstream-Sprengung, Wärmpepumpen-und Solarzellen-Subventionierung, … jetzt haben wir weltweit(!) die höchsten Strompreise, die Industrie verlagert die Produktion nach China und den USA (billigste Energiepreise weltweit). Das Pferd, auf das Politik und Gesellschaft seit Jahrzehnten gesetzt haben (Automobilindustrie und Export), ist lahm geworden, jetzt ist halt Zahltag.

        Es war ein gesamtgesellschaftlicher deutscher Irrweg, während andere Länder nur den Kopf anhand dieser Verrücktheiten geschüttelt haben, hat die Gesellschaft sich im Moralinbad gesuhlt…

        • „Jetzt haben wir weltweit(!) die höchsten Strompreise“ – wir verraten Ihnen ein Geheimnis: Die fossilen Energieträger werden bald noch sehr viel teurer werden (schon gar, wenn man die ökologischen Folgekosten mit hineinrechnet).

          Aber, was soll’s? Hauptsache, die Kapelle an Deck der Titanic spielt weiter… (Spaß.)

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

        • Der Irrweg ist derzeit ein ganz anderer: Die Rückabwicklung der EE. Frau Reiche kann als U-Boot der Verbrennungsindustrie gerade wirtschaften, wie sie will. Das ist schon grob fahrlässig. Den Ausbau der Erneuerbaren bringt sie nicht voran, obwohl wir den auch unbedingt brauchen, um unabhängiger von Despotenländern zu werden.
          Die hohen Preise kommen nicht durch das alles, was Sie aufzählen, sondern dadurch, dass wir nicht schon viel weiter sind.
          Wo ist denn die Infrastruktur, die den Strom von Norden nach Süden bringt? In SH müssen Windkraftanlagen oft abgeschaltet werden, weil man auch nicht zwischenspeichern kann …
          Kernkraft ist viel teurer, das wissen Sie aber auch, nicht wahr? Nur weil man es nie offen gesagt hat, haben wir alle richtig viel dafür bezahlt.

          Die Autoindustrie hat die Entwicklung günstigerer E-Mobile verpasst, deshalb schwächelt sie. In China und anderen Ländern fährt man billigere und z.T. bessere chinesische Modelle.
          Wer keinen teuren deutschen E-SUV fahren wollte, hatte ein Problem, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

          Zuletzt ein Lichtblick: Der Export zieht wieder an.
          https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_296_51.html

        • Da haben wir Boomer der GenZ und Alpha aber mal so richtig eins ausgewicht.
          Also keine wehrpflicht und erneute Gasabhängigkeit von Russland.. Statt Wärmepumpe aöso lieber atomare zwischenlager allerorten, da das mit dem Endlager eh nix wird. Und nicht zu vergessen „freie Fahrt für freie Bürger“ – aber nur wenn Katalysatoren sowie Kopfstützen, Gurte und Airbags auch zukünftig entfallen. Zusätzlich empfehle ich eine Kürzung der Industriegehälter um mindestens 70%, damit die OEMs gegenüber China wettbewerbsfähig sind.
          Wie, die Chinesen haben die Neuzulassung von Verbrennern verboten? Also welche Produkte wollen Sie denen verkaufen. Und das udi-Wek im Süden der USA wird auch erst fertig, wenn Trump verfassungsgemäß Geschichte ist – ausser er setzt den Verfassungszusatz ausser Kraft. Aber mit Diktatoren als Geschäftspartnern handeln Sie ja am liebsten. Und mit dem Erstarken der AfD (Analfissur für Deutschland) kann ja die restaurierte NeoDDR in den erlauchten Kreis der Diktaturen aufgenommen werden.

  2. „Aktuell geht zu viel Potenzial schon in der Schule verloren“, beklagt der Arbeitgeberpräsident. Nun ja, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen immer häufiger zum Nebenschauplatz zwischen Wohlfühlpädagogik, Resilienztraining und der Debatte um Chill-Räume an Schulen werden, ist das Ergebnis kaum überraschend. Laut Arbeitgebern sieht inzwischen jeder zweite Betrieb gravierende Defizite bei den Grundkompetenzen von Bewerbern.
    Die Folgen landen dann in den Betrieben. Dort sucht man Auszubildende und stellt fest, dass manche bereits an den Grundlagen scheitern. Gleichzeitig genügt heute oft schon der Hinweis, dass Ausbildung Anstrengung bedeutet, um als pädagogischer Hardliner zu gelten. Der Satz „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ beschrieb früher eine banale Realität: Erst lernen und anstrengen, dann können. Heute klingt er für manche schon wie ein Fall für den Beschwerdebeauftragten. Wer als Lehrmeister Verlässlichkeit, Eigeninitiative und Belastbarkeit einfordert, landet heute schnell in derselben Ecke wie der Lehrer, der noch auf Rechtschreibung, Kopfrechnen, Mitdenken und Anstrengungsbereitschaft besteht: verdächtig leistungsorientiert.
    Wer nun meint, nach dem Abitur werde aus der Komfortzone automatisch Leistungsbereitschaft, findet an manchen Hochschulen eher die akademische Fortsetzung desselben Problems. Professoren wie Zümrüt Gülbay-Peischard berichten von mangelnder Leistungsbereitschaft, schwacher Rechtschreibung und einer erstaunlich lockeren Arbeitsmoral. Ihre Beobachtung, dass sich „in Prüfungsphasen bis zu 30 Prozent krankmelden“, passt jedenfalls ins Bild. Auch Studieren ist anstrengend? Welch unerwartete Erkenntnis.
    Das Bittere daran: Betriebe finden keine geeigneten Bewerber, Hochschulen müssen Defizite ausgleichen, und diejenigen, die tatsächlich Leistung bringen wollen, dürfen dem allgemeinen Niveauabbau zusehen. Vielleicht liegt die Ausbildungskrise also nicht nur an fehlenden Lehrstellen. Wer jahrelang jede Hürde abräumt und jede Anforderung zum Problem erklärt, darf sich nicht wundern, wenn mancher Lehrling oder Student dann die Realität nach der Schule als Zumutung empfindet.Ausbildungsinitiative ‚Schland 2035‘. Schaun mer mal.

