Junge Philologen Schleswig-Holstein starten Online-Petition für mehr Lehrer

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KIEL. Imme Husmeier, Vorsitzende der Jungen Philologen in Schleswig-Holstein, fordert von der Landesregierung in einer  Online-Petition (https://www.landtag.ltsh.de/oepetition/petitionsdetails?id=48) 100 Prozent Unterrichtsversorgung durch voll ausgebildete Lehrkräfte für alle Schulen in Schleswig-Holstein. 

Helmut Siegmon, der Vorsitzende des Philologen-Verband, sagte dazu: „Die letzten Studien haben bestätigt, dass Schleswig-Holstein bundesweites Schlusslicht bei den Bildungsausgaben ist. Stundenkontingente können nicht erfüllt werden, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler protestieren zu Recht gegen den massiven Stundenausfall an den Schulen. Das ist schon heute traurige Realität. Verschärfend kommt der Aufbau teurer Doppelstrukturen in der Lehrerbildung hinzu.“

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Mit dem im März bekannt gewordenen Planstellenzuweisungsverfahren (PZV) verschlechtert sich die Situation ab dem kommenden Schuljahr noch erheblich. Denn nach dem derzeitigen Stand sollen 365 Stellen eingespart werden – und das obwohl Schleswig-Holsteins Schulen bereits jetzt chronisch unterversorgt sind. Dabei seien die Gymnasien trotz geringfügigen Schülerrückgangs immer noch am stärksten betroffen und würden unter einem schädlich hohen Unterrichtsausfall leiden, so Siegmon weiter.

Die Junge Philologin Husmeier erklärt: „Deswegen möchten wir mit der Petition erreichen, dass allen Schulen in Schleswig-Holstein eine ausreichende Anzahl von Lehrkräften zur Verfügung gestellt wird, um die Unterrichtskürzungen und den viel zu hohen Stundenausfall für alle Schülerinnen und Schüler deutlich zu verringern. Genügend junge Fachlehrkräfte mit Zweitem Staatsexamen, die eine Arbeit suchen, gibt es durchaus, sie müssten nur auch eingestellt werden.“

Husmeier abschließend: „Alle, die es wie mich stört, in dem Bundesland zu leben, das am wenigsten in die Bildung, also die Zukunft seiner Kinder investiert, bitte ich, diese Petition mit mir mitzuzeichnen.“

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5 KOMMENTARE

  1. Geld ist die eine Seite, die politischen Pläne bezügl. Bildung und Schule die andere. Gedanken zu Letzterem sind meiner Meinung nach wichtiger als die zum reinen Geldausgeben. Geld ist zunächst wertfrei. Erst wenn man weiß, für welche Ziele es ausgegeben oder eingespart wird, verdient es eine positive oder negative Bewertug .

  2. In den ersten 5 Tagen haben schon über 1000 Menschen unterzeichnet. Schon jetzt werden Stunden gestrichen, da kann es doch nicht sein, dass noch mehr Unterricht ausfallen soll.

  3. In diesem Zitat ist alles gesagt, was mich zum Unterschreiben der Pedition veranlasst hat:
    „Deswegen möchten wir mit der Petition erreichen, dass allen Schulen in Schleswig-Holstein eine ausreichende Anzahl von Lehrkräften zur Verfügung gestellt wird, um die Unterrichtskürzungen und den viel zu hohen Stundenausfall für alle Schülerinnen und Schüler deutlich zu verringern. Genügend junge Fachlehrkräfte mit Zweitem Staatsexamen, die eine Arbeit suchen, gibt es durchaus, sie müssten nur auch eingestellt werden.“

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