Sachsens Landeselternrat fordert kostenlose Schülerbeförderung

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DRESDEN. Immer weiter und immer teurer. So stellt sich für sächsische Eltern der Weg Ihrer Sprösslinge zur Schule dar. Landeselternratsvorsitzender Peter Lorenz erwägt nun einen Volksantrag für die kostenlose Fahrt zur Schule.

Sachsens Landeselternrat macht weiter Druck für eine kostenlose Schülerbeförderung. «Notfalls werden wir versuchen, über einen Volksantrag unser Ziel zu erreichen», sagte der Vorsitzende Peter Lorenz. «Die Wege für die Kinder und Jugendlichen werden immer weiter, die Fahrzeiten immer länger. Die Preise, die die Eltern schultern müssen, steigen unermüdlich.» Allein in Mittelsachsen habe es binnen eines Jahres eine Steigerung von 86 Prozent gegeben. Dies stehe in keinem Verhältnis zu Lohn- oder Gehaltssteigerungen, sagte Lorenz.

Buhaltestellevor einer Schule
Der Schulweg ihrer Kinder ist für viele Eltern in Sachsen mit steigenden Kosten verbunden. (Foto: Dieter Möckli / pixelio.de)
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«Die Eltern sagen mittlerweile: Das Maß ist voll», sagte Lorenz. Das lasse ihn hoffen, die notwendigen 40 000 Unterschriften für das Begehren zusammenzubekommen, obwohl in der Vergangenheit zwei ähnliche Anträge in Sachsen letztlich nicht von Erfolg gekrönt waren. Lorenz verwies darauf, dass es etwa in den Nachbarländern Brandenburg, Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt bereits entsprechende Regelungen zur Erstattung der Kosten gebe und damit Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention zum Recht auf kostenfreien Zugang zu Bildung und Schule entsprochen werde.

Die Kreise und kreisfreien Städte in Sachsen, die für die Schülerbeförderung zuständig seien, könnten sich angesichts klammer Kassen einen kostenlosen Transport nicht leisten, sagte Lorenz. Derzeit liefen Bemühungen, über Kreistage und Landräte die Regierung zu bewegen, das erforderliche Geld bereitzustellen. Allerdings hätten es die ersten CDU-regierten Kreistage bereits abgelehnt, mit der Forderung an das Land heranzutreten.

Die SPD-Landtagsfraktion will an diesem Freitag ihre Positionen zur Schülerbeförderung in Dresden vorstellen. (dpa)

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