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CDU in NRW: Rechtsanspruch behinderter Schüler notfalls verschieben

DÜSSELDORF. Die CDU-Landtagsfraktion ist skeptisch, ob der Zeitplan für einen Rechtsanspruch behinderter Schüler auf gemeinsamen Unterricht mit nicht-behinderten Kindern einzuhalten ist. «Wenn die Voraussetzungen an den Schulen nicht stimmen, dann kann es diesen Rechtsanspruch nicht geben», sagte die schulpolitische Fraktionssprecherin Petra Vogt in Düsseldorf. So sei die Zahl gut vorbereiteter Lehrer noch nicht ausreichend. Auch sei bisher nicht genügend Geld für die Umsetzung der Pläne vorgesehen. Der Landtag hatte Anfang Juli beschlossen, dass behinderte Kinder ab dem Schuljahr 2013/2014 einen rechtlichen Anspruch auf gemeinsamen Unterricht mit nicht-behinderten Schülern haben sollen.

Wann der Rechtsanspruch spätestens kommen soll, sagte Petra Vogt nicht. Die Pläne müssten «so schnell wie möglich» umgesetzt werden, aber nicht, wenn darunter die Qualität des Unterrichts leide. Würden behinderte Kinder an unvorbereitete Schulen geschickt, habe niemand einen Vorteil. «Dann droht großer Frust auf allen Seiten», sagte sie. Für die Ausbildung der Lehrer forderte die CDU außerdem mehr Studienplätze für Förderschullehrer.

Bei der Einführung der neuen Sekundarschulen kritisierte die CDU-Fraktion die Umsetzung des Schulkonsenses durch die Landesregierung. Obwohl in der Regel Haupt- und Realschulen zur neuen Schulform zusammengefasst würden, seien Schulaufsicht und Verantwortung über das Personal den jetzigen Gesamtschulen zugewiesen worden. Die betroffenen Schulen müssten viel stärker am Umbauprozess beteiligt werden. dpa

(1.8.2012)

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