
Der Bevölkerungsrückgang in Thüringen ist aus Sicht eines Experten kaum aufzuhalten. «Auf die Schnelle kann man da nichts machen», sagte der Leiter der Serviceagentur Demografischer Wandel, Olaf Zucht, am Rande der Thüringer Demografiekonferenz in Weimar. Man könne die Entwicklung nur positiv begleiten – etwa familienfreundlicher werden, aber auch weltoffener. «Weil wir auch auf Zuzug angewiesen sein werden.»
Thüringen hat seit längerem mit Geburten- und Bevölkerungsrückgang zu kämpfen. Erst im vergangenen Jahr war ein Geburtentief verzeichnet worden, für dieses Jahr erwartet das Statistische Landesamt einen neuen historischen Tiefstand. Die Geburtenrate brach so deutlich ein wie nirgendwo anders in Deutschland. Nach jüngsten Berechnungen des Landesamts verlieren Thüringens kreisangehörige Städte und Gemeinden in den nächsten 20 Jahren rund 236.000 Einwohner. Das sind 15 Prozent ihrer Bevölkerung.
Auf der Konferenz im Weimar berieten Experten in diesem Jahr vor allem zum Thema Barrierefreiheit. «Der Abbau von Barrieren im Alltag betrifft viele», sagte Zucht. Nicht nur Älteren, sondern auch jungen Familien sei geholfen, wenn etwa der ÖPNV auch die letzten Meter abdecke. Der Geburtenrückgang könne auch positive Aspekte haben, sagte Zucht – etwa könne sich durch weniger Kinder in den Schulen auch der Lehrermangel entspannen. News4teachers / mit Material der dpa
Kinderschwund: GEW warnt vor Teufelskreis, wenn deshalb bei Bildung gespart wird









Die KI wird so viele Jobs vernichten, da muss man das Arbeitsangebot nicht noch unnötig erhöhen. Massenarbeitslosigkeit stärkt extremistische Gruppen, wie auch schon Anfang der 1930er Jahren.
Die KI wird weder Alte pflegen noch Lieferdienste übernehmen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ist doch klasse, wenn noch ein paar Billigjobs übrig bleiben.
Pflegeroboter gibt es mittlerweile schon. Und was sollen die bereits hier lebenden Menschen arbeiten, deren Jobs wegrationalisiert werden?
Tja, da kommen die Schulen ins Spiel. Zum Glück haben wir dann mehr Lehrkräfte, um… achja, die werden ja weggespart 🙁
da irren sie aber
ESSEN AUF RÄDERN: Erster elektronischer Pizzabote rollt über die Bürgersteige von Berlin
Wie Roboter bei der Pflege helfen sollen. #japan #roboter #pflege #tagesschau #nachrichten
Davon unabhängig stellt sich die Frage, wieso weniger Einwohner unbedingt etwas schlechtes sein sollen.
Vielleicht sollte man einfach das Wirtschaftssystem, welches auf permanenten (exponentiellen) Wachstum basiert, überdenken und wieder sowas wie Daseinsfürsorge und Bedürfnisbefriedigung in den Fokus nehmen, statt Profitmaximierung und Reservearmee.
Evtl. besinnt man sich doch noch drauf, dass die Neoliberalen Denker auch ein bedingungslosen Grundeinkommen befürworteten.
Danke. Das finde ich genau richtig. Wieso sollen weniger Einwohner unbedingt etwas Schlechtes sein. Für die Natur wäre es ein Segen. Für das Klima vielleicht auch? Der beste Klimaschutz?
Und beruht das Wachstum der Einen nicht immer auch auf dem Schrumpfen der Anderen? Unser Wohlstand beruht nicht zuletzt auch auf der Armut der Dritten Welt.
