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Hessischer Haushalt: Schwarz-Grün gibt Geld für Ganztagsschulen und Inklusion – und erhält alle Lehrerstellen

WIESBADEN. Die hessische Landesregierung will das Ganztagsschulangebot in Hessen weiter ausbauen. Außerdem wolle Schwarz-Grün die Inklusion im Schulsystem fördern, wie Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch in der Haushaltsdebatte im Landtag sagte. Die Opposition in Wiesbaden nannte die Schulpolitik der Regierung ungenügend.

CDU und Grüne haben vereinbart, trotz sinkender Schülerzahlen keine Lehrerstellen zu streichen. Die «demografische Rendite» bleibe im System, sagte Lorz. Die Lehrerstellen würden umgewidmet. Der Bereich Ganztagsbetreuung mit bislang 2000 Stellen erhalte kommendes Jahr weitere 230 Stellen. Der CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer sagte jedoch, es solle keinen flächendeckenden Ausbau gebundener Ganztagsschulen geben.

Freiwerdende Lehrerstellen sollen zudem im Bereich der Inklusion angesiedelt werden, sagte Lorz. Bereits 2014 habe das Land mehr als 1700 Stellen für sonderpädagogische Förderung geschaffen. «Mit den zusätzlichen Stellen für die Inklusion wollen wir in dieser Wahlperiode das Ziel erreichen, dass diejenigen, die das für ihr Kind wünschen, eine inklusive Beschulung wählen können», sagte der Grünen-Abgeordnete Daniel May.

Die Politik der Bündnispartner erntete Kritik von der Opposition. Es sei nicht damit getan, nur Lehrerstellen zu erhalten, sagte der SPD-Bildungspolitiker Christoph Degen. Nötig seien qualitative Verbesserungen, etwa bei der Lehrerausbildung. Die Linken-Abgeordnete Barbara Cárdenas forderte mehr Ganztagsschulen mit pädagogischem Konzept. Der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich kritisierte die Budget-Kürzung für die Schulvorbereitung im letzten Kindergartenjahr. Förderung fange im Kindesalter an. dpa

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