  3. Die so viel gescholtenen Boomer hatten seinerzeit viel größere Probleme, Lehrstellen und Studienplätze zu finden. Aufgrund der Vielzahl von Absolventen gab es NC allerorten (Medizinertest wurde eingeführt) und viel zu wenige Ausbildungsplätze. Man nahm an, was man kriegen konnte- weil man musste. BAföG als Volldarlehen war zu tilgen, Kinderbetreuung und Elterngeld Fehlanzeige. Da waren Beruf und Familie nicht so leicht in Einklang zu bringen. Also musste vor allem Frau sich entscheiden. Und Wehrpflicht für die Männer gab’s ja auch.
    Und jetzt, nachdem wir es trotzdem gewuppt haben, pflegen wir unsere betagten Eltern- und wollen dann endlich, was wir uns erarbeitet haben- zeitlich und finanziell.
    Die Jungen unterstützen wir gerne- aber leisten müssen die ihren Teil ebenfalls und erstmal.

    • „Nachdem wir es trotzdem gewuppt haben“ – was genau? Eine sattelfeste Demokratie, eine nachhaltige Wirtschaft, ein verteidigungsfähiges Land, eine solide Infrastruktur, ein gut aufgestelltes Bildungssystem, eine nachhaltige Demografie, eine sozial ausgewogene und gerechte Gesellschaft?

      Mmmhhh. Und jetzt sind die Jungen „erstmal“ dran?

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Sie scheinen irgendwie eine pauschale und undifferenzierte Aversion gegen einen bestimmten Jahrgang zu haben, der natürlich alles falsch gemacht hat und schuld ist am Zustand des Landes heute …… Jede, und ich betone, jede Generation hat gleichermaßen ihre guten und schlechten Seiten, Ihre sehr einseitige Aburteilung ist nicht das, was man von einer ausgewogenen Diskussion erwartet. Ich weiß jetzt schon, was da wieder als Replik kommt ……

        • „Sie scheinen irgendwie eine pauschale und undifferenzierte Aversion gegen einen bestimmten Jahrgang zu haben.“

          Wir haben eine Aversion gegen die selbstgerechte Attitüde mancher Älterer, sich für unverantwortlich an den Zuständen dieses Landes und des Planeten zu erklären, keinerlei Abstriche machen wollen – und sich selbst und ihren Lebensstil Jüngeren dann noch als Vorbild empfehlen.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Da Sie uns ja kein Recht geben, müssen wir das eben in gewohnter Attitüde selbstgerecht tun. Schließlich können wir uns unter Flur ausruhen, wenn die Angehörigen der GenZ mit ihren Enkeln über die Zukunft streiten.

      • Ja, genau. Auch wenn es dem vorherrschenden Narrativ widerspricht:

        Die Boomer haben dazu beigetragen, dass die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin Bestand hatte und noch gestärkter wurde.

        Die Boomer haben ihren Anteil geleistet, die Wirtschaft durch schwierige Zeiten zu bringen. Kann man wissen, wenn man wissen wollte, was es schon für Abgesänge auf die deutsche Wirtschaft ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre gab.

        Die Boomer haben ihren Anteil geleistet, um die deutsche Einheit letztlich trotz aller Unkenrufe zum Erfolg zu bringen.

        Die Boomer haben maßgeblich zum Entstehen der Umweltbewegung beigetragen.

        Die Boomer haben ganz nebenbei auch noch Wehrdienst geleistet.

        Kurz: Die Boomer haben die Übernahme des Staffelstabs ganz ordentlich hinbekommen und ihn gut weitergetragen.

        Mal abwarten, was die Gen Z so alles geregelt bekommt.

        • Dann gerne die Rahmenbedingungen dazu nennen: Friedensdividende, politische Stabilität, eine (zumindest im Westen) ausgebaute Infrastruktur, billige fossile Energie, eine günstige Demografie und eine vom Globalismus extrem profitierende Exportwirtschaft.

          Alles weg, alles verfrühstückt – Pech, liebe Gen Z.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Hart erkämpft. Warum saßen Boomer in Mutlangen oder standen in Bonn auf der Wiese?
            Und dann hätten wir noch Gorleben, Brokdorf, Wackersdorf, Kalkar, Startbahn West.
            Von den besonderen Umständen des „heißen Herbstes“ einmal abgesehen.
            Die großen Arbeitskampf im Pott einmal aussen vor gelassen.
            Nee, uns ging’s richtig gut und Zukunftssorgen waren uns absolut fremd.

          • Eine Entwicklung, die mit der Merkel Regierung begann, die Politik des Aussitzens, Wegschauens, Relativierens, und die Erpressbarkeit ausgehend von Staatsoberhäuptern, denen man vertraut hat. Friede, Freude, Eierkuchen auf Kosten der Zukunft. Aber die Boomer sind natürlich schuld.
            Und ja, jede Generation hat ihre Herausforderungen, auch GenZ. Die haben die digitalen Möglichkeiten, die wir nicht hatten und die angeblich so toll sind.

          • Scheiße auch, es waren die Boomer die China wirtschaftlich stark gemacht haben. Kompletter Irrsinn, „Wandel durch Handel“.

