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Studie: Schule schwänzen steht im Zusammenhang mit Gewalttaten

VÖLKLINGEN. Eine neue Studie des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen konstatiert einen „signifikanten Zusammenhang zwischen Schulschwänzen und dem Begehen verschiedener Delikte“.

„Je häufiger ein Schüler geschwänzt hat, desto häufiger hat er Gewaltdelikte ausgeführt.“ So steht es zu lesen in der Studie „Kinder- und Jugenddelinquenz im Bundesland Saarland“ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), die der saarländische Sozialminister Andreas Storm in Völklingen vorgestellt hat.

Gewalt unter Jugendlichen

Gewalt unter Schülern (Foto: Martin Büdenbender / pixelio.de)

Bereits das seltene Schwänzen stehe mit erhöhter Delinquenz in Beziehung, so die Studie. Besonders hohe Delinquenzraten seien aber bei den Mehrfachschwänzern zu beobachten, die fünf oder mehr Tage die Schule geschwänzt haben. Die Kriminologen ermittelten in diese Gruppe einen sechsmal höheren Anteil an Gewalttätern als in der Gruppe der Schüler, die im letzten Schulhalbjahr nie geschwänzt hatten. Auch für Eigentumsdelikte wie den Ladendiebstahl oder die Sachbeschädigung seien enge Zusammenhänge mit dem Schwänzen festzustellen.

Die Forscher empfehlen eine „engmaschige Kontrolle des Schulbesuchs, durch Lehrerkräfte ebenso wie durch Eltern“. Schulschwänzen dürfe nicht als Bagatellverhalten eingestuft werden. Die Vorbeugung des Schwänzverhaltens sollte dabei nicht nur beim einzelnen Schüler ansetzen, sondern dessen Freundesnetzwerke einbeziehen.

Zum Download der Studie.

(25.11.2012)

Ein Kommentar

  1. Ich hab einen in der Klasse, der hat vor 2 Schuljahren, ganze 40 Tage die Schule geschwänzt. Er war aber keinesfalls gewalttätig. Im Gegenteil…

    Also diese Studie ist echt für die Mülltonne

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