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Islamistische Parolen: Buschkowsky sieht „Landnahme“ von Fundamentalisten

AUGSBURG/BERLIN. Nicht die Integration schreite voran, sondern eine Art Landnahme durch fundamentalistische Überreligiösität, sagte der scheidende Bürgermeister von Neukölln der Augsburger Allgemeinen. Vor drei Tagen war bekannt geworden, dass die Polizei wegen Volksverhetzung ermittelt, nachdem Neu-Ulmer Grundschüler mit Hezparolen gegen Ungläubige aufgefallen waren.

Heinz Buschkowsky (SPD), Noch-Bürgermeister von Berlin-Neukölln, sieht islamistische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. In einigen Kindergärten in Neukölln trügen heute schon dreijährige Mädchen Kopftuch, sagte er der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). «So etwas hat es vor fünf Jahren noch nicht gegeben.» Salafisten forderten Mädchen vor Schulen des Bezirks auf, Hidschab zu tragen «anstelle der sündigen Jeans». Hidschab bedeutet Verhüllung.

Sieht islamistische Fundamentalisten auf dem Vormarsch: Neuköllns scheidender Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky. Foto: Christliches Medienmagazin pro / flickr (CC BY 2.0)

Sieht islamistische Fundamentalisten auf dem Vormarsch: Neuköllns scheidender Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky. Foto: Christliches Medienmagazin pro / flickr (CC BY 2.0)

Eltern würden bei Klassenreisen auf muslimische Betreuer bestehen und wollten dem Hausmeister das Betreten der Turnhalle verbieten, wenn ihre Töchter dort seien. «Nicht die Integration schreitet voran, sondern eine Art Landnahme durch fundamentalistische Überreligiösität», sagte der SPD-Politiker und kritisierte «diese Heuchelei von der einzigartigen Erfolgsgeschichte der Integration in Deutschland».

In einer Grundschule in Neu-Ulm sind mehrere Schüler mit islamistischen Äußerungen im Unterricht aufgefallen. Die Behörden bestätigten am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Augsburger Allgemeinen». Danach hatten Kinder in Ethik-Stunden verkündet, dass Christen getötet werden müssten, die Satiriker des französischen Magazins «Charlie Hebdo» den Tod verdient hätten. (dpa)

zum Bericht: Islamistische Parolen von Grundschülern – Polizei ermittelt

6 Kommentare

  1. mehrnachdenken

    Respekt, der Bürgermeister von Berlin-Neukölln ist noch so mutig, ungeliebte Wahrheiten offen auszusprechen.

    Sollte die Einschätzung von Herrn Buschkowsy zutreffen, scheinen gewisse Demonstranten in Dresden nicht ganz Unrecht zu haben.

  2. @mehrnachdenken
    Ja, Herr Buschkowsy ist wirklich mutig. Wenn er sagt, dass „eine Art Landnahme durch fundamentalistische Überreligiösität“ stattfindet, ist das jedoch nur eine Seite der Medaille. Die andere ist hausgemacht:

    Cem Özdemir, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, in dem Artikel „Scharfe Kritik von Özdemir an Sarrazin“ (sabah.de):
    Das Problem ist nicht Sarrazin selbst als Person sondern der gleich gesinnte Bevölkerungsanteil in Deutschland.

    Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Schröder, in seinem Buch „Risiko Deutschland“:
    Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.

    Sieglinde Frieß, ehemalige Parlamentarierin von Bündnis 90/Die Grünen, vor dem Deutschen Bundestag:
    Ich wollte, dass Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.

    Renate Künast in der Sendung „Beckmann“ vom 30.08.2010:
    Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen!

    Claudia Roth, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, in ihrer Wunschvision über den Tag der Deutschen Einheit, Welt Online:
    Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.

  3. wie einfach doch menschen menschen glauben, ohne zu verlangen, dass diese ihre behauptungen statistisch untermauern müssen. wichtig scheint einzig und allein, dass die eigenen vorurteile bestätigt werden.

    und wie wenig sie auch verlangen, dass argumentationen nicht rassistisch sein dürfen, damit sie von überhaupt als in einer demokratischen debatte ernstzunehmend anerkannt werden.

    es ist schon hart, wie grundlegende standards in diesem land über den haufen geworfen werden und viel zu viele in das pegida-gebrüll einstimmen und mitmarschieren.

    ich empfehle dagegen mal echte wissenschaft statt meinung: dr. naika foroutan „sarrazins thesen auf dem prüfstand“ http://edoc.hu-berlin.de/oa/articles/reonwY1dcVafw/PDF/26ybhddRzVWd2.pdf

    oder der religionsmonitor der bertelsmann-stifung für 2014/2015.
    hier ein kurzes zitat, das genau ins schwarze der sarrazin/buschkowsky/pirinci-debatte trifft:

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/januar/religionsmonitor/

    „Die hier lebenden Muslime orientieren sich in ihren Einstellungen und Lebensweisen stark an den Werten in der Bundesrepublik. Das allerdings nimmt die Mehrheitsbevölkerung kaum wahr. Sie steht dem Islam zunehmend ablehnend gegenüber. Für die hier lebenden Muslime bedeutet das Ausgrenzung und Belastung.“

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/januar/religionsmonitor/

    aber für diejenigen, die nicht wissen, was rassismus ist und die ihre vorurteile und ängste nicht unter kontrolle haben. das ist sicher alles ideologie und volkstod.

    • ach und nur um mir keinen sympathie-mit-islamisten vorwurf machen lassen zu müssen.

      nein, ich finde islamismus und islamisten auch scheisse und bin für mehr, besser finanzierte und langfristig angelegte präventionsprogramme und gesellschaftspolitische veränderungen, die z. b. rassistischer diskriminierung und – ausschlüssen junger menschen aus migrantisch geprägten familien in dieser gesellschaft vorbeugen.

      • Die Standardantwort, wenn eine Entwicklung vorhersehbar zum Schlechten führt, ist immer „wir habe noch nicht genug Geld für …-Programme ausgegeben.“

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