Wenn Roboter das Essen austragen, wären Pflegekräfte nur noch sehr überlastet, nicht mehr vollständig. Würde ich als Entlastung gönnen.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegebedürftigen und (erfreulicherweise) das Lebensalter an. Weniger Arbeit wird es nicht, sofern die Pflegeeinrichtungen Klimaanlagen haben
Japan ist ein ebenfalls alterndes Land, dass bewusst auf Zuwanderung verzichtet hat. Auch dort werden noch Leute gepflegt und Lieferdienste verrichten Arbeit. Zusätzlich sind dort die Straßen sauberer als hier, der öffentliche Raum deutlich sicherer und die Japaner fühlen sich auch weiterhin wohl in ihren Städten
Ja, ganz toll: “Japans ergrauende Bevölkerung stellt das Land vor immense Aufgaben: Es droht der Kollaps der Sozialsysteme. Um den Archipel fit für die Zukunft zu machen, braucht es neue Wege. (…) Um die sinkende Erwerbstätigenzahl abzufedern und die Arbeitseffizienz zu steigern, fördert die Regierung den Einsatz von Maschinen und Robotertechnik. Zugleich soll die Erwerbsquote von Älteren und Frauen wachsen.” Gerne hier nachlesen: https://www.gtai.de/de/trade/japan/wirtschaftsumfeld/demografie-ist-bewaehrungsprobe-fuer-die-japanische-wirtschaft-955210
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Japan hat einen so starken Überschuss an Arbeitskräften, so dass ein großer Teil in prekären, schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen steckt. Das schwächt die Sozialsysteme dort.
Also hat Japan die gleichen Probleme wie Deutschland und reagiert auch genauso. Nur im Bereich der Migration sind sie deutlich zurückhaltender als wir.
Was die Probleme dort logischerweise verschärft… Herzliche Grüße Die Redaktion
Bald können Familien sich keine Altenpflege leisten können & werden ihre Angehörige selber pflegen müssen. Schon jetzt sind die Preise unverschämt hoch.
Wenn man keine gute Familien Politik macht und eine Wirtschaftskrise hat, kann man auch nicht auf mehr Nachwuchs hoffen.
Menschen, die nur noch digitale Medien bedienen können, aber ansonsten manuell total ungeschickt sind, aber auch nicht.
Zum Vögeln wird es hoffentlich noch reichen … (ich verzichte hier bewusst auf den RainerZufallSmiley) …
….. weniger Leute, mehr und größerer Wohnraum, höhere Löhne durch weniger Arbeitsmarktkonkurrenz, jeweils ein Einkommen reicht für den Lebensunterhalt, hierbei werden Pflegekapazitäten frei, Mehrgenerationenhäuser konstituieren sich, die Umwelt kann sich durch weniger Ressourcenverbrauch erholen, die Klimaziele werden erreicht ubd die wirtschaftliche Produktivität wird über Roboter gesichert, die vonneiner fantastischen KI gedteuert werden … alles wird wieder schön, weil “dörfliche Gemeinschaften” neu entstehen und stabiler sind – und das sogar in Städten … mit Ausnahme im Moloch Berlin … unsere Zukunft wird schön…
Hach, Utopia winkt aus der Ferne … und man hat endlich wieder Zeit und Kraft zum Vögeln….
… ist das nicht schön?
Und wer finanziert die über 20 Millionen Rentner*innen und Pensionär*innen, die es ab 2030 in Deutschland geben wird? Gerne hier nachlesen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/12/PD22_511_124.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Rentner selbst durch ihre Beiträge (was funktionieren würde, wenn der Staat seine Finger aus der Rentenkasse nehmen würde bzw. die Entnahmen für versicherungsfremde Leistungen vollumfänglich kompensieren würde), und die Pensionäre ebenfalls selbst, wenn die für die Pension vorgesehenen Altersrücklagen tatsächlich zurückgelegt und angelegt würden.
Ansonsten: Schneeballsysteme funktionieren nicht auf Dauer. Mehr jetzige Einzahler bedeuten mehr zukünftige Anspruchsberechtigte. Das Problem wird lediglich nach hinten verschoben.
Unser Planet ächzt jetzt schon unter der immer größer werdenden Biomasse Mensch. Ewiges Wachstum funktioniert halt nicht.
“Die Rentner selbst durch ihre Beiträge” – das Prinzip des Rentensystems in Deutschland ist ein anderes. Die Rentner haben mit ihren Beiträgen die Rentnergeneration vor ihr finanziert. Das Geld ist: weg. Nennt sich “Generationenvertrag”. Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17543/generationenvertrag/
Und was die versicherungsfremden Leistungen angeht: DDR-Bürger haben nie ins Rentensystem eingezahlt und bekommen trotzdem Rente – wollen Sie das infrage stellen? Gerne hier nachlesen: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Presse/Pressemitteilungen/pressemitteilungen_aktuell/2024/2024-10-02-tag-der-dt-einheit.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Versicherungsfremde Leistungen wie Mütterrente oder Rente für ehemalige DDR-Bürger müssen aus Steuergeldern bezahlt werden, und zwar vollständig, da dies offensichtlich eine gesellschaftlich gewünschte Ausgabe ist, die dann bitte auch von ALLEN zu zahlen ist.
