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Berlin soll zahlen: Hochschulrektoren schlagen Bundes-Professuren vor

NÜRNBERG. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Horst Hippler, hält Bundes-Professuren für sinnvoll. Der Bund könnte sich auf diese Weise stärker an der Finanzierung der Hochschulen beteiligen, sagte Hippler bei der HRK-Jahrestagung in Nürnberg. Denkbar seien 3000 solcher Stellen in einem Zeitraum von zehn Jahren.

 

Der HRK sei durchaus bewusst, dass hierzu eine Änderung des Grundgesetzes notwendig sei, betonte Hippler. Hier sei die Politik gefordert. Ein in der Verfassung verankertes Kooperationsverbot steht der Einrichtung von Bundes-Professuren bisher im Weg.

Große Sorge bereitet den Rektoren der Hochschulbau. Notwendig seien Baumaßnahmen in Höhe von rund 35 Milliarden Euro. Ein Teilnehmer der Tagung berichtete von einer Hochschule, die wegen eines Mangels an Räumlichkeiten Vorlesungen in einen Kinosaal habe auslagern müssen. Die HRK fordert höhere dauerhafte und zweckgebundene Bundesmittel vor allem für Renovierungen. Die Rektoren der Hochschulen befassten sich in Nürnberg auch mit Plagiatsvorwürfen gegenüber Politikern. Sie sprachen sich für eine Selbstkontrolle durch ein Ombudssystem an den Hochschulen aus. Das Ombudsgremium müsse zum Schutz von Hinweisgebern höchster Vertraulichkeit unterliegen. dpa

(14.5.2013)

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