Bayrische Grüne fordern mehr Geld für Bildung und mehr Lehrer

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MÜNCHEN. Die Grünen fordern kräftige Umschichtungen im Staatshaushalt zugunsten der Bildungspolitik und eine größere Lehrerreserve an allen Schulen. Im kommenden Jahr sollen nach Vorstellung der kleinsten Oppositionsfraktion 118 Millionen Euro mehr für die Bildung ausgegeben werden als von der CSU geplant, 2016 sogar 155 Millionen Euro mehr.

«Die Staatsregierung hat kein solides Konzept zur Bildungsfinanzierung», kritisierte die Grünen-Haushaltsexpertin Claudia Stamm am Montag in München. Wie Ganztagsausbau, Inklusion oder digitaler Wandel finanziert werden sollen, sei völlig unklar. Die Grünen fordern dafür deutlich mehr Geld. Zehn Millionen soll es für Schulangebote für Flüchtlingskinder geben.

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Die Grünen fordern zudem deutlich mehr Lehrer – nämlich eine 110-prozentige Versorgung der allgemeinbildenden Schulen, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden. Das geht aber angesichts immenser Kosten nicht von heute auf morgen. «Das ist das langfristige Ziel. Da wollen wir hinkommen», erklärte Stamm.

Das Kultusministerium wies die Vorwürfe und Forderungen zurück. Der Bildungsetat werde 2015/16 erneut deutlich erhöht. «Die zusätzlichen Mittel dienen der Ausweitung der individuellen Förderung, dem Ausbau des Ganztags, der Inklusion, der Maßnahmen der Integration und der Sicherung von kleinen Grundschulen», teilte es mit. dpa

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