          • … Und nicht die Herausforderungen vergessen kalter Krieg, Zeichensterben, Strukturwandel, Wiedervereinigung und Aufbau Ost, 180 Tote in den Baseballschlägerjahren durch Neonazis, erster Krieg in Europa nach dem 2. WK in Jugoslawien (Friedensdividende my Ass), ein selektives Bildungssystem ohne Kenntnisse von Worten wie Mobbing. Apropos marode Schulen: raten sie mal, wer sich an die Wand lehnte und bei wem die Mauer dann nachgab, so dass ein riesenlich im Klassenzimmer war? 90er, da hatten wir so richtig tolle Bedingungen… Jaja. Auf einen (!) kaufmännischen Ausbildungsplatz gab es teils 100 Bewerber. Gut, das wir das alles so leicht hatten. Und uns um nichts gekümmert haben. Wir als Generation X haben einfach ne Riesenlast gehabt, und ja, haben Weg gearbeitet, was da im Weg lag, und da war zuvorderst als Problem Gewalt in Partnerschaft und Erziehung (man bedenke, dass das seit 98 erst verboten ist, Fritze Merz war übrigens seinerzeit FÜR Gewalt in Partnerschaft und Erziehung), mörderische Neonazis (ausgenommen NSU, und ja, da haben wir die Demokratie verteidigt), riesige Umweltsauereien und und und. Wir haben nicht alles weggeschafft, und ganz ehrlich, nun sind die Generationen nach uns dran. Wir haben da unser Bestes getan. Ich bin da auch wirklich für, dass die folgenden Generationen nun das Kommando übernehmen. Aber dann müssen die das auch tun. Und zwar nicht selektiv, sondern mit allen Herausforderungen. Jede Generation hat die bisher gehabt. Da hilft auch kein Jammern. Auch was die Bildung angeht. Es gibt mittlerweile eine stärkere Fokussierung auf die Wissensvermittlung, und das ist auch gut so. Viele Experimente nach dem Pisa-Schock haben zu eher einer Verschlechterung der Allgemeinbildung geführt. Es wird über Gebäude, Technik, Toiletten diskutiert, nicht über die Unterrichtsinhalte und deren Vermittlung. Das gehört aber in den Fokus, denn bestimmte Grundkenntnisse scheinen auch zum Beispiel meinen Praktikanten zu fehlen: Kopfrechnen, Rechtschreibung, Bildung von logischen Zusammenhängen, historisches Faktenwissen.

          • „Wir haben nicht alles weggeschafft, und ganz ehrlich, nun sind die Generationen nach uns dran.“

            Genau nicht. Es sind alle Generationen (die Allerjüngsten mal ausgenommen) dran – ihren Kräften entsprechend. Die großen Probleme, ob Klimawandel, marode Infrastruktur oder Krieg in Europa, betreffen alle. Und die – wenigen – Jungen werden es allein nicht schaffen, sie zu bewältigen, wenn die Alten sich zurücklehnen. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2025/08/leben-die-alten-auf-kosten-der-jungen-debatte-um-soziales-pflichtjahr-fuer-senioren-in-schulen-kocht-hoch/

            Wir haben Kinder großgezogen bzw. sind dabei, Kinder großzuziehen – nicht, um sie in einem Scherbenhaufen sitzen zu lassen.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

  4. Überraschend finde ich die Ausbildungskrise nicht. Schulen kamen die letzten Jahre immer mehr davon weg, schlechte Leistungen auch als schlechte Leistungen zu bewerten. Entsprechend sind die Noten im Zeugnis oft nicht mehr aussagekräftig für die Betriebe. Vor allem große Unternehmen sieben in ihren Einstellungstests rigoros aus, da sie sich auf die Zeugnisse nicht mehr verlassen können; Lehrkräfte bescheinigen gute Leistungen und Fähigkeiten, die aber im Ausbildungsalltag nicht sichtbar werden. Wenn jemand eine Zwei in Mathe hat, dann jedoch einfache Grundrechenarten nicht beherrscht, dann ist was faul.

    Die offeneren Lernformen sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Niveauspirale weiter nach unten neigt. Die Betriebe bekommen also Auszubildende, die im eigenen Tempo je nach Lust und Laune an individuellen Aufgaben arbeiteten, Gelingensnachweise nach eigenem Gusto schrieben, mit Hausschuhen durchs Lernatelier wandelten, jedes individuelle Bedürfnis sofort äußerten und im besten Falle erfüllt bekamen und den zweistündigen Powernap am Morgen im Snoozleraum verbrachten. Jetzt, zack, soll im Betrieb aber rangeklotzt werden – ohne Chillout-Ecke, mit klaren Ansagen der Ausbildungsleiter, mit Termindruck bei Kunden und dem Anspruch, immer gute Arbeit abzuliefern. Zwei Welten prallen hier aufeinander, die nicht (mehr) zueinander passen.

    • „Die offeneren Lernformen sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Niveauspirale weiter nach unten neigt.“

      Die ewige Leier der Fraktion „Früher war alles besser“.

      Migrantenkinder ohne Sprachförderung? Ein Jahrzehnt Lehrkräftemangel? Ein Jahrzehnt Kita-Fachkräftemangel? Inklusion ohne Ressourcen? Ganztag ohne Qualitätsstandards? Corona-Jahre ohne regelmäßigen Schulbesuch? Digitalisierung ohne Grenzen? Alles unerheblich – schuld sind natürlich die, die versuchen, für ihre Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Förderung hinzubekommen. Kann gar nicht anders sein. (Spaß.)

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Nirgends sprach ich davon, Schüler nicht zu fördern. Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder. Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser, die Leseleistungen waren besser, die Anstrengungsbereitschaft höher, die Fehlzeiten geringer.