Ihre Argumentation: „das Geld ist weg“ ist ziemlich schräg und erinnert an einen bestimmten Foristen hier, der (fast wortwörtlich) auch in Tagesspiegel und Zeit so zu kommentieren scheint. Bitte machen Sie sich kundig, was „Generationenvertrag“ bedeutet.
Durch das Einzahlen des Rentenbeitrags erwerbe ich einen ANSPRUCH auf Auszahlung einer auskömmlichen Alterssicherung.
Im Übrigen erfasst der Generationenvertrag auch, dass Kinder und Jugendliche von allen Steuerzahlern bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit finanziert werden, insbesondere durch ihre arbeitenden Eltern, aber auch durch alle anderen Steuerzahler, die ihnen z.B. kostenlose Ausbildung ermöglichen. Bevor der jetzt junge Mensch auch nur einen einzigen Euro an Rentenbeitrag gezahlt hat, sind Tausende von der Gesellschaft für ihn gezahlt worden.
Ich finde es ziemlich, nun ja, vermessen, als jemand, der bisher zwangsläufig nur genommen hat, von Generationenungerechtigkeit zu sprechen. Mich würde mal eine repräsentative Umfrage in der entsprechenden Altersgruppe interessieren, ob das wirklich die Ansicht der Mehrheit dieser Generation ist, oder ob hier insbesondere die Vertreter der Wirtschaft in Form der CDU-Jugend versuchen, die Unternehmen von jeglicher Form der Verantwortung für die Alterssicherung ihrer Beschäftigten zu entlasten, um das Altersarmutsrisiko zu privatisieren bzw. der Gesellschaft überzuhelfen, die dann die finanziell verarmten Rentenbezieher mit Hilfe zum Lebensunterhalt unterstützen darf.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
Sie können ANSPRUCH auch schreien – das ändert an der Realität nichts: Es gibt keinen Goldschatz, der die künftig seeehr vielen Rentner*innen und Pensionär*innen ernähren würde.
Das müssen die heutigen und kommenden Schüler*innen und Studierenden ganz allein hinbekommen (wenn ihnen Zuwanderung nicht dabei hilft).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Oh, kein Problem, man kann das auch lassen mit der Rente und jeder ist selbst dafür verantwortlich, im Alter und auch so nicht zu verhungern. Hatten wir alles schon, und (Sie sind sicher geschichtlich bewandert) es gab und gibt gute Gründe, nicht ganze gesellschaftliche Schichten verarmen zu lassen.
Jeder in diesem Land hat seinen Teil beizutragen, und ich finde es ziemlich bezeichnend, dass hier, nachdem Ost gegen West gerade nicht zieht, nun das Fass Alt gegen Jung aufgemacht wird.
Wie wäre es denn damit, Steuerhinterziehung (böse, ich weiß: sowas machen in der Regel nur ziemlich vermögende Menschen) zu bekämpfen? Wie wäre es damit, Generationengerechtigkeit auch damit herzustellen, dass Erben von Millionenvermögen, insbesondere Firmenerben, genauso besteuert werden wie Tante Lilo, die von ihrer Mutter ein Mietshaus geerbt hat? Dann wäre die Schere zwischen Arm und Reich zumindest nicht so extrem zu vererben wie jetzt, und es wäre deutlich mehr Geld da, um Armut in Jugend und Alter zu vermeiden.
Alles nett und richtig – löst aber das sehr grundsätzliche Problem nicht. Herzliche Grüße Die Redaktion
Aber auch aktuelle nicht. JETZT fischen Senior*innen nach Pfand, scheint aber gesellschaftlich nicht zu jucken.
Die guten Renten, sind bereits jetzt Privileg. Es ließe sich theoretisch auch die Rente oben deckeln, um das Vorhandene existenssichernd zu verteilen.
Wie weit die Solidarität aktueller Rentner*innen geht, lässt erahnen, wie wir uns verhalten werden, wenn es so weit ist 🙁
Das sehe ich anders.
