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Nordrhein-Westfalen hat die meisten Studenten ohne Abitur

BERLIN. Nordrhein-Westfalen hat die Nase vorn. Zumindest, wenn es um die Anzahl der Studienanfänger geht, die ohne Abitur auf den Weg zum akademischen Abschluss sind.

Mit 4,7 Prozent beruflich qualifizierten Studienfängern habe Nordrhein-Westfalen seine Spitzenposition in dem Bereich ausgebaut, gab das Berlin vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bekannt. Hinter NRW folgen Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent) und Berlin (3,3 Prozent). Insgesamt ist die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur und Fachhochschulreife in Deutschland auf 12 000 gestiegen. Mit dieser jüngsten Zahl von 2011 sei ein neuer Höchststand erreicht, hieß es. Im Vorjahr waren es 2000 weniger.

Rund 4000 geeignete Studiengänge soll ein neuer Online-Studienführer www.studieren-ohne-abitur.de verzeichnen. Er wurde vom CHE und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft entwickelt und soll an diesem Montag während einer Tagung in Essen offiziell ans Netz gehen.

Infolge des Bildungsgipfels von Bund und Ländern hatte die Kultusministerkonferenz 2009 den Hochschulzugang für Meister und beruflich Qualifizierte ohne Abitur wesentlich erleichtert. Nach anfänglicher Zurückhaltung machen Hochschulen vermehrt spezifische Studienangebote für diese Zielgruppen.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Anteil der Studienanfänger ohne Abitur in Deutschland immer noch gering. In Schweden haben mehr als ein Drittel der Studenten keine klassische Hochschulreife und schaffen es über ihre berufliche Qualifizierung ins Studium. dpa

(20.01.2013)

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