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Odenwaldschule weist Vorwürfe von Abgeordnetem zurück

HEPPENHEIM/WIESBADEN. Die Odenwaldschule hat Vorwürfe des Grünen-Landtagsabgeordneten Marcus Bocklet zurückgewiesen, sie sträube sich, alle Opfer des sexuellen Missbrauchs zu entschädigen.

Ohne Ausnahme hätten alle Betroffene, die bei der Stiftung «Brücken bauen» einen Antrag stellten, zwischen 4000 und 20 000 Euro erhalten, teilte die Odenwaldschule mit. Damit sei das Leid anerkannt worden. Bisher seien rund 300 000 Euro ausbezahlt worden. Die Stiftung wurde laut Odenwaldschule extra für diesen Zweck vom Trägerverein und vom Altschülerverein gegründet.

Die Übergriffe von Lehrern auf Schüler liegen Jahrzehnte zurück und gelten als verjährt. In einem vor zwei Jahren vorgelegten Abschlussbericht über den Missbrauch wird eine Zahl von mehr als 130 Betroffenen genannt. Diese wurden nach Angaben der Odenwaldschule über die Möglichkeit einen Antrag zu stellen informiert, davon habe bislang jedoch nur ein Teil Gebrauch gemacht. dpa

(19.12.2012)

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