Dann gerne mal rechnen. “Aktuell stehen einem Altersrentner rund zwei Beitragszahler gegenüber. Anfang der 1960er Jahre kamen auf einen Altersrentner noch sechs aktiv versicherte Erwerbspersonen. (…) Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern wird in Zukunft weiter abnehmen. Ein wesentlicher Grund ist, dass ab etwa 2020 die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand gehen und die Zahl der Rentenbezieher erheblich zunimmt.” Quelle: https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/altersrentner-beitragszahler.html
Kinder, Berufsunfähige, Sozialhilfeempfänger etc. sind ja auch noch zu versorgen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Tja, dass es 1960 mehr Beitragszahler pro Rentenbezieher gab, lag schlicht und ergreifend daran, dass letztere weitestgehend im Krieg geblieben sind. KANN man als Lösung des Rentenproblems sehen, sollte man aber nicht.
Sie können natürlich auch jede Frau verpflichten, 12 Kinder zu bekommen (6 zukünftige Beitragszahler pro Einwohner).
Das Rentensystem, so wie es jetzt ausgerichtet ist, ist ein Schneeballsystem, das habe ich oft genug geschrieben. Es würde absolut Sinn machen, es endlich mal auf sichere Füße zu stellen. Dazu muss jedoch die Bevorteilung von Besitz gegenüber Leistung endlich mal angepackt werden – kaum vorstellbar bei den Leuten, die seit Jahren die Regierung bilden.
Es ist jedoch aus meiner Sicht grundfalsch, das Fass Jung gegen Alt aufzumachen. Wem ist geholfen, wenn immer mehr ältere Menschen in die Altersarmut gehen? Über kurz oder lang haben wir dann gesellschaftliche Unruhen in einem Ausmaß, welches die Demokratie noch mehr gefährdet als sie jetzt schon ist.
Nee, meine Ideen dazu habe ich bereits dargelegt. Superreiche einbeziehen, das Geld sinnvoll anlegen und damit ein Klima gesellschaftlicher Stabilität schaffen, welches wiederum Investoren anlockt.
“Es würde absolut Sinn machen, es endlich mal auf sichere Füße zu stellen.”
Das heißt dann aber: Verzicht. Um mal mit den Briten zu sprechen: You can’t have the cake and eat it.
Wer ist denn bereit zu verzichten?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Muss es nicht. Faire Besteuerung und das Wollen der Politik, diese umzusetzen, würde schon genügen. Ein Steuerfahnder spielt ein Vielfaches seines Gehaltes ein. Ich frag mich schon, warum es nur so wenige davon gibt. Könnte natürlich sein, weil Steuerhinterziehung eher selten von Bürgergeldempfängern, sondern mehr in sogenannten „guten Kreisen“ betrieben wird…
Wie wäre es denn außer dem Faktor Arbeit auch den Faktor Kapital zur Finanzierung der Rentenkasse heranzuziehen?
Der Broker der an der Börse mit Aktien handelt, zahlt als Angestellter ebenso wie sein Arbeitgeber Sozialabgaben. Nur beim Computerhandel zahlt bitte wer? Warum eigentlich? Wird durch den Einsatz von KI in vielen Unternehmensbereichen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht besser werden.
Mein reden…
Dazu hätten die Boomer aber den Kalten Krieg zu einem heißen werden lassen müssen, damit die heutigen Beitragszahler eine bessere Relation zwischen Empfängern und Zahlenden hätten.
Weil die Erlöse aus der Erbschaftssteuer den Ländern zustehen, die Rentenzuschüsse aber vom Bund kommen müssen.
“Oh, kein Problem, man kann das auch lassen mit der Rente und jeder ist selbst dafür verantwortlich, im Alter und auch so nicht zu verhungern. Hatten wir alles schon”
und will die AfD wieder 😉
Der Witz ist ja, dass selbst die kapitalgedeckte Rente nichts Anderes als ein Umlageverfahren ist. Die Empfänger der kapitalgedeckten Rente tragen ja auch nichts mehr aktiv zur Wertsteigerung der Unternehmen bei, die die Aktien an die Börse gebracht haben. Von ihren Rentenerlösen werden sie vermutlich keine Aktien in größerem Umfang kaufen können. Ebenso haben sie keinen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen, die zu einem Wertverlust des Aktienkurses führen. Die Rentner sind folglich immer noch abhängig von Entscheidungen der Nachfolgegenerationen. Dabei hängen sie aber nicht mehr von der “breiten Masse der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten” sondern von einigen wenigen ab, die ggf. durch riskante Aktionen an den Kapitalmärkten mehr an der eigenen als an der volkswirtschaftlichen rendite interessiert sein könnten. Ich sach nur: Cum-Ex oder Cum-Cum sowie Derivatehandel und Optionsscheine.
