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Magdeburger Schüler reinigen „Stolpersteine“

MAGDEBURG. Über 15.000 Menschen wandelten am Samstag auf der Magdeburger „Meile der Demokratie“. Vor dem Bürgerfest hatten sich die Schüler von 16 städtischen Schulen mit den Magdeburger „Stolpersteine“ gereinigt, die an die Opfer des Holocaust erinnern.

Zum siebten Mal fand in Magdeburg am Samstag die „Meile der Demokratie“ statt. Die Meile sollte ebenso wie zahlreiche über die Stadt verteilte Aktionen ein Zeichen für Toleranz setzen und außerdem rechtsextremen Demonstrationen am Tag der Bombardierung der Stadt im zweiten Weltkrieg den Raum nehmen. Wenige Tage vor der Meile hatten auch Jugendliche ein Zeichen gegen Fremdenhass gesetzt: Die Schüler von 16 Magdeburger Schulen haben in der Woche vor der Veranstaltung die Stolpersteine gereinigt. «Die Steine leuchten nun ein wenig mehr, viele Schüler hätten zudem an den Gedenksteinen Blumen niedergelegt», sagte Kerstin Kinszorra, Sprecherin der Stadt Magedeburg

Die Stolpersteine des Kölner Künstler Gunter Demnig erinnern an Opfer der NS-Zeit. Foto: Thomas Quine / flickr (CC BY 2.0)

Die Stolpersteine des Kölner Künstler Gunter Demnig erinnern an Opfer der NS-Zeit. Foto: Thomas Quine / flickr (CC BY 2.0)

In den Pflastersteinen aus Messing sind die Namen der von den Nazis ermordeten Magdeburger eingraviert. Die Steine sollen jeweils am letzten Wohnort der Holocaust-Opfer auf die Schrecken der Nazizeit aufmerksam machen. Europaweit gebe es inzwischen rund 50 000 verlegte Gedenksteine, erklärte der Initiator der Stolperstein-Idee, Gunter Demnig.
In Magdeburg sind 40 Stolpersteine an verschiedenen Stellen der Stadt angebracht. Die Putz-Aktion der Magdeburger Schüler dauerte nach Angaben der Landeszentrale für politische Bildung von Montag bis Freitag an. (dpa)

zum Bericht: Tausende kommen zu Anti-Pegida-Demos – GEW: Schulen sollen gegen Fremdenhass aufklären

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