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Ausschussvorsitzende warnt Bundesregierung vor Kürzungen bei Auslandsstipendien

BERLIN. Angeblich will die Bundesregierung die Zuschüsse für Auslandsstipendien 2014 um 18 Millionen Euro kürzen. Marlis Burchardt, Vorsitzende des Bildungsauschusses im Deutschen Bundestags kritisiert das als „historisch einmaligen Einbruch“.

Die Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), hat die Bundesregierung vor einer «drastischen Kürzung» der Stipendien für Studierende aus dem Ausland gewarnt. So wolle das Auswärtige Amt laut Haushaltsplanung 2014 die Zuwendungen an den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für Stipendien um 18 Millionen Euro kürzen. «Das sind rund 20 Prozent des dafür vorgesehenen Etats – oder 1000 Stipendien weniger», sagte Burchardt.

Ulla Burchardt

Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung: Ulla Burchardt (SPD). Foto: Ralf Hoeschele / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)

Bei den Hochschulen wie den ausländischen Partnerorganisationen stoße diese Haushaltsplanung auf völliges Unverständnis. «Seit Jahren werben Bundesregierung und deutsche Wissenschaft gemeinsam für ein Studium in der Bundesrepublik», sagte Burchardt. «Mit den Kürzungen können aber im neuen Jahr keine neuen Stipendiaten aufgenommen werden.»

Während der großen Koalition von Union und SPD habe Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Etat für Auswärtige Kulturpolitik erheblich ausweiten können. «Außenminister Guido Westerwelle (FDP) kann sich aber offensichtlich gegenüber dem Finanzminister nicht behaupten», sagte die SPD-Politikerin.

Die Kürzung wäre ein «historisch einmaliger Einbruch» und in den Partnerländern nicht zu vermitteln. Sie widersprächen zudem den Aussagen der Bundesregierung zum Stellenwert der Internationalisierung. Burchardt verwies darauf, dass die Mittel für Stipendien des Austauschdienstes seit 2010 nicht mehr erhöht worden seien. Zugleich würden aber immer neue Zusagen gemacht, junge Menschen etwa aus den südeuropäischen Krisenländern in Deutschland auszubilden. (dpa)

(16.06.2013)

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