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Nach Unfall im Chemie-Unterricht – 17-Jähriger im künstlichen Koma

BERLIN. Nach einem Unfall im Chemie-Unterricht an einem Berliner Gymnasium liegt ein 17-jähriger Schüler im künstlichen Koma. Er werde weiterhin mit schweren Gesichtsverletzungen auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt, sagte eine Polizeisprecherin. Lebensgefahr bestehe nicht. Gegen den 49 Jahre alten Lehrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Auch aus einer Kasseler Schule wurde ein Unfall im Chemieunterricht gemeldet.

Ein scheinbar ungefährliches Experiment ist außer Kontrolle geraten. Foto: Horia Varlan / Flickr (CC BY 2.0)

Ein scheinbar ungefährliches Experiment ist außer Kontrolle geraten. Foto: Horia Varlan / Flickr (CC BY 2.0)

An der Schule war es beim Erhitzen von Emser Pastillen zu einer Verpuffung gekommen. Eine Stichflamme verletzte den 17-Jährigen schwer. Eine 19 Jahre alte Schülerin und ein 19 Jahre alter Schüler zogen sich leichte Verletzungen zu. Ihnen geht es laut Polizei wieder besser. Wie es zu dem Unfall in der Heinrich-Schliemann-Oberschule in Prenzlauer Berg gekommen ist, wird weiter untersucht. Spezialisten begutachten nun laut der Sprecherin den Aufbau und die Durchführung des Experiments. Dieses sei aus Chemie-Lehrbüchern recht bekannt.

In Kassel wurden sieben Schüler und ihr Lehrer bei einem Experiment verletzt. Bei dem Versuch mit Phosphor sei es zu einer Verpuffung gekommen, teilte die Polizei mit. Die 15 bis 17 Jahre alten Schüler und ihr Lehrer mussten in Krankenhäusern versorgt werden. Ein 15-Jähriger hatte sich mit der Substanz an den Händen verletzt, der Lehrer erlitt Verletzungen an der Kopfhaut. Fünf weitere Schüler klagten über Ohrenbeschwerden. Das komplette Gebäude wurde vorübergehend geräumt. dpa

Zum Bericht: Stichflamme im Chemiesaal verletzt zwei Schüler schwer – Wie riskant sind Experimente im Unterricht?

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