DÜSSELDORF. Düzen Tekkal, Maja Göpel, Almuth Schult, Jutta Allmendinger und Christoph Kramer: Der Deutsche Schulleitungskongress bringt vom 12. bis 14. November 2026 wieder Menschen nach Düsseldorf, die Schule aus unterschiedlichen Perspektiven weiterdenken. Als Kern des Schul-Summits verbindet der DSLK hochkarätige Fortbildung mit dem Austausch zwischen Schulleitungen, Schulträgern und Schulaufsichten. Im Jahr seines 15-jährigen Bestehens stärken zudem fünf neue Bildungspartner sein Netzwerk.

Wer eine Schule leitet, muss täglich Entscheidungen treffen, Menschen zusammenbringen und Veränderungen gestalten. Zwischen Personalengpässen, Unterrichtsentwicklung, Elterngesprächen und Digitalisierung bleibt dabei oft wenig Gelegenheit, neue Ideen zu entwickeln und die eigene Führungsarbeit zu reflektieren. Genau diesen Freiraum eröffnet der Deutsche Schulleitungskongress: Vom 12. bis 14. November 2026 wird das Congress Center Düsseldorf zum Treffpunkt für schulische Führungskräfte, die Impulse für ihre Schule suchen und sich mit anderen über gelungene Lösungen austauschen möchten.
Seit 15 Jahren bringt der DSLK Schulleitungen unterschiedlicher Schulformen zusammen. Seine Stärke liegt in der Verbindung von Fortbildung und persönlicher Begegnung: Wissenschaftliche Erkenntnisse treffen auf Erfahrungen aus dem Schulalltag, neue Konzepte auf die Fragen ihrer praktischen Umsetzung. Das Jubiläumsprogramm bietet dafür eine breite Auswahl an Keynotes, Praxisforen, Workshops, Masterclasses und Intensivseminaren.
Sechs neue Bildungspartner erweitern das Netzwerk
Zum Jubiläum wächst auch das Netzwerk hinter dem Kongress. Mit dem Allgemeinen Schulleitungsverband Deutschlands (ASD), die Bundesdirektorenkonferenz Gymnasien (BDK), dem Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB), dem Bundesverband Reale Bildung (BVRB), dem Deutschen Philologenverband (DPhV) sowieder Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) engagieren sich sechsbedeutende Organisationen als neue offizielle Bildungspartner.
Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen, schulische Perspektiven und bildungspolitische Positionen ein. Gemeinsam mit ihnen will der DSLK den Dialog über die Zukunft von Schule intensivieren. Geplant ist unter anderem ein Verbändebeirat, der den Austausch über aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Handlungsansätze fördern soll.
„Bildung braucht mehr denn je Vernetzung, Dialog und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, betont Udo Beckmann, Leiter des Programmbeirats. Gerade für Schulleitungen bietet ein solches Netzwerk einen besonderen Wert: Es verbindet die Erfahrungen vor Ort mit einem bundesweiten Austausch über gute Führung und wirksame Schulentwicklung.
Demokratie stärken und Zukunft gestalten
Wie können Schulen jungen Menschen Orientierung geben und demokratisches Miteinander erfahrbar machen? Diese Frage greift die Menschenrechtsaktivistin, Politologin und Journalistin Düzen Tekkal auf. Ihre Keynote am 12. November trägt den Titel „Mut zur Haltung – Warum Schulen Demokratieorte sein müssen“. Damit setzt bereits der Intensivtag einen Akzent für alle, die Schule als Ort gelebter Werte und gesellschaftlicher Verständigung gestalten wollen.
Am 13. November richtet die Politökonomin und Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel den Blick auf „Schulen als wichtige Räume in verrückten Zeiten“. Sie beleuchtet, wie Schulen angesichts gesellschaftlicher Umbrüche Orientierung und Handlungsfähigkeit fördern können. Ihre Perspektive verbindet Nachhaltigkeit mit Selbstwirksamkeit, Zusammenarbeit und der Frage, wie junge Menschen lernen, Zukunft mitzugestalten.
Was erfolgreiche Teams ausmacht und wie Bildung Chancen eröffnet
Einen Perspektivwechsel verspricht Almuth Schult. Die ehemalige Fußballnationalspielerin und TV-Expertin kennt die Herausforderung, unterschiedliche Persönlichkeiten unter hohem Erwartungsdruck zu einem erfolgreichen Team zusammenzuführen. In ihrer Keynote „Teamerfolg als oberstes Ziel“ geht es um den Umgang mit Dissonanzen – und damit um eine Führungsaufgabe, die auch Schulleitungen bestens kennen. Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und das gemeinsame Ziel stehen im Mittelpunkt.
Die Bildungssoziologin Prof. Dr. h. c. Jutta Allmendinger widmet sich unterdessen einem zentralen Thema der Schulentwicklung: Bildungsarmut und sozialer Segregation. In ihrem Praxisforum nimmt sie die Wirksamkeit des Startchancenprogramms in den Blick. Für Schulleitungen eröffnet sich damit die Gelegenheit, eines der wichtigsten bildungspolitischen Programme mit einer profilierten Wissenschaftlerin zu diskutieren.