Passend dazu:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/versorgungswerk-zahnaerzte-muessen-um-rente-bangen/
Ich habe einen Zahnarzt der Boomer-Generation im Bekanntenkreis, den dies betrifft.
Doch. Der Goldschatz heißt geringere Arbeitslosigkeit und steigende Reallöhne durch Verknappung des Arbetiskräfteangebots. Ein Massenheer an KI-induzierten Arbeitslosen hilft jedoch nicht.
Oh, Sie haben das Perpetuum mobile erfunden – Glückwunsch. Herzliche Grüße Die Redaktion
Ja, das Perpetuum mobile war ja schon im Wirtschaftswunder Realität. Oder nach dem Sinken der Geburtenraten im 19. Jahrhundert.
Goldpreis, volatil.
Die Mär vom “Julisturm” ist halt unausrottbar.
Juliusturm – also keine sommerlichen Winde:)
Das Argument würde stimmen, wenn die Zuwanderung dem Bedarf an fehlenden Arbeitskräften entsprechen würde. Darüber kann man natürlich diskutieren.
Deutschland benötigt gut ausgebildete Fachkräfte – und Menschen, die in der Pflege, auf dem Bau, im Transportgewerbe und in der Gastronomie arbeiten. Können Sie in jedem Krankenhaus ihrer Wahl sehen, wo Migrant*innen von der Reinigungskraft bis zur Ärztin den Betrieb ermöglichen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hmm, wäre es nicht auch wünschenswert, wenn man die eigenen “Humanressourcen” so gut ausbildet, dass dabei Fachkräfte entstehen anstatt auf Biegen und Brechen auf Fachkräfte durch Zuwanderung zu setzen?
Ich frag nur so – für nen Freund.
Welche eigenen? Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2025/07/trotz-kinderwunsch-deutschlands-geburtenrate-sinkt-auf-historischen-tiefstand/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nein, Deutschland sucht nach Fachkräften die sich “eigenverantwortlich” bildeten und beschimpft alle anderen als “faul” 😉
Deutschland braucht dringende weniger Leute, die ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt anbieten.
Das geringere Arbeitskräfteangebot durch die wenigen Geburten um 1930 herum aufgrund der Weltwirtschaftskrise führte ca. 20 Jahre später zu stark steigenden Reallöhnen, was das sogenannte Wirtschaftswunder auslöste. Auch die vielen gefallenen jungen Männer trugen dazu bei.
Das Gebiet der 13 Gründerstaaten war Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts aufgrund des Mangels an Arbeitskräften die wohlhabendste Region der Erde. Erst mit der starken Zuwanderung ab dem 1840er Jahren entstanden die Slums in den großen Ausmaß in den USA.
Die Zuwanderung der Iren nach England infolge der Hungersnot in den 1840er Jahren senkte die Löhne in England. Dies kann man in der wirtschaftshistorischen Literatur gut nachlesen.
Die Pest von 1348 führte zu einem stark sinkenden Angebot an Arbeitskräften durch die vielen Toten. Die Reallöhne stiegen nach stark an.
Das Ansteigen des Arbeitskräfteangebots im Römischen Reich durch die Versklavung von Menschen eroberter Völker führte zu einer Verarmung breiter Schichten der Römer.
All dies sind historische Beispiele, warum eine Steigerung des Arbeitskräfteangebot zu sinkenden Reallöhne und somit zu mehr Armut und Gewalt führt.
Super-Sache, so eine Pest. Und dank der Weltkriegstoten gab es das deutsche Wirtschaftswunder? Diesem ökonomischen Modell scheint Russland derzeit zu folgen. Ist auch logisch: Wenn alles kaputt ist, kann es ja nur noch bergauf gehen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie sollen bei der heutigen Wirtschaftskrise die neuen Fachkräfte bezahlt werden, wenn sie erstmal Deutsch lernen müssen und dann ausgebildet werden müssen? Überall, außer vielleicht in Pflegebereich, werden Arbeitsplätze abgebaut und sogar Auszubildende gekündigt… Wird es in Deutschland bergauf gehen, wenn es noch mehr Menschen in Niedriglohnsektor kommen? Wird der Staat unter solchen Bedingungen auf Dauer soziale Hilfe leisten können?
