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Betrunkener Schulbus-Fahrer hinterlässt Schneise der Verwüstung

BATTENBERG. Ein sturzbetrunkener Schulbus-Fahrer hat am Nachmittag im nordhessischen Battenberg auf einer Schlingerfahrt einen Zaun überfahren und ein geparktes Auto vor sich hergeschoben – und dabei 25 Kinder in Gefahr gebracht. Ein Mädchen wurde verletzt. Der Schock ist groß: Die Veraltung des zuständigen Kreises Waldeck-Frankenberg stellt laut „Frankfurter Rundschau“ die Kriterien für die Vergabe von Aufträgen zum Schülertransport infrage.

Tatsächlich habe nur die Geistesgegenwart der Schüler an Bord und einiger Passanten Schlimmeres verhindert, so heißt es in dem Bericht. Vor der 500 Meter langen Rauschfahrt hatte der 63-jährige Busfahrer offenbar hinter dem Lenkrad geschlafen. Als die etwa 25 Kinder und Jugendlichen zugestiegen waren, sei ihnen die unsichere Fahrweise aufgefallen – der Bus geriet der Zeitung zufolge auf die Gegenfahrbahn, dann rechts gegen eine Leitplanke. Einige Kinder hätten vor Angst geweint, berichtete ein 14-Jähriger der „Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen“. Erst auf das inständige Bitten der entsetzten Schüler habe der Fahrer angehalten. Zwei jüngere Kinder blieben im Bus, der seine Schlingerfahrt fortsetzte – und dann eine Spur der Verwüstung hinterließ. Ein Mädchen erlitt laut „Frankfurter Rundschau“ vor Aufregung einen Kollaps und wurde vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht. Ein Alkoholtest bei dem Fahrer ergab laut Polizei einen Wert „weit über der absoluten Fahruntüchtigkeit“, also weit über 1,1 Promille.

Der zuständige Kreis Waldeck-Frankenberg denkt nun darüber nach, den Schülertransport neu zu organisieren. Die Verwaltung müsse die Auftragsvergabe hinterfragen, so zitierte das Blatt den Fachbereichsleiter Schulen und Bildung: „Der Schwerpunkt muss wieder mehr auf der Sicherheit liegen.“ Leistungen wie der Schülertransport würden öffentlich ausgeschrieben, wobei die Wirtschaftlichkeit bei der Vergabe im Vordergrund stehe. Aber: „Das Wirtschaftlichste ist nicht immer das Sicherste“, sagte der Fachbereichsleiter laut Zeitung. „Aber das Sicherste ist das Wichtigste – das sind wir den Kindern und ihren Eltern schuldig.“ Die beteiligten Firmen würden nun genau überprüft und, wenn nötig, „vom Netz genommen“. News4teachers

Zum Bericht: „Schon wieder: Bus brennt – Schüler und Lehrer gerettet“

 

Ein Kommentar

  1. Es ist ein ganz schlimmer Vorfall, der den Schülern auf ihrem Schulweg widerfahren ist und zum Glück scheint es recht glimpflich ausgegangen zu sein.

    Unhabhängig von dem Thema musste ich aber über euren Tippfehler sehr schmunzeln. Denn irgendwie scheint „Veraltung“ zur „Verwaltung“ zu passen. (fettgedruckter Einstiegstext) In der heutigen Zeit nicht ganz unreal. 🙂

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