        Die von Ihnen angesprochenen Fragen möchte man mit einer neuen Art von Schule beantworten, die mehr einem Therapiezentrum als einer Bildungseinrichtung gleichen soll. Damit mag man die Kinder und Jugendlichen durch die Schulzeit bringen, nur wie Sie selbst sehen, sind diese dann für den Ausbildungsmarkt mit seinen Anforderungen in einer immer globalisierteren Welt mit einem enormen wirtschaftlichen Konkurrenzdruck aus dem Ausland nicht mehr geeignet.

        • „Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder.“

          Wie üblich von Ihnen: Sanktionen, Bringschuld, Druck – und irgendwann mal dann ein bisschen Förderung auf Nachfrage.

          „Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser“ – stimmt schlicht nicht. Gejammert wird seit Jahrzehnten, eigentlich seit Jahrtausenden: „Kritik an der Leistungsfähigkeit der Jugend hat eine lange Tradition: Schriftlich lässt sie sich bis in die Zeit der Sumerer zurückverfolgen.“ Gerne hier nachlesen (Buch von 2012, bezeichnenderweise immer noch aktuell): https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-klischee-mangelnde-ausbildungsreife-8158.htm

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • „Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder.“ (Rüdiger Vehrenkamp)

            • Wie üblich von Ihnen: Sanktionen, Bringschuld, Druck – …

            Ich bin ja selten mit Rüdiger Vehrenkamp einer Meinung!
            …nur scheint vieles in unseren Schulen – ohne „Sanktionen, Bringschuld, Druck“ – nur eingeschränkt zu funktionieren…Warum wohl?
            Und da kann die „Redaktion“ noch so sehr anderer Meinung sein!

            Jede KuK kann den SuS (fast) alles beibringen – nur eines nicht: WOLLEN!
            Und das komplette „Chill – mal“ – Paket, das aus – Motivation ohne Ende – für „das WOLLEN“ zu bestehen scheint, ändert bei (leider zu) vielen Jugendlichen nichts!

            Wie schreibt „Katze“:
            Nun ja, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen immer häufiger zum Nebenschauplatz zwischen Wohlfühlpädagogik, Resilienztraining und der Debatte um Chill-Räume an Schulen werden,(…) …sieht inzwischen jeder zweite Betrieb gravierende Defizite bei den Grundkompetenzen von Bewerbern.

            Im Übrigen erledigen auch die meisten Erwachsenen ihr Alltagsgeschäft
            ( zB Beruf, Haushalt, Kindererziehung) nicht ohne „Sanktionen (kann auch passieren), Bringschuld, Druck“!
            Wann sollen die Ausbildungssuchenden lernen, dass das Leben kein Ponyhof sein wird? Wenn sie alt und grau sind?

          • „„Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser“ – stimmt schlicht nicht.

            So? Warum beklagen dann Universitäten und Firmen unisono immer schlechtere Skills von Schulabgängern? Wieso werden die Pisa-Ergebnisse immer schlechter? Weil die Förderung immer schlechter wird? Oder weil jeder erwartet, dass andere Menschen für einen die Probleme lösen? Vor 30 Jahren gab es all die heute bekannten Fördermaßen gar nicht, dennoch waren wir sicherer in Rechtschreibung und den Grundrechenarten, als die Kids heute. Vergleichen Sie einfach mal ein Matheheft einer 7. Klasse von heute mit einem Matheheft einer 7. Klasse der 80er oder 90er Jahre. Sie werden ganz eklatante Unterschiede bemerken.

            Dass die Alten über die Jungen schimpfen, klar, das ist ein alter Hut. Die Gen Z, die aktuell mit ihren Forderungen durch die Städte zieht, zeigt jedoch in der Tat weniger Leistungen als die Generationen vor ihnen. Gerne hier nachlesen:

            https://www.focus.de/familie/gen-z-ist-nicht-dumm-sozialforscher-erklaert-tiefgreifenden-wandel_a70299cf-06de-4d42-876d-003b1992d079.html

          • Sie zeigen weniger Leistungen, die Erwachsene von ihnen erwarten – dafür andere (wie Sie dem von Ihnen verlinkten Artikel entnehmen können).

            Und wahrscheinlich tun sie, zumindest in Teilen, auch gut daran. Denn ihre Welt ist eine fundamental andere.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Dann bekommen sie auch weniger Leistungen als sie selbst erwarten. Content zu createn bringt keinen Mehrwert.
            So einfach ist das.
            Und „daran gut zu tun“, sich also schmollend oder demonstrierend in die Ecke zu begeben, ebenso nicht. Sie werden lernen, dass sie leisten müssen, um zu fordern- oder Boomer haben, die das bereits taten und die sie beerben können.

          • Streichen Sie das Wort „Erwachsene“ und ersetzen Sie es durch „Ausbildungsbetriebe“, die für ihre Investition in die Ausbildung Soft Skills wie gutes Benehmen, Pünktlichkeit und Durchhaltevermögen völlig zurecht erwarten. Außerdem sollten die Azubis nach 10+ Jahren Schule doch zu gewissen Dingen in der Lage sein (Textverständnis, Grammatik/Satzbau, Grundrechenarten, Dreisatz, Aufbau einer Demokratie etc.). All das ist nicht mehr der Fall.

            Zusätzlich werden diese Betriebe inzwischen als „Ausbeuter“ geframed und wer einen simplen 9-to-5-Job hat, gilt nach den Aussagen einiger Influencer auf den sozialen Medien ohnehin als „uncool“. Die soziale Grundsicherung gilt bei einigen Abgängern daher als lohnenswerte Alternative. Warum soll man sich denn für einen Betrieb krummbuckeln? Warum sollte man für sein Land einen Wehr- oder Ersatzdienst ableisten?

