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Forscher untersuchen Integration von Zuwanderern auf dem Land

NÜRNBERG. Um die Integration von ausländischen Zuwanderern in ländlichen Gebieten zu stärken, startet jetzt in Nürnberg ein länderübergreifendes Forschungsprojekt.

Es untersucht die Integrationspolitik von sieben strukturschwachen Kommunen in ganz Deutschland, um sie gegebenenfalls zu verbessern, erklärte Projektkoordinatorin Gudrun Kirchhoff von der Schader-Stiftung (Darmstadt). Gerade ländliche Gegenden hätten oft mit Abwanderung und Fachkräftemangel zu kämpfen. Für sie könnten Zuwanderer aus dem Ausland große Chancen bedeuten.

Allerdings sei eine funktionierende Integrationspolitik notwendig, um die Zuwanderer dauerhaft an eine Region zu binden und voll zu integrieren. «Ziel ist es, dass alle, die in einer Kommune wohnen, möglichst den gleichen Zugang zu allen kommunalen Einrichtungen und Vereinen haben.»

Die Forscher betrachten deshalb die Anlaufstellen, Angebote und Konzepte für Zuwanderer, die es in den jeweiligen Kommunen bereits gibt. So sollen Potenziale erkannt und mögliche Barrieren oder Ausgrenzungsmechanismen abgebaut werden. Trägerin des Forschungsprojekts ist die in Darmstadt ansässige Schader-Stiftung, beteiligt sind unter anderem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

An dem Projekt nehmen aus Bayern Landkreis und Stadt Bad Kissingen teil, aus Niedersachsen der Landkreis Celle mit der Stadt Bergen sowie der Landkreis Göttingen mit Hann. Münden, in Nordrhein-Westfalen Landkreis und Stadt Höxter sowie in Hessen der Main-Kinzig-Kreis mit Schlüchtern. In Baden-Württemberg sind der Ostalbkreis mit Schwäbisch Gmünd dabei, in Sachsen-Anhalt Landkreis und Stadt Stendal. dpa
(21.5.2012)

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