Brandenburger Programm für funktionale Analphabeten startet

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POTSDAM. Geschätzt über 200.000 Menschen in Brandenburg sollen Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Rund sechs Millionen Euro will das Land bis 2020 ausgeben um funktionale Analphabeten besser zu unterstützen.

Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und Justizminister Helmut Markov (Die Linke) starteten ein entsprechendes Förderprogramm, wie das Bildungsministerium mitteilte. Wie bereits im vergangenen Jahr bekannt wurde, stehen dafür bis Ende 2020 sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus dem Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln.

Auch Mitarbeiter von Ämtern und Behörden sollen dafür sensibilisiert werden, Analphabeten zu erkennen und ihnen Hilfe zuteilwerden zu lassen. Foto: berwis / pixelio.de
Auch Mitarbeiter von Ämtern und Behörden sollen dafür sensibilisiert werden, Analphabeten zu erkennen und ihnen Hilfe zuteilwerden zu lassen. Foto: berwis / pixelio.de
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Davon sollen auch Häftlinge profitieren – Kurse zur Alphabetisierung sollen laut Ministerium auch in Brandenburgs Justizvollzugsanstalten angeboten werden. Das Programm sei ein wichtiger Beitrag, um Gefangene auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten und dadurch Rückfälle zu verhindern, sagte Markov laut Mitteilung.

Konkret sollen mit dem Geld ansonsten Bildungszentren – beispielsweise an Volkshochschulen – eingerichtet werden. Das Ministerium schätzt, dass in Brandenburg rund 230 000 Analphabeten leben. Sie können meist zwar einzelne Texte lesen und schreiben – sie aber oft nicht richtig verstehen. (dpa)

zum Bericht: Millionenprogramm für funktionale Analphabeten in Brandenburg

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