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Weltklasse-Schwimmer Thomas Lurz motiviert Studenten

WÜRZBURG. Eigentlich müsste Thomas Lurz im Schwimmbecken seine Bahnen ziehen, um für den Olympiasieg in London zu trainieren. Doch der Freiwasser-Schwimmer hat sein Training für einen Tag unterbrochen, um in Würzburg in die Rolle als Uni-Dozent zu schlüpfen.

Weltklasse-Schwimmer Thomas Lurz hat viel zum Thema Motivation zu sagen. Foto: Danielle / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Weltklasse-Schwimmer Thomas Lurz hat viel zum Thema Motivation zu sagen. Foto: Danielle / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Seit mehr als zehn Jahren gewinnt der Rekord-Weltmeister und Freiwasser-Schwimmer Thomas Lurz Titel um Titel. Wie motiviert er sich Tag für Tag? Wie baut er sein Training auf? Und was ist das Geheimnis seines Erfolges? Diese Fragen hat der 32 Jahre alte Würzburger in seiner ersten Uni-Vorlesung beantwortet. Der mehrfache Weltmeister im Langstreckenschwimmen hat dafür das harte Training für Olympia unterbrochen und das Schwimmbecken gegen den Hörsaal getauscht.

«Aufgeregt bin ich nicht. Es ist schön, weil es mal etwas anderes ist», sagte Lurz. Normalerweise zieht der studierte Sozialpädagoge zweimal täglich stundenlang seine Bahnen – etwa 110 Kilometer pro Woche. «Das ist ganz schön eintönig», sagte Lurz. «Ich bin nicht der übermäßig talentierte Schwimmer. Aber mit konstantem Training und Kampfgeist und Willen kann man schon relativ viel ausgleichen», gab sich der Sportler bescheiden.

Vor fast 150 Studenten referierte Lurz am Sportzentrum der Universität Würzburg zum Thema «Motivation und Training». «Das ist eine großartige Chance für unsere Studenten, einen Weltklassesportler für die Ausbildung zu haben», sagte Unipräsident Alfred Forchel. Der mehrfache Weltmeister im Freiwasserschwimmen sprach aber nicht nur über die Theorie des Leistungssports. Der gebürtige Würzburger gab auch Anekdoten aus seinem Sportlerleben zum Besten.

So erzählte der Würzburger von seinen Wettkämpfen in den Flüssen, die zum Teil durch dreckiges, eiskaltes oder viel zu warmes Wasser erschwert wurden. Er verriet die Tricks, um Konkurrenten kurz vor dem Ziel abzuhängen – «Einfach den Weg abschneiden und in die Bojen drücken – aber fair dabei bleiben». Und er sprach von seinen Erfahrungen mit Wasserschlangen, Quallen und Delfinen, die in den Gewässern mit den Sportlern schwimmen. Seine nächsten Vorlesungen wird der 32-Jährige im Wintersemester halten. dpa
(13.7.2012)

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