Ich würde mir gerne wünschen, dass es hier Bedingungen für Unternehmen attraktiver gemacht werden, damit mehr Arbeitsplätze entstehen, Steuer senken, und dann kann man über Migration in den Arbeitsmarkt reden.
Noch mehr Menschen im Niedriglohnsektor? Schauen Sie mal in die Gastronomie, auf den Bau oder eben in die Pflege. Der Arbeitskräftemangel ist ja (mit) ursächlich für die Wirtschaftskrise – übrigens gerade in Ostdeutschland. Gerne hier nachlesen: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/auslaender-arbeitsmarkt-fachkraft-mangel-migration-100.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nein, das wäre nur der Fall, wenn in den genannten Bereichen hohe Löhne bezahlt würden und die Arbeitslosigkeit gering wäre. Dies ist aber nicht der Fall. .
“Wie sollen bei der heutigen Wirtschaftskrise die neuen Fachkräfte bezahlt werden, wenn sie erstmal Deutsch lernen müssen und dann ausgebildet werden müssen?”
Mit Geld. Meinen Sie, die Arbeitgeber haben keine Lust, Geld zu verdienen, weil deren Arbeitskräfte schlechtes Deutsch sprechen? 😀
Arbeitgeber heute kündigen ihre Arbeitnehmer, weil sie sparen müssen. Arbeitnehmer, die bleiben, kriegen kaum Gehaltserhöhung, Weihnachtsgeld wird öfter gestrichen. Wer kann, verlagert ihre Produktion ins Ausland, auch in IT. Die sichersten Arbeitsplätze sind heute beim Staat. Ich bin jetzt ziemlich pessimistisch über die Entwicklung.
Genauso wie die Schüler*innen auch. Ohne Investitionen kein zukünftiger Ertrag.
Klappt bei Ärzt*innen mit Migrationshintergrund doch aus, nur landen die nicht unbedingt als Beitragszahler bei der DRV sondern wie ihre bio-deutschen Kolleg*innen in berufsständischen Versorgungswerken..
Und genau wie bei Schülern soll es starke Motivation geben, damit man die Sprache schnell beherrscht und Ausbildung macht. Man hat nicht unendlich Ressourcen, um so viele Erwachsene so lange auszubilden. Und ja, die Bedingungen im Staat sollen auch stimmen, damit man den Wunsch (effektiv) zu arbeiten nicht verliert.
Hmmm, die Rentenkassen der Zahnärzte in Brandenbug ist auch in den Schlagzeilen. Also nicht einmal für Ärzte scheint die Rente heutzutage sicher zu sein:
https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/versorgungswerke-unter-druck-zahnaerzteversicherung-verspekuliert-sich-mit-dem-geld-der-mitglieder_id_260752869.html
Es würde also auch nicht viel bringen, die Arztrenten in DRV zu übernehmen, oder?
Es ist vielleicht besser, im Moment Zahnarztbesuche in Berlin und Brandenburg etwas zu verschieben. Die sind alle ziemlich sauer. Nicht das die noch ihren berechtigten Frust an den Patienten auslassen. 🙂
Nachteil einer kapitalgedeckten Rente – halt dumm gelaufen.
Es zeigt halt nur, dass die Arbeitgeber höhere Löhne zahlen müssen, wenn die Arbeitskräfte knapp sind. Das ist Gegenstand der Vorlesung Arbeitsmarktökonomik.
Lohnnebenkosten sind zu hoch. Arbeitgeber können sich oft nicht leisten, Löhne beliebig zu erhöhen. Der Staat sollte seine Ansprüche reduzieren, damit Arbeitnehmer mehr in der Tasche hätten.
Vergessen Sie nicht, dass Sie sich auch über Arbeitskräfte mit schlechtem Deutsch aufregen wollen 😉
Höhere Löhne durch Effektivitätssteigerungen und Personalanpassungen …
Quellen?