Auch Christoph Kramer gehört zum Programm. Der Fußballweltmeister und Autor engagiert sich beim DSLK für ökonomische Bildung. Unter dem Titel „Anpfiff für Finanzbildung“ greift seine Masterclass die Frage auf, warum ökonomische Bildung in jedes Klassenzimmer gehört. Zudem beteiligt er sich am Panel „Finanzwissen, Demokratie, Zukunft“. Damit rückt ein Thema in den Fokus, das unmittelbar an die Lebenswelt junger Menschen und ihre Möglichkeiten zur selbstbestimmten Lebensgestaltung anknüpft.
Rund 90 Programmpunkte für den Führungsalltag
Die genannten Highlights sind nur ein Ausschnitt aus einem umfassenden Angebot: Rund 90 Programmpunkte – von Keynotes über Workshops und Praxisforen bis zu Masterclasses und Intensivseminaren – eröffnen vielfältige Möglichkeiten, die eigene Führungsarbeit weiterzuentwickeln. Die Teilnehmenden stellen sich ihr persönliches Kongressprogramm zusammen und wählen gezielt die Themen, die ihre Schule voranbringen.
Wie lassen sich Veränderungsprozesse steuern? Was hilft bei Konflikten im Kollegium? Wie gelingt gesunde Führung? Und welche Rolle kann Künstliche Intelligenz für Unterricht und Schulentwicklung übernehmen? Neben den prominenten Stimmen bietet der DSLK zahlreiche Gelegenheiten, an konkreten Fragen der eigenen Schule zu arbeiten.
Fachforen widmen sich unter anderem digitaler Schule und KI, dem Startchancenprogramm, zeitgemäßen Lernorten sowie ökonomischer Bildung. Das Forum Digitale Schule und KI richtet sich auch an Digitalisierungsbeauftragte und diejenigen, die Schulleitungen bei der Konzeptentwicklung unterstützen. Es greift die Auswirkungen von KI auf Lehren, Lernen und Leistungsbeurteilung auf. So können Schulen gezielt Expertise für ihre nächsten Entwicklungsschritte aufbauen.
Nachhaltige Schulentwicklung auf der Bühne
Ein besonderer Höhepunkt am 13. November ist die Verleihung des DSLK-SchulpreisesBildung für nachhaltige Entwicklung. Fünf Schulen werden ausgezeichnet und erhalten jeweils 10.000 Euro für ihre Nachhaltigkeitsprojekte. Der von SIGNAL IDUNA gestiftete Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Er macht sichtbar, wie Schulen nachhaltige Entwicklung im Schulalltag verankern – und würdigt das Engagement der Menschen, die solche Veränderungen voranbringen.
An die Preisverleihung schließt sich die Keynote von Claudia Kleinert an: „Von Wetterextremen zu Zukunftschancen – Was wir heute lernen müssen, um morgen zu bestehen“. Die bekannte Wettermoderatorin verbindet Klima- und Zukunftsfragen mit der Bedeutung von Bildung. Im Mittelpunkt steht, wie aus Wissen Handlungskompetenz wird und wie Schulen Mut, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein fördern können.
Kontakte knüpfen und Ideen mitnehmen
Zum DSLK gehört auch die Gelegenheit, Gespräche jenseits des offiziellen Programms fortzuführen: nach einem Vortrag, beim gemeinsamen Kaffee oder in der begleitenden Ausstellung. Wenn Schulleitungen aus verschiedenen Bundesländern und Schulformen zusammenkommen, werden andere Wege sichtbar, mit vertrauten Herausforderungen umzugehen. Aus einer solchen Begegnung kann eine Idee für die nächste Teamsitzung entstehen – oder ein Kontakt, der auch nach dem Kongress weiterhilft.
Das macht den DSLK zu einer lohnenden Investition in die eigene Führungsarbeit: Die Teilnehmenden gewinnen fachliche Anregungen, erweitern ihr Netzwerk und nehmen neue Perspektiven für die Entwicklung ihrer Schule mit.
Teil des Schul-Summits
Der DSLK ist Teil des Schul-Summits, der den Deutschen Schulleitungskongress, den Deutschen Schulträgerkongress und den Deutschen Schulaufsichtskongress unter einem Dach vereint. Hier begegnen sich Schulleitungen, kommunale Entscheidungsträger und Schulaufsichten, um Erfahrungen auszutauschen, Lösungen zu diskutieren und gemeinsame Vorhaben anzustoßen. Das eröffnet kurze Wege zwischen denjenigen, die Schule pädagogisch gestalten, ihre Ausstattung finanzieren und ihre Entwicklung begleiten – und schafft wertvolle Kontakte für Veränderungen vor Ort.
Der Deutsche Schulträgerkongress und der Deutsche Schulaufsichtskongress finden jeweils am 12. und 13. November 2026 statt. Der Deutsche Schulleitungskongress läuft vom 12. bis 14. November 2026, mit dem Intensivtag am Donnerstag und dem Hauptkongress am Freitag und Samstag. Veranstaltungsort ist das Congress Center Düsseldorf.
Programm, Informationen und Tickets: www.deutscher-schulleitungskongress.de
Dies ist eine Pressemitteilung der FLEET Events GmbH.