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Gauck hebt Bedeutung der Universitäten für Integration hervor

FRANKFURT/MAIN. Den Universitäten kommt nach Einschätzung von Bundespräsident Joachim Gauck große Bedeutung bei der Integration von Zuwanderern zu. Die Universität könne und müsse eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft spielen, «vielleicht sogar eine aktivere Rolle als gegenwärtig schon üblich», sagte Gauck in Frankfurt.

Würdigte die Rolle der Universitäten für die Integration: Bundespräsident Gauck. Foto: www.dts-nachrichtenagentur.de

Mahnte eine aktive Rolle der Universitäten für die Integration an: Bundespräsident Gauck. Foto: www.dts-nachrichtenagentur.de

Beim 100. Geburtstag der Goethe-Universität wies er zudem darauf hin, dass ausländische Studenten und junge Menschen mit Migrationsgeschichte teilweise Unterstützung durch spezielle Stipendienprogramme bräuchten. «Am wichtigsten aber sind Vorbilder und Ermutigung, und zwar schon lange vor der Immatrikulation.»Es dürfe nicht sein, dass die Herkunft eines Menschen darüber entscheide, welche Zukunft er habe. Das gelte sowohl für die ethnisch-kulturelle als auch die soziale Herkunft. «Der Schlüssel, um solche Herkunftsbarrieren zu überwinden, ist Bildung», sagte Gauck.

Mehr als ein Drittel der unter Fünfjährigen in Deutschland habe ausländische Wurzeln, sagte der Bundespräsident. Deshalb müsse sich das gesamte Bildungssystem von Kitas über Schulen und Universitäten dieser Aufgabe stellen. «An jeder dieser Stationen könne wir noch viel mehr tun, um allen jungen Menschen in unserem Land ein gelingendes Leben zu ermöglichen.»

Gaucks Lebensgefährtin Daniela Schadt, die ihn begleitete, war selbst Studentin der Goethe-Universität. An der Hochschule haben nach Angaben von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) 24 Prozent der Studierenden einen Migrationshintergrund. Seit 2008 ist die Hochschule wieder Stiftungsuniversität, zum Geburtstag wurden ihr bislang 71 Millionen Euro gespendet. Zu den Geschenken zählt das Museum Giersch am Schaumainkai, das Kunst aus dem Rhein-Main-Gebiet präsentiert. Über 30 Jahre lang beläuft sich der Wert des Geschenks auf 27 Millionen Euro, denn das Stifterehepaar will die Universität mit 500 000 Euro jährlich für die Nutzung des Museums unterstützen. Die Goethe-Universität ist mit 46 000 Studierenden die drittgrößte Hochschule Deutschlands und die größte Hessens. dpa

Ein Kommentar

  1. also sollen die einheimischen nicht nur bei der jobsuche benachteiligt werden, sondern auch bei der suche nach einem studienplatz. wie wäre es wenn sie herr gauck uns nicht gleich alle aus dem land jagen. dann sind in hülle und gülle arbeitsplätze und studienplätze für ihre lieblinge da!!! es wird immer „bunter“ hier iin absurdistan.

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