Hoffen wir mal, das China und Indien die gelesen haben, sonst überholen die noch die künftige Wirtschaft der 100 000 besten Deutschen (augenrolll)
Am Ende sitzen da nur noch alte, weiße Männer – für manche wohl eine Wunschvorstellung…
… und was ist mit den alten weißen Frauen? Haben Sie ein Problem mit alten weißen Männern, oder mit Frauen? Mit alten und/oder weißen Menschen (m/w/d)? Oder generell mit allen, die älter sind als Sie?
Die haben wohl wenig Bock auf das Männerbild von AfD und anderen Autoritätshörigen (https://www.welt.de/wissenschaft/article240900061/Ostdeutschland-Warum-hier-die-jungen-Frauen-fehlen.html)
In ganz Deutschland ist die Einwohnerzahl seit der Wende immer nur gestiegen, allen Unkenrufen zum Trotz, von 79 Mio. auf jetzt 85 Mio.. Es gibt natürlich innerdeutsche Verschiebungen. Offenbar gibt es einen Trend in die Großstädte und Ballungszentren, obwohl gerade dort das Wohnen immer teurer wird.
Jepp, und nichts ist dadurch besser geworden. Der Dichtestress nimmt – mit allen daran verkoppelten Phänomenen (schaut mal in die Verhaltensbiologie oder Sozialpsychologie) erkennbar zu … aber das wollen die “Wachstumsepigonen” schlicht nicht wahrhaben.
Im Übrigen: medizinisch wird unkontrolliertes Wachstum auch als Krebs bezeichnet … und da gilt es unbestritten als negativ und unbehandelt zumeist als letal.
Phänomen “Dichtestress” – dazu las ich folgenden interessanten Artikel:
https://www.berliner-zeitung.de/news/forschung-klimastress-und-konflikte-liessen-maya-staedte-entstehen-unerwarteter-niedergang-li.10007586
Die Gehälter in den Gebieten mit wenigen Menschen müssen so krass gestiegen sein! 😀
“Deutschland braucht dringende weniger Leute, die ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt anbieten.” (Gelbe Tulpe)
Nach dieser Theorie müsste eine Bevölkerung immer weiter wachsen, um irgendwelchen Wohlstand oder “die Rente” zu sichern, mindestens dürfte sie nicht sinken. Allerdings hatten wir schon einen Wohlstand und eine sicherere Rente, als wir viel weniger waren in Deutschland. Man muss einfach das Rentensystem von der Bevölkerungszahl entkoppeln und komplett anders aufziehen (Basisrente für alle gleich und aus Steuereinnahmen; wer mehr haben will im Alter, sorgt selber privat vor). Schon stimmt diese Theorie gar nicht mehr, dass wir immer mehr werden müssen oder mindestens nicht weniger werden dürfen.
Ich wäre ja eher für den “Rückbau”: Weniger Menschen, weniger Bebauung, weniger wirtschaftlich genutzte Flächen…….. das ist womöglich der beste Klima- und Naturschutz, den man sich vorstellen kann.
Man müsste vielleicht auch damit aufhören, dass sich Gutverdiener aus der gemeinschaftlichen (gesetzlichen) Krankenversicherung stehlen dürfen, so lange sie jung und gesund sind, und wieder zurückkehren, wenn sie alt und krank sind. Das ist doch wirklich absurd. So lange es für sie eher billig ist, nehmen sie alle Vorzüge der Privatversicherung in Anspruch, als Alte und Kranken gehen sie möglichst zurück in die GKV.
Die privaten Krankenkassen waren mal vor geschätzt 30 Jahren eingeführt worden, weil “Wettbewerb das Geschäft belebt”, aber es führte nur zu deutlich billigeren Beiträgen und besserer Versorgung der sowieso schon “Reichen” und ließ alle anderen im Schlamassel sitzen.
Natürlich muss auch dazu gehören, dass nur die die GKV nutzen können, die in die GKV eingezahlt haben, meinetwegen mit Mindestzeitraum. Alle anderen müssen ebenfalls aus den Steuermitteln versorgt werden, die von allen erbracht werden und vielleicht auch eher als eine Art Basisversorgung. Die gesundheitspolitische Integration und Versorgung von Zuwanderern und das waren seit 1990 mehrere Millionen ist doch eine Aufgabe aller und nicht nur der GKV-Mitglieder?!
Finde ich überlegenswert (*interessant, “bedenkenswert” bedeutet genau das Gegenteil *schmunzel*). Eine Basisversorgung für alle, die keine Krankenversicherung haben, sich leisten können, nie eingezahlt haben oder solange sie nicht einzahlen. Alle Einzahler bekommen volle Leistung. Keine Privatversichertenbevorzugung!