            Sie haben recht, die Welt ist eine fundamental andere – sie ist vor allem viel egoistischer geworden, wo die Bedürfnisse des Einzelnen höher wiegen als die der Gemeinschaft. Immer mehr Jugendliche verlernen das Aushalten, das Warten, sie kennen es von den sozialen Medien, dass sich Dinge sofort ändern müssen, sobald Langeweile auftritt – dort klappts mit einem Wisch nach oben. So funktioniert die Realität aber nicht.

          • „Sie ist vor allem viel egoistischer geworden, wo die Bedürfnisse des Einzelnen höher wiegen als die der Gemeinschaft.“

            Das macht wer wohl den Jungen vor?

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Wir – weil wir sie pampern und ihre Bedürfnisse sofort befriedigen. Dinge wie Fleiß, Anstrengung, Leistungsbereitschaft und Disziplin wurden die letzten Jahre mehr und mehr negativ ausgelegt. Schule soll nur noch Spaß machen… Sie haben recht, diesen Schuh muss meine Generation sich wahrlich anziehen.

        • Die grösste Utopie im an Utopien beileibe nicht armen Bereich „Pädagogik“ ist die, das (echtes, zivilisationsrelevantes) Lernen mit „Spaß“ und ohne Anstrengung gehen könnte.
          „Abba Kindaaaahh lernen doch auch spiiiieeeelerisch!“.

          Damit ist es wie mit „Abnehmen und weiter essen wie immer!“ oder „Muskelaufbau ohne Schwitzen!“ – es geht entweder gar nicht oder (mit deftigen chemischen Helferlein) um den Preis massiver, gefährlicher Spätfolgen.

          Vergessen Sie es – die „wahren Gläubigen“ kann man nicht überzeugen.
          Bevor nicht (siehe oben: Spätfolgen) wirklich jedes komplexe Produkt/Dienstleistung aus USA, China, Asien kommt (und alles mit harter, schmutziger Arbeit auch) und damit der Wohlstand weg ist…sind solche Leute nicht zu überzeugen. Vergebliche Liebesmühe – es muss erst scheppern.

          • …oder die bessere Alternative: man nimmt denen den Einfluss und setzt dann alles entgegen ihren Willen durch. Anders hatten die das ja auch nicht gemacht.

      • Die ewige Leier gegen die Argumente früherer Erfahrungen. Kann man vielleicht mal, was gut gelaufen ist (nein, „früher“ lief nicht alles gut). anerkennen und für die jetzigen Zeit in Teilen als Denkanstoß nehmen?

        • Was ist denn gut gelaufen (wenn man sich Deutschland aktuell so anschaut)?

          Aber bitte Fakten, nicht dauernd unbelegte Behauptungen.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Dass man z.B. in einem Land lebt, in dem man sich über alles beschweren, alles kritisieren, alles schlechtreden, alles beserwissen darf und trotzdem alle (auch materielle) Vorzüge genießen darf.
            Brauchen Sie dafür Belege?

          • Stimmt, in der Vergangenheit war alles in Wirklichkeit viel schlechter. In Deutschland ist noch nie irgendwas gut gelaufen. Das behaupten nur irgendwelchen Leute, meist ältere, die sowieso keine Ahnung haben und nur anekdotenhafte Erinnerungen vorbringen, so dass man sie nicht ernst zu nehmen braucht bzw. zurecht beschimpfen darf.
            Und der Beweis dafür ist, dass ja schon die Sumerer über ihre Jugend gejammert haben.//

            Fakten sind schwierig, wenn man daraus Güte ableiten will.
            Zahlen bedürfen immer der genauen der Einordnung. Und die Einordnung darf nicht von Einzelnen mit bestimmter Agenda, sondern muss von Vertreter*innen verschiedener Ausrichtungen (damit sind explizit keine Vertreter*innen kommerzieller Anbieter gemeint!) erfolgen, damit ein einigermaßen ausgewogenes Bild entstehen kann.

          • Der Rückgang der Geburtenzahlen, die Einkünfte von Vermietern durch Verknappung des Wohnungsmarktes, die Entwicklung des Rentenniveaus, dass vielen Älteren frische Luft beim Flaschensammeln ermöglicht, steigende Lebensmittelpreise, die zu geringerer Abnutzung der Gebisse führen etc.

            Wer nix zu kauen hat, braucht auch keine neue Prothese – womit die Krankheitskosten reduziert werden. Und da Erdbestattungen für die meisten unerschwinglich sind, wird der Platzbedarf für Friedhöfe bei der Flächennutzung signifikant kleiner.
            Also alles läuft prima anno Merz – leider bergrunter und rückwärts, aber aus ökologischen Gründen und wegen der Spritpreise zufuß:)

          • Deutschland ist viiiiiieeeel bunter geworden.
            Man kann sich jetzt selbst aussuchen, ob man Männlein, Weiblein oder irgendwas dazwischen sein will.
            Und sprachlich sind wir viiiiieeeel sensibler geworden.
            Keiner sagt mehr Z…….schnitzel, ohne rot zu werden.

          • … und Homosexualität steht nicht mehr unter Strafe und Frauen müssen nicht mehr ihre Ehemänner fragen, ob sie arbeiten gehen dürfen. Und man darf sogar schwachsinnige Posts anonym absetzen, ohne Angst vor Stasi oder Gestapo haben zu müssen.

            Nennt man Fortschritt.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

    • Zweistündigen Powernap am Morgen im Snoozleraum, mit Hausschuhen durchs Lernatelier zur Chillout-Ecke wandeln. Super! Das Leben kann so schön sein. Das alles entgeht mir und meinen KuK an unserem Gymnasium (zum Glück) noch.

