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Die Nominierten stehen fest: Kanzlerin Merkel zeichnet im Juni Deutschlands beste Schulen aus

STUTTGART. Die Jury des Deutschen Schulpreises – bestehend aus zwölf renommierten Bildungsforschern und Schulpraktikern – hat 15 Schulen aus der ganzen Bundesrepublik für die  Endausscheidung um den Deutschen Schulpreis 2015 nominiert. Die Schulen kommen aus Baden-Württemberg (1), Bayern (1), Berlin (1), Brandenburg (1), Bremen (1), Hamburg (1), Mecklenburg-Vorpommern (1), Niedersachsen (3), Nordrhein-Westfalen (3) und Schleswig-Holstein (2). Mit einer Delegation aus Schülern und Lehrern reisen sie am 10. Juni 2015 zur Verleihung des Deutschen Schulpreises nach Berlin. Bei dieser festlichen Veranstaltung werden die Preisträger bekannt gegeben und von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet.

Hat auch schon beim Deutschen Lehrerpreis die Auszeichnungen verliehen: Angela Merkel (CDU) bei der Verleihung des Deutschen Lehrerpreises ; Foto: Deutscher Lehrerpreis

Hat auch schon beim Deutschen Lehrerpreis die Auszeichnungen verliehen: Angela Merkel (CDU); Foto: Deutscher Lehrerpreis

Die 15 nominierten Schulen haben laut Pressemitteilung des Deutschen Schulpreises ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen und zuvor oft jahrelang an ihrer Qualität gearbeitet, um sich dafür fit zu machen. Die Jury hatte zunächst auf Basis der Bewerbungsunterlagen 20 Schulen ausgewählt, die Anfang des Jahres von Juryteams vor Ort besucht und begutachtet wurden. Im Anschluss hat die Jury 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis nominiert. Von den 15 nominierten Schulen werden sechs mit Preisen ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, vier weitere Preise mit je 25.000 Euro. Außerdem wird der „Preis der Jury“ in Höhe von ebenfalls 25.000 Euro verliehen. Alle Nominierten, die nicht zu den Preisträgern gehören, erhalten einen Anerkennungspreis von jeweils 2.000 Euro.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Medienpartner sind der stern und die ARD. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.500 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsquali-tät, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien seien inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt, so hieß es. News4teachers

Hier sind die nominierten Schulen aufgelistet.

7 Kommentare

  1. Irgendwie kommt mir das komisch vor:
    Bundesländer mit Spitzenleistungen in nationalen und internationalen Bereichen haben nur eine nominierte Schule, Länder, die in allen Rankigs weit hinten landen, bringen 2-3 Schulen in die Vorauswahl.
    Grübel, grübel…
    rfalio

    • mehrnachdenken

      Ihr Hinweis scheint mir mehr als berechtigt.

      „Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsquali-tät, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien seien inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt, so hieß es.“

      Was heißt aber z.B. Unterrichtsqualität? Worauf legt die Jury besonderen Wert? Es wäre schön, wenn mehr Details genannt würden.

      • Lieber mehrnachdenken,

        hier gibt es weitere Informationen zu den Auswahlkriterien des Deutschen Schulpreises:
        http://schulpreis.bosch-stiftung.de/content/language1/html/53139.asp

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

        • mehrnachdenken

          Vielen Dank für den Link.

          Sehen Sie, meine Zweifel bestätigen sich. Nehmen wir z.B. das Kriterium „Unterrichtsqualität“.

          „Schulen, die dafür sorgen, dass die Schüler ihr Lernen selbst in die Hand nehmen, … .“

          In diesem Punkt sind sich die Experten keineswegs einig. Für mich gibt es keinen objektiven Beweis, dass Schüler in einem so organisierten Unterricht mehr lernen als in einem Unterricht, in dem ein Lehrer noch Lehrer sein darf.

          Bezogen auf kognitive Kriterien, schreibt Hilbert Meyer (Vater des handlungsorientierten Unterrichts), dass der eher lehrerzentrierte Unterricht einem offenen Unterricht überlegen ist. „Mischwald ist besser als Monokultur.“

          Ist doch klar, alle Schulen fallen durch, die den einseitigen Vorstellungen der Jury nicht entsprechen.
          Dass die Schulqualität Bayerns aber anderen Bundesländern weit überlegen ist, spielt dabei keine Rolle.
          Ich finde es schlimm, dass derartige Schulpreise suggerieren, ein Bundesland sei leistungsstark, aber bei näherem Hinsehen oft das genaue Gegenteil der Fall ist.
          Wieder mal ein Schulpreis, der den unwissenden Bürgern Sand in die Augen streut, und über dessen Aussagekraft ich nur müde lächeln kann.

          • Wenn das die Bildungspolitiker und -lobbyisten lesen würden. Dabei sind doch gerade die Schulsysteme besonders leistungsstark, die besonders viele Schüler eines Jahrgangs zum Abitur führen. (Bitte richtig verstehen …)

            Allerdings hege ich gewisse Zweifel an der Schulqualität Bayerns. Die Überlegenheit im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist für mich mindestens zu einem guten Teil der geringen Gymnasialquote geschuldet, sprich dort besucht ein weitaus größerer Teil der Schüler die Schulform, an der sie kognitiv am besten klar kommen und nicht das Gymnasium, an dem die Anforderungen so weit gesenkt werden (müssen), dass auch die eigentlich Überforderten mitkommen.

          • Schulpreise sind Werbeträger und unterstützen Politik. Ihre Aussage über die tatsächliche Schul- oder Unterrichtsqualitätsqualität ist gleich null. Wie heißt es doch so schön?: „Jede Mutter lobt ihre Butter.“
            Ich bin absolut Ihrer Meinung, „mehrnachdenken“.

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