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Biologie: Hunderte Pflanzenfreunde verfolgen stinkende Titanwurz-Blüte

BAYREUTH. Das lange Warten hat ein Ende: In Bayreuth ist am Freitag die Titanwurz erblüht. Zahlreiche Pflanzenfreunde verfolgten das seltene Schauspiel – und eine enorme Geruchsbelästigung.

Irgendwie auch schön: die Titanwurz-Blüte. Foto: Amada 44 / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Irgendwie auch schön: die Titanwurz-Blüte. Foto: Amada 44 / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Prächtige Blüte, mächtiger Gestank: Zahlreiche Pflanzenfreunde haben in Bayreuth das seltene Erblühen der Titanwurz verfolgt. Selbst von dem unangenehmen Aasgeruch, den die Blüte absondert, ließen sich die Besucher im Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth nicht abhalten. «Die Leute wollen halt das Geruchserlebnis», erklärte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Marianne Lauerer. «Schön ist es nicht – aber einzigartig!»

Gegen Mittag hatte das seltene Schauspiel begonnen. «Sie ist jetzt schon ziemlich weit offen», sagte Lauerer am späten Nachmittag. Rund 300 Besucher hätten sich pro Stunde rund um die größte Blume der Welt eingefunden, die nur etwa alle drei Jahre erblüht.

Die von der indonesischen Insel Sumatra stammende Titanwurz (Amorphophallus titanum) kann bis zu drei Meter hoch werden. Während der Blüte sondert sie den intensiven Geruch ab, um Insekten für die Bestäubung anzulocken.

Entdeckt wurde das Tropengewächs nach Angaben des Uni-Gartens 1878 vom Botaniker Odoardo Beccari. Außerhalb Sumatras wurden seitdem bisher 123 Titanwurz-Blüten gezählt – unter anderem in Bonn und im Frankfurter Palmengarten. Und nun auch in Bayreuth.

Um die Blüte zu produzieren, braucht die Regenwaldpflanze viel Energie. Die Titanwurz besteht aus einer riesigen unterirdischen Knolle, die regelmäßig ein einziges, großes Blatt bildet. Um einen hohen gelb-grünen Blütenstab kräuselt sich das braun-violette Blütenblatt, das einem Plissee-Rock ähnelt. dpa

Hier gibt es Unterrichtsmaterialien zum Thema „Ich und die Pflanzen“ für die Jahrgänge 5/6.

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