Bundestags-Kinderkommission für gesünderes Umfeld in Schulen

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BERLIN. In mehreren Expertenanhörungen hatte sich die Kinderkommission mit Risikofaktoren beschäftigt, die die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Neben einer Hotline für Ärzte soll ein Präventionsgesetzt Verbesserungen bringen.

Die Kinderkommission des Bundestages hat sich für die Einrichtung einer Beratungshotline für Kinderärzte ausgesprochen. Viele Ärzte seien unsicher, welche Maßnahmen sie beim Verdacht auf Kindesmisshandlung oder -missbrauch ergreifen sollten. Angesichts der oft sehr komplexen Entscheidungssituationen in Praxen und Notfallambulanzen sei es deshalb wichtig, eine spezifische Kinderschutz-Beratungshotline für Kinderärzte zu schaffen, erklärte die Kommission am Freitag.

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Damit zog sie Konsequenzen aus Experten-Anhörungen, an der unter anderem der Deutsche Kinderschutzbund und die Stiftung Kindergesundheit beteiligt gewesen waren. Zu den Forderungen der Kommission gehört auch der Ausbau von Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen. Laut der aktuellen Kinder- und Gesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts ist jedes fünfte Kind in Deutschland psychisch auffällig.

Die Kinderkommission will außerdem ein gesünderes Umfeld für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Schulen schaffen. Um dies zu erreichen, sei ein umfassendes «Präventionsgesetz» sinnvoll, das alle Sozialversicherungsträger einbeziehe, hieß es in den Empfehlungen der Kommission. (dpa)

zum Bericht: Online-Fortbildung für Lehrer: Missbrauch von Kindern erkennen

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