      Zwinker- und Abwinkersmiley!

    • „Schulen kamen die letzten Jahre immer mehr davon weg, schlechte Leistungen auch als schlechte Leistungen zu bewerten. Entsprechend sind die Noten im Zeugnis oft nicht mehr aussagekräftig für die Betriebe.“

      Nein, nicht „Schulen“, sondern eine ganz bestimmte Art von Schulen…

      Wer bei uns (Gymnasium) die Schule vor dem Abitur verlässt, hat KEINE Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden…

      Wer aber zu uns mit dem entsprechenden Abschluss einer anderen Schulform nach der 10. Klasse kommt, scheitert in der Regel in der gymnasialen Oberstufe trotz „guter“ Noten in Klasse 10…

  5. „Besonders schwierig war die Besetzung nach Angaben der BA in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen sowie im Berufskraftverkehr.„

    Laut Meldungen der IHK werden bei uns im IHK-Bezirk im Bereich HoGa bereits über 40% der Ausbildungsplätze mit jungen Menschen aus Vietnam besetzt. Auch Bäcker und Metzger stünden ohne diese jungen Menschen oft ohne Azubi da. Laut IHK sind trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Sprache auch die Erfolgsquoten beim Berufsabschluss gut, die Abbrecherquote minimal.

    • Das ist ja das gute an den Personalmaßnahmen von VW. Die Entlassenen müssen ja größtenteils nicht mehr umgeschaltet werden, um als Fleischer oder Bäcker zu arbeiten.

    • Als Bäcker und Metzger hat man eben nicht nur kein Homeoffice, in solchen Berufen muss man auch früh austehen und am Wochende arbeiten. Und für TikTok und Co. taugen die auch nichts für einen Nebenjob als Influencer…

      • Omg die Teiglinge am Vorabend in den Ofen und den dann vom Bett aus starten. Wo ist das Problem?
        Und bei den vielen Vegetariern lohnt sich eh keine Metzgerei. Also keep calm and carry on

    • Ein großes Problem im Handwerk ist, dass zu wenig Frauen dort einen Beruf ergreifen wollen bzw. schnell wieder aufhören. Das hängt auch mit dem Jargon, keine getrennten Umkleiden (Maler), Sexismus etc. zusammen. Ist schon ein Problem, wenn fast 50 Prozent der möglichen Auszubildenden nicht zur Verfügung stehen. Die Frauen, die dabei bleiben, die müssen sich oft echt durchbeißen, bzw. wechseln zwischendurch den Betrieb.
      Wir haben tatsächlich auch viele Vietnamesen. Manche haben sogar in Vietnam studiert, aber trotzdem sind sie da laut eigener Aussage perspektivlos. Die können fachlich halbwegs mithalten. Sagt natürlich auch einiges über das Studium in Vietnam aus. Die Sprache fällt den meisten aber echt schwer und viele bleiben auch eher unter sich. Ist ähnlich wie bei den Marokkanern.

  6. Leider sind manche Ausbildungsbetriebe auch so (Anmerkung: übertrieben):

    Anforderungen – 18 Jahre alt, mindestens zehn Jahre Berufserfahrung, Abschluss am besten 1,0 Abitur, muss alles können, muss fünf Sprachen fließend in Wort und Schrift (Deutsch außen vorgenommen) können, und ja nicht auf eine Mitelschule gegangen sein, das ist ein No-Go

    • Naja, das mit den 18 Jahre ist verständlich, da viele Betriebe mit den Jugendschutz-Bestimmungen nicht mehr klar kommen, insbesondere, wenn es kleinere Betriebe sind. Das fällt dann eher in den Bereich Überbürokratisierung.

    • Das ist so nicht wahr und widerspricht der Tatsache, dass viele Ausbidlungsbetriebe immer noch händeringend nach Azubis suchen. So höre ich das jedenfalls von unseren ortsansässigen Betrieben.
      Und die Forderungen, die die Azubs manchmal stellen, lassen einem die Haare zu Berge stehen. Man bekommt das Gefühl, dass immer mehr junge Leute es darauf anleben, statt Ausbildung Bürgergeld zu bekommen. Das geht in der Form natürlich nicht in die Statistik ein.

      • Ich kenne auch eine Menge Betriebe, die „händeringend“ Azubis suchen.

        Unsere Stadt ist nicht so groß, mit gemütlich schnurrendem Motor habe ich mal meine persönliche Stichprobe gemacht:
        – wie groß ist das „bescheidene Einfamilienhaus“ des Chefs?
        – welche Autos, besonders Mercedes & Cayennes – und wie viele davon- stehen davor?
        Wer bei uns seine Arbeiter wie bezahlt weiß jeder…

        Umgekehrt haben wir (nrw-untypisch) auch diverse mittelständische Industriebetriebe.

        Kooooooomischerweise haben die mal so garkein Problem damit, Azubis zu bekommen, trotz Schichtdienst & Co. …

        … auch diverse Handwerksbetriebe verzeichnen null „Anwerbeprobleme“…

        … woran kann es wohl liegen?

        Tipp fürs Ratespiel: Obstkorb vom ALDI, Sprudelwasser und frech sogar von Lehrlingen verlangte unbezahlte Überstunden sprechen sich rum…und der Zweitporsche der Cheftochter will halt auch rausgepresst werden aus der Belegschaft.

        Aber klar, Schule ist schuld.

        „Hmmh-hmmh, jawoll, Frau Hauptmann, Schulen schuld, jawoll!“
        /Telefonhörerauflegen
        „Ist klar!“
        *Türknall*

    • Das war in den 1980er Jahren nicht anders- die bösen Boomer haben sich arrangiert, nach der Decke gestreckt und angepackt.

