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Anteil der frühpensionierten Lehrer sinkt auf Rekordtief

BERLIN. Das Vorurteil, Lehrer gingen öfter krankheitsbedingt in den Vorruhestand als andere Beamte, ist falsch. Richtig ist: Der Anteil derjenigen Lehrer, die aufgrund von Dienstunfähigkeit in Pension gingen, sank 2010 auf ein Rekordtief.

Knapp 20.000 verbeamtete Lehrer wurden im vergangenen Jahr in den Ruhestand versetzt – so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2007. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mit. Danach erhöhte sich die Zahl der Pensionierungen gegenüber 2009 um 5,6 Prozent. Zum Vergleich: Vor 1999 gab es pro Jahr nie mehr als 11.000 Pensionierungen. Ursache für das hohe Niveau der letzten Jahre sind Destatis zufolge die zahlreichen Einstellungen von Lehrpersonal in den 1960er und 70er Jahren. Diese werden voraussichtlich auch in den kommenden zehn Jahren für eine hohe Zahl an Pensionierungen sorgen.

Der Anteil der Lehrer, die aufgrund von Dienstunfähigkeit in Pension gingen, sank 2010 auf rund 21 Prozent (2009: 22 Prozent). Dies entspricht dem tiefsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1993. Damit lag der Anteil der Dienstunfähigkeit bei Lehrkräften auf dem Niveau der übrigen Beamten bei Bund, Ländern und Gemeinden für die ebenfalls die Regelaltersgrenze 65 Jahre gilt. Das durchschnittliche Alter, mit dem Lehrer 2010 wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand gingen, lag bei 58,2 Jahren. Gleichzeitig stieg beim Lehrpersonal der Anteil derer, die nach Erreichen einer Altersgrenze in den Ruhestand gingen, auf 79 Prozent (2009: 78 Prozent). Im Durchschnitt waren die Lehrkräfte, die im Jahr 2010 in den Ruhestand versetzt wurden, 62,7 Jahre alt.

Zu Beginn des Jahres 2011 erhielten insgesamt rund 295 000 ehemalige Lehrerinnen und Lehrer Ruhestandsbezüge. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Gesamtzahl der Ruhegehaltsempfänger um 4,9 Prozent.

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