Ja, ich empfinde das auch als die größte Ungerechtigkeit am Zwei-Kassensystem. Die Jungen und Gesunden zahlen in der PKV wenig, weil sie ja wenig brauchen, also “scheinbar gerecht”, nur wenn sie alt sind, also öfter mal krank, und ihre Beiträge hoch werden, dann dürfen die sogar in die GKV zurück (bis 55, mit Ausnahmen aber auch später). Dann zahlen wieder wir alle, die wir nie in die PKV durften, wieder für sie mit. Wer hat sich nur sowas ausgedacht?!?
Wenn man ganz ehrlich wäre, bräuchte es mehr Kleinkinder, mehr Mädchen und junge Frauen, mehr Familien und weniger alleinreisende junge Männer bei der Einwanderung. Letztere Gruppe ist aber diejenige, die am meisten Überlebenschancen beispielsweise bei einer Flucht hat, was man ihnen nicht verdenken kann. Daher plädiere ich für Einwanderung a la Kanada. Sie schicken Leute in Flüchtlingslager beispielsweise in den Libanon, führen Interviews und diejenigen, die einwandern wollen und sollen, werden dann mit Flugzeugen in ihr neues Heimatland gebracht ( nicht mit maroden Schlauchbooten und Schleppergewalt, was Menschen unnötig traumatisiert) Anfangs dürfen sie ihren Wohn- und Arbeitsort nicht wählen, nach fünf Jahren aber ja. Unabhängig davon existiert auch Einwanderung mit Bewerbung.
Hat das was mit weltoffen zu tun? Oder eher mit guter Organisation?
Es unterscheidet nicht zwischen Arbeitsmigranten und Kriegsflüchtlingen. Die meisten Zuwanderer in Deutschland sind nunmal Kriegsflüchtlinge, die sich in Deutschland zunehmend integrieren, wie sich an den steigenden Beschäftigungsquoten zeigen lässt. Trotzdem führen wir hier Diskussion über das “Stadtbild” – mit dem klaren Signal nach außen: Dieses Land ist fremdenfeindlich. Und das schreckt eben auch die gut ausgebildeten Arbeitsmigranten ab, wie sich belegen lässt. Wir benötigen aber beides: gut ausgebildete Fachkräfte – und Menschen, die auf dem Bau oder in der Pflege arbeiten. Gerne hier nachlesen: https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-11/migration-fachkraeftemangel-pull-faktoren-asylpolitik
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Mir fehlt in der Diskussion der Punkt, dass viele Menschen in ihren Herkunftsländern – dank Klimawandel – schlicht nicht mehr leben werden können. Was unter anderem dem Wohlstand in der westlichen Welt, geschuldet ist. Ja, die fetten Jahre sind vorbei. Und nun ernten wir was wir gesäht haben. Wir haben im Westen nicht das Recht, Menschen unseren eigenen Lebensstandard vorenthalten zu wollen,nach dem wir jahrezehntelang auf deren Kosten gelebt haben.
Ich lebe in Spanien, ich kann ein wenig vergleichen. Deutschland ist nicht sonderlich fremdenfeindlich. Es hat ein gut ausgebildetes, für alle offenes Sozialhilfesystem. Das es rechte Parteien gibt, die gibt es hier auch und eigentlich in jedem mir bekannten Land. Hier Vox und so richtige Neofaschisten. 🙁
Der Unterschied ist:
Spanien hat erstens schon ein wenig Glück mit einer sprachlich fast identischen und kulturell sehr ähnlichen Einwanderung von jungen Familien aus Lateinamerika. ( Aber auch aus Marokko und anderen europäischen Ländern)
Man setzt sehr auf Integration durch Arbeit, weniger Sozialhilfe. Bedeutet jedoch auch, erstmal prekäre Jobs oder gar informelle und sich dann ” hocharbeiten”
An Schulen: Sie sind sehr integrativ. Bis zur 10. Klasse lernen alle zusammen, wer Sprachnachhilfe braucht, bekommt sie individuell.
Ich weiß, dass spanische Schüler in Leidtungstests unter dem deutschen Niveau liegen, also hier führen Integration und auch Inklusion nicht zu höheren Leistungen, aber die Schere geht auch nicht so krass auseinander.