  7. In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, da müssen die Ausbildungsbetriebe selbst schauen, dass ihre Lehrlinge was können. Was sollen wir Pädagog*innen denn noch alles leisten? Ausserdem ist es ja nicht sehr viel was ein Lehrling im Handwerk können muss.

    • Zu Zeiten mit Lehrlingsüberschuss waren viele Betriebswirte sehr gut darin, kurz und knapp auf „Angebot zu Preis gleich Nachfrage“ hinzuweisen.

      Was ja auch stimmt.

      Nur wenn es mal UMGEKEHRT läuft, also der normale kleine Mann mal profitieren müsste als Anbieter von Arbeitskraft am Markt – dann ist das alles andere (z.B. moralisches Versagen, politische Gefahr, Klimawandel/Trump/Putin/Erdogan schuld usw. usf.) ausser ein schlichtes „Allokationsproblem am Markt“.

      Schon komisch, wie das so läuft.

      Ich bin gespannt darauf was abgeht, wenn die unteren ca. 20-30% Lohnempfänger in abhängiger Beschäftigung ohne side hustle mal durchrechnen und zur Schlussfolgerung kommen, dass sie im Vergleich zu Hartz4 für grob 1,50 Eurodollar/Stunde arbeiten gehen, TROTZDEM Vollzeit ranmüssen UND keinerlei Rente kriegen werden…

    • „Ausserdem ist es ja nicht sehr viel was ein Lehrling im Handwerk können muss.“

      Dann dürfte es ja überhaupt kein Problem sein, das wenige benötigte Wissen den Betreffenden bereits in der Schule beizubringen und noch viel mehr als dieses Minimum obendrauf. Ansonsten wären Schulen… oh, Moment mal!

  8. Die meisten heutzutage wollen eine 4Tage- Woche
    Work-Life-Balance , Gleitzeit aber bitte nur bis 14.00 Uhr an der Arbeit anwesend sein . Die Boomer mussten noch arbeiten für Ihr Geld , aber der Neid und die Missgunst ist schon erbärmlich.
    Einfach mal aus dem Quark kommen und nicht so hohe Ansprüche stellen . Es gibt genug Lehrstellen aber es kann halt nicht jeder im Internet Werbung für die verschiedensten Sachen machen .

    • Genau unser Humor: Friedensdividende, politische Stabilität, eine (zumindest im Westen) ausgebaute Infrastruktur, billige fossile Energie, eine günstige Demografie und eine vom Globalismus extrem profitierende Exportwirtschaft – alles verfrühstücken und dann den Kindern zurufen, Sie sollen mal aus dem Quark kommen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Nachkriegszeit, Kalter Krieg, geteiltes Deutschland, Ozonloch, Deutscher Herbst, Tschernobyl, geschlossene Grenzen… Tun Sie doch nicht immer so, als hätten die letzten Generationen im Land von Milch und Honig gelebt.

        Wenn die Jugend was verändern möchte, muss sie einfach mehr tun, als auf den Straßen Forderungen zu stellen. Vereine sterben aus, weil sich der Nachwuchs zu wenig engagiert, immer mehr Schülern ist ein Abschluss schlicht und ergreifend egal, Aufgaben lässt man die KI machen, anstatt sich selbst zu bemühen und immer weniger Kinder nehmen Bücher in die Hand, weil Lesen ja anstrengender ist, als auf TikTok das nächste Video herbeizuwischen. Das ist genau mein Humor. Was diese ganze digitale Welt mit sozialen Medien und KI an Ressourcen frisst, ist bei den Klagen über Umweltschutz dann auch plötzlich zweitrangig.

        Glaubt die Jugend, die Welt verändert sich FÜR sie oder DURCH sie? Auch hier unterscheidet sich die Gen Z von den vorherigen Generationen: Sie besticht durch Wehklagen und sucht Verantwortliche, anstatt das Ruder in die Hand zu nehmen. Was sie auch nicht verstanden hat, ist, dass Wohlstand erwirtschaftet werden muss und nicht vom Himmel fällt. Welches System solls denn künftig genau werden, wenn die Demonstranten skandieren, dass ein Wechsel nötig wäre? Konrektes hört man da nicht. Da fordert man gerne die 4-Tage-Woche, ohne jemals fünf Tage am Stück wirklich gearbeitet zu haben.

        Es ist super für bessere Bildung auf die Straße zu gehen, ich bin auf jeden Fall dafür, marode Schulen endlich zu sanieren, mehr Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter einzustellen und Ganztagsangebote auszubauen. Aber: Die Jugendlichen müssen bereits vorhandene Ressourcen auch nutzen. Dazu gehören unter anderem ein regelmäßiger Schulbesuch ohne Schwänzen, ein pfleglicher Umgang mit den ihnen zur Verfügung gestellten Lehrmitteln und Einrichtungen, das Erledigen von Aufgaben, ohne diese von der KI machen zu lassen, das Lesen von Büchern und das Ausbleiben von Unterrichtsstörungen.

        Als Vater zweier Kinder kenne ich diverse Forderungen. Auf einige gehe ich im Privaten natürlich auch ein. Aber meine Frau und ich machen unseren beiden immer klar, dass einem Dinge nicht geschenkt werden, sondern erarbeitet werden müssen. Selbst.

        • „Nachkriegszeit, Kalter Krieg, geteiltes Deutschland, Ozonloch, Deutscher Herbst, Tschernobyl, geschlossene Grenzen“ – was davon, Nachkriegszeit ausgenommen (die aber die Boomer nicht mehr betroffen hat), hat irgendwie das immer wohlständigere Konsumleben in Westdeutschland tangiert? Ach ja, Spraydosen mit Treibhausgasen waren irgendwann tabu.

          Daraus ein tragisches Generationen-Epos zu machen, wird schwer.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

      • Wir tauschen uns hier über tägliche Erfahrungswerte aus. Der Großteil meiner Abschlussschüler/innen ist kaum belastbar, egoistisch und zugleich fordernd. Ich mag sie trotzdem, aber diese Erfahrungen macht nun mal der Großteil der Lehrkräfte. Parallel dazu nimmt man das neueste I-Phone gerne mit, Markenschuhe und die vom Amt bezahlte Klassenfahrt. Wir Lehrkräfte reißen uns jeden Tag den Hintern auf, aber das „Wollen“ ist nicht gegeben, pennt man eben auf der Schulbank. Die Herkunft spielt hier keine Rolle. Wir hatten mehr Biss und konnten uns temporär unterordnen. Vom ersten Ausbildungsgehalt waren damals auch keine großen Sprünge nötig. Kinder müssen aus dem Quark kommen, uns hat auch keiner durchs Leben getragen (hat nicht geschadet).

    • Warum GENAU sollten junge Menschen das tun?

      Im weitesten Sinn (auch unbewusst) „fürs Vaterland“ entfällt heutzutage. Das wurde abgeschafft. Auch von den Boomern.

      Wenn Sie Arbeitsstunden wollen – bezahlen Sie die.
      Wenn Sie Einsatz von echten Fachkräften wollen und die auch beim arbeiten mitdenken sollen – bezahlen Sie die VERNÜNFTIG.

      Schon lösen sich 90% der „Faaaaacharbeitermaaaaangel“(-Lügen) in Luft auf.

      Das erkennen Sie schon daran, dass Sie selbst als Laie mit einem Internetklick richtig gute Handwerker zu Ihrem Privathaus teleportieren können.
      Es ist ein Wunder: Sobald der Preis stimmt und man nicht zu versnobt auftritt – keine 48 Stunden später steht die ganze Truppe im Anschlag.

      Muss nur der Preis stimmen und man normal mit denen reden.

    • Da haben Sie einen echten Punkt. Die Boomer haben tlw. noch mit 14 Jahren die Volksschule verlassen und mit einer lehre begonnen. Erst die späteren Jahrgänge kamen durch Verlängerung der Schulzeit mit ca. 16 auf den Ausbildungsmarkt. Das Bestreben dieser Jahrgänge ist es gewesen, die Wochenarbeitszeit zu reduzieren – womit ich ausdrücklich nicht die TZ-Beschäftigung meine – und möglichst früh und abschlagsfrei in Rente zu gehen. Das Work-Life-Ballance-Modell der Boomergeneration.
      GenZ hingegen strebt dafür die Work-Life-Ballance während der aktiven Phase an.

      Das schmeißt natürlich das Umlagesystem der GRV über den Haufen, da die Reduzierung der Wochenarbeitszeit natürlich die Situation der Sozialabgaben beeinflusst.

  9. Na dann kommt mal in die Berufsschule und schaut euch an, was Mittel- und Realschule oder auch die Gymnasien so abliefern.
    Rechtschreibung? Satzbau?
    Selbstständiges Arbeiten?
    Einen Ordner selbstständig anlegen und halbwegs sauber führen?

    Hab manchmal den Eindruck, dass wir hier 17-jährige Zweitklässler mit mittlerem Schulabschluss sitzen haben. Achso: hab ganz vergessen, dass es ja auch Eltern gibt, die den Kids beigebracht haben, dass Worte wie „Bitte, danke, guten Morgen“ auf dem Index stehen

  10. Ist das Schulsystem schlecht? Ja.

    Aber das Grundproblem beginnt bei dem meisten Schülern: kein Biss, kein Leistungswille, immer andere für das eigene Versagen verantwortlich machen, und um Gottes Willen nichtl zurückstecken und Opfer bringen.
    Man will alles und zwar gleich. Wenn das nicht geht, wird sich beschwert.

    Ein Professor, den ich kenne,.und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin erzählen mir, was sie alles erleben. Beschwerden, weil Praktika mittags sind oder weil Fachtexte „niemand verstehen würde“, wer „schreibt denn auch so“, sind nur einige der skurillen Anekdoten

  11. Die Gesellschaft und Politik hat bestellt, die Schulen geliefert! Lebt damit.

    Aber:
    es gibt genügend, die lernwillig sind, aber von verhaltenskreativen Kindern daran gehindert werden.
    es gibt Erziehende, die ihren Kindern alles aus den Weg räumen, womit diese nicht lernen, die Konsequenzen für ihr Handeln zu tragen.
    die Bildungspolitik hat die Schwerter der Erziehung in den Schulen verstumpfen lassen und Angst vor den Eltern, die die Erziehung outsourcen.

    Bitte ergänzen, wenn etwas fehlen sollte.

    • Ich ergänze:
      Die Bildungspolitik hat die Schwerter der Erziehung in den Schulen verstumpfen und die fachlich ernsthafte tiefgründige Bildung versumpfen lassen und Angst vor den Eltern, die die Erziehung outsourcen, forciert seit Jahrzehnten die Strategie, Fachlehrer zu zahnlosen Erziehungsgehilfen und noteninflationierenden Lernbegleitern zu degradieren.

      „Die Gesellschaft und Politik hat bestellt, die Schulen geliefert! Lebt damit.“
      Richtig!
      Aber die Bestellungen hören nicht auf. Viele Lehrer und Erzieher im Lieferservice haben den Kanal getrichen voll.

Kommentar schreiben

Bitte gib einen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen ein

wpDiscuz
Die mobile Version verlassen